Titelfoto: Oliver Dietze

Die angehenden Ingenieure Benjamin Kirsch (l.), Daniel Gillo (Mitte) und Julian Neu (r.) mit ihrem Gewinner-Prototyp.

Ausgezeichnet

Studenten wollen Geisterfahrer mit Sensoren in Leitpfosten stoppen

Ihre Idee könnte Leben retten: Drei Studenten der Saar-Uni haben ein solarbetriebenes Sensorsystem entwickelt, das Falschfahrer früh erkennt und Warnungen sowohl an Fahrer als auch Polizei oder Verkehrsfunk veranlassen kann. Mit ihrem Prototyp, den die angehenden Ingenieure bezeichnenderweise „Ghostbuster“ – „Geisterjäger“ – getauft haben, gewannen die Studenten im November den ersten Preis beim Cosima-Wettbewerb auf der „electronica 2016“ in München.

Mit Erasmus+ im Ausland studieren
Gerhild Sieber

Fühlen sich wohl an der Uni: Marko Mihajlovic, Milan Krstic und Milos Djordjevic (von links).

„Auslandserfahrung gehört heute in jeden Lebenslauf“

Ein oder zwei Semester lang im Ausland studieren, eine fremde Sprache und Kultur kennenlernen: Mit dem Erasmus+ Programm der EU ist das für Studenten leicht zu bewerkstelligen. Diese Erfahrung machen auch die drei Freunde Marko Mihajlovic, Milan Krstic und Milos Djordjevic. Von der serbischen Universität Nis sind sie fürs Wintersemester nach Saarbrücken gekommen.

Engagierte Studenten
Titel und weitere Fotos: Felix Freiberger und Nikolai Käfer

Seit einigen Jahren organisieren Studenten den Vorkurs für Studienanfänger in Informatik-Fächern: Hier das aktuelle Team.

Studenten machen Informatik-Neulinge fit in Mathe

Damit Metavariablen und Inferenzregeln die Erstsemester nicht sprachlos, sondern glücklich machen, haben 40 Studenten wieder ehrenamtlich und mit viel Engagement den Vorkurs der Informatik organisiert: Vier Wochen lang entdeckten hier mehr als 250 künftige Studenten die Mathematik neu.

Beste-Preis
Titelfoto: Fotolia

Wie Studenten ehrenamtlich anderen helfen

Sie setzen sich für andere ein. Dafür dass Menschen, die vor Krieg und Gewalt geflohen sind, ein neues Leben aufbauen können. Oder dafür, dass Studienanfängern der Start an der Uni leichter fällt. Uni und Asta zeichneten bei der Semestereröffnungsfeier im Oktober Studenten für ihr Engagement mit dem Beste-Preis aus.

Nature Communications
Katja Sponholz

Bioinformatiker entdeckt bisher unbekanntes „Affen-Gen“

Die Entschlüsselung des menschlichen Genoms wurde im Jahr 2001 gefeiert, seitdem sind Genomanalysen viel billiger und besser geworden. Dennoch weiß man wenig darüber, welche DNA-Sequenzen mit bestimmten Krankheiten zusammenhängen. In den Niederlanden wurden jetzt in einer nationalen Studie die Genome von 250 Familien untersucht, dabei kamen einige Milliarden Daten zusammen. Der Saarbrücker Bioinformatiker Tobias Marschall hat gemeinsam mit Forschern aus den Niederlanden diese riesige Datenmenge analysiert, um neue, wiederkehrende und auch fehlende Strukturen zu entdecken. Dabei stießen die Forscher auf ein bisher unbekanntes Gen, das man so bisher nur bei Affen gefunden hat. Die Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler in der renommierten Zeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.

Kulturwissenschaft
Lukas Redemann/Goethe-Institut Dakar

Studium bereitet auf internationale Karriere vor

Für „Ärzte ohne Grenzen“ die Auslandseinsätze zu koordinieren, das ist der Traumjob von Lukas Redemann. Um diesem Ziel näher zu kommen, studiert er Französische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation.

Digitale Bildung
Titelfoto: Oliver Dietze

Die Professorinnen Julia Knopf (l.) und Silke Ladel (r.) organisieren die Veranstaltung "Digitale Bildung für alle".

„Die virtuelle Welt wird die reale dort erweitern, wo sie uns einschränkt“

Wie nutzen Kinder, Jugendliche und Erwachsene digitale Medien sinnvoll? Was bringen Smartphone, Tablet und Co. im Unterricht oder in der Weiterbildung? Um Fragen wie diese geht es bei „Digitale Bildung für alle!“ am 16. November auf dem Campus: Begleitend zum Nationalen IT-Gipfel bietet der Kongress für Besucher jeden Alters ein großes Programm. Die Professorinnen Julia Knopf und Silke Ladel organisieren die Veranstaltung – und verraten im Interview, warum es sich lohnt, vorbeizukommen.

Übersetzungswissenschaft
Hast du den Flow?/Photocase

Übersetzungen treiben manchen Leser in den Wahnsinn. Woran das liegt, weiß eine Forscherin, die an der Saar-Uni promoviert hat.

Wissenschaftlerin geht schlechten Übersetzungen auf den Grund

Viele deutsche Muttersprachler denken, Übersetzungen von literarischen Texten seien schlecht – oder zumindest schlechter als das Original. Dieser Eindruck entsteht häufig spontan und ist nur schwer an konkreten Textstellen festzumachen. Eine junge Forscherin hat in ihrer Doktorarbeit an der Saar-Uni ein typisch deutsches Element der Sprache genauer unter die Lupe genommen: das Nominalkompositum, also das zusammengesetzte Hauptwort.

Auslandsaufenthalt
Katharina Gassewitz

Katharina Gassewitz (3.v.l.) mit der Crew der Radiosendung "Deutschfreund 2", in der sie als Interviewpartnerin zu Gast war.

Praktikum im prallen Leben

Master-Studentin Katharina Gassewitz absolviert derzeit ein Praktikum in Kamerun. Dort stößt die 26-Jährige auf viel Herzenswärme, ungewohnte Mahlzeiten und Duschen aus dem Eimer. Das improvisierte Leben stört sie kaum. Die Schattenseiten der Millionenmetropole Yaoundé hat sie aber ebenfalls schon kennenlernen müssen. Zweimal ist sie überfallen worden. Auch das nimmt sie pragmatisch: Alleine ist sie selten unterwegs.

Nobelpreisträger-Treffen
Christian Flemming/Lindau Nobel Laureate Meetings

Das Ambiente beim Nobelpreisträger-Treffen in Lindau ist sehr festlich. Das durfte auch Doktorand Marco Zeiger erleben.

Sightseeing auf dem Wissenschafts-Olymp

Jedes Jahr kommen in Lindau am Bodensee Dutzende Nobelpreisträger zusammen, um mit handverlesenen jungen Wissenschaftlern über ihre Arbeit und ihren Werdegang zu sprechen. In diesem Jahr war ein junger Wissenschaftler aus dem Saarland dabei und konnte die Größen der Wissenschaft kennenlernen. Marco Zeiger erstarrte nicht etwa in Ehrfurcht. Viel mehr kommt er mit einer gesunden Portion Respekt vor den Preisträgern nach Hause, die er keineswegs als unnahbare Übermenschen kennengelernt hat.

Französischer Gastdozent
Gerhild Sieber

Rachid Belkacem lehrt derzeit als Gastdozent an der Universität und an der htw als Arbeitsmarktexperte.

Warum die Großregion als Modellregion für Europa taugt

Dr. Rachid Belkacem von der Universität Lothringen weilt noch bis zum 30. September als Gastdozent in Saarbrücken. In Seminaren an der Saar-Uni und der Hochschule für Technik und Wirtschaft widmet er sich dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt in der Großregion. Mit dem französischen Arbeitsmarktexperten hat "campus"-Redakteurin Gerhild Sieber gesprochen.

Praxiserfahrung
Titel-Foto: Mercedes-Benz Luxembourg

Svenja Geörg hat ihr Traumpraktikum mithilfe des Career Centers der Saar-Uni gefunden.

Fürs Praktikum nach Luxemburg

Svenja Geörg absolviert derzeit ihr Traumpraktikum: bei Mercedes-Benz in Luxemburg. Um ihr Ziel zu erreichen, hat sie den Karriereservice der Saar-Uni genutzt – und das empfiehlt sie auch anderen.

Archäologie
Thorsten Mohr

Britta Özen-Kleine kennt die Antikensammlung der Saarbrücker Archäologen aus dem FF.

Klein und fein

Die Antikensammlung der Saarbrücker Archäologen ist im Vergleich zu den Sammlungen anderer Institute recht klein und jung. Aber die Qualität der antiken Statuen und Gegenstände – Abgüsse wie Originale –, die den Saarbrücker Archäologen zur Verfügung steht, ist hervorragend. Die Sammlung entführt die Betrachter in den Alltag der Menschen vor Tausenden Jahren. Britta Özen-Kleine kennt die rund 400 Statuen, Portraitköpfe und Alltagsgegenstände aus dem FF.

Flugsportgruppe
Jörg Pütz; Foto Dahlem: privat

In der Werkstatt an der Landessportschule neben dem Unicampus werden die Flugzeuge der Akaflieg gewartet.

Wenn Studenten zum Entspannen in die Luft gehen

Die Akaflieg besteht seit nunmehr 65 Jahren. Dort lernen Studenten, aber auch ältere Zeitgenossen und Schüler die Segelfliegerei. Sie gewinnen dabei auch Eindrücke abseits des Fliegens, die ihnen nur wenige andere Sportarten bieten können.

Europa-Gastprofessor
Foto: Sieber

Portugal zu Gast: Über turbulente Zeitgeschichte und portugiesisches Recht

Der Juraprofessor Paulo Mota Pinto von der Universität Coimbra ist im aktuellen Sommersemester an der Saar-Uni zu Gast. Pinto war neun Jahre lang Verfassungsrichter und sechs Jahre lang Abgeordneter im portugiesischen Parlament. Seine Saarbrücker Lehrveranstaltungen über portugiesisches Recht und die Geschichte Portugals gehören zum Angebot der Europa-Gastprofessur und des Zertifikats „Europaicum“. Es vermittelt Wissen über Europa aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.

International
Uwe Bellhäuser

Masterstudium verknüpft Bioinformatik mit Umwelttechnologie

Wann wird ein Chemikalien-Mix im Abwasser gefährlich für den Menschen? Welche Mikroben in verseuchten Böden können Krankheiten verbreiten? Bei der Diagnose von Umweltschäden werden große Datenmengen mit Hilfe der Bioinformatik ausgewertet. Die Spezialisten müssen biologische und pharmazeutische Zusammenhänge verstehen, aber auch Methoden der Informatik und Umwelttechnologie beherrschen. Ein neues Masterstudium der Saar-Uni und der University of Science and Technology in Südkorea verknüpft diese Fachgebiete.

Computerlinguistik
Fotolia (Cybrain)

Forscher wollen EU-Sprachen maschinell übersetzen

Wenn man im Internet einen englischen Text automatisch ins Französische übersetzt, bekommt man meist gute Ergebnisse. Anders sieht es bei komplexeren Sprachen wie Tschechisch, Finnisch oder auch Deutsch aus. Da kann die Lektüre, etwa von automatisch übersetzten Reiseportalen, schnell zum Ratespiel werden. Das wollen mehrere Forschergruppen in Europa ändern.

Ethik für Informatiker
Sergey Nivens/fotolia

Der Code der Moral

Smartphones zeichnen Bewegungsprofile auf, der öffentliche Raum wird mit immer mehr Kameras überwacht, Algorithmen bestimmten über Wohl und Wehe an den Börsen, bald werden selbstfahrende Autos auf unseren Straßen unterwegs sein. Dass solche Anwendungen und die Daten, die dabei anfallen, nicht immer zum Guten genutzt werden, dürfte inzwischen eine Binsenweisheit sein. Dennoch gibt es bisher erstaunlich wenige Angebote für angehende IT-Spezialisten, die ihnen helfen, die Folgen, die ihr technisches Tun für viele Menschen haben könnte, ethisch zu beurteilen. Die Veranstaltung „Ethik für Nerds“ an der Saar-Uni ist eine der ersten im deutschsprachigen Raum, die das ändern möchte.

Geisteswissenschaften
Thorsten Mohr

Eierlegende Wollmilchwissenschaften

Julian Blomann persönlich dürfte den wenigsten Zeitgenossen ein wissendes „Ach ja, der ist das“ entlocken. Seine Ideen hingegen werden zumindest viele Saarbrücker sofort vor Augen haben, wenn man sie erwähnt. Blomann, der vor zehn Jahren seinen Abschluss in Historisch orientierten Kulturwissenschaften an der Saar-Uni gemacht hat, betreibt unter anderem den Pub „Baker Street“ in Saarbrücken und veranstaltet beliebte Krimi-Dinner. Nicht zuletzt das Studium habe ihn zu dem gemacht, was er heute ist, sagt der Unternehmer.

Sprachforschung

Von der Steinzeit bis zum Kiezdeutsch

Der Germanist Augustin Speyer erforscht an seinem Lehrstuhl die Systematik und Grammatik der deutschen Sprache. Seine Erkenntnisse reichen dabei viel weiter zurück als bis zur einige hundert Jahre zurückliegenden Entstehung der Sprache, die wir unter Umständen tatsächlich noch verstehen könnten. Fachleute wie er können Grammatik und Laute tausende Jahre in die Vergangenheit zurückverfolgen. Die Rekonstruktion ist ein kompliziertes Puzzle.

Sprachtechnologie
Foto: Iris Maurer

Dialog-Box überwindet Sprachgrenzen bei Computerspielen

Sprachtechnologen der Saar-Uni machen eine neue Art von Kommunikation in Computerspielen möglich: Die Spieler können dem Computer wie einem Menschen Fragen stellen, Befehle erteilen – und das in ihrer jeweiligen Landessprache. Der Rechner versteht, verknüpft und managt ihre Missionen. Anhand eines Weltraum-Abenteuers entwickelten Dietrich Klakow und sein Forscherteam das Dialog-System gemeinsam mit Projektpartnern.