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Übersetzungen treiben manchen Leser in den Wahnsinn. Woran das liegt, weiß eine Forscherin, die an der Saar-Uni promoviert hat.

Übersetzungswissenschaft

Wissenschaftlerin geht schlechten Übersetzungen auf den Grund

Viele deutsche Muttersprachler denken, Übersetzungen von literarischen Texten seien schlecht – oder zumindest schlechter als das Original. Dieser Eindruck entsteht häufig spontan und ist nur schwer an konkreten Textstellen festzumachen. Eine junge Forscherin hat in ihrer Doktorarbeit an der Saar-Uni ein typisch deutsches Element der Sprache genauer unter die Lupe genommen: das Nominalkompositum, also das zusammengesetzte Hauptwort.

Auslandsaufenthalt
Katharina Gassewitz

Katharina Gassewitz (3.v.l.) mit der Crew der Radiosendung "Deutschfreund 2", in der sie als Interviewpartnerin zu Gast war.

Praktikum im prallen Leben

Master-Studentin Katharina Gassewitz absolviert derzeit ein Praktikum in Kamerun. Dort stößt die 26-Jährige auf viel Herzenswärme, ungewohnte Mahlzeiten und Duschen aus dem Eimer. Das improvisierte Leben stört sie kaum. Die Schattenseiten der Millionenmetropole Yaoundé hat sie aber ebenfalls schon kennenlernen müssen. Zweimal ist sie überfallen worden. Auch das nimmt sie pragmatisch: Alleine ist sie selten unterwegs.

Nobelpreisträger-Treffen
Christian Flemming/Lindau Nobel Laureate Meetings

Das Ambiente beim Nobelpreisträger-Treffen in Lindau ist sehr festlich. Das durfte auch Doktorand Marco Zeiger erleben.

Sightseeing auf dem Wissenschafts-Olymp

Jedes Jahr kommen in Lindau am Bodensee Dutzende Nobelpreisträger zusammen, um mit handverlesenen jungen Wissenschaftlern über ihre Arbeit und ihren Werdegang zu sprechen. In diesem Jahr war ein junger Wissenschaftler aus dem Saarland dabei und konnte die Größen der Wissenschaft kennenlernen. Marco Zeiger erstarrte nicht etwa in Ehrfurcht. Viel mehr kommt er mit einer gesunden Portion Respekt vor den Preisträgern nach Hause, die er keineswegs als unnahbare Übermenschen kennengelernt hat.

Französischer Gastdozent
Gerhild Sieber

Rachid Belkacem lehrt derzeit als Gastdozent an der Universität und an der htw als Arbeitsmarktexperte.

Warum die Großregion als Modellregion für Europa taugt

Dr. Rachid Belkacem von der Universität Lothringen weilt noch bis zum 30. September als Gastdozent in Saarbrücken. In Seminaren an der Saar-Uni und der Hochschule für Technik und Wirtschaft widmet er sich dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt in der Großregion. Mit dem französischen Arbeitsmarktexperten hat "campus"-Redakteurin Gerhild Sieber gesprochen.

Praxiserfahrung
Titel-Foto: Mercedes-Benz Luxembourg

Svenja Geörg hat ihr Traumpraktikum mithilfe des Career Centers der Saar-Uni gefunden.

Fürs Praktikum nach Luxemburg

Svenja Geörg absolviert derzeit ihr Traumpraktikum: bei Mercedes-Benz in Luxemburg. Um ihr Ziel zu erreichen, hat sie den Karriereservice der Saar-Uni genutzt – und das empfiehlt sie auch anderen.

Archäologie
Thorsten Mohr

Britta Özen-Kleine kennt die Antikensammlung der Saarbrücker Archäologen aus dem FF.

Klein und fein

Die Antikensammlung der Saarbrücker Archäologen ist im Vergleich zu den Sammlungen anderer Institute recht klein und jung. Aber die Qualität der antiken Statuen und Gegenstände – Abgüsse wie Originale –, die den Saarbrücker Archäologen zur Verfügung steht, ist hervorragend. Die Sammlung entführt die Betrachter in den Alltag der Menschen vor Tausenden Jahren. Britta Özen-Kleine kennt die rund 400 Statuen, Portraitköpfe und Alltagsgegenstände aus dem FF.

Flugsportgruppe
Jörg Pütz; Foto Dahlem: privat

In der Werkstatt an der Landessportschule neben dem Unicampus werden die Flugzeuge der Akaflieg gewartet.

Wenn Studenten zum Entspannen in die Luft gehen

Die Akaflieg besteht seit nunmehr 65 Jahren. Dort lernen Studenten, aber auch ältere Zeitgenossen und Schüler die Segelfliegerei. Sie gewinnen dabei auch Eindrücke abseits des Fliegens, die ihnen nur wenige andere Sportarten bieten können.

Europa-Gastprofessor
Foto: Sieber

Portugal zu Gast: Über turbulente Zeitgeschichte und portugiesisches Recht

Der Juraprofessor Paulo Mota Pinto von der Universität Coimbra ist im aktuellen Sommersemester an der Saar-Uni zu Gast. Pinto war neun Jahre lang Verfassungsrichter und sechs Jahre lang Abgeordneter im portugiesischen Parlament. Seine Saarbrücker Lehrveranstaltungen über portugiesisches Recht und die Geschichte Portugals gehören zum Angebot der Europa-Gastprofessur und des Zertifikats „Europaicum“. Es vermittelt Wissen über Europa aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.

International
Uwe Bellhäuser

Masterstudium verknüpft Bioinformatik mit Umwelttechnologie

Wann wird ein Chemikalien-Mix im Abwasser gefährlich für den Menschen? Welche Mikroben in verseuchten Böden können Krankheiten verbreiten? Bei der Diagnose von Umweltschäden werden große Datenmengen mit Hilfe der Bioinformatik ausgewertet. Die Spezialisten müssen biologische und pharmazeutische Zusammenhänge verstehen, aber auch Methoden der Informatik und Umwelttechnologie beherrschen. Ein neues Masterstudium der Saar-Uni und der University of Science and Technology in Südkorea verknüpft diese Fachgebiete.

Computerlinguistik
Fotolia (Cybrain)

Forscher wollen EU-Sprachen maschinell übersetzen

Wenn man im Internet einen englischen Text automatisch ins Französische übersetzt, bekommt man meist gute Ergebnisse. Anders sieht es bei komplexeren Sprachen wie Tschechisch, Finnisch oder auch Deutsch aus. Da kann die Lektüre, etwa von automatisch übersetzten Reiseportalen, schnell zum Ratespiel werden. Das wollen mehrere Forschergruppen in Europa ändern.

Ethik für Informatiker
Sergey Nivens/fotolia

Der Code der Moral

Smartphones zeichnen Bewegungsprofile auf, der öffentliche Raum wird mit immer mehr Kameras überwacht, Algorithmen bestimmten über Wohl und Wehe an den Börsen, bald werden selbstfahrende Autos auf unseren Straßen unterwegs sein. Dass solche Anwendungen und die Daten, die dabei anfallen, nicht immer zum Guten genutzt werden, dürfte inzwischen eine Binsenweisheit sein. Dennoch gibt es bisher erstaunlich wenige Angebote für angehende IT-Spezialisten, die ihnen helfen, die Folgen, die ihr technisches Tun für viele Menschen haben könnte, ethisch zu beurteilen. Die Veranstaltung „Ethik für Nerds“ an der Saar-Uni ist eine der ersten im deutschsprachigen Raum, die das ändern möchte.

Geisteswissenschaften
Thorsten Mohr

Eierlegende Wollmilchwissenschaften

Julian Blomann persönlich dürfte den wenigsten Zeitgenossen ein wissendes „Ach ja, der ist das“ entlocken. Seine Ideen hingegen werden zumindest viele Saarbrücker sofort vor Augen haben, wenn man sie erwähnt. Blomann, der vor zehn Jahren seinen Abschluss in Historisch orientierten Kulturwissenschaften an der Saar-Uni gemacht hat, betreibt unter anderem den Pub „Baker Street“ in Saarbrücken und veranstaltet beliebte Krimi-Dinner. Nicht zuletzt das Studium habe ihn zu dem gemacht, was er heute ist, sagt der Unternehmer.

Sprachforschung

Von der Steinzeit bis zum Kiezdeutsch

Der Germanist Augustin Speyer erforscht an seinem Lehrstuhl die Systematik und Grammatik der deutschen Sprache. Seine Erkenntnisse reichen dabei viel weiter zurück als bis zur einige hundert Jahre zurückliegenden Entstehung der Sprache, die wir unter Umständen tatsächlich noch verstehen könnten. Fachleute wie er können Grammatik und Laute tausende Jahre in die Vergangenheit zurückverfolgen. Die Rekonstruktion ist ein kompliziertes Puzzle.

Sprachtechnologie
Foto: Iris Maurer

Dialog-Box überwindet Sprachgrenzen bei Computerspielen

Sprachtechnologen der Saar-Uni machen eine neue Art von Kommunikation in Computerspielen möglich: Die Spieler können dem Computer wie einem Menschen Fragen stellen, Befehle erteilen – und das in ihrer jeweiligen Landessprache. Der Rechner versteht, verknüpft und managt ihre Missionen. Anhand eines Weltraum-Abenteuers entwickelten Dietrich Klakow und sein Forscherteam das Dialog-System gemeinsam mit Projektpartnern.

Physik
Thorsten Mohr

Forscher zeigen, wie man Quantensysteme stabilisiert

Die Quantenphysik birgt technologische Möglichkeiten, die mit heutigen, herkömmlichen Technologien nicht im Geringsten zu vergleichen sind: Kommunikation beispielsweise, die mit quantenphysikalischen Methoden verschlüsselt ist, wäre zu 100 Prozent abhörsicher, Computer sehr viel leistungsfähiger. Die Crux ist aber, dass Quanten-Systeme höchst instabil sind. Ihren Zustand so zu halten, dass sie nutzbar sind, ist derzeit eine der größten Herausforderungen der Physik. Die Saarbrücker Physiker Giovanna Morigi und Jürgen Eschner (Foto) haben nun gemeinsam mit dem Physik-Nobelpreisträger von 2012, David Wineland, und seinen Mitarbeitern eine Methode beschrieben, die ein solches System stabilisiert.

Gewaltforschung
Titelfoto: rowan/photocase.de

Amokläufe können verhindert werden

Christoph Paulus erforscht Amokläufe. Der Aggressionsforscher von der Saar-Universität analysiert die Taten, die Täter und ihr Umfeld, sucht nach Übereinstimmungen, typischen Abläufen und Mustern. Sein Ziel ist, die Gefährdung etwa bei Drohungen schon im Vorfeld einschätzen zu können und dadurch Amokläufe zu verhindern.

Flüchtlingshilfe
Refugee Law Clinic

Studenten organisieren Asylrecht-Kurse

Sie wollen Flüchtlinge und Asylbewerber bei rechtlichen Fragen kostenlos beraten und unterstützen: Die Jura-Studentin Jana Kirst und ihre Mitstreiter haben eine Ausbildung im Migrationsrecht für ihre Kommilitonen und andere Interessierte organisiert. Mit der Beratung für Flüchtlinge soll es im kommenden Jahr losgehen. Für ihre Aktivitäten haben sie den gemeinnützigen Verein „Refugee Law Clinic Saarbrücken“ gegründet.