Fotos: Claudia Ehrlich

Jura-Student Stefan Hessel (r.) ist studentischer Mitarbeiter im Team des Rechtsinformatikers Professor Christoph Sorge (l.).

IT-Sicherheit

Jura-Student entlarvt "Spionage-Puppe"

Die internetfähige Puppe „My friend Cayla“ könnte eine verbotene Sendeanlage sein: Darauf hat Stefan Hessel aus dem Team von IT-Sicherheitsexperte Christoph Sorge mit einem Rechtsgutachten hingewiesen. Damit wären Besitz, Herstellung, Vertrieb und Einführung der Puppe per Gesetz in Deutschland nach Paragraph 90 Telekommunikationsgesetz verboten. Der Jura-Student, der sich an der Saar-Uni früh auf IT-Recht und Rechtsinformatik spezialisiert hat, informierte die zuständige Bundesnetzagentur über sein Ergebnis: Sie teilt seine Auffassung im Wesentlichen.

Pharma-Forschung
Foto: Gregor Fuhrmann

Der Apotheker und Arzneimittel-Forscher Gregor Fuhrmann im Labor des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung (HIPS).

Mit dem Vesikel-Taxi zum Infektionsherd

Antibiotika im menschlichen Körper genau dorthin zu schleusen, wo sich krankmachende Bakterien aufhalten – das ist das Ziel des Pharmazeuten Gregor Fuhrmann. Als Transportmittel will er winzige Bläschen einsetzen, so genannte Vesikel. Sie werden von Körperzellen und von Bakterien produziert, um miteinander zu kommunizieren. Für sein Forschungsvorhaben am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung (HIPS) erhält der 34-jährige Wissenschaftler 2,1 Millionen Euro im Rahmen von „NanoMatFutur“. Das Programm für den Aufbau einer unabhängigen Forschergruppe wird vom Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert.

Forschernetzwerk
Saar-Uni

Pharmazie-Professor Claus Jacob forscht an Wirkstoffen und Arzneimitteln, die sich aus heimischen Pflanzen gewinnen lassen.

Fit bis ins hohe Alter durch die richtige Ernährung?

Wie man mit der richtigen Ernährung vielen Krankheiten vorbeugen kann, und inwiefern sich mit einer spezifischen Diät Alterungsprozesse beeinflussen lassen, ist Gegenstand des Verbundprojekts „NutRedOx“. Es wurde im Dezember von der Europäischen Union bewilligt und wird ab Mitte 2017 für vier Jahre gefördert. Am Forschernetzwerk beteiligt sind rund hundert Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Fachrichtungen und aus verschiedenen Ländern – von den Maghreb-Staaten bis zum Kaukasus –, darunter auch das Team von Claus Jacob, Professor für Bioorganische Chemie an der Universität des Saarlandes.

Energiespar-Beauftragter
Thorsten Mohr

Achim Ohlmann findet heraus, wo an der Universität Energie und Wärme eingespart werden können.

Weniger Licht? Nein, weniger Strom!

Goethes – umstrittene – letzte Worte „Mehr Licht!“ ergänzt Achim Ohlmann mit: „Ja, gerne, aber bitte weniger Strom!“ Denn Ohlmann beschäftigt sich seit vergangenem Jahr mit der Reduzierung von Strom und Wärme an der Saar-Uni. Der Energiespar-Beauftragte der Universität dreht mit der Arbeitsgruppe Energie an vielen kleinen Stellschrauben, um die immensen Kosten, die an einem so komplexen Gebilde wie einer Universität auflaufen, zu reduzieren. Mit ersten Ergebnissen.

DAAD-Preis
Sieber

Maria Stepanova möchte später in der pharmazeutischen Forschung arbeiten. Nun steht erst einmal das Erste Staatsexamen an.

Studentin aus Russland wird für gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet

Die Pharmazie-Studentin Maria Stepanova aus Russland hat den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender 2016 gewonnen. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird jährlich an internationale Studenten deutscher Universitäten für besonders gute akademische Leistungen und außerordentliches gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement vergeben.

Drittmittel
Titelbild: Oliver Dietze

An der Saar-Uni helfen Forschungsmentoren wie der Messtechniker Andreas Schütze (l.) bei Fragen zu Forschungsanträgen weiter.

Viel Rückenwind für Forscher mit großen Plänen

Forschungsgelder zu beantragen ist eine Wissenschaft für sich. Es geht um viel, die Konkurrenz um die Geldtöpfe ist groß, der Wettbewerb zunehmend hart. Hier ins Schwarze zu treffen, kann Neulinge wie Profis ins Schwitzen bringen. Wertvolle Schützenhilfe leisten an der Saar-Uni die Servicestelle „Strategisches Forschungsmanagement“ und ehrenamtliche Forschungsmentoren.

Mit Erasmus+ im Ausland studieren
Gerhild Sieber

Fühlen sich wohl an der Uni: Marko Mihajlovic, Milan Krstic und Milos Djordjevic (von links).

„Auslandserfahrung gehört heute in jeden Lebenslauf“

Ein oder zwei Semester lang im Ausland studieren, eine fremde Sprache und Kultur kennenlernen: Mit dem Erasmus+ Programm der EU ist das für Studenten leicht zu bewerkstelligen. Diese Erfahrung machen auch die drei Freunde Marko Mihajlovic, Milan Krstic und Milos Djordjevic. Von der serbischen Universität Nis sind sie fürs Wintersemester nach Saarbrücken gekommen.

Materialwissenschaft
fotolia

Forschung unter der kalifornischen Sonne

Nur 100 Nachwuchsforscher in Deutschland erhalten pro Jahr ein Stipendium der Humboldt-Stiftung, um bis zu zwei Jahre im Ausland zu forschen. Der Materialwissenschaftler Andreas Rosenkranz von der Saar-Uni wurde jetzt für San Diego ausgewählt.

Ausgezeichnet
Titelfoto: Oliver Dietze

Die angehenden Ingenieure Benjamin Kirsch (l.), Daniel Gillo (Mitte) und Julian Neu (r.) mit ihrem Gewinner-Prototyp.

Studenten wollen Geisterfahrer mit Sensoren in Leitpfosten stoppen

Ihre Idee könnte Leben retten: Drei Studenten der Saar-Uni haben ein solarbetriebenes Sensorsystem entwickelt, das Falschfahrer früh erkennt und Warnungen sowohl an Fahrer als auch Polizei oder Verkehrsfunk veranlassen kann. Mit ihrem Prototyp, den die angehenden Ingenieure bezeichnenderweise „Ghostbuster“ – „Geisterjäger“ – getauft haben, gewannen die Studenten im November den ersten Preis beim Cosima-Wettbewerb auf der „electronica 2016“ in München.

Materialwissenschaft
Nicolas Jäckel

Der Strand von Tel Aviv ist natürlich nicht der normale Arbeitsplatz von Nicolas Jäckel.

Batterien auftanken bei der Batterieforschung

Der Akku im Smartphone ist in Windeseile leer, viele Nutzer laden sogar mehrmals täglich nach. Und irgendwann ist die Batterie ganz dahin. Woran das liegt, erforscht Nicolas Jäckel in Saarbrücken. Nun ist er für zwei Monate in Tel Aviv, um seine Forschung bei einem der renommiertesten Wissenschaftler auf dem Gebiet zu vertiefen.

Engagierte Studenten
Titel und weitere Fotos: Felix Freiberger und Nikolai Käfer

Seit einigen Jahren organisieren Studenten den Vorkurs für Studienanfänger in Informatik-Fächern: Hier das aktuelle Team.

Studenten machen Informatik-Neulinge fit in Mathe

Damit Metavariablen und Inferenzregeln die Erstsemester nicht sprachlos, sondern glücklich machen, haben 40 Studenten wieder ehrenamtlich und mit viel Engagement den Vorkurs der Informatik organisiert: Vier Wochen lang entdeckten hier mehr als 250 künftige Studenten die Mathematik neu.

Beste-Preis
Titelfoto: Fotolia

Wie Studenten ehrenamtlich anderen helfen

Sie setzen sich für andere ein. Dafür dass Menschen, die vor Krieg und Gewalt geflohen sind, ein neues Leben aufbauen können. Oder dafür, dass Studienanfängern der Start an der Uni leichter fällt. Uni und Asta zeichneten bei der Semestereröffnungsfeier im Oktober Studenten für ihr Engagement mit dem Beste-Preis aus.

Nature Communications
Katja Sponholz

Bioinformatiker entdeckt bisher unbekanntes „Affen-Gen“

Die Entschlüsselung des menschlichen Genoms wurde im Jahr 2001 gefeiert, seitdem sind Genomanalysen viel billiger und besser geworden. Dennoch weiß man wenig darüber, welche DNA-Sequenzen mit bestimmten Krankheiten zusammenhängen. In den Niederlanden wurden jetzt in einer nationalen Studie die Genome von 250 Familien untersucht, dabei kamen einige Milliarden Daten zusammen. Der Saarbrücker Bioinformatiker Tobias Marschall hat gemeinsam mit Forschern aus den Niederlanden diese riesige Datenmenge analysiert, um neue, wiederkehrende und auch fehlende Strukturen zu entdecken. Dabei stießen die Forscher auf ein bisher unbekanntes Gen, das man so bisher nur bei Affen gefunden hat. Die Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler in der renommierten Zeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.

Kulturwissenschaft
Lukas Redemann/Goethe-Institut Dakar

Studium bereitet auf internationale Karriere vor

Für „Ärzte ohne Grenzen“ die Auslandseinsätze zu koordinieren, das ist der Traumjob von Lukas Redemann. Um diesem Ziel näher zu kommen, studiert er Französische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation.

Digitale Bildung
Titelfoto: Oliver Dietze

Die Professorinnen Julia Knopf (l.) und Silke Ladel (r.) organisieren die Veranstaltung "Digitale Bildung für alle".

„Die virtuelle Welt wird die reale dort erweitern, wo sie uns einschränkt“

Wie nutzen Kinder, Jugendliche und Erwachsene digitale Medien sinnvoll? Was bringen Smartphone, Tablet und Co. im Unterricht oder in der Weiterbildung? Um Fragen wie diese geht es bei „Digitale Bildung für alle!“ am 16. November auf dem Campus: Begleitend zum Nationalen IT-Gipfel bietet der Kongress für Besucher jeden Alters ein großes Programm. Die Professorinnen Julia Knopf und Silke Ladel organisieren die Veranstaltung – und verraten im Interview, warum es sich lohnt, vorbeizukommen.

EU-Forschungspreis
Oliver Dietze

Wenn die Haut den Bildschirm ersetzt

Smartwatches und Fitness-Tracker zeigen, dass immer mehr Menschen Informationstechnologie am Körper nutzen. Professor Jürgen Steimle und weitere Informatiker der Saar-Uni wollen daher interaktive Computergeräte entwickeln, die wie eine zweite Haut getragen werden können. Zusätzlich können Anwender sie nach Belieben gestalten und anpassen. So können die interaktiven Hautstücke in Zukunft nicht nur mobile Endgeräte steuern, sondern auch Patienten bei der Genesung unterstützen. Der Europäische Forschungsrat hat Jürgen Steimle nun mit dem renommierten ERC Starting Grant ausgezeichnet und fördert seine Forschung über die nächsten fünf Jahre mit rund 1,5 Millionen Euro.

Medieninformatik
Oliver Dietze

Student entwickelt Assistenzsysteme für den Alltag

Maximilian Altmeyer entwirft Technologien, die den Menschen in alltäglichen Dingen unterstützen. Als Student der Medieninformatik taucht er dafür tief in die Informationstechnologie ein.

Materialwissenschaft
Christine Funk

Internationale Studenten im interkulturellen Training

Die Saar-Uni bietet in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik gleich mehrere internationale Studiengänge an. Das Masterprogramm Amase vernetzt Universitäten in vier europäischen Ländern und lockt Studenten aus der ganzen Welt an. Jeden Sommer kommen die neuen Studenten für eine Integrationswoche nach Saarbrücken. Diesmal absolvieren 27 Studentinnen und Studenten etwa aus Marokko, Argentinien, Iran und China ein interkulturelles Training.

Übersetzungswissenschaft
Hast du den Flow?/Photocase

Übersetzungen treiben manchen Leser in den Wahnsinn. Woran das liegt, weiß eine Forscherin, die an der Saar-Uni promoviert hat.

Wissenschaftlerin geht schlechten Übersetzungen auf den Grund

Viele deutsche Muttersprachler denken, Übersetzungen von literarischen Texten seien schlecht – oder zumindest schlechter als das Original. Dieser Eindruck entsteht häufig spontan und ist nur schwer an konkreten Textstellen festzumachen. Eine junge Forscherin hat in ihrer Doktorarbeit an der Saar-Uni ein typisch deutsches Element der Sprache genauer unter die Lupe genommen: das Nominalkompositum, also das zusammengesetzte Hauptwort.

Auslandsaufenthalt
Katharina Gassewitz

Katharina Gassewitz (3.v.l.) mit der Crew der Radiosendung "Deutschfreund 2", in der sie als Interviewpartnerin zu Gast war.

Praktikum im prallen Leben

Master-Studentin Katharina Gassewitz absolviert derzeit ein Praktikum in Kamerun. Dort stößt die 26-Jährige auf viel Herzenswärme, ungewohnte Mahlzeiten und Duschen aus dem Eimer. Das improvisierte Leben stört sie kaum. Die Schattenseiten der Millionenmetropole Yaoundé hat sie aber ebenfalls schon kennenlernen müssen. Zweimal ist sie überfallen worden. Auch das nimmt sie pragmatisch: Alleine ist sie selten unterwegs.

Nobelpreisträger-Treffen
Christian Flemming/Lindau Nobel Laureate Meetings

Das Ambiente beim Nobelpreisträger-Treffen in Lindau ist sehr festlich. Das durfte auch Doktorand Marco Zeiger erleben.

Sightseeing auf dem Wissenschafts-Olymp

Jedes Jahr kommen in Lindau am Bodensee Dutzende Nobelpreisträger zusammen, um mit handverlesenen jungen Wissenschaftlern über ihre Arbeit und ihren Werdegang zu sprechen. In diesem Jahr war ein junger Wissenschaftler aus dem Saarland dabei und konnte die Größen der Wissenschaft kennenlernen. Marco Zeiger erstarrte nicht etwa in Ehrfurcht. Viel mehr kommt er mit einer gesunden Portion Respekt vor den Preisträgern nach Hause, die er keineswegs als unnahbare Übermenschen kennengelernt hat.