Open Access

Jetzt beantragen: Uni erstattet Forschern Kosten für Fachartikel

Forscherinnen und Forscher der Universität des Saarlandes erhalten bis zu 2000 Euro, um ihre Ergebnisse frei zugänglich zu machen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt zwei Jahre lang Veröffentlichungen in Open-Access-Zeitschriften und stellt für diesen freien Zugang zu Wissen 200.000 Euro zur Verfügung. Die Uni stockt diesen Betrag noch auf – eine Maßnahme auch gegen Fake-Journals.

Experimentalphysik

So vermischen Algen Flüssigkeit im Mikrokosmos

Im Mikrokosmos gibt es in Flüssigkeiten keine Wirbel. Aber wie verwirbeln dann winzige Algen das Wasser? Dieses Rätsel haben Experimentalphysiker aus dem Forscherteam von Professor Christian Wagner gelöst. Sie untersuchten, wie sich Flüssigkeiten vermischen, wenn viele kleinste Schwimmer sie durchqueren.

Ehrung durch den Bundespräsidenten

Lina Dacharry setzt sich für internationale Studenten ein

Seit fünf Jahren engagiert sich die 22-jährige Studentin Lina Dacharry an der Saar-Uni für internationale Studentinnen und Studenten: Sie vermittelt Wohnungen, organisiert Freizeitaktivitäten und hilft den Studenten dabei, sich hier schnell zu integrieren. Dafür wurde sie – neben vielen anderen Ehrenamtlichen – von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum diesjährigen Neujahrsempfang auf Schloss Bellevue eingeladen.

Masterstudium „Deutsch-Französische Studien“

Wie Literatur den interkulturellen Dialog beflügeln kann

Nathalie Wagner hat den trinationalen Masterstudiengang „Deutsch-Französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation“ absolviert. In ihrer Abschlussarbeit hat sich die Luxemburgerin mit dem Potenzial von Literatur für die interkulturelle Verständigung befasst. Dafür ist sie mit dem Exzellenzpreis der Deutsch-Französischen Hochschule ausgezeichnet worden.

Georg Forster-Forschungspreis

Humboldt-Preisträgerin aus Nigeria forscht an Arzneimittel gegen Magengeschwüre

Aus der Rinde eines tropischen Baumes ein Medikament gegen Magengeschwüre zu entwickeln – daran forscht die nigerianische Pharmazeutin Dr. Petra Obioma Nnamani ein Jahr lang am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS). Für ihr Projekt ist sie mit dem Georg Forster-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet worden, der mit 60.000 Euro dotiert ist. Als „Coordinator for Public Health & Environmental Sustainability” an der University of Nigeria Nsukka hat die Wissenschaftlerin die gute Wirksamkeit der Rinde gegen Magengeschwüre bereits nachgewiesen.

„Licence de droit“

Juristisches Doppelstudium öffnet den Weg in eine internationale Karriere

Björn Schümann studiert gleich zwei Rechtssysteme – das deutsche und das französische. In Deutschland ist dieses Doppelstudium nur in Saarbrücken möglich: Der Studiengang „Droit“ an der Universität des Saarlandes führt in drei Jahren zum Bachelor-Abschluss der französischen Juristenausbildung. Diesen hat der Jura-Student bereits in der Tasche. Für seine Abschlussarbeit ist der 22-Jährige mit dem Exzellenzpreis der Deutsch-Französischen Hochschule ausgezeichnet worden.

Interview: Jana Burnikel

Karrierebotschafterin informiert über Jobchancen bei der EU

Eine Karriere in den Institutionen der Europäischen Union klingt nach abwechslungsreicher Tätigkeit, gutem Gehalt und multikulturellem Umfeld. Doch viele Absolventen haben die EU als Arbeitgeber nicht auf dem Schirm oder zögern, sich zu bewerben. Jana Burnikel, ehrenamtliche EU-Karrierebotschafterin an der Saar-Uni, informiert interessierte Studenten über Karrierewege. Im Gespräch erzählt sie, wie ein Praktikum bei der EU-Kommission aussieht und wie man sich auf das Auswahlverfahren für EU-Beamtenstellen vorbereiten kann.

Wirtschaftsinformatik

Lebensmitteldaten werden zur Handelsware

Bei der Produktion von Lebensmitteln fallen Unmengen von Daten an, die bislang ungenutzt bleiben. Diesen Schatz wollen Forscher unter Leitung des Wirtschaftsinformatikers Professor Wolfgang Maaß von der Universität des Saarlandes heben: Eine neue Daten-Transparenz soll für Erzeuger und Hersteller Einnahmequellen schaffen, dem Finanz- oder Versicherungsmarkt zuverlässige Vorhersagen ermöglichen und der Industrie Wege aufzeigen, um die Produktion zu optimieren.

Interkulturelle Kommunikation

„Mein Herz schlägt für Frankreich“

In Saarbrücken studieren und später einmal in Frankreich zu Hause sein: Dieser Plan lässt sich besonders gut mit einem frankophilen Studiengang in die Tat umsetzen. Leyla Gärtner studiert im sechsten Bachelorsemester „Französische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation“ an der Saar-Uni und steht kurz davor, sich den Traum vom Leben und Arbeiten in Frankreich zu erfüllen.

Sonderforschungsbereich

Softwaresysteme sollen ihr Verhalten selbst erklären

Selbst Experten verstehen das Verhalten komplexer Softwaresysteme immer weniger. Dabei regeln diese inzwischen immer stärker unseren Alltag, sei es als intelligente Haussteuerung, im autonomen Fahrzeug oder in der industriellen Produktion. Wissenschaftler der Universität des Saarlandes, zweier Max-Planck-Institute und der Technischen Universität Dresden wollen in einem neuen Sonderforschungsbereich Mechanismen entwickeln, die nicht nur Experten, sondern auch Laien das Verhalten komplexer Softwaresysteme besser vermitteln.

Poststelle

Wenn die Postfrau 600.000-mal klingelt

Die Poststelle der Saar-Uni managt über 600.000 Sendungen pro Jahr. Sie stellt Briefe und Päckchen pünktlich an die einzelnen Empfänger zu und bringt auch deren Post zügig in Umlauf. Damit dies gelingt, müssen Ulrike Prinz und ihre vier Kolleginnen und Kollegen viele kleine Details im Tagesablauf beachten. Das kann manchmal aufreibend sein. Spaß macht es in jedem Fall, wie ein Besuch in der Poststelle zeigt.

Quantencomputer

Saarbrücker Physiker koordiniert Bau eines europäischen Quantencomputers

Zehn Partner aus Wissenschaft und Industrie werden in den kommenden drei Jahren einen europäischen Quantencomputer entwickeln und bauen. Der Computer soll vor allem die Simulation von Abläufen in Chemie und Materialwissenschaft sowie das maschinelle Lernen, ein Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz, beschleunigen. Das Projekt „OpenSuperQ“ ist Teil des eine Milliarde Euro schweren Flagship-Programms der Europäischen Kommission zur Erforschung von Quantentechnologien. Koordiniert wird das Projekt von Frank Wilhelm-Mauch, Professor für Quanten- und Festkörpertheorie an der Universität des Saarlandes.

Eduard-Martin-Preise

Ausgezeichnet geforscht

Das Leben von Kastratensängern im 18. und frühen 19. Jahrhundert, ein neues Verfahren, temperaturempfindliche Bauteile fest und nahtlos zu verbinden, die Sprache indigener Völker: Diese und viele weitere spannende Themen erforschten die zwölf jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, denen die Unigesellschaft des Saarlandes jetzt den Eduard-Martin-Preise verlieh. Sie sind unsere Besten 2018!

Faire Uni

Saar-Uni darf weiter den Titel „Fairtrade-University“ tragen

Die Saar-Universität darf sich weiter „Fairtrade-University“ nennen. Im Mai 2014 war sie als erste faire Uni Deutschlands ausgezeichnet worden, nun wurde sie bereits zum zweiten Mal „rezertifiziert“. Inzwischen gibt es in Deutschland 19 faire Universitäten, darunter die htw saar, die 2017 als zweite im Saarland ausgezeichnet wurde. An der Saar-Uni machen viele internationale Studenten bei der Initiative mit. Und es gibt erste Ansätze, das Fairtrade-Bewusstsein in der Lehre zu verankern.

Psychologie

Komplizierte Antworten auf einfache Fragen

Psychologen gelten oft als Welterklärer, die die gesellschaftlichen Phänomene und Absonderlichkeiten unserer Zeit aus dem Stegreif schlüssig erklären können, in den Medien genauso wie auf der Grillparty beim Nachbarn. Genau das können sie aber nicht. Viel mehr blicken Psychologen als Wissenschaftler auf die kleinen Details des menschlichen Handelns. Ihre Arbeit hat viel mehr mit Wahrscheinlichkeitsrechnung zu tun als mit Gesellschaftsvorhersage. Zwei Psychologie-Professoren der Saar-Uni erklären, was dahinter steckt.

Internationale Kooperation

Dekane aus Lateinamerika auf dem Campus

25 Dekaninnen und Dekane von Universitäten aus Lateinamerika kommen vom 24. bis 28. September auf den Campus, um sich im Wissenschaftsmanagement weiterzubilden. Ein Ziel der Fortbildung, die bereits zum siebten Mal stattfindet, ist es, die Fakultätsleiter und ihre Universitäten zu vernetzen. In Lateinamerika bildet sich inzwischen ein eigenes Netzwerk.