Prof. Kuno Lorenz feiert 85. Geburtstag

Prof. Dr. Dr. h.c. Kuno Lorenz. Foto: Saar-Uni

Am 17. September wird der emeritierte Professor für Philosophie an der Saar-Uni Dr. Kuno Lorenz und Ehrendoktor der Université de Lorraine 85 Jahre alt. Er studierte Mathematik und Physik und wurde 1961 in Kiel mit der Studie „Arithmetik und Logik als Spiele“ promoviert. An der Universität Erlangen habilitierte er sich 1969 im Fach Philosophie mit seinen „Sprachphilosophischen Untersuchungen – Über Sinn und Grenzen der analytischen Philosophie und ihre Überwindung.“ 1970 übernahm er den Lehrstuhl Carl Friedrich von Weizsäckers an der Universität Hamburg, zum 1. April 1974 folgte er dem Ruf auf den zweiten Lehrstuhl für Philosophie an der Universität des Saarlandes. Bis zu seiner Emeritierung 1998 lehrte und forschte er auf dem Saarbrücker Campus und engagierte sich unter anderem als Projektleiter im Sonderforschungsbereich 378 „Ressourcenadaptive kognitive Prozesse“. Professor Lorenz war viele Jahre im Auswahlausschuss für Forschungspreisträger der Alexander-von-Humboldt-Stiftung tätig und ist seit langem gewähltes Mitglied der „Academia Europaea“. Wegen seiner facettenreichen Forschungsarbeiten, seines Beitrags zur Integration der indischen Tradition in die zeitgenössische Philosophie sowie seiner intensiven Zusammenarbeit mit den „Archives Henri Poincaré“ verlieh ihn die Université de Lorraine 2013 in Nancy die Ehrendoktorwürde (DHC). Sein Œuvre umfasst über 100 Publikationen. Zuletzt ist eine Sammlung von Aufsätzen und Vorträgen in drei Bänden „Dialogischer Konstruktivismus“ (2009). „Logic, Language and Method. On Polarities in Human Experience“ (2010) und „Philosophische Variationen“ (2011) erschienen. Mit dem für 2018 geplanten Erscheinen der letzten beiden Bände der „Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie“ endet auch seine jahrzehntelange (auf mehr als 600 Beiträge angewachsene) Mitarbeit an diesem achtbändigen Werk.

Michael Menger in zwei wissenschaftliche Gesellschaften aufgenommen

Michael Menger. Foto: Jörg Pütz

Professor Michael Menger, Dekan der Medizinischen Fakultät, ist kürzlich in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen worden. Die Leopoldina ist die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft im deutschsprachigen Raum und die älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie der Welt.

Zuvor, im April 2017, ist Michael Menger bereits zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie ernannt worden. Die Gesellschaft, 1872 gegründet als „königlich Deutsche Gesellschaft für Chirurgie“, gehört zu den ältesten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften der Welt. Mit ihren über einzelne Fachgesellschaften assoziierten Mitgliedern vertritt sie heute rund 17.500 Chirurgen.

80. Geburtstag von Prof. Peter Strittmatter

Prof. Dr. Peter Strittmatter

Am 6. August kann der emeritierte Professor für Erziehungswissenschaft an der Saar-Universität Dr. Peter Strittmatter seinen 80. Geburtstag feiern. Der Jubilar, der in Karlsruhe geboren wurde, folgte 1974 dem Saarbrücker Ruf auf die Professur für Erziehungswissenschaft IV. Bis zu seiner Emeritierung 2004 lehrte und forschte er an der Universität des Saarlandes, der er trotz eines ehrenvollen Rufes nach Tübingen die Treue hielt. Insbesondere widmete er sich dem Ausbau der erziehungswissenschaftlichen Lehrerbildung. Zu seinen Arbeits- und Forschungsschwerpunkten gehörten Lehren und Lernen, Wissenschaftstheorie, Medienforschung und Mediendidaktik sowie Erwachsenen-, Lehrer- und Weiterbildung. Prof. Strittmatter begründete und leitete viele Jahre das Medienzentrum der Philosophischen Fakultäten und die „Wissenschaftliche Weiterbildung“, das heutige „Zentrum für lebenslanges Lernen“. Außerdem agierte er unter anderem von 1985 bis 2001 als ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Landesanstalt für Rundfunkwesen sowie als langjähriger Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Abschiedsvorlesung von Claude Witz

Rund 300 Repräsentanten aus Politik und Gesellschaft, Weggefährten, Freunde, Ehemalige, Studentinnen und Studenten aus dem In- und Ausland kamen im Juni zur Abschiedsvorlesung von Professor Dr. Dr. h.c. Claude Witz. Der Professor für Französisches Zivilrecht sprach über „Die Definition des Vertrages im reformierten Code Civil“.

Nahezu 37 Jahre hat Professor Witz als engagierter akademischer Lehrer und Forscher gewirkt und als langjähriger Direktor bzw. Co-Direktor – gemeinsam mit den Professoren André Legrand, Christian Autexier und Philippe Cossalter − die Entwicklung des Centre Juridique Franco-Allemand geprägt. In seinen Forschungen widmet er sich unter anderem dem französischen Obligationenrecht, der deutsch-französischen Rechtsvergleichung, dem internationalen Handelsrecht sowie Aspekten der Rechtsvereinheitlichung.

Witz gehört zahlreichen internationalen Expertengruppen an − unter anderem einer Expertengruppe der Vereinten Nationen, der „United Nations Commission on International Trade Law“ −, engagiert sich als Herausgeber und Mitarbeiter renommierter Fachzeitschriften und ist Mitglied deutscher und französischer Fachgesellschaften. Seine wissenschaftlichen Verdienste wurden 2009 mit der Ernennung zum Ehrendoktor der Universität Basel gewürdigt.

Einen Bericht und Fotos zur Abschiedsvorlesung finden Sie hier

Professor Hans-Joachim Kornadt wird 90 Jahre alt

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Kornadt. Foto: Saar-Uni

Seinen 90. Geburtstag feiert am 16. Juni Hans-Joachim Kornadt, emeritierter Professor für Erziehungswissenschaft und Pädagogische Psychologie an der Universität des Saarlandes und Ehrendoktor der Universität Erfurt. Seit er 1961 als Dozent an die Comenius-Hochschule in Saarbrücken kam, arbeitete er eng mit dem Psychologischen Institut der Universität zusammen. Der Jubilar ist Träger des Saarländischen Verdienstordens, des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse und des Deutsch-Japanischen Forschungspreises. Er gehörte zahlreichen hochrangigen Gremien im Bereich der Bildungs- und Wissenschaftspolitik sowie der Wissenschaftsplanung an. Sein wissenschaftliches Werk umfasst rund 150 Publikationen insbesondere zur Aggressionsforschung, Motivationspsychologie und kulturvergleichenden Psychologie. Zuletzt ist 2011 seine Veröffentlichung „Aggression. Die Rolle der Erziehung in Europa und Ostasien“ erschienen.

85. Geburtstag von Professor Max Pfister

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Max Pfister. Foto: Saar-Uni

Max Pfister, Initiator des „Lessico Etimologico Italiano“ (LEI) und emeritierter Professor für Romanische Philologie wird am 21. April 85 Jahre alt. Der Jubilar studierte in seiner Heimatstadt Zürich sowie an der Scuola Normale Superiore di Pisa, an der Universität Salamanca und an der Sorbonne Romanistik. 1974 folgte er dem Ruf der Universität des Saarlandes. Pfister gehört zahlreichen wissenschaftlichen Kommissionen und Akademien an, war Präsident der Société de linguistique romane und ist jetzt deren Ehrenpräsident. Er ist unter anderem Mitglied der Heidelberger und der Mainzer Akademie der Wissenschaften. Hohe Auszeichnungen würdigen seine wissenschaftichen Verdienste: So ist er Ehrendoktor der Philosophischen Fakultäten der Universitäten Bari, Lecce, Turin, Rom und Palermo, Offizier des italienischen Verdienstordens und Träger des Galileo-Galilei-Preises der italienischen Rotary-Clubs. Wegen seines unermüdlichen Engagements für das von ihm betriebene Großprojekt des „Lessico etimologico italiano“ verlieh ihm der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi 2006 das „Diploma di 1 Classe con Medaglia d'Oro ai Benemeriti della Cultura e dell'Arte“. Seit 2012 ist der Jubilar auch Ehrenbürger der Stadt Bari.

Neuer Professor für Molekularbiologie

Robert Ernst, Foto: Alex Schwander

Robert Ernst wird Professor für Molekularbiologie an der Saar-Uni. Er studierte Humanbiologie an der Philipps-Universität Marburg und promovierte dann an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Nach Forschungsaufenthalten am renommierten Whitehead Institute for Biomedical Research in Cambridge (USA) als EMBO-Stipendiat und am Max-Planck-Institut of Molecular Cell Biology and Genetics in Dresden, übernahm er 2012 die Leitung einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe „Molekulare Membranbiologie“ an der Goethe-Universität Frankfurt. Ernst erforscht biologische Membranen, mit denen Zellen umgeben sind. Dabei geht es unter anderem um biologische Signalprozesse, die zum Beispiel den Sehprozess im Auge beeinflussen. Ein zweiter Forschungsschwerpunkt von Robert Ernst sind die Proteinfaltung und Fettsynthese. Dabei beschäftigt er sich mit den zellulären Entscheidungsprozessen zwischen Fettspeicherung und Zellwachstum. [mehr]

Christoph Bock mit Overton Preis geehrt

Christoph Bock, Foto: MPI

Der Bioinformatiker Christoph Bock wurde mit dem Overton Prize der International Society of Computational Biology (ISCB) ausgezeichnet. Einmal pro Jahr wird dieser Preis an weltweit einen einzigen Wissenschaftler verliehen, der am Beginn oder in der Mitte seiner Karriere steht und als kommende Leitfigur in der Bioinformatik angesehen wird. Christoph Bock hat an der Universität des Saarlandes promoviert und in der Arbeitsgruppe von Professor Thomas Lengauer am Max-Planck-Institut für Informatik an epigenetischen Biomarkern geforscht. Als Postdoc im Labor von Alexander Meissner am Broad Institute  führte er groß angelegte epigenomische Analysen von Stammzellen durch und war am Projekt Roadmap Epigenomics beteiligt. Seit 2012 bekleidet er als Principal Investigator eine Forscherstelle an Research Center for Molecular Medicine der Österreichischen der Wissenschaften in Wien und ist Gastprofessor an der Medizinischen Universität Wien. Er ist ebenfalls als einer der führenden Computerbiologen im Blueprint-Epigenom-Projekt der Europäischen Union und im Internationalen Humangenomprojekt tätig. [mehr]

Professor Lammert wird Präsident von Fachgesellschaft

Professor Lammert (links), Foto: DGVS

Professor Frank Lammert ist neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).  Der Direktor der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg folgt auf Professor Markus M. Lerch von der Universität Greifswald (Foto rechts). Lammert möchte die Leistungen der Gastroenterologie in der Öffentlichkeit breiter bekannt machen, die hohe Qualität der gastrenterologischen Versorgung weiterentwickeln und junge Ärztinnen und Ärzte für Krankenversorgung, Forschung und Weiterbildung in der Gastroenterologie begeistern. Mehr dazu in diesem Video-Interview.

Christoph Sorge in Speyer zum Senior Fellow ernannt

Professor Christoph Sorge, Foto: Oliver Dietze

Das Deutsche Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer (FÖV) hat den Rechtsinformatiker und Experten für IT-Sicherheit und Datenschutz Professor Christoph Sorge zum Senior Fellow im Programmbereich „Transformation des Staates in Zeiten der Digitalisierung“ ernannt. Sorge will gemeinsam mit dem Speyerer Institut Forschungsprojekte an der Schnittstelle von Recht, IT-Sicherheit und Datenschutz anstoßen. Das FÖV ist ein Kompetenzzentrum deutscher, europäischer und internationaler verwaltungswissenschaftlicher Forschung und Beratung. Die Forscherinnen und Forscher suchen interdisziplinär nach Möglichkeiten für die Weiterentwicklung und Verbesserung der administrativen Arbeit. Hierzu beruft das Institut ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Verwaltungsforschung zu Senior Fellows. Der neue Programmbereich „Digitalisierung“ widmet sich aus verschiedenen Perspektiven den Herausforderungen, die der digitale Wandel für Recht, Verfahren und Organisation mit sich bringt. Christoph Sorge hat an der Saar-Uni die juris-Stiftungsprofessur für Rechtsinformatik inne und forscht am Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit CISPA sowie am Institut für Rechtsinformatik. In seiner Forschung hat er sich darauf spezialisiert, IT-Sicherheitstechnologien mit den Erfordernissen aus Recht und Praxis in Einklang zu bringen.

Eberhard Morgenstern wird 80 Jahre alt

Seinen 80. Geburtstag kann am 15. Januar der Professor für „Allgemeine Biologie für Mediziner“ an der Universität des Saarlandes Dr. Eberhard Morgenstern begehen. Nach dem Medizinstudium und der Promotion widmete er sich am Heidelberger Pharmakologischen Institut Problemen des Stoffwechsels, der Morphologie sowie der Zytochemie der Blutplättchen und anderer Blutzellen. 1967 wechselte der Jubilar an die Medizinische Fakultät der Saar-Uni. Nach der Habilitation über „Zytologie und Elektronenmikroskopie“ wurde er zum Professor und Wissenschaftlichen Rat ernannt. Bis zum Eintritt in den Ruhestand 2002 arbeitete Eberhard Morgenstern in der Fachrichtung „Medizinische Biologie“ im Bereich der Ultrastrukturforschung, vor allem mit modernen Gefriermethoden über funktionelle Morphologie. Darüber hinaus beteiligte er sich am Graduiertenkolleg „Zelluläre Regulation und Wachstum“. 2006 gründete er mit Kollegen den Verein „ALUMNI-MED Homburg“. Er hat das Ziel, Kontakte zu ehemaligen Studenten und Mitarbeitern zu pflegen. Mit dem Universitätsarchiv plant der Jubilar gegenwärtig einen Beitrag zur Geschichte und Entwicklung der Elektronenmikroskopie an der Medizinischen Fakultät.

90. Geburtstag von Professor Peter Robert Franke

Am 2. November begeht der emeritierte Professor für Alte Geschichte und frühere Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität des Saarlandes, Dr. Peter Robert Franke, in München seinen 90. Geburtstag. Sein zentrales Forschungsfeld ist die antike Numismatik. Als Nachfolger Walter Schmitthenners übernahm Professor Franke 1967 das Ordinariat für Alte Geschichte an der Universität des Saarlandes, das er 25 Jahre bis zu seiner Emeritierung 1992 innehatte. In dieser Zeit baute er das Saarbrücker Institut zu einem Zentrum der antiken Numismatik aus. Sein wissenschaftliches Oeuvre umfasst rund 130 Publikationen und Aufsätze, außerdem trat er mit zahlreichen Ausstellungen und Vorträgen an die Öffentlichkeit. Die internationale Resonanz seiner Forschungen dokumentieren die Mitgliedschaften und Ehrenmitgliedschaften in zehn wissenschaftlichen Gesellschaften in Deutschland, Europa und Amerika.

80. Geburtstag von Professor Heinz Engelhardt

Foto: privat

Am 31. August hat der Professor für Instrumentelle Analytik und Umweltanalytik der Saar-Universität und Ehrendoktor der Universität Aix-Marseille, Dr. Heinz Engelhardt, seinen 80. Geburtstag. 1971 kam er als Professor an das Institut für Angewandte Physikalische Chemie der Saar-Uni und lehrte und forschte hier rund drei Jahrzehnte bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2002. Im Rahmen der Einrichtung eines Umweltbereichs in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät begründete er 1994 die von ihm geleitete Fachrichtung Instrumentelle Analytik / Umweltanalytik. Der Jubilar, der auch dem  Österreichischen Wissenschaftsrat angehörte, wurde durch zahlreiche hohe Auszeichnungen nationaler und internationaler Fachgesellschaften gewürdigt [mehr].

Professor Theophil Eicher verstorben

Theophil Eicher. Foto: Uni

Am 21. Oktober verstarb Prof. Dr. Dr. h.c. Theophil Eicher im Alter von 84 Jahren. Nach seinem Studium der Chemie in Heidelberg und Würzburg wirkte er als Professor in Hamburg und Dortmund und wurde 1982 an die Universität des Saarlandes berufen. Hier vertrat er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 das Fach Organische Chemie. Generationen von Studenten kannten ihn als exzellenten und faszinierenden Lehrer seines Faches. Für seine Mitarbeiter und Doktoranden war er Vorbild und väterlicher Freund. Er war Mitinitiator des Forschungsverbundes „Chemie und Biologie der Moose“. Für seine Entwicklungsarbeit an der Universität Montevideo erhielt er 1999 die Ehrendoktorwürde. Von 1998-2000 war er Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Auch nach seiner Emeritierung war er viele Jahre dem Fachbereich Chemie eng verbunden.

Bundesverdienstkreuz für Professor Pfreundschuh

UKS

Michael Pfreundschuh, Professor für Onkologie, Hämatologie, Klinische Immunologie und Rheumatologie der Saar-Uni, wurde von Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Er habe sich durch sein erfolgreiches Wirken große Verdienste um die medizinische Forschung erworben: „Professor Pfreundschuh hat als hochkompetenter und stets engagierter Arzt zahlreichen schwer erkrankten Patienten das Leben gerettet. Er ist ein außergewöhnlicher Wissenschaftler, der auch als Vorgesetzter besondere Beachtung und Respekt bei Studenten und Mitarbeitern erfährt“. Michael Pfreundschuh leitet die Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum des Saarlandes, das José-Carreras-Forschungszentrum sowie das Ambulante Onkologische Zentrum.

Krasteva-Christ ist neue Anatomie-Professorin

Gabriela Krasteva-Christ studierte Tiermedizin an der Thrakischen Universität in Stara Zagora, Bulgarien. Nach Abschluss des Studiums promovierte sie im Graduiertenkolleg „Biologische Grundlagen der vaskulären Medizin“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Ihre Forschungsprojekte in Gießen wurden unter anderem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), vom Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System, vom Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL) sowie von der von Behring-Röntgen-Stiftung gefördert. Forschungsaufenthalte an der Johns-Hopkins-University Asthma and Allergy Center in Baltimore (USA) ergänzten ihre Arbeiten. Seit dem Jahr 2006 ist sie durchgehend in der anatomischen Lehre tätig. Im Jahr 2014 habilitierte sie sich und erhielt die „Venia legendi“ für das gesamte Fach Anatomie und Zellbiologie. Im gleichen Jahr wurde sie als Universitätsprofessorin an die Julius-Maximilians-Universität, Würzburg, berufen.

Pharmazie-Forscher Lehr ist Gastprofessor am MIT

Im Rahmen der 4. Transatlantischen Galenus-Gastprofessur wird Claus-Michael Lehr, Leiter des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland und Professur für Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie der Saar-Uni, vom 4. Oktober bis 13. November am Massachusetts Institute of Technology (MIT) arbeiten. Sein Gastgeber, Professor Robert Langer, gehört zu den weltbekannten Chemie-Ingenieuren, die seit mehr als 30 Jahren auf dem Gebiet der Pharmazeutischen Technologie und Biopharmazie richtungsweisend tätig sind.  (Infos: www.galenus privatstiftung.at)

Neue Professorin für Pflanzenbiologie

Katrin Philippar, Foto: Staatskanzlei

Katrin Philippar, derzeit DFG-Heisenberg-Stipendiatin an der LMU München, wurde zur Professorin für Pflanzenbiologie der Saar-Uni ernannt. In ihrer Forschung geht es darum, die Transportprozesse für Stoffwechselprodukte und Ionen über die Membransysteme in Pflanzen zu beschreiben, insbesondere in den Chloroplasten, dem Ort der Photosynthese.

An der Saar-Uni wird Katrin Philippar den bestehenden Schwerpunkt zum Thema Membrantransport um die pflanzliche Komponente bereichern. Sie wird im Zentrum für Human- und Molekularbiologie mit der Biologie, Biotechnologie und Biochemie zusammenarbeiten. Im Fokus stehen die Struktur- und Funktionsbeziehungen der Proteine, ihre Rolle für Wachstum und Entwicklung der Pflanze sowie Strategien zur pflanzlichen Erzeugung von Biotreibstoff.

Karin Jacobs wirkt bei Exzellenzstrategie mit

Die Saarbrücker Physik-Professorin Karin Jacobs wurde in das Expertengremium der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) für das Programm zur Förderung von Spitzenforschung an Universitäten (Exzellenzstrategie) berufen. Dem Gremium gehören neben Karin Jacobs weitere 38 Wissenschaftler an, die in der Forschung auf verschiedenen Gebieten ausgewiesene Experten sind. Diese verfügen über langjährige Erfahrungen im Ausland, im Hochschulmanagement, in der Lehre oder in der Wirtschaft. 

Niederländischer Historiker lehrt über Ersten Weltkrieg

Jacco Pekelder. Foto: Iris Maurer

Vor zwei Jahren lehrte er als Gastprofessor im Europaschwerpunkt an der Universität des Saarlandes, nun kehrt der niederländische Historiker Jacco Pekelder als Honorarprofessor im Fach „Neueste Geschichte Westeuropas“ nach Saarbrücken zurück: Jeweils im Sommersemester wird er künftig eine Lehrveranstaltung anbieten – in diesem Jahr ein Seminar mit dem Titel „Urkatastrophe Erster Weltkrieg: Ablauf und Folgen in Geschichtsdebatten und Biografien der ersten hundert Jahre der Erinnerung“. Es richtet sich insbesondere an Masterstudenten der Zeitgeschichte und der Neueren Geschichte sowie der Kultur- und Mediengeschichte.

Professor Jacco Pekelder lehrt und forscht an der Universität Utrecht im Fachbereich „Geschichte der internationalen Beziehungen“. Derzeit stehen auch Extremismus und Terror im Fokus seiner Arbeit. Die Verbindung zur Universität des Saarlandes begann im Wintersemester 2013/14, als der Historiker Europa-Gastprofessor war. Im Rahmen seiner Honorarprofessur will Jacco Pekelder den Austausch zwischen den Universitäten in Saarbrücken und Utrecht vertiefen.
Mehr unter: https://idw-online.de/de/news648626

Professor Hans-Karl Leetz feiert seinen 85. Geburtstag

Hans-Karl Leetz. Foto: privat

Am 28. April kann der Professor für Biophysik und physikalische Grundlagen der Medizin Hans-Karl Leetz in Homburg seinen 85. Geburtstag begehen. Der ehemalige Direktor des Instituts für Radiologische Physik ist der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes seit über fünf Jahrzehnten verbunden. Nach dem Studium der Experimentalphysik und einer Tätigkeit als Physiker kam er 1962 an das Institut für Biophysik auf dem Homburger Campus. Nach der Habililitation 1971 wurde er zum Professor und Wissenschaftlichen Rat ernannt. Der Jubilar leitete von April 1985 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand als Direktor das Institut für Radiologische Physik der Saar-Uni im Fachbereich Klinische Medizin. Sein wissenschaftliches Oeuvre umfasst über 100 Publikationen zu den verschiedensten Bereichen der medizinischen Strahlenanwendung. [Mehr

Humboldt-Forschungspreis

Preisübergabe an Prof. Diop durch den Generalsekretär der Humboldt-Stiftung, Dr. Enno Aufderheide. Foto: David Ausserhofer.

 

Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat Professor Papa Samba Diop, der im Senegal geboren wurde und an  der Universität Paris-Est Créteil lehrt, einen mit 60.000 Euro dotierten Humboldt-Forschungspreis verliehen. Die Nominierung des Preisträgers erfolgte durch Hans-Jürgen Lüsebrink, Professor für Romanistik an der Universität des Saarlandes. Die beiden Forscher aus Paris und Saarbrücken wollen ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit vertiefen.

Professor Papa Samba Diop ist Spezialist für die französischen Literaturen Afrikas und der Karibik. Die Auszeichnung mit dem Humboldt-Forschungspreis ermöglicht es ihm, seine Biographie zum Werk des senegalesischen Schriftstellers und Politikers Léopold Sedar Senghor abzuschließen und auch die Bezüge seines Werks zur deutschen Literatur und Kultur zu erforschen. Professor Diop wird sich daher mehrmals an der Universität des Saarlandes aufhalten und seine Kooperation mit der Fachrichtung Romanistik und dem Lehrstuhl von Professor Hans-Jürgen Lüsebrink weiter ausbauen.

Informatiker Mehlhorn berät Europäischen Forschungsrat

Professor Kurt Mehlhorn. Foto: Manuela Meyer

 

Professor Kurt Mehlhorn, Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Informatik und Professor für Algorithmen und Komplexität an der Universität des Saarlandes, arbeitet die nächsten vier Jahre im wissenschaftlichen Rat des Europäischen Forschungsrates (European Research Council, ERC) mit. Das teilte der ERC in einer Pressemeldung mit. Der wissenschaftliche Rat besteht aus 22 renommierten Wissenschaftlern und ist das Direktorium des ERC. Dieser organisiert die Finanzierung von Grundlagenforschung innerhalb der Europäischen Union.

„Ich empfinde es als eine große Ehre, dass ich dort mitarbeiten darf“, kommentiert Professor Kurt Mehlhorn die Entscheidung. Unter den Wissenschaftlern ist Professor Kurt Mehlhorn einer von drei deutschen Forschern. Neben ihm wirken in dem Gremium noch Professor Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, und Professor Michael Kramer, Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie, mit.

Mehlhorn lobt die strategische Ausrichtung des ERC: „Zuvor wurde von der EU hauptsächlich angewandte Forschung gefördert, jetzt wird durch den ERC auch Grundlagenforschung gefördert. Das ist ein riesiger Fortschritt. Nur die Grundlagenforschung bringt Ergebnisse hervor, die zu radikal Neuem führen. Denken Sie etwa an das Internet oder Satellitennavigation.“

Dissertation zu Kommunikation in menschlichen Zellen

Kathrin Dörr. Foto: Jörg Pütz

Die Vereinigung der Ehemaligen der Medizinischen Fakultät, Alumni-Med-Homburg, hat ihren diesjährigen Alumni-Promotionspreis an Kathrin Dörr vergeben. Die 32-Jährige erhielt den mit 1000 Euro dotierten Preis für ihre Doktorarbeit über die Veränderung von Kommunikationsabläufen in menschlichen Zellen, die zum Beispiel einen Einfluss auf die Funktion von Immunzellen haben kann. Kathrin Dörr wurde der Preis im Rahmen der Examens- und Promotionsfeier der Fakultät am 24. Juni überreicht.

„Alumni-Med-Homburg“, seit 2006 die Alumnivereinigung der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes, unterstützt die Lehr-und Forschungsaktivitäten an der Medizinischen Fakultät mit dem Promotionspreis, der alle zwei Jahre vergeben wird.

Wolfgang Wahlster im Hochschulrat der Universität Hamburg

Wolfgang Wahlster. Foto: DFKI

Wolfgang Wahlster, Informatik-Professor der Universität des Saarlandes und Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) ist erneut in den Hochschulrat der Universität Hamburg für die Periode 2016 bis 2020 berufen worden. Dort ist er gemeinsam mit Dorothee Dzwonnek , der Generalsekretärin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, und Margret Wintermantel, Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes berufen worden. Zusammen mit Margret Wintermantel, der früheren Präsidentin der Saar-Uni, ist Professor Wahlster außerdem im Hochschulrat der Technischen Universität Darmstadt tätig, ebenfalls von 2016 bis 2020.
 

Jean-Kuntzmann-Preis für Joachim Weickert

Joachim Weickert. Foto: Universität des Saarlandes

Joachim Weickert, Professor für Mathematik und Informatik an der Universität des Saarlandes, erhält den Jean-Kuntzmann-Preis 2016. Der 1992 verstorbene französische Mathematiker Kuntzmann gilt nicht nur als Pionier der Informatik, er hat auch die Universität Grenoble Alpes und die Stadt Grenoble zu angesehenen Standorten der angewandten Mathematik und der Informationstechnologie gemacht. Daher zeichnen die dortigen Forschungsinstitute Persyval-Lab und das Laboratoire Jean Kuntzmann seit 2014 jedes Jahr einen international herausragenden, interdisziplinär forschenden Mathematiker und Informatiker mit dem Jean-Kuntzmann-Preis aus. Weickert gilt als einer der weltweit führenden Experten für mathematisch fundierte Bildanalyse. 

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Sie ist eine der bedeutendsten in meiner bisherigen Forscherkarriere“, erklärt Joachim Weickert, Professor für Mathematik und Informatik an der Universität des Saarlandes und Leiter der Arbeitsgruppe Mathematische Bildanalyse. Nach den Vergaberichtlinien wird für den Jean-Kuntzmann-Preis jährlich ein Wissenschaftler außerhalb Grenobles ausgewählt, dessen Arbeit originell, interdisziplinär, qualitativ exzellent und für die Gesellschaft bedeutend ist. 

BWL-Doktorand der Saar-Uni gewinnt Preis

Patrick Gallelli. Foto: Daniel Mock

Patrick Gallelli hat in einem internationalen Wettbewerb den Value Day Award für Controlling gewonnen. Dafür musste der junge Wirtschaftswissenschaftler der Saar-Uni am 10. März im österreichischen Dornbirn vor einer internationalen Fachjury aus Universitätsprofessoren und Wirtschaftsvertretern das Thema seiner Masterarbeit verteidigen. Der 28-Jährige setzte sich dabei mit seinem Beitrag „Wirtschaftlichkeitsanalyse alternativer Lagersysteme bei der Nemak Dillingen GmbH“ gegen vier Konkurrenten durch. Bei der sechsten Auflage des Value Day Awards konnte damit bereits zum vierten Mal ein Doktorand der Saar-Uni die internationale Auszeichnung gewinnen. Der Wettbewerb wird an der Fachhochschule Vorarlberg ausgetragen.
In seinem ausgezeichneten Beitrag beschäftigt sich Patrick Gallelli mit der Frage, wie die Wirtschaftlichkeit von Lagersystemen zu optimieren ist. Während für Unternehmen Lagerkosten zu einer zunehmend steigenden Belastung werden, bleiben Lagerinvestitionen oft aus, da Rationalisierungspotenziale nicht monetär bewertet werden können. Patrick Gallelli entwickelt daher ein Modell, das die Kosten für Personal, Bestände, Fehlmengen, Errichtung und Betrieb eines Zentrallagers in gegenseitiger Abhängigkeit prognostiziert und als Zielfunktion den Kapitalwert der Lagerinvestition optimiert. Dieses Modell zeichnet sich besonders durch seine praktische Anwendungsmöglichkeit aus. Gallelli promoviert an der Universität des Saarlandes am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Controlling, bei Professor Dr. Alexander Baumeister.
 

Honorarprofessor der Materialwissenschaft

Randolf Hanke. Foto: IZFP

Randolf Hanke ist einer der führenden Experten für die experimentelle Entwicklung der Röntgentechnologie in Deutschland. Er leitet das Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) in Saarbrücken sowie das Entwicklungszentrum Röntgentechnik des Fraunhofer IIS Instituts in Fürth. Er hat außerdem den Lehrstuhl für Röntgenmikroskopie in Würzburg inne. Seit kurzem ist er Honorprofessur für zerstörungsfreie Prüfverfahren in der Materialcharkaterisierung an der Universität des Saarlandes.

Neue Mathematik-Professorin

Gabriela Weitze-Schmithüsen ist neue Mathematik-Professorin an der Saar-Uni. Sie forscht auf dem Gebiet der Algebra und Zahlentheorie und arbeitet in dem noch jungen mathematischen Gebiet der Translationsflächen. Eine anschauliche Interpretation von Resultaten in diesem Teilgebiet der Reinen Mathematik führt zum Beispiel zu einer Theorie, wie sich Billardkugeln bei langer Laufzeit auf Billardtischen unterschiedlicher Form verteilen. Gabriela Weitze-Schmithüsen studierte Mathematik an der Universität Karlsruhe und promovierte dort 2005 zum Thema Veechgruppen von Origamis.

In der Dissertation geht es um mathematische Grundlagenforschung, die im Schnittgebiet so unterschiedlicher mathematischer Disziplinen wie Algebra, Zahlentheorie, Algebraische Geometrie, Theorie der Dynamischen Systeme und Geometrischer Gruppentheorie liegt. Nach einem Postdoc-Aufenthalt an der Cornell University (Ithaca, USA) kehrte sie nach Karlsruhe zurück und habilitierte sich als Juniorprofessorin für das Fach Mathematik. Gabriela Weitze-Schmithüsen engagierte sich bereits früh im Bereich mathematischer Öffentlichkeitsarbeit und Schülerförderung.

Kerstin Junker leitet Urologie-Sektion

Kerstin Junker. Foto: UKS

Kerstin Junker hat die Leitung der Sektion für experimentelle Urologie innerhalb des Europäischen Verbandes der Urologen (EAU) übernommen. Die Medizin-Professorin steht am Universitätsklinikum des Saarlandes der Abteilung für klinisch-experimentelle Forschung in der Urologie und Kinderurologie vor. Die Sektion des Dachverbandes hat zum Ziel, die klinische und experimentelle Forschung für alle Gebiete der Urologie in Europa voranzubringen. Sie versteht sich auch als interdisziplinäre Plattform, um Forschergruppen aus verschiedenen Fachdisziplinen weiter zu vernetzen. 

Psychologie-Professorin Inge Strauch verstorben

Am 24. August 2017 verstarb in Zürich die emeritierte Psychologie-Professorin Inge Strauch im Alter von 85 Jahren. Von 1969 bis 1976 war sie Professorin für Klinische Psychologie der Fachrichtung Psychologie an der Universität des Saarlandes. Von 1976 bis 1999 wirkte sie als Ordinaria  für Klinische Psychologie an der Universität Zürich, deren Prorektorin für Lehre und Forschung sie 1992 bis 1998 war. Inge Strauch leistete wesentliche Beiträge zur Erforschung des individuellen Schlafverhaltens und des Träumens.

Neue Professorin für Medizinische Chemie

Prof. Dr. Anna Hirsch (Foto: privat)

Anna Hirsch studierte in Cambridge Naturwissenschaften mit einem Schwerpunkt in Chemie. Sie promovierte an der ETH Zürich. Nach einer Zeit als Postdoc in Straßburg war Anna Hirsch im niederländischen Groningen zunächst von 2010 bis 2015 Assistant Professor und seit 2015 Associate Professor.

Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist es, neue Hit- und Leitstrukturen für verschiedene Targetproteine zu finden und zu entwickeln. So wurden kürzlich vielversprechende Hemmstoffe als Startpunkt für die Entwicklung neuer Anti-Infektiva, insbesondere Anti-Malariamittel und Antibiotika, entdeckt.

Am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) und an der Universität des Saarlandes wird Anna Hirsch die Medizinische Chemie weiter vorantreiben mit dem Ziel, die internationale Sichtbarkeit auf dem Gebiet der Entwicklung neuer Anti-Infektiva und Hitidentifikationsmethoden weiter zu erhöhen.
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Neuer Professor für Handelsmanagement

Bastian Popp, Foto: privat

Bastian Popp studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth und  promovierte zum Thema „Markenerfolg durch Brand Communities“.  Im April 2016 hat er sich dort mit dem Rahmenthema „Entwicklung und Vermarktung von und mit Innovationen in Beziehungsnetzwerken“ habilitiert.  Ein Forschungsschwerpunkt von Bastian Popp sind Fragestellungen aus dem Bereich des „E-Commerce“. Er untersucht beispielweise Multi- oder Omni-Channel-Strategien und die Auswirkungen des Internet der Dinge auf den Handel. Zudem identifiziert er Strategien für das Handelsmanagement in Social Media. In einem Schwerpunkt „Markenmanagement“ will er der enormen Bedeutung von Marken im Handel Rechnung tragen. An der Saar-Uni wird Bastian Popp das Fach Handelsmanagement in Forschung und Lehre vertreten. Er wird außerdem das Institut für Handel & Internationales Marketing führen und die Leitung des Europa-Instituts (Sektion Wirtschaftswissenschaft) übernehmen.

Sven Heidenreich ist neuer Professor für Betriebswirtschaftslehre

Dr. Sven Heidenreich erhielt am 31. Mai 2017 in der Staatskanzlei die Ernennungsurkunde zum Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Technologie- und Innovationsmanagement.

Sven Heidenreich hat ein Diplom in Betriebswirtschaftslehre von der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz aus dem Jahr 2007. Er schloss seine Promotion 2011 und seine Habilitation 2015 an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Wiesbaden ab. Von September 2012 bis Mai 2014 war er als Juniorprofessor für Service Management und Innovation an der EBS Universität für Wirtschaft  und Recht beschäftigt. Seit Juni  2014  ist Sven Heidenreich als Juniorprofessor für Betriebswirtschaftslehre,  insbesondere Technologie- und Innovationsmanagement an der Universität des Saarlandes tätig.

Ein Forschungsschwerpunkt von Sven Heidenreich ist die Erforschung konsumentenseitiger Resistenz gegenüber Innovationen. Hier ist es ein Anliegen, solche Faktoren zu identifizieren, die bei Konsumenten zur Ablehnung von innovativen Produkten  führen,  um darauf  aufbauend Management- und Marketingstrategien zu deren Überwindung abzuleiten.

90. Geburtstag von Prof. Gottfried Harbauer

Prof. Dr. Gottfried Harbauer. Foto: Saar-Uni

Am 18. Mai wird Prof. Dr. Gottfried Harbauer 90 Jahre alt. Der langjährige Direktor des Instituts für Klinisch-Experimentelle Chirurgie der Medizinischen Fakultät kam 1958 als Assistent an die Chirurgische Universitätsklinik in Homburg. Zunächst wirkte er beim Aufbau der kardiologischen Diagnostik mit. Nach Studien in Schweden führte er 1964 in Homburg die Therapie mit Herzschrittmacher ein. 1972 konnte er das von ihm geplante Institut für Klinisch-Experimentelle Chirurgie beziehen, das er seit 1974 über zwei Jahrzehnte als Direktor prägte. Es bietet allen medizinischen Fachrichtungen die Möglichkeit zur kliniknahen und grundlagenorientierten experimentellen Forschung, zu interdisziplinären Studien und zur Einübung neuer Operationsmethoden. Prof. Harbauer hat sich auch in der akademischen Selbstverwaltung engagiert; unter anderem war er über mehrere Wahlperioden Prodekan des Fachbereichs Klinische Medizin.

Neuer Mathematik-Professor

Vladimir Lazic, Foto: privat

Vladimir Lazić, der eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe an der Universität Bonn leitet, wird Professor für Mathematik an der Saar-Uni. Lazić studierte Mathematik an der Universität Belgrad und promovierte 2009 in Cambridge. Nach Aufenthalten am Max-Planck-Institut in Bonn, an der Universität Grenoble, am Imperial College London und an der Universität Bayreuth wurde er 2013 Nachwuchsgruppenleiter in Bonn. In Vladimir Lazićs Forschung geht es um die Vollendung der Klassifikation algebraischer Varietäten. Dies sind die Hauptobjekte der algebraischen Geometrie, die sich mit Nullstellen von Polynomen beschäftigt und wichtige Anwendungen in der modernen Physik findet. Varietäten haben im Allgemeinen ein sehr kompliziertes Aussehen, etwa die Form einer Kastanienschale. Hauptziel der Forschung ist die Lösung der sogenannten Abundance-Vermutung, die davon ausgeht, dass alle algebraischen Varietäten aus drei einfachen Bausteinen (flach, konvex oder konkav) aufgebaut sind.

80. Geburtstag von Hans-Jürgen Koglin

Saar-Uni

Am 16. März feiert der Professor für Energieversorgung, Pionier der digitalen Sekundärtechnik in Deutschland und frühere Vizepräsident für Forschung an der Universität des Saarlandes, Dr. Hans-Jürgen Koglin, seinen 80. Geburtstag. Seit 1983 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im April 2002 hatte er in Saarbrücken die Professur „Energieversorgung“ inne. Von 1988 bis 1991 war er Vizepräsident für Forschung; außerdem war er unter anderem langjähriger Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie Mitarbeiter der Reaktorsicherheitskommission. Im Oktober 2006 zeichnete ihn der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) mit seiner höchsten Auszeichnung, dem VDE-Ehrenring, aus. Die Organisation würdigte damit seine international beachteten Arbeiten auf den Gebieten des digitalen Netzschutzes und der Berechnung elektrischer Energieversorgungssysteme, insbesondere  seine grundlegenden Arbeiten zur Zuverlässigkeitsberechnung. Sie sind heute fester Bestandteil der Ingenieurwerkzeuge für die Netzplanung und -führung. Professor Koglin gilt darüber hinaus als geistiger Vater der digitalen Sekundärtechnik, deren Entwicklung er nicht nur initiiert, sondern auch nachhaltig geprägt hat.

Christian Rübe zum Gastprofessor in China ernannt

Foto: privat

Professor Christian Rübe, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum des Saarlandes, ist anlässlich eines Festvortrags zum 150-jährigen Bestehen des „Union Hospital“ am Tongji Medical College in Wuhan, China, zum Gastprofessor an der Huazhong University of Science and Technology ernannt worden. Damit würdigt die Partneruniversität in Wuhan die langjährigen Aktivitäten von Professor Rübe in der wissenschaftlichen Kooperation beider Medizinischer Fakultäten, speziell auf dem Gebiet der klinischen Radioonkologie und der molekularen Radiobiologie. Der wissenschaftliche Austausch besteht seit dem Jahr 2002. Im Rahmen der Kooperation wurden neben zahlreichen Publikationen sechs medizinische Promotionen chinesischer Wissenschaftler zu strahlenbiologischen Themen am Universitätsklinikum des Saarlandes betreut. Für die Zukunft ist ein intensivierter Austausch auch auf Studentenebene geplant, der die klinische Ausbildung chinesischer Studentinnen und Studenten am Universitätsklinikum des Saarlandes und im Gegenzug die Möglichkeit der klinischen Famulatur für deutsche Studenten am Union Hospital ermöglichen soll.

Deutsch-französischer Preis geht an Stefanie Fey

Stefanie Fey nach der Preisverleihung im Goethe-Institut Nancy. Foto: Fey

Stefanie Fey, Absolventin des trinationalen Masterstudiengangs „Deutsch-Französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation“, ist mit dem ersten deutsch-französischen Preis der Kanzlei Nancy-Metz ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert. Der Titel der Masterarbeit lautet: „Die Kontroverse um die Collège-Reform 2016 in Frankreich. Eine Analyse der Argumente für und gegen die Reform in ausgewählten deutschen und französischen Medien.“ Betreut wurde Stefanie Fey von Juniorprofessor Christoph Vatter von der Saar-Uni und Professor Reiner Marcowitz an der Universität Lothringen. Die Auszeichnung wird für Arbeiten vergeben, die zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur in Frankreich oder der deutsch-französischen Beziehungen beitragen. Sie entstand aus einer Initiative zwischen der Universität Lothringen, der Akademie Nancy-Metz und dem Goethe-Institut Nancy.

Rita Bernhardt hält bekannte Severin-Lecture in Moskau

Rita Bernhardt, Foto: Oliver Dietze

Als erste ausländische Wissenschaftlerin durfte die Biochemie-Professorin Rita Bernhardt an der größten russischen Universität, der Moskauer Lomonossow-Universität, die renommierte Severin-Lecture halten. Sie sprach über das Thema "Wie Cytochrome P450 unser Leben beeinflussen". Diese Eiweiße fungieren als Biokatalysator und spielen eine große Rolle im Stoffwechsel. Sie bauen rund 80 Prozent aller Arzneimittel im menschlichen Körper ab und sind für die Biosynthese wichtiger Signalmoleküle im Körper, die zum Beispiel den Blutdruck regulieren, verantwortlich. Darüber hinaus sind sie selbst Angriffspunkt für Arzneimittel, etwa bei der Behandlung von Brustkrebs. In der Biotechnologie gewinnen sie immer mehr an Bedeutung, da sie umweltfreundlicher als viele chemische Verfahren die Synthese komplexer Verbindungen katalysieren können.

80. Geburtstag von Jörn Petersson

Am 23. November kann der Professor für Technische Physik und frühere Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer an der Saar-Uni, Jörn Petersson, seinen 80. Geburtstag begehen. Viele Jahre lang war er Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs „Ferroelektrika“. Sein zentrales Forschungsfeld ist die Festkörperphysik, insbesondere strukturelle Phasenumwandlungen in Festkörpern sowie Aspekte der nuklearmagnetischen Resonanz. Der ehemalige Prodekan des Fachbereichs Physik, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer sowie Dekan seiner Fakultät befasst sich im Ruhestand mit modernen Aspekten von Gesetzen, die erstmalig der deutsche Astronom Johannes Kepler vor etwa 400 Jahren entdeckt hat.

Prof. Karlheinz Stierle zum Commandeur dans l’ordre des Palmes Académiques ernannt

Karlheinz Stierle, Honorarprofessor der Universität des Saarlandes, wurde am 26. Oktober vom französischen Botschafter Philippe Etienne zum Commandeur dans l’ordre des Palmes Académiques ernannt. Karlheinz Stierle wurde als großer deutscher Romanist geehrt, der sich mit seinen Arbeiten über die französische und italienische Literatur und insbesondere über die literarische Selbsterkundung von Paris um ein vertieftes Verständnis der französischen Literatur und Kultur verdient gemacht hat. Eine wissenschaftliche Anerkennung wurde ihm bereits durch die Aufnahme als correspondant der Académie des Sciences morales et politiques zuteil. Karlheinz Stierle hob in seiner Dankesrede hervor, dass die Nähe zur französischen Kultur ihm als ein großes europäisches Geschenk erschienen sei und sein Leben unendlich bereichert habe. Der Ordre des Palmes Académiques ist eine Auszeichnung für Verdienste um das französische Bildungswesen, der Rang des Commandeur ist die höchste Stufe des Ordens und wird selten vergeben.

Klaus Schöpsdau verstorben

Im Alter von 75 Jahren ist im Oktober 2016 der Klassische Philologe Klaus Schöpsdau in seiner Heimatstadt St. Ingbert verstorben. Nach seiner Promotion war Schöpsdau ab 1970 am Institut für Klassische Philologie der Universität als Lehrkraft tätig und wurde schließlich zum Akademischen Oberrat ernannt. 2001 folgte die Habilitation und kurz darauf die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor. Sein wissenschaftliches Werk umfasst Themen der griechischen und römischen Literaturgeschichte, der Rhetorik, der Sprachwissenschaft und der antiken Philosophie. Weltweite Reputation erwarb Klaus Schöpsdau durch die Übersetzung und Kommentierung einer der umfangreichsten Schriften Platons – der „Nomoi“, jener für einen Idealstaat gedachten Gesetzgebung, die in drei Bänden erschienen ist (1994, 2003, 2011). Mit seiner verständnisvollen und zugewandten Art genoss Klaus Schöpsdau auch als Hochschullehrer große Wertschätzung.

Physiker Heiko Rieger ist Ehrendoktor der Universität Szeged

Heiko Rieger. Foto: Oliver Dietze

Heiko Rieger, Professor für Theoretische Physik an der Universität des Saarlandes und Sprecher des dortigen Sonder-forschungsbereiches SFB 1027, ist von der Universität Szeged in Ungarn mit der Ehrendoktorwürde geehrt worden. Rieger, seit 1999 Professor an der Saar-Uni, erhielt die Auszeichnung am 12. November an der Universität, die im Dreiländereck Ungarn, Serbien und Rumänien liegt. Sie ist mit rund 25.000 Studentinnen und Studenten eine der größten Universitäten des Landes. Die Ehrendoktorwürde verdankt er der intensiven und langen Zusammenarbeit, die ihn mit der ungarischen Universität verbindet.

Rieger arbeitet bereits seit 1996 mit der Abteilung für Theoretische Physik der Universität Szeged zusammen. „Mit der Ehrendoktorwürde für Heiko Rieger ehrt die Universität Szeged einen Professor, der eine enge und fruchtbare Verbindung zu unserer Universität hat und der ein international herausragender und renommierter Physiker ist“, heißt es in der Begründung der Universität Szeged.

Professor Jacques Loeckx wird 85 Jahre alt

Saar-Uni

Am 2. November wird der emeritierte Professor für Informatik an der Universität des Saarlandes Dr.-Ing. Jacques Loeckx 85 Jahre alt. Er gehört zu den Pionieren der Saarbrücker Informatik. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Industrie – zunächst in Antwerpen und anschließend in Brüssel. 1972 folgte er dem Ruf auf einen neuen Lehrstuhl für Informatik an der Universität des Saarlandes, den er bis zu seiner Emeritierung 1997 innehatte. Mit seinen innovativen Forschungsfeldern – Semantik der Programmiersprachen und vor allem Programmverifikation – hat er sich hohes internationales Ansehen erworben und maßgeblich zum herausragenden Profil der Saarbrücker Informatik beigetragen.

Markus Meyer ist neuer Professor für Toxikologie

Markus Meyer studierte Pharmazie an der Universität des Saarlandes. Danach promovierte er dort 2009 zum Thema des chiralen Metabolismus der Designerdroge Ecstasy und seiner Derivate und habilitierte sich 2014 mit seiner Habilitationsschrift „Toxicokinetics of Emerging Drugs of Abuse“. Anschließend ging er ans Karolinska Institutet in Stockholm und wechselte danach ans Universitätsklinikum Heidelberg, bevor er schließlich ins Saarland zurückkehrte. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der angewandten Massenspektrometrie, um etwa Fragen aus der Metabolomik, Proteomik und Toxikokinetik zu beantworten. In der Toxikokinetik geht es zum Beispiel darum, wie Suchtstoffe wie neue psychoaktive Substanzen vom Körper aufgenommen und wieder ausgeschieden werden. Ein zweiter Forschungsschwerpunkt von Markus Meyer ist die Suche nach Biomarkern des Drogenkonsums in Abwasser und im Menschen, um beispielweise den einmaligen, kurzfristigen Konsum vom chronischen Konsum unterscheiden zu können.

Cornelius König ist Sprecher der Arbeitspsychologen

Cornelius König. Foto: Jörg Pütz

Cornelius König, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie der Saar-Uni, wurde zum bundesweiten Sprecher der Fachgruppe Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie gewählt. Diese sieht es als ihre Aufgabe an, das Erleben und Verhalten von Menschen am Arbeitsplatz zu beschreiben, zu analysieren und zu gestalten. Arbeits- und Organisationspsychologen arbeiten häufig in Personalabteilungen oder Unternehmensberatungen und bemühen sich dort zum Beispiel um eine gute Personalauswahl, effektive Personalentwicklung und eine störungsarme Organisationsentwicklung.

Thomas Lengauer leitet Internationale Bioinformatikgesellschaft

Thomas Lengauer. Foto: Manuela Meyer

Thomas Lengauer, Direktor am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken ist zum zukünftigen Präsidenten der International Society for Computational Biology (ISCB), der größten internationalen wissenschaftlichen Gesellschaft für Bioinformatik gewählt worden.

Er wird der siebte Präsident der ISCB sein; er ist deren Gründungsmitglied, aktueller Vizepräsident und seit 2015 einer der "Fellows" der Gesellschaft. Im Jahr 2001 wählte ihn die Max-Planck-Gesellschaft zum wissenschaftlichen Mitglied und sandte ihn als Direktor ans Max-Planck-Institut für Informatik, wo er die Abteilung Bioinformatik leitet. Darüber hinaus ist er Honorarprofessor an den Universität des Saarlandes.

Lengauer wird ab Januar 2017 zunächst für ein Jahr als designierter Präsident der ISCB fungieren, parallel zum letzten Amtsjahr des amtierenden Präsidenten Alfonso Valencia vom Nationalen Krebsforschungszentrum in Madrid, Spanien. Ab Januar 2018 bekleidet Lengauer dann für drei Jahre das Präsidentenamt; daran schließt sich ein weiteres Jahr als Altpräsident an.

Professor Helmuth Loth wird 90 Jahre alt

Am 6. September begeht der emeritierte Professor für Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie an der Universität des Saarlandes, Dr. Helmut Loth, seinen 90. Geburtstag. 1972 wurde der aus Berlin stammende Jubilar an die Universität des Saarlandes berufen, wo er das Institut für Pharmazeutische Technologie gründete und es bis zu seiner Emeritierung 1994 zu einer renommierten Forschungsstätte ausbaute. Seine Forschung widmete sich insbesondere der Aufnahme von Arzneistoffen durch die Haut beziehungsweise dem Eindringen in die Zellwände sowie der Bioverfügbarkeit. Helmut Loth, der an der Saar-Uni zweimal das Amt des Prodekans innehatte, agierte unter anderem als Beiratsmitglied des „European Journal of Pharmaceutics and Biopharmaceutics“ und als Sachverständiger des Bundesgesundheitsamtes und prägte lange als Vorsitzender die Landesgruppe Saar der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft.

Gröppel-Klein im Programmbeirat der Uni Lüneburg

Andrea Gröppel-Klein. Foto: Bellhäuser, Kirsch

Andrea Gröppel-Klein, Direktorin des Instituts für Konsum- und Verhaltensforschung und Inhaberin des Lehrstuhls für Marketing an der Universität des Saarlandes, ist vom Präsidium der Leuphana Universität Lüneburg zum Mitglied im Programmbeirat für die Studienprogramme „Major Betriebswirtschaftslehre (B.Sc.), insb. Vertiefung Management & Behavior“, „Master Management & Human Resources (M.Sc.)“ und „Master Management & Marketing (M.Sc.)“ ernannt worden.
Die Studienprogramme werden an der Leuphana Universität Lüneburg im Rahmen eines 2014 zertifizierten  Qualitätsmanagements regelmäßig durch externe Expertinnen und Experten begutachtet und beraten. Sie treffen sich etwa alle drei Jahre in Programmbeiräten, die von der Universität eingerichtet wurden. Als Mitglieder fungieren jeweils zwei externe Vertreterinnen und Vertreter aus der Wissenschaft und dem Arbeitsmarkt mit einer hohen fachbezogenen Reputation sowie ein studentisches Mitglied. www.ikv.uni-saarland.de

Präsidentin der Deutsch-Französischen Hochschule

Patricia Oster-Stierle. Foto: Iris Maurer

Die Professorin für Französische Literaturwissenschaft und ehemalige Vizepräsidentin der Saar-Uni, Patricia Oster-Stierle, ist in ihrem Amt als Präsidentin der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) bestätigt worden, das sie seit 1. Januar 2015  innehatte. Sie wurde am 2. Juni von der Versammlung der Mitgliedshochschulen wiedergewählt.

Seit 2003 ist Professorin Patricia Oster-Stierle Inhaberin des Lehrstuhls für Französische Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes. Von 2005 bis 2007 war sie zunächst Vizepräsidentin für Planung und Strategie der Saar-Uni, von 2007 bis 2012 Vizepräsidentin für Europa und Kultur. Am 1. Januar 2015 trat sie, nach vorausgegangener zweijähriger Vizepräsidentschaft, das Amt als Präsidentin der Deutsch-Französischen Hochschule an. Ihr Mandat wird Patricia Oster-Stierle bis Ende 2017 an der Seite von DFH-Vizepräsident Prof. David Capitant ausüben, der sie am 1. Januar 2018 ablösen wird.

Neuer Professor für Computerlinguistik

Alexander Koller. Foto: Staatskanzlei

Alexander Koller wird Professor für Computerlinguistik an der Saar-Uni. Zuletzt war er seit 2011 Professor für Theoretische Computerlinguistik an der Universität Potsdam. Koller studierte Computerlinguistik, Informatik und Mathematik an der Saar-Uni, wo er in der Informatik promovierte. Nach einem DFG-Forschungsstipendium an der Columbia University und der University of Edinburgh übernahm er im August 2008 die Leitung einer Nachwuchsgruppe am Exzellenzcluster der Saar-Uni. Alexander Koller entwickelt Computer-Algorithmen, die menschliche Sprache verstehen und produzieren können. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der semantischen Analyse. Auf der Grundlage solcher Techniken sollen Computer besser als bisher in die Lage versetzt werden, in großen Textmengen Antworten auf natürlichsprachliche Fragen zu finden oder Texte besser in andere Sprachen zu übersetzen. Koller wird die weltweit anerkannte Saarbrücker Computerlinguistik mit der Psycholinguistik und Phonetik vernetzen und die Zusammenarbeit mit der Fachrichtung Informatik, dem DFKI und den Max-Planck-Instituten für Informatik weiter vertiefen [mehr].

Frank Mücklich erhält renommierten US-Preis für sein Lebenswerk

Frank Mücklich. Foto: Steve Welter

Frank Mücklich, Professor für Funktionswerkstoffe an der Saar-Uni, erhält den renommierten Henry Clifton Sorby Award für sein Lebenswerk. Die große US-amerikanische Fachgesellschaft für Materialwissenschaft, die American Society for Materials (ASM), betrachtet die langjährige Forschungstätigkeit von Professor Frank Mücklich als bahnbrechend.Frank Mücklich entwickelt seit Jahrzehnten verschiedene Methoden, um ins Innere von Materialien blicken zu können. Der 56-jährige ist erst der fünfte Deutsche, der diesen Preis erhält.
Frank Mücklich studierte Physikalische Metallkunde an der Bergakademie Freiberg und leitet seit 1995 das Institut für Funktionswerkstoffe an  der Universität des Saarlandes. Seit 2009 leitet er außerdem das Material Engineering Center Saarland der Steinbeis-Stiftung (MECS) sowie die Europäische Schule für Materialforschung in Saarbrücken (EUSMAT). Er ist Herausgeber der Zeitschrift Practical Metallography – Preparation, Imaging and Analysis of Microstructures des Hanser-Verlages. Mücklich erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Georg-Masing-Preis, den Alfried-Krupp-Preis, den Georg-Mitsche-Preis und den Steinbeis-Transferpreis. Mücklich war Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) und leitete unter anderem die größte europäische Konferenz für Materialforschung (Euromat) in Sevilla.
 

Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Rolf Müller. Foto: HIPS

Professor Rolf Müller, Direktor des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) und Professor für Pharmazeutische Biotechnologie der Universität des Saarlandes, ist neues Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Die Akademie zeichnet damit die wissenschaftliche Leistung von Rolf Müller auf dem Gebiet der Entdeckung mikrobieller Naturstoffe aus. Das HIPS ist ein Standort des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und wurde 2009 gemeinsam mit der Universität des Saarlandes gegründet.

 

Akteure der Deutsch-Französischen Hochschule

Christian Wagner. Foto: privat

Beim diesjährigen Jahrestreffen der Programmbeauftragten der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) in Nizza ist der Saarbrücker Professor für Experimentalphysik Christian Wagner zum Sprecher der Fachgruppe „Mathematik – Informatik, Ingenieur- und Naturwissenschaften, Architektur“ gewählt worden.
 

Julia Brunkert. Foto: privat

Julia Brunkert, Studentin des trinationalen Bachelorstudiengangs Physik, ist für die Periode 2016-2018 zur Studierendenvertreterin im Fachbereich Ingenieur- und Naturwissenschaften gewählt worden. Die 22-jährige Schleswig-Holsteinerin studiert Physik im vierten Semester an den Universitäten in Saarbrücken, Lothringen und Luxemburg. Sie war bereits ein Jahr in Nancy und lebt momentan in Luxemburg. Im Herbst wird sie nach Saarbrücken ziehen, um ihr Bachelor-Studium an der Saar-Uni abzuschließen. 
„Die Deutsch-Französische Hochschule“ gibt mir die wunderbare Chance, mein Französisch zu verbessern und in gleich drei unterschiedlichen Ländern zu leben und zu studieren“, sagt Julia Brunkert. „Leider kennen viele Abiturienten die binationalen oder trinationalen Studiengänge der DFH gar nicht, und ich würde gerne helfen, das zu ändern. Als Studierendenvertreterin will ich aber vor allem auch den Kontakt zwischen den Studenten der verschiedenen Universitäten intensivieren.“
Rund ein Dutzend internationale Studiengänge der Universität des Saarlandes werden durch die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) gefördert. Diese grenzüberschreitenden Studienprogramme laufen in enger Abstimmung mit französischen Partneruniversitäten ab. Die Studenten verbringen einen bestimmten Abschnitt ihres Studiums an den Universitäten im Ausland. Während dieser Zeit erhalten sie von der DFH eine monatliche Mobilitätsbeihilfe.
www.dfh-ufa.org

Jürgen Steimle neuer Professor für Informatik

Jürgen Steimle. Foto: Manuela Meyer

Jürgen Steimle (Foto: Manuela Meyer) erhielt am 30. März die Ernennungsurkunde zum Professor für Informatik an der Universität des Saarlandes. Ab April wird er am Fachbereich Informatik tätig sein und insbesondere das Lehrgebiet Mensch-Computer-Interaktion vertreten.

Steimle studierte Informatik und Romanistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Universität Lyon II. Seine Dissertation verfasste er im Fach Informatik an der Technischen Universität Darmstadt im Themenfeld der Mensch-Computer-Interaktion. In dieser Arbeit erforschte er Nutzerschnittstellen für elektronisches Papier, um die Arbeit mit Dokumenten zu erleichtern. Von der Gesellschaft für Informatik erhielt er den GI-Dissertationspreis 2009 für die beste Informatik-Dissertation des Jahres im deutschsprachigen Raum. Nach einer Tätigkeit als Gruppenleiter an der TU Darmstadt wechselte er ans Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) in den USA. Dort war er als Visiting assistant professor am Media Lab tätig. Seit 2013 leitet Jürgen Steimle die Nachwuchsforschungsgruppe „Embodied Interaction“ am Exzellenzcluster „Multimodal Computing and Interaction (MMCI)“ der Universität des Saarlandes.

Jürgen Steimle forscht hauptsächlich an neuen Nutzerschnittstellen für Computergeräte, die digitale Medien nahtlos mit der physischen Welt integrieren. Durch den Einbezug der natürlichen Umgebung des Nutzers und durch die Verwendung von natürlichen Gesten soll eine effektivere, einfachere und ausdrucksstärkere Kommunikation mit Computern ermöglicht werden.

Neuer Professor für Englische Philologie

Remus Gergel. Foto: Furgler

Remus Gergel studierte Englisch, Mathematik und Hispanistik an der Universität Tübingen sowie an der Louisiana State University (USA) und promovierte 2005 in Tübingen in der englischen Sprachwissenschaft zu den Themen Modalität und Ellipse.  Nach einem Postdoc-Projekt zum Sprachwandel und zur Korpuslinguistik an der University of Pennsylvania (USA) kehrte Remus Gergel 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universität Tübingen zurück und wirkte neben der in zwei Sonderforschungsbereichen in sprachvergleichenden Projekten mit. Nach Habilitation und Vertretungsprofessur an der Universität Göttingen nahm Remus Gergel 2012 einen Linguistik an die Universität Graz an. An der Saar-Uni soll Gergel jetzt die Ausbildung in der englischen Sprachwissenschaft vorantreiben. In der Forschung wird er unter anderem im Sonderforschungsbereich „Informationsdichte und sprachliche Kodierung“ mitwirken. (Bildquelle: Foto Furgler)

Neue Professorin für Bewegungswissenschaft

Sabine Schäfer. Foto: privat

Sabine Schäfer ist neue Professorin für das Lehrgebiet Bewegungswissenschaft (Motorik und Kognition) an der Universität des Saarlandes. Sabine Schäfer studierte Psychologie an der Freien Universität Berlin. In ihrer Promotion  am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und der Freien Universität Berlin verglich sie die Fähigkeiten von Kindern und jungen Erwachsenen, eine motorische Aufgabe (Gleichgewicht auf einem instabilen Untergrund halten) und eine kognitive Aufgabe (Wortlisten auswendig lernen) gleichzeitig auszuführen. In den folgenden Jahren erforschte sie zunächst als Postdoktorandin und später als Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung das Zusammenspiel von Kognition und Motorik mit weiteren Doppelaufgabenstudien bei Kindern, jungen und auch alten Erwachsenen.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Forschung sind Interventionsstudien, in denen eine bestimmte Aufgabe (zum Beispiel zur räumlichen Orientierung oder dem Gedächtnis) über mehrere Monate hinweg systematisch trainiert wird. Dabei interessiert sie vor allem, ob sich die Altersgruppen in den Ausmaßen der Trainingszugewinne unterscheiden, und ob vom Training nicht nur die unmittelbar trainierte Aufgabe, sondern auch andere Aufgaben profitieren.

Wolfgang Schweickard erhält Ehrendoktorwürde

Stefania Sepulcri (settore ufficio stampa e comunicazione)

Wolfgang Schweickard, Professor für Romanische Philologie der Universität des Saarlandes hat von der Sapienza Università di Roma die Ehrendoktorwürde verliehen bekommen. Schweickard erhält die Ehrung für seine Verdienste um die italienische Sprachwissenschaft, besonders die Lexikografie. Er ist unter anderem Herausgeber des "Deonomasticon Italicum" (DI), eines Wörterbuchs von Eigennamen und ihren Ableitungen, und Mitherausgeber des "Lessico Etimologico Italiano" (LEI), des umfassendsten etymologischen Wörterbuchs des Italienischen (Etymologie ist die Lehre von der Herkunft der Wörter).

Materialforscher ist Honorarprofessor in China

Wulff Possart. Foto: Saar-Uni

Wulff Possart, Professor für Adhäsion und Interphasen in Polymeren an der Saar-Uni, ist im September zum Honorarprofessor am Institut für Petrochemie der Heilongjiang Academy of Sciences in China berufen worden. Das Institut forscht seit Jahrzehnten an der Entwicklung von Kleb- und Dichtstoffen für die Raum- und Luftfahrtindustrie – derzeit unter anderem für das geplante chinesische Großraumflugzeug – sowie für den Einsatz in Hochgeschwindigkeitszügen und anderen Hochtechnologien. Wulff Possart ist Spezialist für Adhäsion und chemische Veränderungen in Verbundmaterialien, Beschichtungen und verklebten Bauteilen, die vielfältigen Umwelteinflüssen standhalten müssen. Sein Ziel ist es, diese Veränderungen zu verlangsamen und die Alterung von Klebstoffen exakt vorherzusagen.

Neuer Professor für Chemie: Christopher Kay

Foto: privat

Christopher William Michael Kay ist seit August als Professor für Physikalische Chemie und Didaktik der Chemie an der Universität des Saarlandes tätig. Er studierte in Oxford und wurde dort für Arbeiten zu magnetischen Feldeffekten in Chemie und Biologie promoviert. Nach mehrjähriger Forschungstätigkeit an der Freien Universität Berlin war er zuletzt Professor am University College London. Prof. Kay ist führender Experte für Elektronen-Spin-Resonanz (ESR) Spektroskopie. Diese arbeitet mit „Freien Radikalen“, also Stoffen mit ungepaarten Elektronen, um beispielsweise biochemische Zusammenhänge aufzuklären oder chemische Verbindungen zu charakterisieren. Aufgrund der Vielfalt möglicher Anwendungen kommt der Professur künftig eine Schlüsselposition an den Schnittstellen zwischen Chemie, Physik, Medizin, Pharmazie und Materialwissenschaften zu. Mit Christopher Kay wird an der Saar-Uni ein internationales Forschungszentrum für ESR Spektroskopie auf den Weg gebracht. Dabei sollen unter anderem auch das Leibniz-Institut für Neue Materialen (INM) am Saarbrücker Campus und die Biophysik am Universitätsklinikum in Homburg einbezogen werden. Der Lehrstuhl ist darüber hinaus für die Didaktik der Chemie verantwortlich und spielt damit eine wichtige Rolle im Verbundprojekt SaLUT im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“.

Neuer Informatik-Professor: Jan Reineke

Prof. Dr.-Ing. Jan Reineke

Jan Reineke studierte Informatik an der Universität Oldenburg und an der Saar-Uni. In seiner Dissertation erforschte er die Vorhersagbarkeit von Speicherhierarchien moderner Rechnerarchitekturen. Im Anschluss an seine Promotion war er von 2009 bis 2011 an der University of California in Berkeley tätig, wo er sich mit der Entwicklung neuartiger zeitdeterministischer Rechnerarchitekturen befasste. Seit 2012 leitet er als Juniorprofessor eine Arbeitsgruppe im Bereich eingebetteter Echtzeitsysteme an der Universität des Saarlandes. Schwerpunkt der Forschung von Jan Reineke ist die Entwicklung statischer Analysen. Deren Ziel ist es, Eigenschaften von Software- und Hardware-Systemen schon vor ihrem praktischen Einsatz automatisch herzuleiten. Dies ist insbesondere bei sicherheitskritischen Anwendungen notwendig. Reinekes Arbeit wurde unter anderem mit dem Intel Early Career Award sowie mehreren Outstanding Paper Awards in führenden internationalen Konferenzen ausgezeichnet. An der Saar-Uni wird er in der Informatik das Lehrgebiet Echtzeitsysteme  vertreten.

Professor Günther Meißner wird 85 Jahre alt

Foto: privat

Am 6. Juli feiert der emeritierte Professor für Theoretische Physik der Universität des Saarlandes, Dr. Günther Meißner, seinen 85. Geburtstag. Der Jubilar studierte Physik an der ehemals Technischen Hochschule (TH) München. Als Postdoc forschte er auf dem Gebiet der Quantentheorie kondensierter Materie, unter anderem als Research Associate an der Cornell University (New York) und am Institut Laue-Langevin (Grenoble). Nach der Habilitation 1971 wurde er 1972 auf den Lehrstuhl für Theoretische Physik an der Universität des Saarlandes berufen, den er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 innehatte. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit waren Phänome, die durch Effekte der Quantenstatistik in Systemen korrelierter Elektronen und Ionen entstehen. Prof. Meißner engagierte sich in den beiden Saarbrücker Sonderforschungsbereichen 130 „Ferroelektrika“ und 277 „Grenzflächenbestimmte Materialien“. Bis heute gehört er dem „International Advisory Board“ der „Middle European Cooperation in Statistical Physics“ (MECO) an, die 1981 unter seiner Leitung erstmals an der Universität des Saarlandes tagte. Große Resonanz fanden stets seine öffentlichen, allgemein verständlichen Vorträge zur Verleihung von Physik-Nobelpreisen. 2007 zog Prof. Meißner von St. Ingbert nach Garching. Im nahe gelegenen Forschungszentrum ist er auch jetzt noch häufig zu Gast. Mit der Saar-Uni steht er über die Frühjahrstagungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) weiterhin im wissenschaftlichen Kontakt.

Rolf Hempelmann wird Ehrendoktor

privat

Rolf Hempelmann, Seniorprofessor für physikalische Chemie und Didaktik der Chemie der Saar-Uni, wurde eine Ehrendoktorwürde verliehen. Er erhielt sie von der ältesten Universität in Rumänien, der Universität „Alexandru Ioan Cuza“ in Iași.  Professor Hempelmann beschäftigt sich mit Elektrochemie,  dabei besonders mit der Erforschung von Funktionsmaterialien der Elektrochemie-basierten Energietechnik und mit Nachhaltiger Chemie. Er betreut zudem seit 2003 ein Chemie-Schülerlabor an der Saar-Uni und koordiniert im Saarlab-Verbund weitere Schülerlabore im Saarland. Außerdem ist er Vorsitzender des Bundesverbandes der Schülerlabore.

Heisenberg-Stipendiat erforscht Grundlagen von Quantentechnologien

Simone Montangero. Foto: Thorsten Mohr

Professor Simone Montangero wird in den kommenden drei Jahren als Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Universität des Saarlandes forschen. Der Physiker forscht mit statistischen Methoden daran, die Abläufe in einem Quantensystem besser verstehen und simulieren zu können, um so die Entwicklung der Quantentechnologien voranzutreiben. Dazu gehören auch Quantensimulatoren und deren potentielle Anwendung in grundlegenden physikalischen Problemen wie zum Beispiel der Gittertheorie oder Hochtemperatur-Supraleitern. Solche noch offenen Probleme lassen sich mit heutigen Rechnern nur mit sehr viel Mühe oder noch gar nicht simulieren. Die Entwicklung von Quantensimulatoren könnte einen Durchbruch in verschiedenen grundlegenden sowie angewandten Feldern wie kondensierte Materie, Quantenchemie und Hochenergiephysik bringen.

Neben dem prestigeträchtigen Heisenberg-Stipendium konnte Simone Montangero jüngst einen weiteren Erfolg verbuchen: Er ist zum Professor an der Universität Padua in Norditalien berufen worden. Die dortige Fakultät für Physik ist die größte in ganz Italien. Simone Montangero möchte durch seinen Aufenthalt an der Universität des Saarlandes die Zusammenarbeit beider Einrichtungen  ausbauen.

Nach dem Studium in Pisa, der Promotion in Mailand und einer Postdoc-Phase ebenfalls wieder in Pisa zog es Simone Montangero nach Deutschland, wo er 2005 als Humboldt-Stipendiat an die Universität Karlsruhe kam. Von 2008 bis vor kurzem war er als Assistent, Privatdozent und zuletzt als außerplanmäßiger Professor an der Universität Ulm tätig.

 

Professor für Klinische Pharmazie berufen

Thorsten Lehr, Foto: Saar-Uni

Thorsten Lehr studierte Pharmazie an der Goethe-Universität in Frankfurt/Main. Er promovierte über ein Thema zur Alzheimer-Erkrankung an der Universität in Halle-Wittenberg. Von 2006 bis 2012 arbeitete er für zwei Jahre bei Boehringer Ingelheim in Ridgefield (USA) als Postdoktorand und anschließend als Pharmakometriker in der Abteilung Translational Medicine in Biberach. 2012 übernahm Thorsten Lehr die neu geschaffene Juniorprofessur für Klinische Pharmazie an der Saar-Uni. Thorsten Lehr entwickelt komplexe mathematische Modelle, um die Arzneimitteltherapie von Patienten zu individualisieren. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Versorgungsforschung. Dabei geht es um die Sicherheit von Arzneimitteltherapien und die optimale Patientenversorgung mit Medikamenten. An der Saar-Uni will Thorsten Lehr eng mit der Medizin und Informatik sowie den Aninstituten der Informatik und Biomedizin zusammenarbeiten.

Weiteres Ehrenamt für Wolfram Henn

Wolfram Henn Foto: Ethikrat

Die Mitglieder der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer haben den Leiter der Humangenetischen Beratungsstelle der Saar-Uni in Homburg, Professor Wolfram Henn, erneut zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Henn gehört bereits seit neun Jahren der 15-köpfigen Kommission an, die laut ihrer Satzung zur Aufgabe hat, „Stellungnahmen zu ethischen Fragen abzugeben, die durch den Fortschritt und die technologische Entwicklung in der Medizin und ihren Grenzgebieten aufgeworfen werden und die eine gemeinsame Antwort für die Bundesrepublik Deutschland erfordern.“ In ihrer aktuellen Amtsperiode wird sich die Zentrale Ethikkommission unter anderem mit Robotik und autonomen Systemen in Medizin und Pflege, ambulanter Ethikberatung und „aussichtsloser“ Medizin befassen, wozu etwa die Diskussion um Lebensverlängerung um jeden Preis zählt.
Im Zentrum der wissenschaftlichen Tätigkeit von Wolfram Henn stehen ethische und psychosoziale Probleme der humangenetischen Forschung und Diagnostik. In den vergangenen Jahrzehnten war er zu Themen wie Gentest beim Embryo und Gendiagnostik Sachverständiger beim Bundestag. Die Bundesregierung berief ihn 2016 in den Deutschen Ethikrat. Mehr

Doktorandenstipendium für Patrick Fischer

Foto: privat

Der Pharmazie-Doktorand Patrick Fischer hat das renommierte Promotionsstipendium des Fonds der Chemischen Industrie (FCI) erhalten. Es fördert zwei Jahre lang seine Promotionsarbeiten in Pharmazeutischer und Medizinischer Chemie bei Professor Christian Ducho an der Universität des Saarlandes sowie bei Professor Gerhard Wagner an der Harvard Medical School. Patrick Fischer hat an der Saar-Uni Pharmazie studiert und nach dem Zweiten Staatsexamen eine externe Diplomarbeit in Harvard angefertigt. Im Rahmen seines Promotionsvorhabens wird er sich unter anderem mit neuen antibiotischen Wirkstoffen befassen; einen Teil dieser Forschungsarbeiten wird er an der Harvard Medical School in den USA durchführen. Fischer ist bereits der zweite Doktorand von Prof. Ducho, dem die begehrte Förderung durch den FCI zuerkannt wurde: Die Saarbrücker Doktorandin Giuliana Niro hatte bereits 2015 das „Chemiefonds-Stipendium“ erhalten.

Helmut M. Niegemann ist Honorarprofessor in Bildungstechnologie

Prof. Dr. Helmut Niegemann, Foto: privat

Wie können Lernumgebungen und -materialien so gestaltet werden, dass Sie Wissen gut und erfolgreich vermitteln? Zu solchen Themen bietet der Bildungs- und Medienpsychologe Helmut M. Niegemann im Rahmen des Studiengangs „Educational Technology“ Seminare an. Auch Lernen durch Spiele, insbesondere Computerspiele, stehen auf seinem Lehrplan. „Instructional Design“ und Instruktionspsychologie zählen zu seinen besonderen Forschungsinteressen ebenso wie technikunterstütztes Lernen in Schule, Aus- und Weiterbildung oder Evaluation von Bildungskonzepten. Professor Niegemann war bereits seit 2013 Gastprofessor mit Forschungsauftrag in den Empirischen Humanwissenschaften der Saar-Uni am Lehrstuhl von Professor Armin Weinberger. Bis 2012 hatte er den Lehrstuhl „Lernen und neue Medien“ an der Universität Erfurt inne. Frühere Stationen waren die TU Ilmenau, die TU Darmstadt, die Universität Mannheim und das frühere Deutsche Institut für Fernstudienforschung (DIFF) an der Universität Tübingen. Mit seiner Lehr- und Forschungstätigkeit auf dem Saarbrücker Campus kehrt Helmut Niegemann an seine wissenschaftlichen Ursprünge zurück: Er hat an der Saar-Uni Soziologie, Erziehungswissenschaft und Psychologie studiert und wurde 1978 hier promoviert, die Habilitation erfolgte 1993.

Neuer Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher

Wolfgang Wahlster, Foto: Jim Rakete

Die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) hat einen neuen Präsidenten: Für die kommenden zwei Jahre hat Wolfgang Wahlster, Professor für Künstliche Intelligenz der Universität des Saarlandes und Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Amt übernommen. 1822 gegründet, ist die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte die älteste wissenschaftliche Gesellschaft Deutschlands. Die lange Tradition versteht Professor Wahlster als Auftrag, das besondere Profil der GDNÄ in der heutigen globalen Wissenschaftslandschaft weiter zu schärfen. Wahlster ist einer der weltweit renommierten Wissenschaftler im Informatik-Forschungsgebiet „Künstliche Intelligenz“. [mehr]

Pionier der Saarbrücker Informatik wird 85

Saar-Uni

Günter Hotz, emeritierter Universitätsprofessor für Angewandte Mathematik und Informatik und Pionier der Saarbrücker Informatik, feiert am 16. November seinen 85. Geburtstag. Der Jubilar gilt als einer der Väter der Informatik in Deutschland; er gehörte dem Ausschuss an, der dem Fach seinen Namen gab und die erste Studienordnung entwarf. In Saarbrücken schuf er zentrale Voraussetzungen für die Ansiedlung des Max-Planck-Instituts für Informatik, des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz und des Leibniz-Zentrums für Informatik, Schloss Dagstuhl, und hat so entscheidend zum Profil des Informatik-Standorts Saarland und seiner Universität beigetragen. Schwerpunkte seiner Forschungen waren unter anderem die algorithmische Geometrie, die Theorie der Formalen Sprachen und die Entwicklung von Programmiersprachen zur Unterstützung der Sprachverarbeitung. 1986 erhielt er zusammen mit seinen Kollegen Kurt Mehlhorn und Wolfgang Paul den ersten an Informatiker verliehenen Leibnizpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Nine Miedema ist neue Vorsitzende des Germanistenverbandes

Beim 25. Germanistentag in Bayreuth am 27. September 2016 hat sich mit den Wahlen bei den Mitglieder-Versammlungen des Deutschen Germanistenverbandes (DGV) eine neue Doppelspitze konstituiert: Nine Miedema, Professorin für deutsche Philologie des Mittelalters und deutsche Sprache an der Universität des Saarlandes, tritt als erste Vorsitzende der Gesellschaft für Hochschulgermanistik im DGV die Nachfolge von Martin Huber an. Bundesvorsitzende des Fachverbands Deutsch bleibt Beate Kennedy, promovierte Literaturwissenschaftlerin und Lehrerin am RBZ Wirtschaft in Kiel.

 

Professor Matthias Hannig wird Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung

Matthias Hannig. Foto: Uni

Matthias Hannig, Professor für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde sowie Direktor der Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS), ist für die nächsten zwei Jahre zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung gewählt worden. Neuer Schatzmeister wird ebenfalls ein saarländischer Zahnmediziner, Professor Stefan Rupf, Oberarzt an der Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde des UKS.

Neuer Professor für Pädiatrie und Neonatologie

Michael Zemlin wurde zum Professor der Saar-Uni ernannt und ist neuer Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie des Universitätsklinikums. Zemlin studierte Humanmedizin an der Freien Universität Berlin, wo er auch promovierte. Nach Abschluss der Facharztausbildung zum Kinder- und Jugendarzt ermöglichte ihm ein Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung einen Forschungsaufenthalt an der University of Alabama in Birmingham (USA). Anschließend ging er als Oberarzt an die Universitäts-Kinderklinik in Marburg und habilitierte dort über Untersuchungen zur Entwicklung des Immunsystems bei Früh- und Reifgeborenen und zu den molekularen Ursachen der Allergieentstehung. Sein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Nutzung von Geruchsstoffen für die Diagnostik bei Kindern. Michael Zemlin hat sich außerdem auf die Neugeborenen-Intensivmedizin und Allergologie spezialisiert.

85. Geburtstag von Professor Heinz Müller-Dietz

Geburtstag hat am 2. November der emeritierte Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafvollzug und Kriminologie und frühere Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes Dr. Dr. h.c. Heinz Müller-Dietz. 1969 übernahm er als Nachfolger des bekannten Rechtsphilosophen Prof. Arthur Kaufmann dessen Saarbrücker Lehrstuhl. Der Jubilar war Mitglied der Strafvollzugskommission beim Bundesministerium für Justiz und des Fachbeirats und des Kuratoriums des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht. Sein weit gefächertes Oeuvre umfasst nicht nur zahlreiche Standardwerke aus dem Bereich der gesamten Strafrechtswissenschaft, sondern auch literarische Arbeiten, Aphorismen und Lyrik. Er ist bis heute wissenschaftlich tätig – vorrangig auf dem Gebiet „Recht und Literatur“. Sein letztes einschlägiges Werk „Recht und Kriminalität in literarischen Brechungen“ ist 2016 erschienen.

Leinders-Zufall leitet Europäische Gesellschaft für Chemorezeption

Trese Leinders-Zufall. Foto: Rüdiger Koop

Professorin Dr. Trese Leinders-Zufall vom Centrum für Integrative Physiologie und Molekulare Medizin (CIPMM) der Universität des Saarlandes in Homburg ist zur kommenden Präsidentin von Europas größter Fachgesellschaft für Chemorezeptive Forschung ECRO (European Chemoreception Research Organization) gewählt worden.

Trese Leinders-Zufall gilt als Pionierin der Riechforschung. Unter anderem untersucht sie die molekularen und zellulären Grundlagen der Duftkommunikation. Dabei versucht sie zu verstehen, wie Duftstoffe durch nasale Sinneszellen erkannt werden und in Nervenimpulse umgesetzt werden, in welchen Hirnregionen diese neuronalen Signale verarbeitet werden und wie sich die Erkennung dieser Signale im Verhalten auswirkt. Beim Menschen spielen Duftsignale eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden und für komplexe Verhaltensreaktionen wie z.B. Angst und Aggression.

Die Wahl fand bei der diesjährigen ECRO-Fachtagung im September in Athen statt.

National-Ökonom Rudolf Richter wird 90 Jahre

Am 28. September begeht der emeritierte Professor für Nationalökonomie, insbesondere Wirtschaftstheorie der Saar-Uni und Ehrendoktor der Universität Mannheim, Rudolf Richter seinen 90. Geburtstag. Er leitet noch heute die Arbeitsstelle für Neue Institutionenökonomik an der Universität des Saarlandes. Nach seinem Studium in Frankfurt, seiner Habilitation und einem USA-Aufenthalt wurde er Professor für Volkswirtschaft an der Universität Kiel und wechselte 1964 an die Saar-Uni. Saarbrücken hielt er trotz ehrenvoller Rufe an die Universitäten Regensburg, Berlin und Mannheim die Treue. Als einer der führenden Repräsentanten der theoretischen Makroökonomik prägte er maßgeblich die Saarbrücker Wirtschaftswissenschaften mit. Durch Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte pflegte er vielfältige Verbindungen zu amerikanischen Universitäten.

Professor Jean Mesnard verstorben

Im Alter von 95 Jahren verstarb am 9. August in Bordeaux Prof. Dr Jean Mesnard, der zu den Pionieren des Saarbrücker Romanistischen Instituts gehörte und zwischen 1952 und 1956 als Professor für französische Literaturwissenschaft an unserer Universität wirkte. Mit seinem Namen sind unter anderem umfangreiche Publikationen und Editionen zu Blaise Pascal und zur Literatur des 17. Jahrhunderts ebenso verbunden wie zahlreiche weltweite Gastprofessuren und Präsidentschaften in herausragenden wissenschaftlichen Gesellschaften.

Professorin Frauke Stein wird 80 Jahre alt

Am 9. April kann die Professorin für Vor- und Frühgeschichte an der Universität des Saarlandes Dr. Frauke Stein ihren 80. Geburtstag begehen.

Die Jubilarin agierte von 1973 bis zu ihrem Einritt in den Ruhestand im Jahr 2001 als Professorin für Vor- und Frühgeschichte auf dem Saarbrücker Campus. Sie übernahm mehrere Aufgaben im Bereich der akademischen Selbstverwaltung und engagierte sich im Beirat für Frauenfrauen. 1999 war sie auch stellvertretende Frauenbeauftragte. Von 2001 bis September 2015 wirkte sie als erste Vorsitzende des „Vereins zur Förderung der Vor- und Frühgeschichtsforschung an der Universität des Saarlandes e.V.“, dessen Ehrenvorsitzende sie seitdem ist.

Die Wissenschaftlerin ist immer noch aktiv; gegenwärtig beschäftigt sie sich mit der Auswertung eines Gräberfeldes in Gammertingen im Kreis Sigmaringen. Ihr Oeuvre widmet sich insbesondere den Beziehungen zwischen der Germania und der Romana von der Völkerwanderungszeit bis zum Frühmittelalter.

Mehr unter: http://www.uni-saarland.de/nc/aktuelles/artikel/nr/14427.html

Französischer Arbeitsmarktexperte

Foto: Greg Buttay

 

 

 

 

 

 

Der französische Wirtschaftswissenschaftler und Arbeitsmarktexperte Rachid Belkacem von der Universität Lothringen kommt im aktuellen Sommersemester als Gastdozent nach Saarbrücken. Unter dem Titel „Grenzüberschreitende Arbeitswelten“ wird er sich in Lehrveranstaltungen und öffentlichen Vorträgen den Arbeitsmärkten und dem grenzüberschreitenden Arbeiten in der Großregion widmen. Die Gastdozentur wurde von der Universität des Saarlandes und der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) eingerichtet. Sie wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert. Seit seiner Promotion in Betriebswirtschaftslehre an der Pariser Sorbonne arbeitet Rachid Belkacem an der Université de Lorraine, derzeit als Akademischer Direktor im Bereich Wirtschaftswissenschaften. Mehr: http://www.uni-saarland.de/nc/aktuelles/artikel/nr/14381.html
 

Neuer Professor für IT-Sicherheit

Christian Rossow. Foto: MMCI

Christian Rossow wurde zum Professor für IT-Sicherheit der Saar-Uni berufen. Er ist seit 2014 bereits Nachwuchsgruppenleiter im Exzellenzcluster „Multimodal Computing and Interaction (MMCI)“. Rossow erforscht Maßnahmen der IT-Sicherheit, die gegen Cyberangriffe schützen, und analysiert Schadsoftware. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Schutz kritischer Infrastrukturen. Derzeit arbeitet er unter anderem daran, anonym agierende Cyberangreifer zu lokalisieren und zu identifizieren. Den bisher größten Erfolg konnte er in Zusammenarbeit mit dem U.S. FBI verbucht werden, bei dem einer der größten weltweiten Angriffe auf Bankkunden aufgedeckt und durch neueste Forschungsergebnisse weiterer Schaden verhindert wurde. Christian Rossow wird am Center for IT-Security, Privacy, and Accountability (CISPA) der Universität des Saarlandes forschen [mehr].

Professor Heinz Quasten wird 80 Jahre alt

Am 24. August kann der Professor für Geographie an der Universität des Saarlandes, Heinz Quasten, seinen 80. Geburtstag begehen. 1978 habilitierte er sich im Fach Geographie mit der Studie „Zur Deskription und Erklärung von räumlichen Siedlungsmustern – erläutert an Beispielen aus Israel“. Nach einer Lehrstuhl-Vertretung übernahm er 1980 die Saarbrücker Professur für Kulturgeographie. 2001 trat er in den Ruhestand.

Zwischen 1980 und 1986 wirkte Professor Quasten als Landesbeauftragter für Naturschutz im Saarland, leitete nahezu 25 Jahre lang das Institut für Landeskunde im Saarland und ist weiterhin Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats dieses Instituts. 1984 initiierte er zusammen mit seinem Mitarbeiter am Institut für Landeskunde, Joachim Güth, den Wettbewerb „Saarländische Bauernhäuser – Zeugnisse unserer Heimat“. Es wird bis heute im zweijährigen Turnus von ihm organisiert. Seit 1990 fungierte er zunächst als stellvertretender Vorsitzender im Landesdenkmalrat, den er dann von 1997 bis 2009 leitete. Von 1997 bis zur Auflösung des Stiftungsrates der saarländischen Stiftung Industriekultur 1999 hatte Prof. Quasten dessen Vorsitz inne.

Neue Professorin für Informatik und Computerlinguistik

Vera Demberg. Foto: Saar-Uni

Dr. Vera Demberg-Winterfors ist neue Professorin für Informatik und Computerlinguistik an der Universität des Saarlandes. Seit 2010 leitete sie bereits eine Forschergruppe im Exzellenzcluster „Multimodal Computing and Interaction“ an der Saar-Uni. Vera Demberg studierte Computerlinguistik an der Universität Stuttgart und Künstliche Intelligenz an der Universität Edinburgh (Schottland), wo sie 2010 promovierte. Seit 2014 ist sie auch an mehreren Projekten des Sonderforschungsbereichs 1102 der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Information Density and Linguistic Encoding“ beteiligt. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten von Vera Demberg liegt in der computerbasierten Modellierung menschlicher Sprachverarbeitung.

Philosophie-Professor Dieter Heckmann verstorben

Dieter Heckmann war seit 1999 an der Universität des Saarlandes Professor für Philosophie des Geistes. Seine Interessen in der Geschichte und Systematik der Philosophie waren vielfältig, doch sein Hauptthema in Forschung und Lehre war die Natur des Mentalen: Was heißt es zu denken, meinen, wollen, urteilen? Worin liegt das Subjektive von Empfindungen und Gefühlen? Wie lassen sich Antworten auf solche Fragen in ein naturwissenschaftliches Weltbild integrieren, ohne das Mentale zu verkürzen? Immer wieder waren Studierende beeindruckt und fühlten sich in ihrer Entwicklung geprägt davon, wie ihr Lehrer auch komplexe neue Forschungsarbeiten zu diesen Fragen in seine Lehrveranstaltungen einzubeziehen und zu erschließen wusste. Das Philosophische Institut verliert mit Dieter Heckmann einen ausgezeichneten Lehrer und Philosophen.

 

Professor Wolfram Henn in Deutschen Ethikrat berufen

Wolfram Henn. Foto: Universität des Saarlandes

Als erster saarländischer Wissenschaftler wurde Wolfram Henn von der Bundesregierung in den Ethikrat berufen. Professor Henn leitet die genetischen Beratungsstelle der Universität des Saarlandes in Homburg. Der Deutsche Ethikrat ist das zentrale Beratungsgremium der Politik in allen ethischen, gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und rechtlichen Fragen, die sich etwa in den Lebenswissenschaften ergeben. [mehr]

90. Geburtstag von Ludwig Kötter

Am 19. März beging Ludwig Kötter, emeritierter Professor für Erziehungswissenschaft, seinen 90. Geburtstag. Von 1970 bis 1991 hatte er den Lehrstuhl für Erziehungswissenschaft inne. In Forschung und Lehre widmete er sich praxisorientierten Fragen der Didaktik und Unterrichtsmethodik ebenso wie der erziehungswissenschaftlichen Grundlagen- und Curriculumforschung. Nach der Emeritierung hat er für sich ein literarisches Genre entdeckt und neben Märchen „Fortgesponnen hintergrimmsch“ zuletzt 2014 den Roman „Stumme Lust – Outing“ herausgebracht. [mehr]

80. Geburtstag von Soziologe Leo Krämer

Am 11. März konnte der Professor für Soziologie an der Universität des Saarlandes und Begründer der Kooperationsstelle „Hochschule und Arbeitswelt“ Dr. Hans Leo Krämer seinen 80. Geburtstag begehen. Mit seinem Namen sind vielfältige Aktivitäten verbunden. So leitete er unter anderem von 1984 bis 1990 das Frauenstudium-Weiterbildungsprojekt. Als Beauftragter der Universität für die Kooperation mit der Arbeitskammer und dem Deutschen Gewerkschaftsbund begründete er 1994 die Kooperationsstelle „Hochschule und Arbeitswelt“, die er über seinen Eintritt in den Ruhestand am Ende des Wintersemesters 2001 hinaus bis Ende 2004 leitete. Unter seiner Ägide sind in zahlreichen Projekten und Publikationen die aktuellen Herausforderungen in der Arbeitswelt der Saar-Lor-Lux-Region analysiert worden. [mehr]

Dr. h.c. Fred Oberhauser verstorben

Im Alter von 92 Jahren verstarb am 7. Februar in seiner Heimatstadt St. Ingbert der bekannte Literaturkenner Prof. h.c. Fred Oberhauser. Er begann 1949 an unserer gerade gegründeten Universität sein Studium. 1997 verlieh ihm die Philosophische Fakultät aufgrund seiner Verdienste als Kulturredakteur am Saarländischen Rundfunk und als Autor zahlreicher Publikationen zur regionalen Literaturgeschichte die Ehrendoktorwürde. Mit dem Namen des Trägers der Carl-Zuckmayer-Medaille und Gründers des St. Ingberter Literaturforums ist insbesondere der 1500 Seiten umfassende „Literarische Führer Deutschland“ verbunden.

Rolf Hartmann für Lebenswerk geehrt

Rolf Hartmann. Foto: DPhG

Die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) hat Professor Rolf W. Hartmann (Mitte) für sein Lebenswerk ihre höchste wissenschaftliche Auszeichnung, die Carl-Mannich-Medaille, verliehen. Die DPHG würdigte Hartmann als „ausgewiesensten Pharmazeutischen Chemiker Deutschlands“. Über 300 Arbeiten hat der Professor für Pharmazeutische und Medizinische Chemie in international renommierten Journalen mit Peer-review veröffentlicht, über 150 Patente hat er bislang angemeldet, die Firmen Pharmacelsus, ElexoPharm und PharmBioTec hat er mitgegründet. Seit 2009 leitet Hartmann die Abteilung Wirkstoffdesign und Optimierung des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS). Für einen neuen Wirkstoff, der die Kommunikation zwischen Bakterien unterbindet und sie so unschädlich macht, erhielt sein Team soeben auch den Phoenix Pharmazie Wissenschaftspreis 2015.