80. Geburtstag von Professor Heike Jung

Foto: Elise Jung

Am 23. April kann der Universitätsprofessor Dr. Dr. h.c. Heike Jung seinen 80. Geburtstag begehen. In Neunkirchen/Saar geboren, begann er nach dem Abitur 1961 das Jurastudium in Heidelberg, das er in Tübingen und seit 1963 an der Universität des Saarlandes fortsetzte, wo seinerzeit unter anderem die herausragenden Wissenschaftler Werner Maihofer, Arthur Kaufmann, Gerhard Kielwein, Günther Jahr, Hans Zacher oder Gerhard Lüke die Fakultät prägten. So war Heike Jung als Assistent bei seinem Doktorvater Gerhard Kielwein am Kriminologischen Institut tätig und widmete sich – nicht zuletzt dank eines Forschungsaufenthaltes in Südafrika – in seiner 1972 abgeschlossenen Dissertation dem „Einfluss des englischen Rechts im südafrikanischen Strafrecht“. Im Rahmen seiner Assistenzprofessur folgten 1976 die kumulative Habilitation und die Berufung auf die Strafrechtsprofessur an der Universität Hamburg. Bereits 1977 kehrte der Jubilar auf eine Strafrechtsprofessur an die Universität des Saarlandes zurück, übernahm schließlich bis zum Eintritt in den Ruhestand 2007 den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie und Strafrechtsvergleichung und lehnte ehrenvolle Rufe an die Universitäten Zürich (1980) und Köln (1986) ab.
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85. Geburtstag von Professor Hans-Jürgen Koglin

Foto: privat

Am 16. März kann der Professor für Energieversorgung, Pionier der digitalen Sekundärtechnik in Deutschland und frühere Vizepräsident für Forschung an der Universität des Saarlandes Dr. Hans-Jürgen Koglin seinen 85. Geburtstag begehen. In Porst (Pommern) geboren und aufgewachsen in Flensburg, studierte er nach dem Abitur Elektrotechnik an der Technischen Hochschule Darmstadt. Seit 1964 arbeitete er dort als wissenschaftlicher Assistent und später als Dozent. 1972 zum Dr. Ing. promoviert, erhielt er im selben Jahr den Ruf auf die C3-Professur für „Systemführung in Energieversorgungsnetzen“. Zwischenzeitlich war er zusätzlich mit der Lehrstuhlvertretung betraut und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Elektrische Energieversorgung sowie eine Amtsperiode Dekan. Im Oktober 1983 wechselte er an die Universität des Saarlandes auf die neue C4-Professur „Energieversorgung“, die er nahezu zwei Jahrzehnte bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im April 2002 innehatte. 
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Exzellenzpreise für Saarbrücker Absolventinnen

Jasmin Berger. Foto: Foto Hämel

Für ihre Abschlussarbeiten im trinationalen Masterstudiengang „Deutsch-französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation“ sind Jasmin Berger und Carla Dalbeck mit dem Exzellenzpreis 2022 der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) ausgezeichnet worden. Damit gingen in diesem Jahr gleich zwei – von 14 verliehenen Preisen – an Saarbrücker Absolventinnen des interdisziplinären deutsch-französischen Studienprogramms. Dieses wird von der Universität des Saarlandes gemeinsam mit der Universität Lothringen und der Universität Luxemburg angeboten. 

Carla Dalbeck. Foto: Lola Wolff

Die Preisverleihung fand am 26. Januar 2022 in virtuellem Format statt. Die Exzellenzpreise sind mit 1.500 Euro dotiert; sie werden von grenzüberschreitend tätigen Unternehmen und Institutionen aus Deutschland und Frankreich finanziert. Jährlich schließen rund 1.500 Studierende erfolgreich ihr von der DFH gefördertes deutsch-französisches Studium mit einem Doppeldiplom ab. 
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Professor Karl Richter wird 85 Jahre alt

Prof. Dr. Karl Richter. Foto: Saar-Uni

Am 22. Dezember kann der emeritierte Professor für Neuere Deutsche Philologie und Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes und Herausgeber der Münchner Goethe-Ausgabe Dr. Karl Richter seinen 85. Geburtstag begehen. Im nordböhmischen Warnsdorf geboren, studierte der Stipendiat der Stiftung Maximilianeum an der Ludwig-Maximilians-Universität München Germanistik, Geschichte und Geographie. 1966 wurde er mit einer Untersuchung über „Resignation – eine Studie zum Werk Fontanes“ promoviert. Nach der Habilitation über „Literatur und Naturwissenschaft – eine Studie zur Lyrik der Aufklärung“ folgte er 1973 dem Saarbrücker Ruf und wirkte bis zu seiner Emeritierung 2002 an der Universität des Saarlandes. Der Jubilar leitete als Herausgeber die 33 Bände umfassende, 1999 abgeschlossene Münchner Goethe-Ausgabe und wurde 2001 mit der Goldenen Medaille der Goethe-Gesellschaft ausgezeichnet. 
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Frank Mücklich leitet acatech-Themennetzwerk

Oliver Dietze

Vor vier Jahren wurde Professor Frank Mücklich in die Akademie der Technikwissenschaften aufgenommen. Jetzt wurde er dort einstimmig zum Sprecher des Themennetzwerkes für die Materialwissenschaft und Werkstofftechnik gewählt. In insgesamt zehn solcher Netzwerke engagieren sich bundesweit herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eines Fachgebiets und beraten Vertreter aus Politik und Wirtschaft über Zukunftsfragen aus der Welt der Technologie.

Die Akademie der Technikwissenschaften fördert den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und vertritt die Technikwissenschaften auf nationaler wie internationaler Ebene. Aktuell zählt acatech rund 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Universitäten oder technischen Instituten zu seinen Mitgliedern. Finanziert wird die Akademie von Bund und Ländern, aus Spendeneinnahmen und mit aus Projekten eingeworbenen Drittmitteln. Die Akademie der Technikwissenschaften hat insgesamt zehn Themennetzwerke zu den wichtigsten, zukunftsweisenden Technikfeldern, für die es jeweils einen Sprecher gibt: https://www.acatech.de/themennetzwerke/  

Prof. Hans-Jürgen Lüsebrink erhält „Ordre des Francophones d'Amérique“

Conseil Supérieur de la langue française, Québec/Stéphane Audet/ Audet photo

Hans-Jürgen Lüsebrink, Seniorprofessor für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation der Universität des Saarlandes, ist vom Conseil Supérieur de la Langue Française du Gouvernement du Québec mit dem „Ordre des Francophones d'Amérique“ ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand am 27. Oktober 2021 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Palais Montcalm in Québec statt – im Beisein von Sonia Lebel, Ministre des relations canadiennes et de la francophonie canadienne du gouvernement du Québec. Der „Ordre des Francophones d'Amérique“ würdigt die Verdienste von Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung, Entwicklung und Erforschung der französischen Sprache und Kultur in Amerika eingesetzt haben. Die hohe Auszeichnung wird seit 1978 jährlich an sieben Persönlichkeiten verliehen – fünf aus Kanada, eine aus den restlichen Teilen Amerikas und eine von außerhalb Amerikas („d'autres continents“). 

Border Studies: Gastprofessor aus Norwegen forscht zu Grenzen in der Literatur

Foto: Saar-Uni

Professor Johan Henrik Schimanski von der Universität Oslo verbringt in diesem Herbst einen Forschungsaufenthalt als Gastprofessor für Border Studies an der Universität des Saarlandes. Der norwegische Literaturwissenschaftler möchte seinen Aufenthalt am UniGR-Center for Border Studies auch zum Ausbau von Forschungskontakten und zum wissenschaftlichen Austausch im Bereich der literatur- und kulturwissenschaftlichen Border Studies nutzen. Schimanski ist Professor für allgemeine Literaturwissenschaft mit den Forschungsschwerpunkten Grenzliteratur, arktische Diskurse, Postkolonialismus und Genre-Theorie im Department of Literature, Area Studies and European Languages an der Universität Oslo (Norwegen). Aktuell arbeitet er zu Grenzen im Zusammenhang mit dem „Unbekannten“ in der Literatur und beforscht auch Schriftstellermuseen.
Die UniGR-CBS-Gastprofessur Border Studies unterstützt die Kurzzeitmobilität von Forscherinnen und Forschern an den sechs UniGR-Partneruniversitäten der Universität der Großregion (UniGR).
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Professor Helmut Karl Schmidt feiert seinen 80. Geburtstag

Foto: privat

Am 28. August kann der ehemalige wissenschaftlich-technische Leiter und geschäftsführende Direktor des Leibniz-Instituts für Neue Materialien Prof. Dr. Helmut Karl Schmidt in Saarbrücken seinen 80. Geburtstag begehen. 1941 in Augsburg geboren, studierte er – als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes – an der Technischen Universität München Chemie und Chemie-Ingenieurwesen, promovierte 1973 mit dem Thema Heterogene Katalyse mit Philipps-Katalysatoren und trat anschließend eine Postdoc-Stelle an der Freien Universität Berlin an. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Northwestern University (Evanston, Illinois, USA) wechselte er 1975 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Fraunhofer-Institut für Silicat-Forschung in Würzburg (ISC), das er durch wegweisende anwendungsorientierte Neuentwicklungen von anorganisch-organischen Sol-Gel-Werkstoffen prägte. 1986 wurde er zum Direktor des Instituts und zum Mitglied des Senats der Fraunhofer-Gesellschaft berufen. 1989 habilitierte sich Helmut Karl Schmidt an der Universität Würzburg im Fachbereich Anorganische Chemie. Ferner gründete und leitete er das Technische Komitee 16 der „International Commission on Glass“ (ICG), aus dem später die renommierte internationale „Society of Sol-Gel Science and Technology“ hervorging, sowie mit Prof. Dr. Günther Frischat das Forum Glas der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft.
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80. Geburtstag von Professor Jörg Siekmann

Foto: Siekmann

Am 5. August kann der Pionier der Künstlichen Intelligenz in Deutschland, der Saarbrücker Universitäts-Professor für Informatik und Direktor des Forschungsbereichs Deduktion und Multiagentensysteme am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Dr. (Ph.D.) Ing. grad. Jörg Siekmann, seinen 80. Geburtstag begehen. In Eberbach am Neckar geboren, absolvierte er zunächst eine Bau- und Möbelschreinerlehre und erwarb an der Ingenieurschule in Rosenheim den Ing. grad. im Fach Holztechnik. Auf dem zweiten Bildungsweg holte er am Braunschweig-Kolleg das Abitur nach und studierte an der Universität Göttingen Mathematik und Physik sowie an der britischen University of Essex Computer Science. Dort erwarb er 1972 den „Master of science in computing“, wurde 1976 in dem Fach Artificial Intelligence mit einer Dissertation zur Unifikationstheorie promoviert und kehrte dann mit seiner Frau Anne McManus nach Deutschland zurück. Seitdem arbeitete Jörg Siekmann zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und seit 1980 als Hochschulassistent am Institut für Informatik der Universität Karlsruhe, baute dort eine Forschungsgruppe zur Künstlichen Intelligenz (KI) auf dem Gebiet der Deduktionssysteme auf und gründete mit anderen den einflussreichen KI-Sonderforschungsbereich 314.
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Sangeun Lee ist Juniorprofessorin für Pharmazeutische Materialien

Foto: privat

Sangeun Lee wurde zur Juniorprofessorin für Pharmazeutische Materialien und Verarbeitung an der Saar-Universität ernannt. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf polymeren Materialien, insbesondere solchen, die so programmiert sind, dass sie ihre Eigenschaften bei angewendeten Reizen wie pH-Wert, Enzym, Licht oder Oxidation verschlechtern oder ändern. Sie will vor allem Polymere entwickeln, die für On-Demand-Materialien zur Arzneimittelabgabe geeignet sind. Dafür erstreckt sich ihre Forschung von funktionellem Polymerdesign über die organische Synthese und Nanopartikelformulierungen bis hin zur Materialcharakterisierung für Anwendungen in biologischen Systemen. Darüber hinaus plant sie, das Potenzial solcher Polymere in verschiedenen Anwendungen durch grundlegende Studien zu untersuchen.

Sangeun Lee studierte Chemie am Yonsei University in Südkorea und Bioengineering am University of Tokyo in Japan. Danach promovierte sie 2018 in Nanoengineering am University of California, San Diego (USA). Anschließend arbeitete sie als Postdoktorandin am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) in Kooperationsprojekten der Abteilungen Wirkstofftransport sowie Wirkstoffdesign und Optimierung.

85. Geburtstag von Professor Reinhard Schneider

Prof. Dr. Reinhard Schneider (Foto: Saar-Uni)

Seinen 85. Geburtstag kann am 13. März 2019 Dr. Reinhard Schneider, emeritierter Professor für Mittelalterliche Geschichte, in seiner Heimatstadt Berlin begehen. Er studierte Geschichte, Lateinische Philologie, Romanistik und Philosophie an der Freien Universität und war fünf Jahre als Gymnasial-Lehrer tätig. Nach seiner Dissertation 1963 wirkte er am Berliner Friedrich-Meinecke-Institut und habilitierte sich 1971 mit der Studie „Königswahl und Königserhebung im Frühmittelalter. […]“; zudem war er Sprecher eines Forschungsschwerpunkts „Zisterzienser“. 1974/75 übernahm er den Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Philipps-Universität Marburg und hatte dort 1978/79 das Dekanat des Fachbereichs Geschichtswissenschaften inne.

Von 1980 bis zu seiner Emeritierung 2001 lehrte und forschte Reinhard Schneider als C4-Professor an der Saar-Uni. Er agierte unter anderem als Sprecher des Landesverbandes Saar des Deutschen Hochschulverbandes, leitete zwischen 1987 und 1989 als Dekan die Philosophische Fakultät und initiierte die Gründung des Universitätsarchivs. Außerdem war er von 1984 bis 1999 Vorsitzender der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und gehört dem renommierten „Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte“ sowie weiteren wissenschaftlichen Vereinigungen an.

In seinen Publikationen widmete sich Prof. Schneider der Geschichte des Frankenreichs, der Rechts- und Verfassungsgeschichte des Mittelalters, der Geschichte des Königtums, der Zisterzienserforschung sowie dem Themenbereich Wahlen und Wählen im Mittelalter. Außerdem engagierte er sich maßgeblich im Forschungsschwerpunkt „Grenzregionen und Interferenzräume“ der Philosophischen Fakultät. Zuletzt ist im Oktober 2012 seine Monographie „Vom Dolmetschen im Mittelalter. Sprachliche Vermittlung in weltlichen und kirchlichen Zusammenhängen“ erschienen.

Humbold-Stipendiat der Mathematik

Foto: privat

Zwei Jahre lang wird der Postdoktorand Nikolaos Chalmoukis als Alexander-von-Humboldt-Stipendiat in der Fachrichtung Mathematik der Saar-Universität forschen. Er stammt aus Griechenland und hat seinen Bachelor an der Universität von Thessaloniki absolviert. Nach einem Masterstudium im schwedischen Lund promovierte er an der Universität Bologna in Italien. Sein Forschungsprojekt trägt den Titel "Interpolating sequences and potential theory in reproducing kernel Hilbert spaces".

Judith Lamberty erhält Preis für ihre Dissertation

Foto: Sarah Haehnle – Atelier hinterhaus

Für ihre Dissertation mit dem Titel „Le goût de la diversité linguistique. Création, promotion et réception de romans hétérolingues de la Suisse romande et du Québec“ ist die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Judith Lamberty am 17. Februar mit dem renommierten Prix d’Excellence du Gouvernement du Québec ausgezeichnet worden. Der mit 3.000 kanadischen Dollar dotierte und von der Regierung von Québec gestiftete Preis wird von der Gesellschaft für Kanada-Studien (GKS) in Kooperation mit der Association internationale des études québécoises (AIÉQ) vergeben. In ihrer Arbeit untersuchte Lamberty zeitgenössische Romane aus Québec und der französischsprachigen Schweiz, die sich durch die Präsenz von mehreren Sprachen auszeichnen. 
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80. Geburtstag von Professor Helmut Bley

Foto: privat

Am 1. Februar kann der Professor für Fertigungstechnik/CAM und ehemalige Dekan der Technischen Fakultät der Universität des Saarlandes Dr.-Ing. Helmut Bley seinen 80. Geburtstag begehen. Er wurde in Berlin geboren, absolvierte sein Abitur in Hildesheim und studierte Maschinenbau und Fertigungstechnik an der Technischen Hochschule Hannover. Von 1965 bis Ende September 1974 arbeitete er als Assistent am Lehrstuhl und Institut für Messtechnik im Maschinenbau bei Prof. Dr.-Ing. habil. Hermann Mintrop. Im Oktober 1973 wurde er mit der Studie „Vergleich mikrogeometrischer Kenngrößen abgespanter Stahloberflächen mit den Anforderungen der Funktion Thermowirkung“ zum Dr.-Ing. promoviert. Vom Oktober 1974 bis zum Jahresende 1988 wirkte der Jubilar im „Zentralbereich Forschung und Technik – Zentrale Fertigungsaufgaben“ der Siemens AG. Er baute unter anderem die Arbeitsgebiete „Arbeitslärmminderung“ sowie „Versuchsstrategien“ auf und leitete dann die Fachgruppen „Sonderverfahren“ und „Spanende Formgebung“ und zuletzt die Fachgruppe „CAP Mechanik“, die unter anderem ein CAM-Projekt in Princeton betreute. Zum 1. Januar 1989 folgte Helmut Bley dem Ruf der Universität des Saarlandes auf den neuen Lehrstuhl für Fertigungstechnik, den er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Ende März 2007 nahezu zwei Jahrzehnte innehatte.
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Magali Cucchiarini Madry in Vorstand von weltgrößter Fachgesellschaft berufen

Prof. Dr. Magali Cucchiarini Madry. Foto: Barbara Schumacher

Professorin Dr. Magali Cucchiarini Madry, stellvertretende Direktorin des Lehrstuhls für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung, wurde in den Vorstand der Osteoarthritis Research Society International (OARSI) berufen. Die OARSI ist die weltgrößte Gesellschaft, die sich klinischen und experimentellen Fragestellungen der Arthrose widmet.

85. Geburtstag von Prof. Jörn Petersson

Foto: Saar-Uni

Seinen 85. Geburtstag kann am 23. November der Universitätsprofessor für Technische Physik und frühere Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer der Universität des Saarlandes Dr. Jörn Petersson begehen. 
Der Jubilar wurde in Hamburg geboren. Sein Studium an der Universität Münster schloss er mit der Promotion ab und wechselte 1966 als wissenschaftlicher Assistent an die Universität des Saarlandes, wo er sich 1972 habilitierte. Von 1973 bis 1980 wirkte Petersson als Senatsbeauftragter für das Rechenzentrum und begleitete viele Jahre als stellvertretender Sprecher und Sprecher den Sonderforschungsbereich 130 Ferroelektrika. Sein zentrales Forschungsfeld bildet die Festkörperphysik, insbesondere strukturelle Phasenumwandlungen in Festkörpern sowie Aspekte der nuklearmagnetischen Resonanz. Bereits zu Beginn der 80er Jahre konnte er eine Verbindung zu den korrespondierenden Arbeitsgruppen an der Universität Leipzig aufbauen. Die Geschichte dieser dann auch seit 1987 im Rahmen der Leipzig-Saarbrücker Universitätspartnerschaft erfolgenden Zusammenarbeit hat er im vergangenen Jahr in einem Beitrag dokumentiert.
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90. Geburtstag von Prof. Heinz Müller-Dietz

Foto: privat

Am 2. November kann der emeritierte Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafvollzug und Kriminologie, frühere Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes und Ehrendoktor der Keio Universität Tokio, Dr. Heinz Müller-Dietz, in Sulzburg seinen 90. Geburtstag begehen. In Bretten geboren, schloss der Jubilar sein Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg mit der Promotion ab und habilitierte sich dort 1966 mit der Studie „Geschichte, Philosophie und Politik im Strafrechtsdenken Karl Theodor Welckers“. Zum 1. September 1969 übernahm er als Nachfolger des bekannten Rechtsphilosophen Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Arthur Kaufmann dessen Saarbrücker Lehrstuhl, hielt der Universität des Saarlandes stets die Treue und lehnte 1974 einen ehrenvollen Ruf an die Universität Bielefeld ab. Der Jubilar war Mitglied der Strafvollzugskommission beim Bundesministerium für Justiz und des Fachbeirats und des Kuratoriums des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht und ist weiterhin Schriftleiter und Mitherausgeber renommierter Fachzeitschriften. Im Zentrum seines Wirkens steht die Humanisierung des modernen Strafvollzugs.
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Neuer Professor für Mathematik und Informatik

Laurent Bartholdi ist zum Professor für Mathematik und Informatik mit dem Schwerpunkt Angewandte Algebra und Geometrie ernannt worden. Er studierte Mathematik und Informatik an der Universität Genf und war danach an der University of California in Berkeley und der École Polytechnique Fédérale in Lausanne tätig. Derzeit ist er als Professor in Göttingen tätig. Der Wissenschaftler nutzt die Mathematik (Algebra, Geometrie), um Einsichten in Informatikfragen (Komplexität, Entscheidbarkeit) zu gewinnen. Zudem verwendet er Computerwerkzeuge, um Problemen der reinen Mathematik zu lösen. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Verbindung von algebraischen (Gruppen) und computerwissenschaftlichen (endliche Automaten) Objekten mit dynamischen Systemen, womit sich neue Wege zu deren Untersuchung eröffnen. An der Saar-Universität wird Laurnt Bartholdi eine Forschungsgruppe zu diesen Themen aufbauen und Vorlesungen in der Mathematik und theoretische Informatik halten.

85. Geburtstag von Professor Heinz Engelhardt

Foto: privat

Am 31. August 2021 kann der Professor für Instrumentelle Analytik/Umweltanalytik an der Universität des Saarlandes und Ehrendoktor der Universität Aix-en-Provence Dr. Heinz Engelhardt seinen 85. Geburtstag begehen. In Nürnberg geboren, begann er 1954 das Studium der Chemie an der heimischen Universität Erlangen-Nürnberg, wirkte seit 1962 als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Organische Chemie und wurde 1965 mit der von Prof. Dr. Gerhard Hesse betreuten Dissertation „Der Temperatureinfluß bei der Absorptionschromatographie von Lösungen“ promoviert. Während seiner Assistentenzeit führte ihn 1969/70 ein Forschungsaufenthalt an das von Barry L. Karger geleitete Department of Chemistry der Northeastern University in Boston. Nach seiner Rückkehr habilitierte er sich 1971 in Erlangen-Nürnberg im Fach Analytische Organische Chemie mit „Untersuchungen über Trägermaterialien für die Flüssigchromatographie mit hohen Eingangsdrucken“. Unmittelbar anschließend folgte der Jubilar dem Ruf der Universität des Saarlandes auf eine Professur an das Institut für Angewandte Physikalische Chemie.
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Stanley Shaldon Award für Timotheus Speer

Foto: privat

Medizin-Professor Thimoteus Speer hat den renommierten Stanley Shaldon Award erhalten. Es handelt sich hierbei um die höchste und wichtigste Auszeichnung in der europäischen Nephrologie für junge Wissenschaftler. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis erhielt Speer für seinen wissenschaftlichen Beitrag und das Engagement für die europäische Nephrologie. Der Mediziner erforscht vor allem die Rolle von Entzündungen bei der Entstehung von kardiovaskulären Erkrankungen bei Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen. Er beschäftigt sich zudem mit den Prozessen, die zur Nierenfibrose führen. Dabei umfasst seine Forschung sowohl klinische Studien, große genetische Assoziationsstudien als auch grundlagenwissenschaftliche Untersuchungen. Seine Studien werden in hochrangigen Fachzeitschriften veröffentlicht, darunter Lancet, Nature Immunology, Immunity und Lancet Diabetes Endocrinology. Speer baute ein gut ausgestattetes Labor auf dem Homburger Campus auf, das modernste Techniken wie die superauflösende Laser-Scanning-Mikroskopie umfasst. Seine Arbeit ist in mehrere nationale und internationale Forschungskonsortien eingebettet, unter anderem in den Sonderforschungsbereich SFB/TRR219. Vor zwei Jahren wurde er bereits mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis geehrt, der wichtigsten Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftler in Deutschland.

Daniela Johannes forscht im UniGR-Center for Border Studies

Foto: West Chester University of Pennsylvania (USA)

Noch bis zum 31. Juli hat Professorin Daniela Johannes von der West Chester University of Pennsylvania (USA) die Gastprofessur am UniGR-Center for Border Studies an der Universität des Saarlandes inne. Die Gastwissenschaftlerin, die ursprünglich aus Chile stammt, promovierte 2015 in Border Studies an der University of Arizona und ist gegenwärtig als Associate Professor und Direktorin der American and Latinx Studies an der West Chester University of Pennsylvania (USA) tätig. Während ihrer zweimonatigen Gastprofessur in Saarbrücken forscht sie gemeinsam mit Prof. Astrid M. Fellner im Bereich der Border Studies zur US-mexikanischen Grenze. In ihrem Projekt richtet sie den Blick auf die zentrale Bedeutung der Sonora-Wüste für den Grenzschutz und die Souveränität der Vereinigten Staaten. Die Grenze steht dabei sinnbildlich für eine Politik, die Todesfälle und Vertreibung von Migranten und Migrantinnen zum Schutz der nationalen Souveränität und des Überlebens der Nation in Kauf nimmt. Für ihr Projekt untersucht Daniela Johannes die jüngere mexikanisch-amerikanische Literatur, in der die Grenze als eine Landschaft von Folter, Verschwinden und Tod dargestellt wird. 
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Christoph Bock mit Overton Preis geehrt

Christoph Bock, Foto: MPI

Der Bioinformatiker Christoph Bock wurde mit dem Overton Prize der International Society of Computational Biology (ISCB) ausgezeichnet. Einmal pro Jahr wird dieser Preis an weltweit einen einzigen Wissenschaftler verliehen, der am Beginn oder in der Mitte seiner Karriere steht und als kommende Leitfigur in der Bioinformatik angesehen wird. Christoph Bock hat an der Universität des Saarlandes promoviert und in der Arbeitsgruppe von Professor Thomas Lengauer am Max-Planck-Institut für Informatik an epigenetischen Biomarkern geforscht. Als Postdoc im Labor von Alexander Meissner am Broad Institute  führte er groß angelegte epigenomische Analysen von Stammzellen durch und war am Projekt Roadmap Epigenomics beteiligt. Seit 2012 bekleidet er als Principal Investigator eine Forscherstelle an Research Center for Molecular Medicine der Österreichischen der Wissenschaften in Wien und ist Gastprofessor an der Medizinischen Universität Wien. Er ist ebenfalls als einer der führenden Computerbiologen im Blueprint-Epigenom-Projekt der Europäischen Union und im Internationalen Humangenomprojekt tätig. [mehr]

Professor Jürgen Hüttermann wird 80 Jahre alt

Foto: privat

Am 19. April kann der Professor für Biophysik und physikalische Grundlagen der Medizin an der Universität des Saarlandes Jürgen Hüttermann seinen 80. Geburtstag begehen. In Gelsenkirchen-Buer geboren, absolvierte er nach dem Abitur am Max-Planck-Gymnasium seiner Heimatstadt das Studium der Physik an der Universität Karlsruhe. Zwei Jahre nach seinem Diplom 1967 wurde er „mit Auszeichnung“ und einer von Prof. Karl Günther Zimmer betreuten Studie zur Strahlenbiophysik zum Dr. rer. nat. promoviert. 1969/70 agierte er als Post-Doctoral Fellow an der University of California in Los Angeles. Danach wechselte er als wissenschaftlicher Assistent an die Universität Regensburg, wo er am Institut für Biophysik und Physikalische Biochemie unter anderem den Unterricht in Physik für Studierende der Medizin und in Biophysik für angehende Naturwissenschaftler aufbaute. Aufgrund seiner Untersuchung über „Struktur und Bildung freier Radikale in bestrahlten Einkristallen von Nukleinsäure Komponenten“ erwarb er 1972 die Venia legendi für Biophysik und wirkte bis 1984 als Professor in Regensburg. Zum 15. Oktober 1984 folgte er dem Ruf der Universität des Saarlandes und übernahm den nach der Emeritierung von Prof. Hermann Muth vakanten Lehrstuhl für Biophysik auf dem Homburger Campus.
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Humboldt-Stipendium: Pharmazeutin forscht in Saarbrücken

Foto: Arefeh Kardani

Neue Erkenntnisse zum Fortschreiten von Krebs zu gewinnen – dazu will Vida Mashayekhi mit ihrer Forschung im Team von Prof. Alexandra K. Kiemer an der Universität des Saarlandes beitragen. Die 34-jährige Pharmazeutin aus dem Iran wird in den kommenden zwei Jahren insbesondere die Rolle so genannter extrazellulärer Vesikel bei Tumorerkrankungen erforschen. Die Wissenschaftlerin hat für ihr Projekt in Saarbrücken ein Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten. Schon in ihrer Promotion in Utrecht hat Vida Mashayekhi zum Thema Krebstherapie geforscht, als Postdoktorandin in der Pharmazeutischen Biologie der Saar-Universität kann sie nun weiter in diesem Bereich arbeiten. Im Rahmen ihres Forschungsprojektes in Saarbrücken konzentriert sie sich auf Regulatoren, die noch nicht lange im Fokus der Wissenschaft stehen: extrazelluläre Vesikel. Das sind winzige Bläschen, die alle Zellen an ihrer Oberfläche abschnüren. Sie enthalten Zellflüssigkeiten, die unter anderem dazu dienen, mit anderen Zellen zu kommunizieren. 
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85. Geburtstag von Professor Eberhard Morgenstern

Foto: privat

Am 15. Januar kann der Professor für das Fach „Allgemeine Biologie für Mediziner“ an der Universität des Saarlandes, Dr. Eberhard Morgenstern, seinen 85. Geburtstag begehen. In Chemnitz geboren, wurde Eberhard Morgenstern Mitglied des Thomanerchores in Leipzig unter Günther Ramin. Nach dem Abitur an der Thomas-Schule 1956 begann er an der Martin-Luther-Universität Halle das Studium der Medizin, das er in Gießen und Heidelberg fortsetzte. Dem Staatsexamen 1962 folgte die Heidelberger Promotion mit einer Studie „Über Fluoreszenz- und Phasenkontrastmikroskopische Beobachtungen an Blutplättchen nach Anfärbung mit Acridinorange und anderen Fluorochromen“. Nach der Medizinalassistentenzeit widmete sich der Jubilar als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft unter der Ägide von Prof. Dr. Oskar Eichler und Prof. Dr. Ellen Weber am Heidelberger Pharmakologischen Institut Problemen des Stoffwechsels, der Morphologie sowie der Zytochemie der Blutplättchen und anderer Blutzellen. 
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Henning Madry ausgezeichnet

Prof. Dr. Henning Madry. Foto: Rüdiger Koop

Henning Madry, Lehrstuhlinhaber für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung an der Universität des Saarlandes, wurde für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Arthroseforschung ausgezeichnet und übernimmt eine leitende Funktion in einer Fachgesellschaft. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) ehrt Professor Madry mit dem Preis zur Förderung der Grundlagenforschung. Gewürdigt wird sein wissenschaftlicher Beitrag zur Erforschung der Arthroseentstehung nach Knorpelschäden und deren molekulare Therapie. Er wurde außerdem zum Präsidenten der Sektion Grundlagenforschung der DGOU gewählt.

                               

Professor Günter Hotz wird 90 Jahre alt

Foto: Manuela Meyer

Am 16. November kann der emeritierte Professor für Angewandte Mathematik und Informatik, Pionier der Saarbrücker Informatik und Ehrensenator der Universität des Saarlandes, Günter Hotz, seinen 90. Geburtstag begehen. Der Jubilar, der in St. Ingbert wohnt, gilt als einer der Väter der Informatik in Deutschland. Er gehörte dem Ausschuss an, der dem Fach seinen Namen gab und die erste Studienordnung entwarf. Der Universität des Saarlandes ist er seit nahezu sechs Jahrzehnten verbunden. In Büdingen-Rommelhausen geboren, studierte Günter Hotz nach dem Abitur am Gymnasium in Friedberg Mathematik und Physik an den Universitäten Frankfurt und Göttingen. Anschließend wirkte er in der Industrie, wo er an der Entwicklung der Postscheckautomatisierung und des ersten durch Computer unterstützten Flugsicherungssystems der Bundesrepublik beteiligt war. 1962 führte ihn seine Laufbahn an das von Prof. Johannes Dörr geleitete Saarbrücker Institut für Angewandte Mathematik. Dank seines Engagements schuf er zentrale Voraussetzungen für die Ansiedlung des Max-Planck-Instituts für Informatik, des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz und des Leibniz-Zentrums für Informatik, Schloss Dagstuhl, und hat so entscheidend zum Profil des Informatik-Standorts Saarland und seiner Universität beigetragen.
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Pechmann-Preis für Synagogenprojekt

Foto: privat

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Mehr als Steine… Synagogen-Gedenkband Bayern“ wurde mit der Publikation des letzten Teilbands im April 2021 nach 19 Jahren abgeschlossen. Das Forschungsprojekt, das Wolfgang Kraus, Professor für Evangelische Theologie der Universität des Saarlandes geleitet hat, wird jetzt mit einem Ehrenpreis des Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preises ausgezeichnetDer Synagogen-Gedenkband dokumentiert die Geschichte der mehr als 200 jüdischen Gemeinden in Bayern. Auf anschauliche Weise dokumentiert er die blühende jüdische Kultur und auch den markanten Einschnitt des Jahres 1933. Der Preis wird am 9. November in der Münchner St. Markus-Kirche verliehen.

Azubis und duale Studierende feierten ihren Start an der Uni

Foto: Universität

Die Universität bildet auch in zahlreichen Berufen aus. Am 24. August haben Universitätspräsident Manfred Schmitt und Vizepräsident Roland Rolles 19 neue Auszubildende und duale Studierende an der Universität des Saarlandes herzlich willkommen geheißen.

Bei einer Rallye erkundeten die neuen Uni-Mitglieder die schönsten Ecken des Campus Saarbrücken. Dabei lernten sie wichtige Ansprechpersonen kennen und erfuhren interessante Fakten über die Universität und auch über Vernetzungs- und Weiterbildungsangebote. "Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und viel Freude in Ihrer Ausbildungsphase", gab der Universitätspräsident ihnen mit auf den Weg.

Informationen zur Ausbildung an der Universität:
www.uni-saarland.de/ausbildung

Professor Heinz Quasten wird 85 Jahre alt

Foto: privat

Am 24. August kann der Professor für Geographie Dr. Heinz Quasten seinen 85. Geburtstag begehen. Der Jubilar ist  langjähriger Direktor des Instituts für Landeskunde im Saarland und war bis 2009 Vorsitzender des Landesdenkmalrates. In Grevenbroich geboren, studierte er nach dem Abitur Geographie, Mathematik und Physik an den Universitäten in Köln und Freiburg sowie an der Technischen Hochschule Karlsruhe und legte 1962 das Staatsexamen ab. Nach einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes wechselte er zum 1. Mai 1964 als Assistent an das Geographische Institut der Universität des Saarlandes und wurde 1968 mit einer von Prof. Dr. Josef Schmithüsen betreuten Dissertation „Die Wirtschaftsformation der Schwerindustrie im Luxemburger Minett“ promoviert. Von 1972 bis 1978 agierte der Jubilar als Assistenzprofessor und habilitierte sich 1978 im Fach Geographie mit einer Arbeit über „Räumliche Siedlungsmuster in Israel“. Nach einer Lehrstuhl-Vertretung übernahm er 1980 die Saarbrücker Professur für Kulturgeographie und trat 2001 in den Ruhestand. Außerdem wirkte Professor Quasten zwischen 1980 und 1986 als Landesbeauftragter für Naturschutz im Saarland, leitete nahezu 25 Jahre von 1981 bis 2005 das Institut für Landeskunde im Saarland und war anschließend Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats dieses Instituts bis zu dessen Auflösung 2020.
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Jörg Hoffmann ist Fellow der europäischen KI-Vereinigung

Der Informatik-Professor Jörg Hoffmann wurde zum Fellow der „European Association for Artificial Intelligence“ ernannt. Damit werden seine herausragenden und nachhaltigen Beiträge zum Forschungsfeld der Künstlichen Intelligenz in Europa honoriert. Ausschlaggebend für die Auszeichnung war seine Forschung im Bereich des Automatischen Planens. In dem Empfehlungsschreiben zur Aufnahme ins Fellows Program heißt es: „Jörg Hoffmann ist seit gut 20 Jahren einer der weltweit führenden Köpfe im Bereich des Automatischen Planens. Seine Beiträge reichen von aufschlussreichen, theoretischen Analysen der Handlungsplanung über die Entwicklung neuer Methoden und effizienter Implementierung von Planungssystemen bis hin zur kreativen Anwendung von Planungsmethoden.“ Nach den Informatik-Professoren Wolfgang Wahlster und Jörg Siekmann ist Jörg Hofmann jetzt der dritte Forscher aus Saarbrücken, der diese hohe Auszeichnung erhält. Bereits Anfang des Jahres wurde er zum Fellow der „Association for the Advancement of Artificial Intelligence“ berufen.

Prof. Wolfgang Brücher wird 80 Jahre alt

Foto: Brücher

Am 30. Mai kann der Professor für Geographie an der Universität des Saarlandes und Chevalier dans l´Ordre des Palmes Académiques Dr. Wolfgang Brücher seinen 80. Geburtstag begehen. In Mülheim an der Ruhr geboren, studierte Wolfgang Brücher seit 1960 Geographie, Romanistik und Geologie an den Universitäten Tübingen, Poitiers und Bonn. Unterstützt durch ein Forschungsstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes promovierte er 1968 in Tübingen bei Herbert Wilhelmy über „Die Erschließung des tropischen Regenwaldes am Ostrand der kolumbianischen Anden“. Viel später sollte er selbst Mitglied der DAAD-Auswahlkommission „Deutsche nach Übersee“ werden. Nach der Promotion wirkte er als Assistent am Geographischen Institut der Universität Tübingen. Neben Studien zur Industrialisierung im Limousin (französisches Zentralmassiv) widmete er sich dank der Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft sozial- und wirtschaftsgeographischen Fragen Kolumbiens und habilitierte sich 1974 mit einer Studie „Probleme der Industrialisierung in Kolumbien unter besonderer Berücksichtigung von Bogotá und Medellín“.
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