Gerhild Sieber

Die Studenten arbeiten im Chemie-Labor an einem Rotationsverdampfer.

Masterstudiengang "Materialchemie"

Mit chemischem Sachverstand zu besseren Materialien

Andrea Kick und Mike Nadig sind beide im dritten Semester des Masters Materialchemie: ein Studiengang im interdisziplinären Feld zwischen Chemie, Materialeigenschaften und der Herstellung und Prüfung von Werkstoffen.

Internationale Kooperation

Dekane aus Lateinamerika bilden sich an der Saar-Uni weiter

Der Saarbrücker Campus wird auch in diesem Jahr zum Treffpunkt für Dekaninnen und Dekane von Universitäten aus Lateinamerika: 25 Leiterinnen und Leiter von Fakultäten oder Fachbereichen besuchen Ende September eine Fortbildung im Wissenschaftsmanagement an der Saar-Uni.

"BestJuraSaar"
Titelfoto: © Bundesverfassungsgericht │ bild_raum, Stephan Baumann, Karlsruhe

Auch Exkursionen bietet das BestJuraSaar-Programm den Nachwuchsjuristen, etwa zum Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe

Wie begabte Jung-Juristen gefördert werden

Für talentierte Jura-Studenten gibt es an der Saar-Uni ein spezielles Förderprogramm: BestJuraSaar bringt sie mit Praktikern zusammen, bietet ihnen Vorträge und Exkursionen. Im Mai besuchte die Gruppe das Bundesverfassungsgericht.

Translation Science and Technology
Gerhild Sieber

Die vielen Facetten des Übersetzens

Kai Bleif hat vier Jahre lang in Ecuador gelebt, bevor er für den Masterstudiengang „Translation Science and Technology“ an die Saar-Uni kam. Neben dem Übersetzen lernen Studenten, sprachtechnologische Werkzeuge zu bedienen. Auch die Grundlagen der Sprachwissenschaften gehören zum Studium.

Nobelpreisträger-Treffen
Thorsten Mohr

Nicolas Jäckel war einer von 420 Nachwuchsforschern aus aller Welt, die in Lindau mit Nobelpreisträgern diskutieren konnten.

Forscher mit Biss

Nobelpreisträger sind hartnäckige Zeitgenossen. Vor dem Preis werden viele von ihnen stark kritisiert oder nicht anerkannt. Oft erst Jahrzehnte danach kommt der Nobelpreis, der alle Kritiker verstummen lässt. Wer es schafft, sich dem Gegenwind zu stellen, kann vielleicht jungen Wissenschaftlern beim Lindauer Nobelpreisträger-Treffen davon erzählen. Einer, der dieses Jahr den herausragendsten Köpfen unserer Zeit zuhören und mit ihnen diskutieren durfte, war Nicolas Jäckel. Der Saarländer promoviert an der Saar-Uni und am Leibniz-Institut für Neue Materialien über effizientere Energiespeicher.

Jean-Monnet-Lehrstuhl
Foto: Andreas Engel

Der Europarechtler Thomas Giegerich erhält einen zweiten Jean-Monnet-Lehrstuhl.

50.000 Euro für Forschung gegen Diskriminierung und Vorurteile

Europäische Integration, Antidiskriminierung, Menschenrechte und Vielfalt: Mit diesen Themen werden sich Professor Thomas Giegerich und das Team des Jean-Monnet-Lehrstuhls künftig verstärkt befassen. Die Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur der Europäischen Union hat dem Europarechtler und Co-Direktor des Europa-Instituts im Rahmen des Erasmus+-Programms einen zweiten Jean-Monnet-Lehrstuhl zuerkannt.

Kulturwissenschaft
DIE ZEIT_Lara Huck

Das ZEIT-Verlagshaus in Hamburg.

Uni-Absolventin arbeitet in renommiertem Verlagshaus

Über ein Praktikum und PR-Volontariat konnte die Geisteswissenschaftlerin Miriam Grether direkt bei ihrem Traumverlag einsteigen. Dort hat sie heute viel mit Hochschulen zu tun.

Anglistik
Oliver Dietze

Viel Drama in Nachrichten aus England

Harry Potter, James Bond und der kleine Hobbit zählen zu ihren populären Forschungsobjekten. Jetzt untersucht Lena Steveker scharfzüngige politische Texte der Vergangenheit – und hofft auf eine Karriere als Wissenschaftlerin. Für ihre Habilitation erforscht die Literaturwissenschaftlerin englische Schmähschriften der frühen Neuzeit.

Materialforschung
Marc Meyers u.a.

Humboldt-Preisträger folgte Roosevelts Spuren am Amazonas

Es ist die Neugierde. Sie treibt den Humboldt-Preisträger Marc Meyers an, der vor kurzem am Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) auf dem Campus der Saar-Uni forschte. Der Materialwissenschaftler von der University of California will wissen, warum Materialien aus der Natur so sind, wie sie sind und was sich davon möglicherweise technisch nutzen lässt. Diese Neugierde war es auch, die ihn auf die Spuren des amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt in das Amazonas-Gebiet führte.

Materialwissenschaft
Henrik Ollmann

Wie Marienkäfer Pflaster verbessern

Die Materialforscherin Sarah Fischer tüftelt an Pflastern, die sich an die Haut anschmiegen und beim Abziehen nicht wehtun. Bei der Struktur dieser Pflaster hat sie sich von Marienkäfern inspirieren lassen.

Reparaturkaffee
Thorsten Mohr

Christopher Uhl (rechts) versucht herauszufinden, warum der Monitor von Franz Marschall (links) nicht mehr richtig funktioniert.

Die Elektro-Klinik auf dem Campus

Die „Repair Cafés“ aus den Niederlanden sind das Vorbild. Aber da sie nicht dem Verbund angehören, dürfen sie sich nicht so nennen: Die Studentinnen und Studenten der Hochschulgruppe des Elektrotechnik-Verbandes machen aus der Not daher eine grammatikalisch improvisierte Tugend und reparieren kaputte Elektrogeräte seit drei Jahren einfach im „VDE-Reparaturkaffee“. Gratis und für jedermann auf dem Campus zugänglich.

Interview
Fotos: DIaLOGIKa

Dr. Jan Messerschmidt

"Von unserer Zusammenarbeit mit der Uni profitieren auch Studenten"

Dr. Jan Messerschmidt, Geschäftsführer des IT-Unternehmens DIaLOGIKa, engagiert sich seit über 25 Jahren als Stifter der Universitätsgesellschaft für die Saar-Uni. Im Interview erklärt er, warum - und zeigt auf, wie Studenten vom engen Kontakt seiner Firma zur Uni profitieren.

Physik
Michael/fotolia

Die Kulisse der Flatirons sieht Christoph Kurz täglich. Sein Arbeitsplatz liegt direkt neben dem Ausläufer der Rocky Mountains.

Der Molekül-Fallensteller von Colorado

Christoph Kurz studierte in Saarbrücken und München Physik, die Promotion schloss er mit Bestnote an seiner Heimatuniversität in Saarbrücken ab. Seit zwei Jahren forscht er am US-Pendant der deutschen Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Boulder, Colorado, an Methoden, um die Molekülspektroskopie, die Untersuchung von Molekülen mittels Licht, zu verbessern – Seite an Seite mit dem Physik-Nobelpreisträger David Wineland.

Recht
Titelfoto: Anja Neufing

Das erfolgreiche Vis-Team: María Cristina Rosales del Prado, Hendrik Mayer, Corina Vodă, Caio Prado Rocha, Geetanjali Sharma.

Studenten der Saar-Uni erfolgreich bei der Jura-WM

Bei der Weltmeisterschaft der juristischen Fakultäten in Wien räumte das Team der Saar-Uni mehrere Auszeichnungen ab und belegte mit Rang 12 von 342 Teams einen absoluten Spitzenplatz. Der „Vis Moot“, ein simulierter Schiedsprozess, bei dem die Studenten in die Rolle von Anwälten schlüpfen, verlangte den Teilnehmern einiges ab. Ein Aufwand, der sich lohnt.

Materialwissenschaft
ESA / S. Corvaja

Astronaut Matthias Maurer hat an Saar-Uni studiert

Matthias Maurer aus dem saarländischen Oberthal hat an der Universität des Saarlandes Materialwissenschaft studiert. Seit Februar 2017 gehört er zum Astronautenteam der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

Mathematik und Informatik
Oliver Dietze

Joachim Weickerts Trick: Wenige Informationen speichern, um das Bild später dennoch in hoher Qualität wiederherzustellen.

Wahrscheinlich gelingt das Unwahrscheinliche

Bilder und Videos nehmen gigantischen Speicherplatz in Beschlag, das weltweit erzeugte Datenvolumen wächst rasant von Jahr zu Jahr. Um diese Datenmengen platzsparend ablegen zu können, forschen Wissenschaftler an immer besseren Kompressionsverfahren. Einer davon ist der Saarbrücker Mathematiker und Informatiker Joachim Weickert, der für eine außergewöhnliche Idee nun mit dem angesehensten Forschungspreis der Europäischen Union, dem ERC Advanced Grant, mit bis zu 2,5 Millionen Euro gefördert wird. Sein Verfahren ist an die Natur angelehnt: Es folgt denselben Regeln wie die Ausbreitung von Wärme. Weickerts Hauptaufgabe: Er muss die mathematische Nadel finden - und zwar nicht in einem Heuhaufen, sondern in unfassbar vielen.

Materialchemie
Foto: h.ollmann

Biegsamer Touchscreen: Indra Backes experimentiert mit einer Folie, auf die sich zarte, leitfähige Golddrähte aufdrucken lassen.

"Gold-Tinte" macht biegsame Touchscreens möglich

Die Elektronik in Touchscreens, Bildschirmen und Solarzellen muss gleichzeitig transparent und leitfähig sein. Zukünftig sind aber auch biegsame Elektroden gefragt: Sie sollen beispielsweise direkt in Kleidung oder Verpackungen eingebaut werden. Hierfür haben Forscher im Arbeitskreis von Professor Tobias Kraus am INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien - eine neuartige "Gold-Tinte" entwickelt. Master-Absolventin Indra Backes hat damit geforscht und ist für ihre Masterarbeit ausgezeichnet worden.

IT-Sicherheit
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Informatiker warnen vor Massen-Angriffen im Internet

Massen-Angriffe aus dem Internet fürchten viele: Millionen Anfragen innerhalb kürzester Zeit überlasten Onlinedienste, legen sie für Stunden lahm und zwingen so Unternehmen in die Knie. Die Betreiber des angegriffenen Dienstes können oft nur reagieren, indem sie den Anfrageansturm geschickt umleiten oder diesem einen vor Rechenkraft strotzenden Server entgegenstellen. Das muss jedoch sehr schnell geschehen. Forscher des Kompetenzzentrums für IT-Sicherheit CISPA an der Universität des Saarlandes haben daher eine Art Frühwarnsystem entwickelt.

Sprachtechnologie
Oliver Dietze

Computerlinguisten verbessern Assistenzsystem für Fluglotsen

Von ihren Entscheidungen hängen Menschenleben ab, ihre psychische Belastung ist enorm. Zwischen 3,5 bis 11,3 Sekunden dauert im Durchschnitt ein Funkkontakt, währenddessen Fluglotsen dem Piloten zuhören, den Radarschirm überprüfen und neue Anweisungen geben. Assistenzsysteme sollen sie dabei unterstützen. Jedoch fehlt diesen die Fähigkeit, die ausgetauschten Kurzsätze zu verstehen und zu verarbeiten. Computerlinguisten an der Universität des Saarlandes haben nun mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein System entwickelt, das zuhört und mitdenkt.

Pharma-Forschung
Foto: Gregor Fuhrmann

Der Apotheker und Arzneimittel-Forscher Gregor Fuhrmann im Labor des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung (HIPS).

Mit dem Vesikel-Taxi zum Infektionsherd

Antibiotika im menschlichen Körper genau dorthin zu schleusen, wo sich krankmachende Bakterien aufhalten – das ist das Ziel des Pharmazeuten Gregor Fuhrmann. Als Transportmittel will er winzige Bläschen einsetzen, so genannte Vesikel. Sie werden von Körperzellen und von Bakterien produziert, um miteinander zu kommunizieren. Für sein Forschungsvorhaben am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung (HIPS) erhält der 34-jährige Wissenschaftler 2,1 Millionen Euro im Rahmen von „NanoMatFutur“. Das Programm für den Aufbau einer unabhängigen Forschergruppe wird vom Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert.

Materialwissenschaft
privat

Für ein Forschungspraktikum nach Kalifornien

Ronja Anton und Kai Rochlus haben über zwei Monate an der Universität in Santa Barbara geforscht. Die Studenten der Materialwissenschaft wurden dabei durch ein Saarbrücker Austauschprogramm unterstützt: Das Leibniz-Institut für Neue Materialien vergibt jedes Jahr zwei Stipendien.