Preis: Welchen Einfluss hat Vitamin D auf schwarzen Hautkrebs?

Professor Jörg Reichrath © Hevert-Foundation

Professor Jörg Reichrath, leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor der Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, hat den mit 10.000 Euro dotierten Dr. Wolfgang Hevert-Preis erhalten. Ziel seiner Forschung ist es, die Prognose von Patienten mit schwarzem Hautkrebs zu verbessern.

Professor Reichrath und seine Forschungsgruppe werden in einem neuen Projekt die „Bedeutung des Vitamin-D-Status und Einfluss der oralen Vitamin-D-Supplementierung auf den klinischen Verlauf des metastasierten malignen Melanoms“ untersuchen. In vorangegangenen Arbeiten konnte das Team bereits die Assoziation eines guten Vitamin-D-Status mit einem günstigen klinischen Verlauf der Erkrankung des malignen Melanoms zeigen sowie einen positiven Effekt auf das Gesamtüberleben feststellen. „Mit der geplanten randomisierten, doppelt verblindeten Placebo-kontrollierten Studie wollen wir nun den Effekt der Einnahme von Vitamin D auf die Gesamtmortalität und die Melanom-spezifische Mortalität genauer untersuchen. Weitere Endpunkte sind der mögliche Einfluss auf die Tumorlast sowie die Überprüfung auf Nebenwirkungen“, sagt Professor Reichrath.

Der Preis wurde am 12. November im Rahmen einer Fachtagung in Mainz verliehen. Mehr

80. Geburtstag von Professor Rainer Krause

Foto: privat

Am 5. Oktober kann der Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie, frühere Senator, Dekan und Prodekan der Fakultät für Empirische Humanwissenschaften der Universität des Saarlandes und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Dr. Rainer Krause seinen 80. Geburtstag begehen. In Gemmrigheim am Neckar geboren, studierte er nach dem Abitur und dem Dienst als Leutnant seit 1964 Psychologie an den Universitäten Tübingen und Zürich, wo er zeitweise als Assistent an der Abteilung für Sozialpsychologie und Klinische Psychologie wirkte. 1972 wurde er für seine Promotion Zur Problematik der Kreativitätsforschung mit dem Preis des Fachbereichs „Sozial- und Verhaltenswissenschaftlichen Pädagogik Tübingen“ ausgezeichnet. 1973 übernahm es als Oberassistent die Leitung der von ihm begründeten Psychologischen Beratungsstelle der Abteilung Klinische Psychologie der Universität Zürich. Von 1976 bis 1978 führte ihn ein Forschungsstipendium des Schweizerischen Nationalfonds für den fortgeschrittenen akademischen Nachwuchs an die University of California San Francisco. Dort entwickelte er zusammen mit Professor Paul Ekman und Dr. Wallace Friesen das Facial action coding System – ein empirisch valides System zur Erfassung der Affekte im Gesicht des Menschen, aber auch bei Tieren –, das bis heute vielfach benutzt wird. Im Rahmen dieses Stipendiums hielt Professor Krause Gastvorlesungen an verschiedenen amerikanischen Universitäten. 1978 erwarb er an der Universität Zürich die Venia legendi für das Gesamtgebiet Psychologie. 1980 folgte der Jubilar dem Ruf auf den Saarbrücker Lehrstuhl für Klinische Psychologie als damals jüngster Professor der Fakultät.
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Professor Kuno Lorenz wird 90 Jahre alt

Foto: Saar-Uni

Am 17. September kann der emeritierte Professor für Philosophie an der Universität des Saarlandes und Ehrendoktor der Université de Lorraine Dr. Kuno Lorenz seinen 90. Geburtstag begehen. In Vachdorf in Thüringen geboren, studierte der Jubilar in Tübingen, Hamburg, Bonn und Princeton Mathematik und Physik und wurde 1961 in Kiel mit der von Prof. Paul Lorenzen betreuten Studie „Arithmetik und Logik als Spiele“ promoviert. An der Universität Erlangen habilitierte er sich 1969 im Fach Philosophie mit seinen unter dem Titel „Elemente der Sprachkritik“ veröffentlichten „Sprachphilosophischen Untersuchungen – Über Sinn und Grenzen der analytischen Philosophie und ihre Überwindung“. 1970 übernahm er den Lehrstuhl Carl Friedrich von Weizsäckers an der Universität Hamburg. In der Nachfolge Karl Otto Apels folgte er zum 1. April 1974 dem Ruf auf den zweiten Lehrstuhl für Philosophie an der Saar-Universität. Bis zu seiner Emeritierung 1998 lehrte und forschte der Gelehrte fast ein Vierteljahrhundert auf dem Saarbrücker Campus.
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Professor Hans-Joachim Kornadt wird 95 Jahre alt

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Joachim Kornadt. Foto: Saar-Uni

Am 16. Juni begeht der emeritierte Professor für Pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaft an der Universität des Saarlandes und Ehrendoktor der Universität Erfurt Hans-Joachim Kornadt seinen 95. Geburtstag. Kornadt wurde in Stargard in Pommern geboren. Nach der Marburger Promotion wirkte er als Assistent am Psychologischen Institut der Universität Würzburg und wechselte 1961 als Dozent an die Comenius-Hochschule in Saarbrücken. Seitdem arbeitete er auch eng mit dem von Prof. Ernst E. Boesch geleiteten Psychologischen Institut der Universität des Saarlandes zusammen und führte unter anderem Forschungsprojekte in Ostafrika durch. Nach Ablehnung eines Rufes für Sozialpsychologie an die Universität Bochum übernahm er im Herbst 1968 an der Saar-Universität den Lehrstuhl für pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaft und hielt Saarbrücken trotz mehrerer ehrenvoller Rufe stets die Treue.
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Professor Jürgen Hüttermann wird 80 Jahre alt

Foto: privat

Am 19. April kann der Professor für Biophysik und physikalische Grundlagen der Medizin an der Universität des Saarlandes Jürgen Hüttermann seinen 80. Geburtstag begehen. In Gelsenkirchen-Buer geboren, absolvierte er nach dem Abitur am Max-Planck-Gymnasium seiner Heimatstadt das Studium der Physik an der Universität Karlsruhe. Zwei Jahre nach seinem Diplom 1967 wurde er „mit Auszeichnung“ und einer von Prof. Karl Günther Zimmer betreuten Studie zur Strahlenbiophysik zum Dr. rer. nat. promoviert. 1969/70 agierte er als Post-Doctoral Fellow an der University of California in Los Angeles. Danach wechselte er als wissenschaftlicher Assistent an die Universität Regensburg, wo er am Institut für Biophysik und Physikalische Biochemie unter anderem den Unterricht in Physik für Studierende der Medizin und in Biophysik für angehende Naturwissenschaftler aufbaute. Aufgrund seiner Untersuchung über „Struktur und Bildung freier Radikale in bestrahlten Einkristallen von Nukleinsäure Komponenten“ erwarb er 1972 die Venia legendi für Biophysik und wirkte bis 1984 als Professor in Regensburg. Zum 15. Oktober 1984 folgte er dem Ruf der Universität des Saarlandes und übernahm den nach der Emeritierung von Prof. Hermann Muth vakanten Lehrstuhl für Biophysik auf dem Homburger Campus.
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Humboldt-Stipendium: Pharmazeutin forscht in Saarbrücken

Foto: Arefeh Kardani

Neue Erkenntnisse zum Fortschreiten von Krebs zu gewinnen – dazu will Vida Mashayekhi mit ihrer Forschung im Team von Prof. Alexandra K. Kiemer an der Universität des Saarlandes beitragen. Die 34-jährige Pharmazeutin aus dem Iran wird in den kommenden zwei Jahren insbesondere die Rolle so genannter extrazellulärer Vesikel bei Tumorerkrankungen erforschen. Die Wissenschaftlerin hat für ihr Projekt in Saarbrücken ein Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten. Schon in ihrer Promotion in Utrecht hat Vida Mashayekhi zum Thema Krebstherapie geforscht, als Postdoktorandin in der Pharmazeutischen Biologie der Saar-Universität kann sie nun weiter in diesem Bereich arbeiten. Im Rahmen ihres Forschungsprojektes in Saarbrücken konzentriert sie sich auf Regulatoren, die noch nicht lange im Fokus der Wissenschaft stehen: extrazelluläre Vesikel. Das sind winzige Bläschen, die alle Zellen an ihrer Oberfläche abschnüren. Sie enthalten Zellflüssigkeiten, die unter anderem dazu dienen, mit anderen Zellen zu kommunizieren. 
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85. Geburtstag von Professor Eberhard Morgenstern

Foto: privat

Am 15. Januar kann der Professor für das Fach „Allgemeine Biologie für Mediziner“ an der Universität des Saarlandes, Dr. Eberhard Morgenstern, seinen 85. Geburtstag begehen. In Chemnitz geboren, wurde Eberhard Morgenstern Mitglied des Thomanerchores in Leipzig unter Günther Ramin. Nach dem Abitur an der Thomas-Schule 1956 begann er an der Martin-Luther-Universität Halle das Studium der Medizin, das er in Gießen und Heidelberg fortsetzte. Dem Staatsexamen 1962 folgte die Heidelberger Promotion mit einer Studie „Über Fluoreszenz- und Phasenkontrastmikroskopische Beobachtungen an Blutplättchen nach Anfärbung mit Acridinorange und anderen Fluorochromen“. Nach der Medizinalassistentenzeit widmete sich der Jubilar als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft unter der Ägide von Prof. Dr. Oskar Eichler und Prof. Dr. Ellen Weber am Heidelberger Pharmakologischen Institut Problemen des Stoffwechsels, der Morphologie sowie der Zytochemie der Blutplättchen und anderer Blutzellen. 
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Christoph Bock mit Overton Preis geehrt

Christoph Bock, Foto: MPI

Der Bioinformatiker Christoph Bock wurde mit dem Overton Prize der International Society of Computational Biology (ISCB) ausgezeichnet. Einmal pro Jahr wird dieser Preis an weltweit einen einzigen Wissenschaftler verliehen, der am Beginn oder in der Mitte seiner Karriere steht und als kommende Leitfigur in der Bioinformatik angesehen wird. Christoph Bock hat an der Universität des Saarlandes promoviert und in der Arbeitsgruppe von Professor Thomas Lengauer am Max-Planck-Institut für Informatik an epigenetischen Biomarkern geforscht. Als Postdoc im Labor von Alexander Meissner am Broad Institute  führte er groß angelegte epigenomische Analysen von Stammzellen durch und war am Projekt Roadmap Epigenomics beteiligt. Seit 2012 bekleidet er als Principal Investigator eine Forscherstelle an Research Center for Molecular Medicine der Österreichischen der Wissenschaften in Wien und ist Gastprofessor an der Medizinischen Universität Wien. Er ist ebenfalls als einer der führenden Computerbiologen im Blueprint-Epigenom-Projekt der Europäischen Union und im Internationalen Humangenomprojekt tätig. [mehr]

Paul H. Repplinger-Ehrenpreis verliehen

Die Verleihung des Paul H. Repplinger-Ehrenpreises fand Mitte Oktober im Rahmen des Handelsforums statt. (Foto: IfeW)

Zwei Habilitationsschriften an der Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft haben den Paul H. Repplinger-Ehrenpreis 2021 erhalten: Die Gesellschaft der Förderer des Instituts für empirische Wirtschaftsforschung zeichnete Prof. Dr. David J. Rapp und Prof. Dr. Anja Spilski im Rahmen des diesjährigen Handelsforums aus.
Wertvolle Forschungsbeiträge für den Mittelstand zum Thema „Unternehmensrechnung und betrieblicher Wandel“ leistet die Habilitationsschrift von Prof. Dr. David J. Rapp, der inzwischen am Institut Supérieur de Gestion der ISG Business School in Paris tätig ist. Er verfasste die Arbeit bei Professor Michael Olbrich am Institut für Wirtschaftsprüfung. Auch bei der zweiten ausgezeichneten Arbeit handelt es sich um eine Habilitationsschrift: Diese befasst sich mit den Auswirkungen von Unternehmensübernahmen bei den Konsumentinnen und Konsumenten und gibt Handlungsempfehlungen bezüglich der Markenstrategie nach einer Übernahme. „Kunden und Konsumenten als Stakeholder im Integrationsprozess von Mergers & Acquisitions“ so lautet der Titel der Arbeit von Prof. Dr. Anja Spilski. Die Wirtschaftswissenschaftlerin, die inzwischen eine Professur an der Hochschule Pforzheim angetreten hat, verfasste ihre Habilitationsschrift am Institut für Konsum- und Verhaltensforschung bei Professorin Andrea Gröppel-Klein.
Der renommierte Paul H. Repplinger-Ehrenpreis wird für herausragende Arbeiten mit Bezug zu Handel oder Mittelstand vergeben. Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Preis trägt den Namen des Ehrensenators der Universität des Saarlandes und langjährigen Vorsitzenden der Gesellschaft der Förderer des Instituts für empirische Wirtschaftsforschung. Mehr

Universität und ZeMA berufen Paul Motzki

Sophie Lessure

Paul Motzki ist neuer Professor für "Smarte Materialsysteme für innovative Produktion" in der Fachrichtung Systems Engineering. Er wurde gemeinsam von der Universität des Saarlandes und dem ZeMA – Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik berufen. Im ZeMA leitet Motzki den Forschungsbereich „Smarte Materialsysteme“. Diese erste gemeinsame Professur stellt eine Brücke zwischen der Fachrichtung Systems Engineering an der Universität und dem ZeMA dar und hat zum Ziel, die Zusammenarbeit zu intensivieren und neue Anknüpfungspunkte in der Fachrichtung zu identifizieren.

85. Geburtstag von Professor Peter Strittmatter

Foto: Neu

Am 6. August kann der emeritierte Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität des Saarlandes Dr. Peter Strittmatter seinen 85. Geburtstag begehen. In Karlsruhe geboren, absolvierte er nach dem Abitur am Humanistischen Gymnasium sein Studium an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und war von 1959 bis 1964 als Lehrer an einer Modellschule in Mannheim tätig. Nach Ablegen der Zweiten Dienstprüfung für das Lehramt an Volksschulen wirkte er von 1964 bis 1966 als Redakteur beim Südwestfunk in der Abteilung Schul-, Jugendfunk und Erwachsenenbildung und studierte gleichzeitig Erziehungswissenschaft und Psychologie an den Universitäten Mainz, Freiburg und Mannheim. Neben seiner Tätigkeit als Assistent in Heidelberg und Mannheim war er von 1967 bis 1970 Hauptseminarleiter in der Lehrerfortbildung Baden-Württemberg und Lehrbeauftragter an Pädagogischen Hochschulen und an der Universität Kaiserslautern.
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80. Geburtstag von Professor Heike Jung

Foto: Elise Jung

Am 23. April kann der Universitätsprofessor Dr. Dr. h.c. Heike Jung seinen 80. Geburtstag begehen. In Neunkirchen/Saar geboren, begann er nach dem Abitur 1961 das Jurastudium in Heidelberg, das er in Tübingen und seit 1963 an der Universität des Saarlandes fortsetzte, wo seinerzeit unter anderem die herausragenden Wissenschaftler Werner Maihofer, Arthur Kaufmann, Gerhard Kielwein, Günther Jahr, Hans Zacher oder Gerhard Lüke die Fakultät prägten. So war Heike Jung als Assistent bei seinem Doktorvater Gerhard Kielwein am Kriminologischen Institut tätig und widmete sich – nicht zuletzt dank eines Forschungsaufenthaltes in Südafrika – in seiner 1972 abgeschlossenen Dissertation dem „Einfluss des englischen Rechts im südafrikanischen Strafrecht“. Im Rahmen seiner Assistenzprofessur folgten 1976 die kumulative Habilitation und die Berufung auf die Strafrechtsprofessur an der Universität Hamburg. Bereits 1977 kehrte der Jubilar auf eine Strafrechtsprofessur an die Universität des Saarlandes zurück, übernahm schließlich bis zum Eintritt in den Ruhestand 2007 den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie und Strafrechtsvergleichung und lehnte ehrenvolle Rufe an die Universitäten Zürich (1980) und Köln (1986) ab.
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85. Geburtstag von Professor Hans-Jürgen Koglin

Foto: privat

Am 16. März kann der Professor für Energieversorgung, Pionier der digitalen Sekundärtechnik in Deutschland und frühere Vizepräsident für Forschung an der Universität des Saarlandes Dr. Hans-Jürgen Koglin seinen 85. Geburtstag begehen. In Porst (Pommern) geboren und aufgewachsen in Flensburg, studierte er nach dem Abitur Elektrotechnik an der Technischen Hochschule Darmstadt. Seit 1964 arbeitete er dort als wissenschaftlicher Assistent und später als Dozent. 1972 zum Dr. Ing. promoviert, erhielt er im selben Jahr den Ruf auf die C3-Professur für „Systemführung in Energieversorgungsnetzen“. Zwischenzeitlich war er zusätzlich mit der Lehrstuhlvertretung betraut und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Elektrische Energieversorgung sowie eine Amtsperiode Dekan. Im Oktober 1983 wechselte er an die Universität des Saarlandes auf die neue C4-Professur „Energieversorgung“, die er nahezu zwei Jahrzehnte bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im April 2002 innehatte. 
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Exzellenzpreise für Saarbrücker Absolventinnen

Jasmin Berger. Foto: Foto Hämel

Für ihre Abschlussarbeiten im trinationalen Masterstudiengang „Deutsch-französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation“ sind Jasmin Berger und Carla Dalbeck mit dem Exzellenzpreis 2022 der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) ausgezeichnet worden. Damit gingen in diesem Jahr gleich zwei – von 14 verliehenen Preisen – an Saarbrücker Absolventinnen des interdisziplinären deutsch-französischen Studienprogramms. Dieses wird von der Universität des Saarlandes gemeinsam mit der Universität Lothringen und der Universität Luxemburg angeboten. 

Carla Dalbeck. Foto: Lola Wolff

Die Preisverleihung fand am 26. Januar 2022 in virtuellem Format statt. Die Exzellenzpreise sind mit 1.500 Euro dotiert; sie werden von grenzüberschreitend tätigen Unternehmen und Institutionen aus Deutschland und Frankreich finanziert. Jährlich schließen rund 1.500 Studierende erfolgreich ihr von der DFH gefördertes deutsch-französisches Studium mit einem Doppeldiplom ab. 
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Professor Karl Richter wird 85 Jahre alt

Prof. Dr. Karl Richter. Foto: Saar-Uni

Am 22. Dezember kann der emeritierte Professor für Neuere Deutsche Philologie und Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes und Herausgeber der Münchner Goethe-Ausgabe Dr. Karl Richter seinen 85. Geburtstag begehen. Im nordböhmischen Warnsdorf geboren, studierte der Stipendiat der Stiftung Maximilianeum an der Ludwig-Maximilians-Universität München Germanistik, Geschichte und Geographie. 1966 wurde er mit einer Untersuchung über „Resignation – eine Studie zum Werk Fontanes“ promoviert. Nach der Habilitation über „Literatur und Naturwissenschaft – eine Studie zur Lyrik der Aufklärung“ folgte er 1973 dem Saarbrücker Ruf und wirkte bis zu seiner Emeritierung 2002 an der Universität des Saarlandes. Der Jubilar leitete als Herausgeber die 33 Bände umfassende, 1999 abgeschlossene Münchner Goethe-Ausgabe und wurde 2001 mit der Goldenen Medaille der Goethe-Gesellschaft ausgezeichnet. 
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Prof. Guido Kickelbick zum Sprecher der Konferenz der Fachbereiche Chemie gewählt

Foto: Jörg Pütz

Der Professor für Anorganische Festkörperchemie an der Saar-Universität vertritt zukünftig deutschlandweit die Interessen der Fachbereiche Chemie.
Die Konferenz der Fachbereiche Chemie (KFC) ist die Vereinigung der chemischen Fachbereiche und Abteilungen der Universitäten und wissenschaftlichen Hochschulen in Deutschland. Sie umfasst circa 60 Hochschulen. Ihre wichtigste Aufgabe ist es, sich um gemeinsame Angelegenheiten der Forschung und Lehre der beteiligten Fachbereiche zu kümmern. Sie vertritt dabei die Interessen der Chemie-Fachbereiche gegenüber der Politik, der Fachgesellschaften und der Gesellschaft. „In einer Zeit, in der das Interesse der Studierenden an naturwissenschaftlichen Fächern abnimmt, die Universitäten unterfinanziert sind und die Energiekosten steigen, ist ein konzertiertes Vorgehen der Chemie-Fachbereiche in Deutschland sehr wichtig“, betont Guiodo Kickelbick.
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Professor Heinz Mittelmeier wird 95 Jahre alt

Foto: Saar-Uni

Am 9. Oktober kann der emeritierte Universitätsprofessor für Orthopädie an der Universität des Saarlandes und Ehrendoktor der Medizinischen Akademie Danzig, Heinz Mittelmeier, seinen 95. Geburtstag begehen. Professor Mittelmeier hat in den über 30 Jahren seines Wirkens die Orthopädische Universitätsklinik in Homburg zu einer international renommierten Stätte der Lehre, Forschung und Krankenversorgung ausgebaut. Der Jubilar ist Träger des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland und des Saarländischen Verdienstordens. 1927 in Ingolstadt geboren, absolvierte Heinz Mittelmeier sein Studium der Medizin in München und Graz und habilitierte sich 1961 für Orthopädie an der Freien Universität Berlin. Als jüngster Ordinarius seines Fachs wurde er zum 1. Oktober 1964 an die Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes nach Homburg berufen, der er über die folgenden drei Jahrzehnte zu internationalem Ansehen verhalf. Hier bildete er als akademischer Lehrer zahlreiche Orthopäden aus, die heute als Fachärzte, Lehrstuhlinhaber und Klinikchefs tätig sind.
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80. Geburtstag von Professor Klaus Güthlein

Foto: Saar-Uni

Am 6. Juni konnte in St. Ingbert der Professor für Kunstgeschichte an der Universität des Saarlandes Dr. Klaus Güthlein seinen 80. Geburtstag begehen. In Frankfurt/Main-Höchst geboren, absolvierte er nach der Mittleren Reife zunächst eine Lehre in einer Frankfurter Universitätsbuchhandlung und legte dann am Hessen-Kolleg in Frankfurt das Abitur ab. Im Sommersemester 1965 begann er das Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Archäologie an der Philipps-Universität Marburg, wechselte nach der Zwischenprüfung im Sommersemester 1968 an die Universität Wien und wurde 1973 mit einer von Prof. Peter Anselm Riedl betreuten Studie über den österreichischen Barockbaumeister Franz Munggenast an der Universität Heidelberg promoviert. Anschließend wirkte der Jubilar als Stipendiat und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bibliotheca Hertziana (Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte) in Rom und widmete sich in umfangreichen Archivstudien dem italienischen Sakral- und Profanbau, insbesondere den Barockarchitekten Gian Lorenzo Bernini sowie Girolamo und Carlo Rainaldi. In seiner Heidelberger Habilitationsschrift beleuchtete er 1984 Michelangelos „Palazzo Nouvo des Kapitols“ und wirkte anschließend als Professor in Heidelberg. 
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Humboldt-Stipendiat der Mathematik

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Zwei Jahre lang wird der Postdoktorand Nikolaos Chalmoukis als Alexander-von-Humboldt-Stipendiat in der Fachrichtung Mathematik der Saar-Universität forschen. Er stammt aus Griechenland und hat seinen Bachelor an der Universität von Thessaloniki absolviert. Nach einem Masterstudium im schwedischen Lund promovierte er an der Universität Bologna in Italien. Sein Forschungsprojekt trägt den Titel "Interpolating sequences and potential theory in reproducing kernel Hilbert spaces".

Judith Lamberty erhält Preis für ihre Dissertation

Foto: Sarah Haehnle – Atelier hinterhaus

Für ihre Dissertation mit dem Titel „Le goût de la diversité linguistique. Création, promotion et réception de romans hétérolingues de la Suisse romande et du Québec“ ist die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Judith Lamberty am 17. Februar mit dem renommierten Prix d’Excellence du Gouvernement du Québec ausgezeichnet worden. Der mit 3.000 kanadischen Dollar dotierte und von der Regierung von Québec gestiftete Preis wird von der Gesellschaft für Kanada-Studien (GKS) in Kooperation mit der Association internationale des études québécoises (AIÉQ) vergeben. In ihrer Arbeit untersuchte Lamberty zeitgenössische Romane aus Québec und der französischsprachigen Schweiz, die sich durch die Präsenz von mehreren Sprachen auszeichnen. 
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80. Geburtstag von Professor Helmut Bley

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Am 1. Februar kann der Professor für Fertigungstechnik/CAM und ehemalige Dekan der Technischen Fakultät der Universität des Saarlandes Dr.-Ing. Helmut Bley seinen 80. Geburtstag begehen. Er wurde in Berlin geboren, absolvierte sein Abitur in Hildesheim und studierte Maschinenbau und Fertigungstechnik an der Technischen Hochschule Hannover. Von 1965 bis Ende September 1974 arbeitete er als Assistent am Lehrstuhl und Institut für Messtechnik im Maschinenbau bei Prof. Dr.-Ing. habil. Hermann Mintrop. Im Oktober 1973 wurde er mit der Studie „Vergleich mikrogeometrischer Kenngrößen abgespanter Stahloberflächen mit den Anforderungen der Funktion Thermowirkung“ zum Dr.-Ing. promoviert. Vom Oktober 1974 bis zum Jahresende 1988 wirkte der Jubilar im „Zentralbereich Forschung und Technik – Zentrale Fertigungsaufgaben“ der Siemens AG. Er baute unter anderem die Arbeitsgebiete „Arbeitslärmminderung“ sowie „Versuchsstrategien“ auf und leitete dann die Fachgruppen „Sonderverfahren“ und „Spanende Formgebung“ und zuletzt die Fachgruppe „CAP Mechanik“, die unter anderem ein CAM-Projekt in Princeton betreute. Zum 1. Januar 1989 folgte Helmut Bley dem Ruf der Universität des Saarlandes auf den neuen Lehrstuhl für Fertigungstechnik, den er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Ende März 2007 nahezu zwei Jahrzehnte innehatte.
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85. Geburtstag von Professor Reinhard Schneider

Prof. Dr. Reinhard Schneider (Foto: Saar-Uni)

Seinen 85. Geburtstag kann am 13. März 2019 Dr. Reinhard Schneider, emeritierter Professor für Mittelalterliche Geschichte, in seiner Heimatstadt Berlin begehen. Er studierte Geschichte, Lateinische Philologie, Romanistik und Philosophie an der Freien Universität und war fünf Jahre als Gymnasial-Lehrer tätig. Nach seiner Dissertation 1963 wirkte er am Berliner Friedrich-Meinecke-Institut und habilitierte sich 1971 mit der Studie „Königswahl und Königserhebung im Frühmittelalter. […]“; zudem war er Sprecher eines Forschungsschwerpunkts „Zisterzienser“. 1974/75 übernahm er den Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Philipps-Universität Marburg und hatte dort 1978/79 das Dekanat des Fachbereichs Geschichtswissenschaften inne.

Von 1980 bis zu seiner Emeritierung 2001 lehrte und forschte Reinhard Schneider als C4-Professor an der Saar-Uni. Er agierte unter anderem als Sprecher des Landesverbandes Saar des Deutschen Hochschulverbandes, leitete zwischen 1987 und 1989 als Dekan die Philosophische Fakultät und initiierte die Gründung des Universitätsarchivs. Außerdem war er von 1984 bis 1999 Vorsitzender der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und gehört dem renommierten „Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte“ sowie weiteren wissenschaftlichen Vereinigungen an.

In seinen Publikationen widmete sich Prof. Schneider der Geschichte des Frankenreichs, der Rechts- und Verfassungsgeschichte des Mittelalters, der Geschichte des Königtums, der Zisterzienserforschung sowie dem Themenbereich Wahlen und Wählen im Mittelalter. Außerdem engagierte er sich maßgeblich im Forschungsschwerpunkt „Grenzregionen und Interferenzräume“ der Philosophischen Fakultät. Zuletzt ist im Oktober 2012 seine Monographie „Vom Dolmetschen im Mittelalter. Sprachliche Vermittlung in weltlichen und kirchlichen Zusammenhängen“ erschienen.