Wirtschaftsinformatik

Investitionen in KI: Wert von Daten wird sichtbar

Der Mittelstand scheut heute noch Investitionen in Künstliche Intelligenz. Für die meisten Unternehmen sind Daten aus Produktion oder Instandhaltung totes Kapital. Dabei sehen Wissenschaft und Politik hier enormes Potenzial. Der Wirtschaftsinformatiker Wolfgang Maaß und sein Team wollen den Wert solcher Daten sichtbar und für Firmen durch intelligente Datenbilanzierung interessant machen.

Acht Millionen Euro Förderung

Smarte Implantate sollen Knochen besser heilen

Ein intelligentes Implantat soll bei Knochenbrüchen sofort ab der OP die Heilung überwachen und bei Fehlbelastung warnen. Und: Es soll selbst aktiv durch Bewegungen gegensteuern, wenn nicht zusammenwächst, was zusammengehört: Das ist das Ziel einer interdisziplinären Forschergruppe unter Leitung des Unfallchirurgen Tim Pohlemann.

Medizin

Pilotstudie: Neuartige Strahler-Kombination wirkt bei Prostatakrebs

Bei Männern ist mit 26 Prozent der Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung. Metastasiert er, also verbreiten sich die Tumorzellen in andere Körperteile und Organe, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die meist älteren Patienten daran sterben. Wissenschaftler und Ärzte der Universität und des Universitätsklinikums des Saarlandes haben nun in einer klinischen Studie die Wirksamkeit einer Therapiemethode nachgewiesen, die solche fortgeschrittenen Prostatatumore und ihre Metastasen sehr erfolgreich eindämmen kann, und zwar ohne gravierende Nebenwirkungen. So lässt sich das Leben der Patienten noch um einige Zeit verlängern, und das ohne große Einbußen für die Lebensqualität.

Systems Engineering

Dieser Koffer folgt automatisch auf Schritt und Tritt

Lästiges Schleppen und kippeliges Hinterherziehen von Reisegepäck könnten bald der Vergangenheit angehören: Studenten der Saar-Uni wollen mit einem smarten Koffer dafür sorgen, dass Reisende in Zukunft ihre Hände für Wichtigeres frei haben. Der Prototyp, den die vier Nachwuchsforscher entwickeln, heftet sich an die Fersen - oder bei Rollstuhlfahrern auch an die Felgen - seines Besitzers und fährt ihm oder ihr ohne Weiteres hinterher.

Raumfahrt

Materialforscher schicken Experimente ins All

Auf der Weltraumstation ISS leben Astronauten über Monate isoliert von der Erde und können dennoch in Kontakt mit bedrohlichen Krankheitserregern kommen wie aktuelle Studien zeigen. Über häufig kontaktierte Oberflächen können sich die Bakterien vermehren und innerhalb der Raumstation ausbreiten. Um dies zu unterbinden, haben Professor Frank Mücklich und sein Team verschiedene Materialoberflächen mit Lasern auf Mikroebene strukturiert. Damit wird den Bakterien die Anhaftung an den Oberflächen deutlich erschwert.

Eduard-Martin-Preise

Die elf besten Doktorinnen und Doktoren

Wie schützt man sensible Gesundheitsdaten? Wie haften Bakterien auf Oberflächen? Lässt sich das Verletzungsrisiko im Profifußball mit einfachen Tests vorhersagen? Dies sind einige der Fragen, denen die besten unserer Nachwuchsforscherinnen und -forscher auf den Grund gegangen sind. Die Unigesellschaft zeichnete elf Doktorandinnen und Doktoranden aller Fakultäten aus. Diesmal haben Stifterinnen und Stifter einen Teil der Preisgelder übernommen.

Softwaretechnik

Computerprogramme wie Autos produzieren

Beim Verkauf von Autos oder Computerprogrammen setzen Konzerne auf „Produktlinien“. Die Idee dahinter: Je mehr gemeinsame Komponenten in den Produktvarianten stecken, desto geringer sind die Produktionskosten. Sven Apel, Informatik-Professor an der Universität des Saarlandes, und zwei Kollegen haben bereits im Jahr 2008 Forschungsergebnisse veröffentlicht, die dieses Prinzip auf die Softwareindustrie übertragen haben. Für diese wegweisende Pionierarbeit wurden die drei Computerwissenschaftler nun von einer internationalen Expertenkommission ausgezeichnet.

Cybersicherheit

Im "Hackerwettbewerb" gegen die weltweit Besten

IT-Sicherheitswettbewerbe namens „Capture the flag“ (CTF) gelten als Hackerwettkämpfe, sind jedoch für Studierende weltweit eine praktische Übung, die jede Vorlesung über IT-Sicherheit in puncto Lernspaß schlägt. Seit 2014 nimmt die Gruppe „saarsec“, die sich aus Cybersecurity-Studierenden der Universität des Saarlandes zusammensetzt, an solchen Wettbewerben teil.

Interview

„Wir brauchen ein neues System echter Gleichberechtigung“

Kommunikationsexpertin Ute Mücklich-Heinrich im Interview über Frauen und Männer, erfolgreiche Teams, veraltete Systeme und eine neue Weitsicht. Sie fordert: Unsere Gesellschaft muss die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Frauen wie Männer auf eigenen Füßen stehen können.

Management mit Europa-Schwerpunkt

Bereit zum Karrieresprung? MBA am Europa-Institut!

Wer schon mit beiden Beinen im Beruf steht und weiterkommen will, findet an der Universität des Saarlandes ein Sprungbrett für die Karriere - gerade mit Blick auf europaweit oder international tätige Unternehmen: Das englischsprachige MBA-Programm „European Management“ bringt am Europa-Institut junge Führungskräfte aus aller Welt zusammen.

Forschungsverbund

Materialforscher entwickeln neuartige Oberflächen

Manche Werkstoffoberflächen müssen besonders glatt sein, etwa wenn ein Bauteil in einem Lager rotiert. Andere Werkstoffe wie zum Beispiel Elektrokontakte in einer vibrierenden Maschine sollen zuverlässig aneinanderhaften. Die dafür nötige Oberflächenbehandlung stößt bei komplex geformten 3D-Objekten aber häufig an Grenzen. Dies soll nun ein Forschungsprojekt ändern, das durch das europäische Interreg-Programm mit 2,1 Millionen Euro gefördert wird.

International

Saar-Uni will sich weltweit mit Alumni vernetzen

Die Universität des Saarlandes will den Kontakt zu ihren Absolventen intensivieren und ein internationales Alumni-Netzwerk aufbauen. Darüber sollen strategische Partnerschaften mit Hochschulen in der ganzen Welt entstehen. Ein Ziel ist dabei, Studierende für die Saar-Uni zu begeistern und den internationalen Austausch zu fördern. Als Multiplikatoren wurden jetzt Alumni aus über 20 Ländern eingeladen.

Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“

Computerspiele: Wenn hartgesottene Helden träumen

Erzählerische Tiefe statt bloße Action? – Träume haben in Computerspielen ganz unterschiedliche Funktionen. Diesen ist Adrian Froschauer auf der Spur: In seiner Doktorarbeit untersucht er, wie Computerspiele Träume erlebbar machen und welche Funktion Traumsequenzen dort haben. Dabei ist der Literaturwissenschaftler ins Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“ der Universität eingebunden, das von Professorin Christiane Solte-Gresser geleitet wird.

Anglistik

Anglisten vernetzen sich mit Frankreich und Polen

Über europäische Grenzen hinweg britische Literaturen und Kulturen diskutieren, gemeinsam forschen und lehren und den Austausch fördern: Das ist das Ziel von zwei Kooperationen der Anglistik der Saar-Universität. Mit der Université de Lorraine unterzeichneten die Anglisten kürzlich eine Vereinbarung zur gemeinsamen Lehre. Mit der Universität Warschau gibt es seit Jahren wechselseitige Besuche von Wissenschaftlern. Im Juni kamen die drei Partner in einem Workshop zu „Utopien und Dystopien“ zusammen.

Human- und Molekularbiologie

Wo Biowissenschaften und Medizin aufeinander treffen

Wie entstehen Krankheiten – und wie lassen sie sich mit innovativen Therapien besser behandeln? Das lernen Studenten der Saar-Uni im Bachelor- und Masterstudiengang „Human- und Molekularbiologie“. Das Studium wird gemeinsam von Naturwissenschaftlern und Medizinern der Universität organisiert. Die Studentin Kim Marie Weisgerber findet die humanbiologische Ausrichtung ihres Studiums ideal.

Open Access

Jetzt beantragen: Uni erstattet Forschern Kosten für Fachartikel

Forscherinnen und Forscher der Universität des Saarlandes erhalten bis zu 2.000 Euro, um ihre Ergebnisse frei zugänglich zu machen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt zwei Jahre lang Veröffentlichungen in Open-Access-Zeitschriften und stellt für diesen freien Zugang zu Wissen 200.000 Euro zur Verfügung. Die Uni stockt diesen Betrag noch auf – eine Maßnahme auch gegen Fake-Journals.

Materialwissenschaft

Schon im Studium Forschung von Weltrang

Jutta Luksch hat in ihrem Studium mitgeholfen, eine Weltneuheit zu entwickeln. Sie forschte im Rahmen von Praktika am Imperial College in London wie auch in Prag. Für ihre Messungen nutzte sie Spezialgeräte am Helmholtz-Zentrum Berlin und in Lyon – und: Sie hat schon wissenschaftliche Publikationen vorzuweisen. Jetzt erhält die Nachwuchsforscherin den Ulrich-Gonser-Preis.