80. Geburtstag von Prof. Dieter Schmidtchen

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Seinen 80. Geburtstag feiert am 11. April der ehemalige Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes, Dr. Dieter Schmidtchen. Der Jubilar ist Professor für Nationalökonomie, insbesondere Wirtschaftspolitik und Managerial Economics, und Leiter des 1993 gegründeten Center for the Study of Law and Economics (Forschungsstelle zur Ökonomischen Analyse des Rechts).

Nach einer Professur an der Universität zu Köln folgte Dieter Schmidtchen 1979 dem Ruf nach Saarbrücken. Zu den Forschungsschwerpunkten des Wirtschaftswissenschaftlers gehören die Wettbewerbspolitik, die ökonomische Analyse des Rechts, die Neue Institutionenökonomik, Entscheidungsverfahren in der Europäischen Union und strategische Macht sowie die Ökonomik der Religion. Er war Mitorganisator der Jahrestagungen zur Neuen Politischen Ökonomie und Mitherausgeber des gleichnamigen Jahrbuchs. Zudem war er Mitorganisator der Conferences on New Political Economy und Mitherausgeber der Publikationsreihe.
Einer der Höhepunkte war die Konferenz “Constitutional Law and Economics of the European Union” in Saarbrücken, die 1995 vom Center for the Study of Law and Economics organisiert wurde. Im akademischen Jahr 1999/2000 leitete er als Dekan die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Saar-Uni und setzte sich intensiv für eine engere Zusammenarbeit zwischen Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern ein. So initiierte er ein interdisziplinäres Professorenkolloquium und organisierte gemeinsame Seminare. Ende der 90er Jahre kämpfte er mit den Kollegen vergeblich um die Erhaltung des angesehenen Diplomstudiengangs Volkswirtschaftslehre. Auch scheiterte der Versuch, einen Masterstudiengang „Economics, Law and Philosophy“ zu etablieren. Dafür konnte temporär der Masterstudiengang „Economics, Finance and Philosophy“ angeboten werden.
Der Jubilar ist Mitglied der American Economic Association, der German Law and Economics Association und des Ausschusses für Wirtschaftspolitik und seiner Arbeitsgruppe Wettbewerb sowie des Ausschusses für Evolutorische Ökonomik im Verein für Socialpolitik. Aktuelle Forschungsprojekte beziehen sich auf neue, spieltheoretisch basierte Methoden zur Messung des Abschreckungseffekts der Antikartellpolitik sowie auf die Rolle des Verursacherprinzips im Rahmen der Folgenabschätzung umweltpolitischer Maßnahmen. Sein wissenschaftliches Oeuvre umfasst rund 130 Publikationen.

Hohe Auszeichnungen für Materialforscher Eduard Arzt

Eduard Arzt. Foto: Iris Maurer

Der Wissenschaftliche Geschäftsführer des INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien und Professor für Neue Materialien an der Universität des Saarlandes, Eduard Arzt, wurde von der United States National Academy of Engineering zum Internationalen Mitglied gewählt. Damit erhält Arzt eine der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen der USA.

Er wird insbesondere für seine „Forschung über die mechanischen Eigenschaften und die Entwicklung von bioinspirierten funktionellen Oberflächen für medizinische Adhäsive und neuartige Greifsysteme“ geehrt. Die US National Academy of Engineering (NAE) ist ein Zusammenschluss führender Forscherinnen und Forscher, der sich das Ziel gesetzt hat, den technischen Fortschritt der Menschheit zu unterstützen. Von den insgesamt ca. 2580 Mitgliedern aus Akademie und Industrie stammen 281 nicht aus den USA, davon nur 22 aus Deutschland. Für Eduard Arzt ist es die dritte Mitgliedschaft in einer angesehenen Gelehrtengesellschaft: Seit 2002 ist er Mitglied der Leopoldina Nationale Akademie der Wissenschaften in Halle und seit 1997 korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.

Auch die TMS – The Minerals, Metals & Materials Society aus Pittsburgh, PA, USA, lässt Eduard Arzt eine ihrer höchsten Auszeichnungen zukommen. Am 26. Februar erhält er in San Diego den Morris Cohen Award, der für „herausragende Beiträge zur Wissenschaft oder Technologie von Materialeigenschaften“ verliehen wird.

Seit vielen Jahren unterhält Eduard Arzt enge wissenschaftliche Beziehungen und Forschungskooperationen mit den USA. Er hatte Gastprofessuren und -aufenthalte an der Stanford Universität, dem Massachusetts Institute of Technology und der University of California in Santa Barbara und San Diego inne.

Ausgezeichnete Lehre im Praktischen Jahr des Medizinstudiums

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Dr. Torben Rixecker (l.) von der Klinik für Innere Medizin I ist Träger des Lehrpreises 2019 für das Praktische Jahr angehender Mediziner, kurz PJ. Professor Berthold Seitz (r.), Direktor der Universitätsaugenklinik und Fakultätsbeauftragter für das Praktische Jahr, überreichte die Auszeichnung Mitte Dezember im Rahmen der Examens- und Promotionsfeier der Medizinischen Fakultät.

Der Lehrpreis wird seit 2017 jährlich vergeben und ist Teil eines Zehn-Punkte-Programms zur Verbesserung des Praktischen Jahres, mit dem ein Motivationsschub für gute Lehre gelungen ist: Für dieses Konzept, auch „Task Force PJ-Lehre“ genannt, waren Professor Seitz, Studiendekan Professor Norbert Graf und Dr. Dominik Monz ihrerseits im März 2019 vom saarländischen Ministerpräsidenten mit dem ersten Preis des Landespreises Hochschullehre ausgezeichnet worden.

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Nominiert für den PJ-Lehrpreis 2019 waren insgesamt drei Ärzte: neben Dr. Torben Rixecker (2.v.r.) Dr. Dominik Schmitz (2.v.l.) aus der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie sowie Dr. Christian Giebels aus der Klinik für Thorax- und Herz-Gefäßchirurgie (Mitte, rechts: Prof. Carola Meier, Geschäftsführende Professorin der Fachrichtung Anatomie und Zellbiologie). Mitglieder einer Jury bestehend aus der „PJ-Task Force“, der „PJ Faculty“ und Studierenden hatten die drei Mediziner aus allen eingegangen Bewerbungen nach den Kriterien Innovation, Praxisrelevanz, Durchführbarkeit und Nachhaltigkeit ausgewählt. Dr. Torben Rixecker überzeugte mit seinem Lehrkonzept und sammelte die meisten Punkte.

Dotiert ist der Lehrpreis mit 4.000 Euro. Den Betrag stiftet die Willy Robert Pitzer Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Willy Pitzer war Architekt und begann in den 1970er Jahren mit dem Aufbau eines Rehaklinik-Konsortiums, das er auch leitete. Die Stiftung pflegt unter anderem einen wissenschaftlichen, insbesondere medizinischen Förderungsschwerpunkt.

Dr. Chantal Naumann erhält Ernst & Young-Förderpreis 2019

Die Gesellschaft der Förderer des Instituts für empirische Wirtschaftsforschung (IfeW) hat Mitte November wieder den mit 2000 Euro dotierten Förderpreis der Ernst & Young GmbH verliehen. Preisträgerin in diesem Jahr ist Dr. Chantal Naumann (2.v.l., Foto: privat), die für ihre Dissertation „Harmonisiertes Mehrwertsteuersystem für zwischenunternehmerische Lieferungen innerhalb der Union – Eine Untersuchung des Mehrwertsteuersystems unter Berücksichtigung der gegebenen unionsrechtlichen Vorgaben und aktuellen Reformüberlegungen“ ausgezeichnet wird. Dr. Michael Zabel (2.v.r, Ernst & Young) überreichte die Auszeichnung im November im Audimax gemeinsam mit Leander Wappler (r., geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Förderer des IfeW) und Heinz Kußmaul (l.), Professor für Betriebswirtschaftslehre insbesondere Betriebswirtschaftliche Steuerlehre. Der Förderpreis wird seit 2011 an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für herausragende Arbeiten in der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre vergeben.

80. Geburtstag von Universitätsprofessor Walter Hoffmann

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Am 4. Dezember kann der Professor für Kinderkardiologie, ehemalige Vizepräsident für Lehre und Studium der Universität des Saarlandes und Ehrenprofessor der Medizinischen Akademie Twer Dr. Walter Hoffmann seinen 80. Geburtstag begehen.

Walter Hoffmann war von 1967 bis 1971 Assistenzarzt an der Medizinischen Universitäts- und Poliklinik in Homburg, wo er 1971 die Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin einschließlich der Teilgebietsbezeichnung Kardiologie abschloss. 1972 übernahm er die Leitung der „Pädiatrisch-kardiologischen Untersuchungs- und Behandlungsstelle“ an der Universitäts-Kinderklinik und erwarb 1975 die Anerkennung als Facharzt für Pädiatrie und 1978 für Kinderkardiologie. In diesem Jahr erfolgte auch seine Habilitation. In seinen Forschungen widmete sich der Jubilar vor allem der Physiologie und Pathophysiologie des kindlichen Kreislaufs einschließlich seiner medikamentösen Behandlung sowie der Rhythmologie und Ultraschalldiagnostik des kindlichen wie auch des fötalen Herzens. 1988 übernahm er die neue Professur für Kinderkardiologie an der Saar-Uni und wurde im Juli 1988 zum Direktor der Abteilung für Kinderkardiologie in Homburg ernannt. In der akademischen Selbstverwaltung fungierte er von November 1994 bis September 1996 als Prodekan des Fachbereichs Klinische Medizin, gehörte der Zentralen Studienkommission und dem Beirat für das Studienzentrum an und übernahm von März 1999 bis Februar 2001 das Amt des Vizepräsidenten für Lehre und Studium der Universität des Saarlandes.

Anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens verlieh ihm die Medizinische Akademie Twer 2005 als drittem nicht-russischem Wissenschaftler die Würde eines Ehrenprofessors und zeichnete damit sein langjähriges Engagement und seine besonderen Verdienste als Koordinator der Kooperation zwischen der Medizinischen Fakultät in Homburg und der Akademie Twer seit 1995 aus. Auch nach seiner Verabschiedung  als Direktor der Kinderkardiologie im Januar 2005 blieb der Jubilar aktiv und vertrat seine vakante Professur bis zum Ende des Sommersemesters 2006. Seit 2010 engagiert er sich in der Ethikkommission der Ärztekammer des Saarlandes, zumal für ihn „ethische Maßstäbe und die Patientensicherheit unter humanistisch orientierten Wertvorstellungen und gesetzlichen Vorgaben von grundlegender Bedeutung“ bleiben. Nach dem Tod von Prof. Dr. Gerd Rettig-Stürmer 2017 leitete er bis zum Jahresende 2018 die Ethikkommission, der er weiterhin verbunden bleibt. Die Ärztekammer des Saarlandes ehrte ihn im Dezember 2018 für sein langjähriges wissenschaftliches und ärztliches Wirken mit der Ehrenplakette der saarländischen Ärzteschaft.

 

95. Geburtstag von Professor Günter Schweig

Foto: Saar-Uni

 

 

 

Am 21. November wird Günter Schweig, Professor für Didaktik des Französischen, Angewandte Sprachwissenschaft und Übersetzungswissenschaft an der Universität des Saarlandes, 95 Jahre alt. Im saarländischen Dudweiler geboren, studierte der Jubilar in Lyon, Marburg und Saarbrücken Germanistik, Romanistik und Geschichte und wurde am 14. März 1952 als erster Doktorand der Philosophischen Fakultät der Universität des Saarlandes mit seiner Dissertation „Die politische Dichtung Heinrich Heines“ promoviert. Nach dem Wechsel in den saarländischen Schuldienst war er der erste deutsche Lehrer und schließlich stellvertretender Leiter am Deutsch-Französischen Gymnasium.
Im Oktober 1970 übernahm Günter Schweig als Professor den neuen Lehrstuhl „Französische Sprache und Literatur. Didaktik des Französischen“ an der Pädagogischen Hochschule. Seit 1978 lehrte und forschte er an der Saar-Uni in der Fachrichtung „Angewandte Sprachwissenschaft. Übersetzen und Dolmetschen“. Der Träger der „Palmes académiques“ leitete zwischen 1963 und 1973 auch die Romanistische Redaktion der Zeitschrift „Die Neueren Sprachen“ und hat neben Editionen zu Jules Romains und zur französischen Poesie des 20. Jahrhunderts rund 40 Aufsätze publiziert. Der Jubilar darf auch auf zahlreiche Rezensionen zurückblicken, die fundierte Stellungnahmen zu herausragenden Ereignissen des französischen Geisteslebens beinhalten.

Materialforscher Frank Mücklich mit Löhn-Preis ausgezeichnet

Die Steinbeis-Stiftung prämiert mit dem Löhn-Preis herausragende Projekte im unternehmerischen Wissens- und Technologietransfer. Bereits zum zweiten Mal wurde jetzt Frank Mücklich, Professor für Funktionswerkstoffe der Saar-Universität und Direktor des Steinbeis-Forschungszentrums für Werkstofftechnik (MECS), damit ausgezeichnet. Diesmal erhielt er den Preis für die Hochgeschwindigkeits-Laserstrukturierung von elektrischen Steckverbinderkontakten. Diese kommen beispielsweise in Elektrofahrzeugen zum Einsatz [mehr].

80. Geburtstag von Professor Hans Dieter Breuer

Foto: Saar-Uni

Am 29. August kann der Professor für Physikalische Chemie Dr. Hans Dieter Breuer seinen 80. Geburtstag begehen.
Während des Studiums der Physik in Bonn agierte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Physikalische Chemie. Der Diplomarbeit auf dem Gebiet der Drahtexplosionen folgte 1969 die Promotion mit einer Studie aus dem Bereich der Photochemie. Mit seinem akademischen Lehrer Prof. Hasso Moesta kam der Jubilar 1970 an die Universität des Saarlandes und habilitierte sich 1972 im Fachgebiet „Physikalische Chemie“. Als Wissenschaftlicher Rat und Professor wirkte er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Ende September 2004 viele Jahre auf dem Saarbrücker Campus. Mit seinem Namen eng verbunden ist die 1984 begonnene Kooperation mit der „École Nationale Supérieure de Chimie de Strasbourg“. Forschungsaufenthalte führten ihn unter anderem nach Berkeley, Zagreb und Yokohama. Zu seinen Forschungsfeldern gehörten Arbeiten zur Molekülbildung im interstellaren Raum, grundlegende Untersuchungen zur Photoakustischen Spektroskopie, die Photochemie an Festkörperoberflächen sowie die Entwicklung von Photokatalysatoren für den Schadstoffabbau auf der Basis von Halbleitern. Ferner engagierte er sich im Graduiertenkolleg „Neue Hochleistungswerkstoffe für effiziente Energienutzung“ und leitete zwischen 1983 und 1985 als Prodekan den Fachbereich Chemie.

Neuer Professor für Staats- und Verwaltungsrecht

Foto: Conny Ehm

Nikolaus Marsch ist zum Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Saar-Universität ernannt worden. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen im Datenschutzrecht und in der deutsch-französischen Rechtsvergleichung. Ein von ihm gemeinsam mit zwei Wissenschaftlern der Humboldt-Universität herausgegebenes rechtsvergleichendes Lehrbuch zum französischen und deutschen Verfassungsrecht wurde 2017 in Marseille mit dem 8. Deutsch-Französischen Parlamentspreis des Deutschen Bundestags und der Assemblée nationale ausgezeichnet. Für seine Habilitationsschrift zum Datenschutzgrundrecht in der EU-Grundrechtecharta erhielt er den Werner-von-Simson Preis der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und den Wissenschaftspreis der Deutschen Stiftung für Recht und Informatik.

Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit liegen im Europarecht und im Prozessrecht. Sein Engagement in der Lehre wurde mit dem Lehrpreis der Juristischen Fakultät der Universität Freiburg gewürdigt. An der Saar-Uni wird Nikolaus Marsch seine Forschungen im Datenschutzrecht, der deutsch-französischen Rechtsvergleichung und dem Europarecht fortführen, die auch die Forschungsschwerpunkte der Rechtswissenschaftlichen Fakultät darstellen.

Humboldt-Preisträger Marc Swerts forscht an Saar-Uni

Der niederländische Kommunikations-Forscher Marc Swerts, Professor am Lehrstuhl für Kommunikation und Kognition der Universität Tilburg, ist derzeit bei Bernd Möbius zu Gast, Professor für Phonetik und Phonologie der Universität des Saarlandes. Swerts ist kürzlich mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet worden, der ihm Forschungsaufenthalte an verschiedenen deutschen Universitäten ermöglicht. Der international renommierte Experte für Sprachkommunikation analysiert die gesprochene Sprache in Verbindung mit der „visuellen“ Kommunikation von Gesicht, Hand und Körper. Sein Interesse gilt dabei auch den sozialen und kontextbedingten Faktoren, die die Unterschiede in Sprachsystemen verursachen. Während seines Aufenthaltes in Saarbrücken wird er neben zwischenmenschlichen Dialogen auch kommunikative Interaktionen zwischen Mensch und Maschine untersuchen. Dabei ist er in die Forschung des Saarbrücker Sonderforschungsbereichs 1102 „Informationsdichte und sprachliche Kodierung“ eingebunden, der bis 2022 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.

 

Professor Werner Nachtigall wird 85 Jahre alt

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Seinen 85. Geburtstag feiert am 7. Juni 2019 Dr. Werner Nachtigall, emeritierter Professor für Zoologie an der Saar-Uni und Pionier der Technischen Biologie und Bionik in Deutschland.

Als wissenschaftlicher Assistent am Zoologischen Institut der Universität München baute Werner Nachtigall die Forschungsrichtung „Flugbiophysik“ auf. Hier widmete er sich der physiologischen und aerodynamischen Anpassung von Insekten und Vögeln an den Flug und kombinierte dazu biologische und physikalische Methoden. Der Habilitation für Zoologie in München 1965 folgte 1966 eine Gastprofessur an der in University of California Berkeley und 1967 die Ernennung zum Universitätsdozenten. Als einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der Biomechanik wurde der Jubilar 1969 nach dem Tod von Prof. Gustaf de Lattin auf das Saarbrücker Ordinariat für Zoologie berufen. Bis zu seiner Emeritierung 2002 hielt er der Saar-Uni die Treue. 1990 begründete er den Studiengang „Technische Biologie und Bionik” und die „Gesellschaft für Technische Biologie und Bionik“, deren erster Vorsitzender er bis 2003 blieb. Er war Mitbegründer und Leiter des „Bionik-Kompetenzzentrums“ an der Universität des Saarlandes.

Zudem war er Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes, langjähriger Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Mitglied der Mainzer Akademie der  Wissenschaften und der Literatur sowie Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste in München. Von 1990 bis 1992 stand er auch als Dekan an der Spitze der Saarbrücker Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Zu seinen über 300 Publikationen gehören die Bücher „Biomechanik“ (2001) „Bionik – Grundlagen und Beispiele für Ingenieure und Naturwissenschaftler“ (2003), „Insektenflug“ (2003), „Biologisches Design“ (2005), „Bionik als Wissenschaft“ (2010), „Bionik in Beispielen“ und „Bau-Bionik. Natur – Analogie – Technik“ (2. Auflage 2013). Zudem hat Werner Nachtigall viele Auszeichnungen erhalten, darunter die Karl-Ritter-von-Frisch-Medaille der Deutschen Zoologischen Gesellschaft (1982), den Internationalen Rheinlandpreis für Umweltschutz (2002) und die Treviranus-Medaille des Verbandes Deutscher Biologen (2004).

80. Geburtstag von Professor Rüdiger Schmitt

Foto: Saar-Uni

Am 1. Juni wird Rüdiger Schmitt, Professor für Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft und Indoiranistik,  80 Jahre alt. Der frühere Dekan der Philosophischen Fakultät studierte in Würzburg und Erlangen Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft, Indoiranistik und Griechische Philologie. Durch die Berufung seines akademischen Lehrers Manfred Mayrhofer wechselte er 1962 ans Saarbrücker Institut für Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft und Indoiranistik. Nach seiner Promotion mit „Studien zur indogermanischen Dichtersprache“ wurde er 1965 zum wissenschaftlichen Assistenten ernannt. 1969 folgte seine Habilitationschrift über „Die Nominalbildung in den Dichtungen des Kallimachos von Kyrene. Ein Beitrag zur Stellung seines Wortschaftes innerhalb des Griechischen“.
Seit 1970 Universitätsdozent und seit 1972 Wissenschaftlicher Rat und Professor, übernahm er 1979 die Saarbrücker Professur für Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft und Indoiranistik, die er bis 2004 innehatte. Gastprofessuren führten ihn nach Innsbruck und Basel. In der akademischen Selbstverwaltung leitete er als Prodekan von 1975 bis 1977 den Fachbereich Kunst- und Altertumswissenschaften und stand von 1992 bis 1994 als Dekan an der Spitze der Philosophischen Fakultät. Der Jubilar ist Mitglied der Österreichischen, der Dänischen und der Georgischen Akademie der Wissenschaften, des Istituto Lombardo – Accademia di Scienze e Lettere in Mailand sowie des Deutschen Archäologischen Instituts. Sein Oeuvre umfasst rund 30 Bücher, über 300 Aufsätze sowie zahllose Buchbesprechungen und Enzyklopädie-Beiträge. Es widmet sich vor allem der allgemeinen Indogermanistik und indogermanischen Altertumskunde, der griechischen und klassisch armenischen Sprache sowie Sprachen und Eigennamen des vorislamischen Iran, speziell den altpersischen Königsinschriften.

 

85. Geburtstag von Professor Reinhard Schneider

Prof. Dr. Reinhard Schneider (Foto: Saar-Uni)

Seinen 85. Geburtstag kann am 13. März 2019 Dr. Reinhard Schneider, emeritierter Professor für Mittelalterliche Geschichte, in seiner Heimatstadt Berlin begehen. Er studierte Geschichte, Lateinische Philologie, Romanistik und Philosophie an der Freien Universität und war fünf Jahre als Gymnasial-Lehrer tätig. Nach seiner Dissertation 1963 wirkte er am Berliner Friedrich-Meinecke-Institut und habilitierte sich 1971 mit der Studie „Königswahl und Königserhebung im Frühmittelalter. […]“; zudem war er Sprecher eines Forschungsschwerpunkts „Zisterzienser“. 1974/75 übernahm er den Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Philipps-Universität Marburg und hatte dort 1978/79 das Dekanat des Fachbereichs Geschichtswissenschaften inne.

Von 1980 bis zu seiner Emeritierung 2001 lehrte und forschte Reinhard Schneider als C4-Professor an der Saar-Uni. Er agierte unter anderem als Sprecher des Landesverbandes Saar des Deutschen Hochschulverbandes, leitete zwischen 1987 und 1989 als Dekan die Philosophische Fakultät und initiierte die Gründung des Universitätsarchivs. Außerdem war er von 1984 bis 1999 Vorsitzender der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und gehört dem renommierten „Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte“ sowie weiteren wissenschaftlichen Vereinigungen an.

In seinen Publikationen widmete sich Prof. Schneider der Geschichte des Frankenreichs, der Rechts- und Verfassungsgeschichte des Mittelalters, der Geschichte des Königtums, der Zisterzienserforschung sowie dem Themenbereich Wahlen und Wählen im Mittelalter. Außerdem engagierte er sich maßgeblich im Forschungsschwerpunkt „Grenzregionen und Interferenzräume“ der Philosophischen Fakultät. Zuletzt ist im Oktober 2012 seine Monographie „Vom Dolmetschen im Mittelalter. Sprachliche Vermittlung in weltlichen und kirchlichen Zusammenhängen“ erschienen.

Tim Meyer und Barbara Gärtner in DFL-Task Force Sportmedizin berufen

Prof. Tim Meyer, Foto: Oliver Dietze

Gleich zwei Mitglieder der Universität des Saarlandes sind in der neuen "Task Force Sportmedizin / Sonderspielbetrieb" der Deutschen Fußball Liga vertreten:  Den Vorsitz der DFL-Task Force hat Professor Tim Meyer inne, ärztlicher Direktor des Instituts für Sport- und Präventivmedizin an der Universität des Saarlandes und zugleich Arzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Prof. Barbara Gärtner, Foto: privat

Unter den Mitgliedern der Task Force ist Professor Barbara Gärtner: Die Fachärztin für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie ist Leiterin des Bereichs Krankenhaushygiene im Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität und des Universitätsklinikums des Saarlandes.

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Krise und "im Wissen, dass externe Faktoren wie die Verbreitung des Virus und die Bewertung durch die Politik für die Entwicklung in den kommenden Wochen maßgeblich sind," hatten die Clubs der Bundesliga und Zweiten Bundesliga die Task Force am 31. März in der DFL-Mitgliederversammlung ins Leben gerufen. Diese soll ein Konzept „mit dem Ziel der medizinisch vertretbaren Fortführung des Spiel- und Trainingsbetriebes“ erstellen. Der Spielbetrieb in den Bundesligen ist bis mindestens 30. April ausgesetzt.

Die DFL-Taskforce soll alle Covid-19 Fälle bei den Clubs der Bundesliga und Zweiten Bundesliga zentral dokumentieren. Außerdem soll sie ein Vorgehen erarbeiten, mit dem eine engmaschige, unabhängige Testung von Spielern und weiterem Personal unter anderem unmittelbar vor den Spieltagen durchgeführt werden kann. Sowohl organisatorische Maßnahmen im Stadion zur Vermeidung von Übertragungen - wie Hygiene, Desinfektion oder Distanz - als auch spezielle Abläufe bei der Spiel- und Trainings-Organisation sollen definiert und in einem Leitfaden einheitlich festgeschrieben werden.

Professor Hermann Albeck wird 85 Jahre alt

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Am 7. Februar 2020 begeht Herbert Albeck, emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre, seinen 85. Geburtstag. Der Jubilar ist Ehrendoktor der Kliment Ohridski-Universität in Sofia sowie der Ivane-Iavachischvili-Universität in Tbilissi.
1976 wurde Prof. Hermann Albeck als Nachfolger der ersten Inhaberin eines Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre in Deutschland, Prof. Elisabeth Liefmann-Keil, auf den Saarbrücker Lehrstuhl für „Nationalökonomie, insbesondere Wirtschafts- und Sozialpolitik“, berufen, den er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 innehatte. Viele Jahre agierte er im Saarland als Schlichter bei Tarifverhandlungen der Metallindustrie und engagierte sich als Mitglied zahlreicher Fachgremien und Beiräte. Unter anderem wirkte er über zwei Jahrzehnte an den Jahresgutachten des „Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“ (sogenannte „fünf Weise“) mit. Er ist Mitglied des Vereins für Socialpolitik und wurde 1987 in den Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesminister für Wirtschaft berufen, zudem war er mit der Entwicklung des sozioökonomischen Panels befasst. Als Vertrauensdozent der Studienstiftung des deutschen Volkes betreute er lange hochbegabte Studenten der verschiedensten Fachrichtungen.
Im akademischen Jahr 1993/1994 leitete Prof. Albeck als Dekan die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät. Seit 1985 widmete er sich intensiv den Partneruniversitäten in Sofia (Bulgarien) und Tbilissi (Georgien) auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften, insbesondere beim Neuaufbau von Studiengängen und der Betreuung begabter Studenten im Rahmen internationaler Austauschprogramme. Von 2000 bis 2012 war er als Gastprofessor und Dozent an der St. Kliment Ohridski-Universität in Sofia tätig.
Sein wissenschaftliches Werk umfasst zahlreiche Publikationen zu allgemeinen und speziellen Fragen der Wirtschafts- und Stabilisierungspolitik, der Lohn- und Arbeitsmarktpolitik, Sozialpolitik, Einkommensverteilung und der Europäischen Integration.

Neue Professorin für Modellierung und Simulation technischer Systeme

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Dr. Kathrin Flaßkamp ist neue Professorin in der Fachrichtung Systems Engineering. Zuvor war sie Postdoktorandin an der Universität Bremen in der Arbeitsgruppe „Optimierung und Optimale Steuerung“ am Zentrum für Technomathematik, wo sie das Team „Optimal Control“ leitete.

Kathrin Flaßkamp studierte in Paderborn Technomathematik, wo sie 2013 über die „Optimale Steuerung mechanischer Systeme, hybride Steuerungsstrategien und hybride Dynamik“ promovierte. Während ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie Mitglied des Sonderforschungsbereichs „Selbstoptimierende Systeme des Maschinenbaus“. 2014 wechselte sie an die Northwestern University in Chicago und Evanston und arbeitete dort als Postdoctoral Fellow im Labor für Neurowissenschaften und Robotik. Seit 2016 war sie an der Universität Bremen tätig, wo sie Promovierende im DFG-Graduiertenkolleg „Parameteridentifikation“ betreute und das Forschungsprojekt „Graphenbasierte, optimale und kooperative Trajektorienplanung für Interagierende Automobile“ im DFG-Schwerpunkt „Kooperativ interagierende Automobile" leitete.

Verfahren zur Optimierung technischer Systeme stehen im Fokus ihrer wissenschaftlichen Arbeit. „Schon im Design technischer Systeme gibt es viel Optimierungspotenzial, das nur mit Hilfe modellbasierter Vorhersage, also mittels computergestützter Simulationen, ausgeschöpft werden kann. Eine Modellierung des Systems ist daher der erste wesentliche Schritt“, erläutert Kathrin Flaßkamp. Darüber hinaus will sie auch das Verhalten des Systems während des Betriebs optimal beeinflussen. Hierzu entwickelt sie Verfahren der Optimalen Steuerung. „Die mathematische Optimierung ist der Schlüssel zur Entwicklung autonomer Systeme, die beispielsweise mittels künstlicher Intelligenz in die Lage versetzt werden, selbstständig zu navigieren“, sagt sie. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen dabei strukturerhaltende und strukturausnutzende Verfahren und deren Anwendung in der Robotik, der Raumfahrt, der Biomechanik, der Medizin- und Antriebstechnik sowie im autonomen Fahren.

Zur Attraktivität des Bachelor- und Masterstudiengangs Systems Engineering wird sie durch neue Vorlesungen zu modernen Modellierungs- und computergestützten Simulationsverfahren beitragen.

Anja Feldmann ist neues acatech-Mitglied

Anja Feldmann, Direktorin am Max-Planck-Institut für Informatik und Honorarprofessorin der Universität des Saarlandes, ist von acatech, der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften, zum neuen Mitglied gewählt worden. Die Akademie steht Politik und Öffentlichkeit in technikwissenschaftlichen Fragen beratend zur Seite. Anja Feldmann will ihr Beratungsmandat dazu nutzen, um das Thema der weltweiten digitalen Vernetzung und deren Einfluss auf Wirtschaft und Privatleben transparent zu halten.

Professor Rolf Müller wird Ehrendoktor der Shandong-Universität

Foto: HIPS

Rolf Müller, geschäftsführender Direktor des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), ist mit der Ehrendoktorwürde der Shandong University in China ausgezeichnet worden. Die Verleihung der Ehrendoktorwürde erfolgte auf Beschluss des nationalen Wissenschaftsrates in China. Müller ist der 18. Wissenschaftler, der in diesem Jahr mit der Ehrendoktorwürde einer chinesischen Universität ausgezeichnet wurde.
Die chinesische Partneruniversität würdigte damit seine Leistungen in der wissenschaftlichen Forschung, der internationalen Zusammenarbeit und der Talentförderung. Die Verleihung erfolgte anlässlich der langjährigen Kooperation zwischen seiner Arbeitsgruppe und der Shandong Universität, zuletzt gefördert im Rahmen des Programmes „Helmholtz International Lab“. Dieses mehrjährige Forschungsprojekt wurde kürzlich als deutsch-chinesische Kooperation zwischen dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig (HZI), dem Saarbrücker HIPS und der Shandong-Universität initiiert.
Im Helmholtz International Lab arbeitet ein interdisziplinäres Forscherteam an neuen antibakteriellen und antiviralen Strategien, um Medikamente gegen resistente bakterielle Erreger und virale Krankheiten zu entwickeln. Im Rahmen des Helmholtz International Lab wurde im Juni dieses Jahres eine Nachwuchsgruppe am HIPS eingerichtet. Diese wird nach drei Jahren – also der Hälfte der Laufzeit – zusammen mit ihrem Leiter Dr. Chengzhang Fu an die Shandong University übersiedeln.
Darüber hinaus ist Rolf Müller auf eine „Honorary Professorship“ der Universität Kapstadt berufen worden. Damit würdigt die südafrikanische Universität die bisherige Zusammenarbeit mit dem HIPS, zudem sollen gemeinsame Forschungsprojekte weiter vertieft werden. Dabei liegt der Fokus auf der Wirkstoffentwicklung aus mikrobiellen Naturstoffen mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Behandlung von Tuberkulose und multi-resistenten Erregern. Ergänzt werden soll die Kooperation durch ein Austauschprogramm.

Preise für Studierende

Foto: Iris Maurer

Für herausragende Teamleistung und erfolgreiche Teilnahme an der Weltmeisterschaft der juristischen Fakultäten in Wien, dem renommierten „Willem C. Vis Moot“, hat die Asko Europa-Stiftung bereits zum vierten Mal in Folge Studentinnen und Studenten des Europa-Instituts ausgezeichnet. Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger sind: Afolabi Adekemi (2.v.r) aus Nigeria , Vishakha Choudhary (3.v.r.) aus Indien, Filip Matković (3.v.l) aus Kroatien sowie Viktorija Rajić aus Bosnien und Herzegovina, Xingyan Ren aus China und Tamar Shvelidze aus Georgien. „Die Asko Europa-Stiftung unterstützt schon seit Jahrzehnten die Arbeit des Europa-Instituts und arbeitet in sehr vertrauensvoller und angenehmer Weise mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen. Da lag es nahe, einen Preis zu stiften, um besondere Verdienste von Studierenden der Saarbrücker Rechtswissenschaften zu würdigen“, so Klaus-Peter Beck (2.v.l.), Kuratoriumsvorsitzender der Asko Europa-Stiftung, der den Preis im Rahmen der Semester-Eröffnungsfeier des Europa-Instituts Ende Oktober überreichte.

Zusammen mit den Coaches Professor Helmut Rüßmann (l.), Anja Neufing und Pieter Van Vaerenbergh (r.) war das Studierenden-Team in dem sechs Monate dauernden Wettbewerb zum internationalen Kaufrecht und Schiedsverfahrensrecht angetreten, an dem über 360 Universitäten aus aller Welt teilgenommen hatten. Beim „Vis Moot“ schlüpfen alljährlich Studentinnen und Studenten in einem simulierten Schiedsprozess in die Rolle von Anwälten. Professor Rüßmann und seine Jura-Teams fahren hier regelmäßig Spitzenergebnisse für die Universität ein. Auch 2019 konnte sich das Team der Saar-Uni wieder über eine Auszeichnung bei der Jura-WM freuen. Der Schriftsatz für die Beklagte erhielt eine ´Honourable Mention´. Damit gehörte das Team zu den besten 10 Prozent unter den teilnehmenden Unis.
Die Asko Europa-Stiftung engagiert sich seit 2016 bei diesem Wettbewerb und stiftet die Preisgelder für das Gewinnerteam.

Professorin Anna Hirsch als Young Medicinal Chemist ausgezeichnet

Die Europäische Föderation für Medizinische Chemie (EFMC) hat im Rahmen des internationalen Symposiums „Advances in Synthetic and Medicinal Chemistry“ in Athen junge medizinische Chemiker, die eine Hochschullaufbahn verfolgen, mit dem Young Medicinal Chemist in Academia-Preis ausgezeichnet - unter ihnen Anna Hirsch, Leiterin der Abteilung „Wirkstoffdesign und Optimierung“ am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) und Professorin für Medizinische Chemie an der Saar-Uni. Sie wurde mit dem Runner-Up-Preis geehrt. Anna Hirsch forscht an der Entwicklung neuer Strukturklassen von Antibiotika mit neuartigem Wirkmechanismus, die gegen gramnegative oder grampositive Bakterien wirken. Dabei nutzt sie Strukturinformationen von Zielproteinen, um Leitstrukturen für die Entwicklung neuer Wirkstoffe zu entwerfen. Mit ihrem Team setzt sie innovative Methoden wie die dynamisch-kombinatorische Chemie ein, bei der die Wirkstoff-Bausteine einzeln hergestellt werden und erst im Reagenzglas miteinander reagieren. Dieser Ansatz ermöglicht die Optimierung der Moleküle und beschleunigt den Entwicklungsprozess.

Anna Hirsch hat 2008 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich promoviert. Nach einem Aufenthalt als Postdoc in Strasbourg (Frankreich) übernahm sie 2010 eine Stelle als Assistant Professor und 2015 als Associate Professor für Strukturbasierte Wirkstoffentwicklung an der Universität von Groningen (Niederlande). Seit Mai 2017 ist sie Professorin für Medizinische Chemie in Saarbrücken und leitet am HIPS die Abteilung „Wirkstoffdesign und Optimierung“ [mehr] Der Europäische Forschungsrat (ERC) fördert ihre Forschung seit 2018 mit einem renommierten ERC Starting Grant.

Ehrendoktorwürde für zwei Steuerberater

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät hat den Steuerberatern Armin Pfirmann und Hans-Jürgen A. Feyerabend die Ehrendoktorwürde verliehen. Beide haben sich auf besondere Weise für die Wirtschaftswissenschaft an der Universität des Saarlandes engagiert. Armin Pfirmann hat an der Saar-Uni Betriebswirtschaftslehre studiert und war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Professor Günter Wöhe. Er ist heute Geschäftsführender Gesellschafter der Dornbach Gruppe in Saarbrücken,  einer der größten mittelständischen Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzleien in Deutschland. Bereits seit 2004 lehrt Armin Pfirmann an der Saar-Universität und hat seitdem viele wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht.  Der Rechtsanwalt und Steuerberater Hans-Jürgen A. Feyerabend wurde nach seinem Jura-Studium in Frankfurt  international wichtigster Partner im Bereich der Finanzdienstleistungen bei KPMG, einer der größten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsunternehmen der Welt. Auch er ist in der Lehre für die Studierenden der Saar-Uni aktiv und hat vielfältig wissenschaftlich publiziert.

80. Geburtstag von Professor Peter Weinberg

Foto: Universität Gesamthochschule Paderborn

Seinen 80. Geburtstag feierte am 3. Juli 2019 der emeritierte Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing, und frühere Direktor des Saarbrücker Instituts für Konsum- und Verhaltensforschung Dr. Peter Weinberg.
Nach dem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der TU Berlin wirkte der in Tallinn geborene Jubilar als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. 1969 an der TU Berlin mit Auszeichnung promoviert, setzte er seine Laufbahn in Saarbrücken an dem von Prof. Werner Kroeber-Riel geleiteten Lehrstuhl für Absatz- und Konsumforschung und dem Institut für Konsum- und Verhaltensforschung als Mitarbeiter und Assistenzprofessor bis zur Habilitation fort. Von 1974 bis 1996 agierte er als ordentlicher Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Absatz-, Konsum- und Verhaltensforschung, an der Universität Gesamthochschule Paderborn. Zum 1. Oktober 1996 folgte er dem Saarbrücker Ruf in der Nachfolge seines verstorbenen akademischen Lehrers Prof. Kroeber-Riel und leitete bis zu seiner Emeritierung Ende 2005 das Institut für Konsum- und Verhaltensforschung. In der Laufbahn des Jubilars spiegelt sich auch die Entwicklung der Konsumentenverhaltensforschung, die er mit seinem weiten Schülerkreis maßgeblich mitgeprägt hat. Zu Standardwerken gehören seine Studien „Das Entscheidungsverhalten der Konsumenten“ (1982), „Nonverbale Marktkommunikation“ (1986) oder seine Analysen zum „Erlebnismarketing“ (1992) sowie zur Kundenbindung und zu virtuellen Konsumwelten. Außerdem hat er bis zur 8. Auflage 2003 die von Prof. Kroeber-Riel erarbeitete Monographie „Konsumentenverhalten“ aktualisiert. Er ist Träger der Viktor-Matja-Medaille der Werbewissenschaftlichen Gesellschaft Österreichs und hat als Dekan und Prodekan umfangreiche Aufgaben in der akademischen Selbstverwaltung übernommen. Sein Oeuvre umfasst rund tausend Publikationen.

 

85. Geburtstag von Professor Bernd Lindemann

Foto: Saar-Uni

Am 10. Juni 2019 kann der Professor für Physiologie an der Universität des Saarlandes, Dr. Bernd Lindemann, in Homburg seinen 85. Geburtstag begehen. Der Jubilar studierte Medizin in Hamburg, Tübingen und München. Es folgten die Dissertation am Physiologischen Institut der Universität Hamburg und ein Forschungsaufenthalt an der Harvard Medical School in Boston. 1965 kam er als Assistent an das II. Physiologische Institut der Universität in Homburg. Nach der Habilitation wurde er 1969 zum Dozenten und ein Jahr später zum Abteilungsvorsteher „Membranforschung an Epithelien“ sowie zunächst zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Nach der Gründung des Sonderforschungsbereichs 38 „Membranforschung“ leitete er dort als Forschungsprofessor der Deutschen Forschungsgemeinschaft über viele Jahre verschiedene Teilprojekte. Ab 1980 war er stellvertretender Sprecher des SFBs, ebenso beim folgenden Sonderforschungsbereich 246, wo er von 1991 bis 1993 das Sprecheramt innehatte. Außerdem fungierte er von 1990 bis 1992 als stellvertretender Prodekan des Fachbereichs „Theoretische Medizin“.
Neben dem Ionentransport durch Zellmembranen wurde die Physiologie des Geschmacksinnes Forschungsschwerpunkt von Prof. Lindemann. Die Publikation „Taste Reception“ in den „Physiological Reviews“ 1996 wurde seine meistzitierte Arbeit. Innerhalb von zehn Jahren warb er insgesamt 2,3 Millionen D-Mark an Drittmitteln ein, weit mehr als sein universitäres Budget betrug. Seine Mitarbeiter waren überwiegend Stipendiaten aus USA, Indien, Japan und anderen Ländern. 1998 trat Prof. Lindemann in den Ruhestand, um noch mehrere Jahre weiterzuforschen und einen halbjährigen Aufenthalt an der Kyushu-Universität in Japan anzutreten. Sein wissenschaftliches Oeuvre umfasst 125 Veröffentlichungen zu physiologischen Themen, darunter acht Beiträge in „Science and Nature“. Er schrieb auch Romane und Erzählungen, darunter „Museumsgeschichten“. Gegenwärtig beschäftigt er sich mit philosophischen Aspekten der Physiologie.

Günter Hotz wird Ehrensenator der Saar-Uni

Foto: Oliver Dietze

Im Rahmen der 50-Jahresfeier der Saarbrücker Informatik hat Uni-Präsident Manfred Schmitt die Ehrensenatorenwürde an den emeritierten Informatik-Professor Günter Hotz verliehen. Dieser gilt als einer der Väter der Informatik in Deutschland. Er hat maßgeblich zur Entwicklung des Fachs an deutschen Hochschulen beigetragen. An der Universität des Saarlandes hat er die Grundlagen dafür gelegt, dass sich die Saarbrücker Informatik zu einer der besten Informatikstandorte weltweit entwickelt hat. Günter Hotz war federführend an der Berufung der äußerst erfolgreichen ersten Generation an Informatik-Professoren an der Universität des Saarlandes beteiligt. "Diese mutige und weitsichtige Berufungsstrategie, die bis heute in der Informatik Tradition hat, war eine wesentliche Grundlage für den Erfolg der Saarbrücker Informatik", hob Universitätspräsident Manfred Schmitt in seiner Laudatio hervor [mehr].

90. Geburtstag von Professor Heinz König

Am 16. Mai kann in Saarbrücken der emeritierte Professor für Mathematik und frühere Prorektor der Universität Dr. Dr. h.c. Heinz König seinen 90. Geburtstag begehen. Seit 1965 wirkt der in Stettin geborene Jubilar und Ehrendoktor der Universität Karlsruhe am Mathematischen Institut der Universität des Saarlandes. Gastprofessuren führten ihn an Universitäten in aller Welt. Im Zentrum seines wissenschaftlichen Lehrens und Forschens steht die Mathematische Analysis.

Prof. König hat sich sowohl als akademischer Lehrer und innovativer Forscher als auch in fachwissenschaftlichen Gremien und der akademischen Selbstverwaltung engagiert. Unter anderem war er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des renommierten Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach und Mitherausgeber des „Archivs der Mathematik“. In der Deutschen Forschungsgemeinschaft fungierte er als leitender Fachgutachter für Mathematik und Gründungsmitglied des Auswahlausschusses für das Heisenberg-Programm. Außerdem war er Gründungsvorsitzender der „Gesellschaft für Mathematik, Ökonomie und Operations Research“. 2006 wurde ihm die Otto Volk-Medaille in Bronze der Universität Würzburg verliehen. An der Saar-Uni leitete er 1970/71 als Dekan die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät und agierte von 1971 bis 1973 als Prorektor der Universität. Ferner war er viele Jahre Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes, Senatsbeauftragter für Internationale Angelegenheiten und Vorstandsmitglied des Deutsch-Amerikanischen Instituts Saarbrücken e.V.

Christoph Bock mit Overton Preis geehrt

Christoph Bock, Foto: MPI

Der Bioinformatiker Christoph Bock wurde mit dem Overton Prize der International Society of Computational Biology (ISCB) ausgezeichnet. Einmal pro Jahr wird dieser Preis an weltweit einen einzigen Wissenschaftler verliehen, der am Beginn oder in der Mitte seiner Karriere steht und als kommende Leitfigur in der Bioinformatik angesehen wird. Christoph Bock hat an der Universität des Saarlandes promoviert und in der Arbeitsgruppe von Professor Thomas Lengauer am Max-Planck-Institut für Informatik an epigenetischen Biomarkern geforscht. Als Postdoc im Labor von Alexander Meissner am Broad Institute  führte er groß angelegte epigenomische Analysen von Stammzellen durch und war am Projekt Roadmap Epigenomics beteiligt. Seit 2012 bekleidet er als Principal Investigator eine Forscherstelle an Research Center for Molecular Medicine der Österreichischen der Wissenschaften in Wien und ist Gastprofessor an der Medizinischen Universität Wien. Er ist ebenfalls als einer der führenden Computerbiologen im Blueprint-Epigenom-Projekt der Europäischen Union und im Internationalen Humangenomprojekt tätig. [mehr]

80. Geburtstag von Professor Hans Becker

Foto: privat

Am 14. März 2020 kann der Professor für Pharmakognosie und Analytische Phytochemie und ehemalige Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes, Hans Becker, seinen 80. Geburtstag begehen.
Nach dem Studium der Pharmazie, Promotion und Habilitation für Pharmazeutische Biologie leitete Hans Becker das Institut für Pharmazeutische Biologie an der neu gegründeten Fakultät für Pharmazie der Universität Heidelberg. 1981 wurde er mit dem Ernst-Scheurich-Preis ausgezeichnet und agierte bis 1983 als Dekan seiner Fakultät. Gastprofessuren führten den Apotheker in die USA, ins peruanische Lima sowie nach Montpellier und Straßburg. Als Nachfolger von Prof. Egon Stahl übernahm er 1987 den Lehrstuhl für Pharmakognosie und Phytochemie in Saarbrücken. Gemeinsam mit Prof. Theophil Eicher (Organische Chemie), Prof. Hans Dietmar Zinsmeister und Prof. Rüdiger Mues (beide Botanik) gründete er den interdisziplinären Arbeitskreis „Chemie und Biologie der Moose“ mit dem gemeinsamen Motto: „Ohne Moos nix los!“. Gegenstand der Forschung waren die resistenten kleinen Pflanzen, die Schädlingen und saurem Regen widerstehen. Im Laufe der Jahre wurde bei den Lebermoosen eine immense Zahl neuartiger Naturstoffe entdeckt und ihre Struktur aufgeklärt.
Von 1994 bis 1996 wirkte Prof. Becker als Dekan seiner Fakultät, gehörte acht Jahre dem Senat an und war von 1995 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2005 Beauftragter für den Hochschulsport. Wiederholt stand er als Vorsitzender an der Spitze der Landesgruppe der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft in Nordbaden und im Saarland, engagierte sich seit 1993 im Vorstand der Apothekerkammer des Saarlandes und führte zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen der Apothekerkammern und der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft durch.
2003 wurden Prof. Becker und sein Mitarbeiter Dr. Axel Alt gemeinsam mit Dr. Clarissa Gerhäuser und ihrem Arbeitskreis vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg mit dem Phoenix Pharmazie-Wissenschaftspreis ausgezeichnet: Sie hatten im Hopfen die krebspräventive Substanz Xanthohumol nachgewiesen. Sein wissenschaftliches Œvre umfasst sechs Monographien und über 250 Aufsätze, als akademischer Lehrer hat er 56 Doktoranden zur Promotion geführt und Gastwissenschaftler aus 16 Ländern in seinen Instituten betreut.

 

90. Geburtstag von Professor Günter Lensch

Foto: Saar-Uni

Der emeritierte Professor für Angewandte Geochemie und Mineralogie Dr. Günter Lensch wird am 25. Januar 90 Jahre alt. Der Jubilar studierte in Heidelberg, Innsbruck, Toulouse und München. 1960 wurde er mit seiner Studie „Geologische Untersuchungen in der kohleführenden Faltenmolasse Oberbayerns“ promoviert. Anschließend widmete er sich am Geologischen Landesamt für Nordrhein-Westfalen den Arbeitsfeldern Kohlenpetrographie und Kohlenmikroskopie.
1963 kam Günter Lensch ans Mineralogische Institut der Universität des Saarlandes und wurde nach seiner Habilitation 1970 zum Professor ernannt. In seinen Forschungen beschäftigter er sich insbesondere mit den Gesteinen und Mineralen der tiefen Erdkruste und der Ozeanböden. Von 1970 bis 1981 war er Hauptkoordinator eines Deutsch-Iranischen Schwerpunktprogramms der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur „Tektonik, Gebirgsbildung und Lagerstättengenese am Beispiel der Iraniden“. Zudem widmete er sich materialwissenschaftlichen Forschungen zur Denkmalpflege. Professor Lensch pflegte enge Kontakte zu französischen Universitäten und zur Universität Warschau und leitete mehrmals als Prodekan den Fachbereich Geologie - Mineralogie.

Paul H. Repplinger-Ehrenpreis für Dr. Jennifer Helfgen

Bei der Preisverleihung: Michael Olbrich, Dr. Jennifer Helfgen und Dr. Dieter Scheid (v.l.) Foto: privat

Im Rahmen des saarländischen Handelskongresses Mitte November 2019 im VHS-Zentrum am Saarbrücker Schloss wurde Dr. Jennifer Helfgen (Mitte) mit dem Paul H. Repplinger-Ehrenpreis ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird für herausragende Arbeiten mit Bezug zu Mittelstand oder Handel vergeben. Bewerbungen aus ganz Deutschland zeigen das inzwischen große überregionale Interesse junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Die Gesellschaft der Förderer des Instituts für empirische Wirtschaftsforschung an der Universität des Saarlandes vergibt den Preis seit 2009 im zweijährigen Turnus. Der Preis trägt den Namen ihres langjährigen Vorsitzenden und Vizepräsidenten der IHK Saarland. Mit dem „Preis der Förderer“ sowie dem „Saarbrücker Förderpreis“ der Ernst & Young GmbH verleiht die Gesellschaft außerdem zwei weitere Preise, die sich insbesondere an Absolventinnen und Absolventen der Universität des Saarlandes richten.

Neue Professorin für Zell- und Entwicklungsbiologie

Portrait: privat

Dr. Sandra Iden ist ab 1. Januar Professorin für Zell- und Entwicklungsbiologie der Universität des Saarlandes. Zuvor leitete sie an der Universität zu Köln die Arbeitsgruppe „Zellpolarität, Homöostase und Krebs“.

Sandra Iden studierte in Hannover Biochemie. Mit Auszeichnung promovierte sie 2007 in Münster zur Funktion von Adhäsions-Molekülen in der Regulation von epithelialen und endothelialen Zell-Zell-Kontakten. Als Postdoktorandin am Niederländischen Krebsinstitut in Amsterdam erforschte sie molekulare und zelluläre Mechanismen, die der Tumorentstehung und -progression zugrunde liegen. 2011 übernahm Iden die Leitung einer eigenständigen, internationalen Forschergruppe am Kölner Exzellenzcluster.

Wissenschaftlich befasst sich Iden mit der Kontrolle von Zellpolarität sowie der Bedeutung zellulärer Architektur in Gewebeerhalt und Krankheit. Gemeinsam mit ihrem Team konnte sie Mechanismen aufdecken, durch welche gestörte Polaritätssignale die biomechanischen Eigenschaften von Hautzellen verändern und so zu Stammzellverlust und vorzeitiger Alterung führen. Weitere Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen in der Kommunikation verschiedener Zelltypen der Haut wie im Kontext von Pigmentierung, Wundheilung und Allergie sowie der Konsequenz veränderter Zellinteraktionen in Krebsentstehung und Metastasierung.

An der Universität des Saarlandes wird Sandra Iden ihre Forschung fortführen, um Mechanismen zum Erhalt von Gewebeintegrität in Entwicklung und Krankheit zu entschlüsseln. Mit ihren Forschungsansätzen wird sie den „NanoBioMed“-Schwerpunkt der Universität ergänzen und stärken.

Karl-Heinz-Beckurts-Preis für Michael Backes

Michael Backes, Gründungsdirektor des Helmholtz-Zentrums für IT-Sicherheit (Cispa) und Informatik-Professor der Saar-Uni, erhält den Karl-Heinz-Beckurts-Preis. Es ist einer der renommiertesten Forschungspreise Deutschlands. Die Karl Heinz Beckurts-Stiftung würdigt mit der Auszeichnung herausragende wissenschaftliche und technische Leistungen, von denen erkennbare und von den Preistraägern gefoörderte Impulse fuür Innovationen in Deutschland ausgehen. Vorgeschlagen wurde Professor Backes von Volker Linneweber, dem ehemaligen Praäsidenten der Universitaät des Saarlandes: „Aus meiner Sicht handelt es sich bei Michael Backes um eine außergewoöhnliche Persönlichkeit im wissenschaftlichen Bereich, wie es sie nur alle paar Jahrzehnte gibt.“

Die aktuellen Forschungsschwerpunkte von Professor Backes sind die Entwicklung von Methoden zum Schutz persoönlicher Daten, insbesondere in der Medizin, die Erforschung vertrauenswuürdiger Methoden zum maschinellen Lernen, sowie universelle Loösungen in der Software- und Systemsicherheit. Seine Forschungsergebnisse sind durch mehr als 250 referierte Publikationen in den führenden international anerkannten Zeitschriften und Tagungsbaänden nachgewiesen und durch wissenschaftlich renommierte Preise ausgezeichnet.

Mathematiker Alfred Louis vom Sobolev-Institut für Lebenswerk geehrt

Als erster Westeuropäer ist Alfred Louis, Professor für Angewandte Mathematik der Universität des Saarlandes, mit der Goldmedaille des weltbekannten Sobolev-Instituts für Mathematik der Russischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet worden. Louis wurde für seine grundlegenden Forschungsleistungen im Bereich der Theorie und Algorithmenentwicklung für so genannte inverse Probleme, die sehr schwer lösbar sind, geehrt. Dieser Teilbereich der Mathematik spielt für viele Anwendungen in der Medizintechnik und bei zerstörungsfreien Prüfverfahren eine wichtige Rolle [mehr].

Dr. Gregor Fuhrmann mit Nachwuchspreis ausgezeichnet

Im Rahmen ihrer Jahrestagung hat die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) am 4. September Gregor Fuhrmann mit dem Nachwuchspreis der Horst-Böhme-Stiftung der DPhG ausgezeichnet. Der promovierte Pharmazeut und Apotheker leitet die Nachwuchsgruppe „Biogene Nanotherapeutika“ am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), einem Standort des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Kooperation mit der Universität des Saarlandes. Der mit 5000 Euro dotierte Preis fördert hervorragende Nachwuchswissenschaftler, die eine Hochschullaufbahn einschlagen wollen.

Gregor Fuhrmann arbeitet mit seinem Team an extrazellulären Vesikeln – kleinen Membranbläschen, die Zellen und Bakterien zum Informationsaustausch nutzen. Diese natürlichen Nanopartikel kombiniert Fuhrmann mit Biomaterialien, um damit die Diagnose- und Therapiemöglichkeiten von Infektionen und Entzündungen zu verbessern. Ziel ist es, die Vesikel als Wirkstofftaxis einzusetzen. Daneben hat er kürzlich eine Gruppe von bakteriellen Vesikeln entdeckt, die antibiotisch wirken und gleichzeitig in in vitro-Zellmodellen nicht toxisch sind.

Gregor Fuhrmann hat an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich promoviert und die ETH-Medaille für herausragende Leistungen erhalten. Danach forschte er am Imperial College in London. 2016 warb er eine Förderung über das BMBF-Exzellenzprogramm „NanoMatFutur“ ein, mit der er seine jetzige Forschungsgruppe am HIPS gründete. Insgesamt hat Fuhrmann seit seiner Promotion rund 2,6 Millionen Euro Drittmittel eingeworben.

Ehemaliger Universitätspräsident Professor Günther Hönn wird 80 Jahre alt

Prof. Dr. Günther Hönn (Foto: Saar-Uni)

Am 7. August kann der ehemalige Präsident der Universität des Saarlandes und Professor für Bürgerliches Recht, Handels-, Wirtschafts- und Arbeitsrecht Dr. Günther Hönn seinen 80. Geburtstag begehen.
Nach seinem Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Frankfurt/Main, Wien und Freiburg und der Promotion an der Universität Frankfurt 1969 arbeitete Günther Hönn als Wirtschaftsjurist und Leiter der Rechtsabteilung der Lever-Sunlicht GmbH in Hamburg. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Hochschulassistent wechselte er 1973 an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und habilitierte sich 1980 mit seiner Studie „Kompensation gestörter Vertragsparität. Ein Beitrag zum inneren System des Vertragsrechts“. Eine Professur an der Freien Universität Berlin war die nächste Station seiner wissenschaftlichen Laufbahn, ehe er im Oktober 1984 die Nachfolge von Prof. Fritz Brecher auf dem Saarbrücker Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels-, Wirtschafts- und Arbeitsrecht antrat.
Hier agierte Prof. Hönn 1991/1992 als Vizepräsident für Lehre und Studium. Nach dem krankheitsbedingten Rücktritt von Prof. Richard Johannes Meiser wählte ihn das Konzil 1992 zu dessen Nachfolger als Universitätspräsident. Seine bis 2000 dauernde Amtszeit war geprägt durch schwierige Struktur- und Spardebatten im Spannungsfeld zwischen universitärer Autonomie und knappen finanziellen Ressourcen. Unter diesen Vorzeichen fand am 11. Juli 1996 die größte Demonstration der Universitätsgeschichte gegen die Sparpolitik der Landesregierung unter dem Motto „Eine Universität braucht ein Land“ statt; sie führte zu einer breiten Solidarisierung mit der Universität und einer Reduktion der „zuvor diskutierten abenteuerlichen Einsparungen“.

Während Prof. Hönns Präsidentschaft erfolgte aber auch der weitere universitäre Ausbau auf dem Campus, unter anderem mit den Neubauten der Informatik, des Science Park oder des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. Zudem wurde die Kooperation der Universität mit anderen Hochschulen auf regionaler und internationaler Ebene vertieft. Nach der Amtsübergabe an seine Nachfolgerin Prof. Margret Wintermantel kehrte Prof.  Hönn auf seinen Lehrstuhl zurück und arbeitete über seinen Eintritt in den Ruhestand Ende September 2004 hinaus weiter in seinem Fachgebiet. Er hat in mehreren Auflagen Fallsammlungen und Studienbücher zum „Wettbewerbs- und Kartellrecht“ veröffentlicht und an Kommentaren zum Bürgerlichen Gesetzbuch mitgewirkt. Auch heute ist er noch im Rahmen des gemeinsamen Master-Fernstudiums „Wirtschaftsrecht für die Unternehmenspraxis“ mit der Technischen Universität Kaiserslautern tätig.

Augenarzt spendet Uni-Augenklinik umfangreiche Fachbibliothek

Dr. Arno Högel (Foto: Klinik)

In über 45 Jahren Tätigkeit als Augenarzt hat Dr. Arno Högel eine Vielzahl an Fachbüchern zusammengetragen. Im Laufe der Zeit ist so eine beachtliche Bibliothek entstanden, die neben Standardwerken auch zahlreiche Kostbarkeiten der Augenheilkunde umfasst. Am 17. Juni 2019 hat Arno Högel diese handverlesene medizinische Sammlung offiziell der Universitäts-Augenklinik in Homburg überreicht.

In einer Feierstunde dankte der Direktor der Augenklinik, Professor Berthold Seitz, Dr. Högel herzlich für diese Bücherspende, die nun der medizinischen Aus- und Weiterbildung zugutekommen wird. „Die Fachbücher stellen einen enormen Wert dar. Etliche davon sind nicht mehr auf dem Markt erhältlich“, betonte Professor Seitz. „Zur Sammlung gehören auch zahlreiche ältere Handbücher und Raritäten der Augenheilkunde von epochaler Bedeutung in deutscher und englischer Sprache.“ Die Bücherspende wurde in die klinikeigene Bibliothek integriert. „Sie kommt nun unter anderem den jungen Assistenzärztinnen und -ärzten bei ihrer Ausbildung zu Gute“, erklärte Professor Seitz.

Arno Högel, Ehrenvorsitzender der Augenärzte des Saarlandes, war viele Jahrzehnte als Augenarzt in Blieskastel tätig. Der ehemalige leitende Oberarzt an der Augenklinik Sulzbach fungierte außerdem als ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht in Saarbrücken. Viele Jahre engagierte er sich als Vorsitzender des Berufsverbandes und des Saarländischen Ärztesyndikats der Augenärzte des Saarlandes. Er ist langjähriges Mitglied im Vorstand der Knappschaftsärzte des Saarlandes, daneben auch Gutachter der Bundesknappschaft für das Sozialamt und die Ärztekammer sowie Kontaktlinsenobmann.

In einer Feierstunde dankte der Direktor der Uni-Augenklinik, Prof. Berthold Seitz (l.), Dr. Arno Högel für die Bücherspende.

Tanja Michael ist Fellow der Association for Psychological Science

Tanja Michael, Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität des Saarlandes, ist für ihre anhaltenden und herausragenden Beiträge zur psychologischen Forschung zum Fellow der Association for Psychological Science (APS) ernannt worden. Damit befinde sich Tanja Michael in der Gesellschaft der prominentesten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihrer Disziplin, so APS-Präsidentin Barbara Tversky im Begleitschreiben zur Ehrung. Tatsächlich stehen auf der Liste der APS-Fellows nur sehr wenige deutsche Psychologen. Die APS gilt als führende wissenschaftliche Gesellschaft im Fach Psychologie.

Tanja Michael, die an der Universität des Saarlandes außedem die Psychotherapeutische Universitätsambulanz leitet, an der zum Beispiel Patienten mit Angststörungen oder Traumata behandelt werden, wurde darüber hinaus am 4. Juni 2019 vom Magazin „Focus“ erneut in die Liste der Top-Mediziner in Deutschland aufgenommen. Darin listet das Magazin die besten Mediziner für bestimmte Fachgebiete auf, darunter auch Expertinnen und Experten für Psychotherapie. Tanja Michael wird seit 2011 regelmäßig zu den „Top-Medizinern“ gezählt. 

Vizepräsident Roland Rolles im Amt bestätigt

Foto: Jörg Pütz

Roland Rolles, seit 2013 Vizepräsident für Verwaltung und Wirtschaftsführung der Universität des Saarlandes, wurde jetzt vom Hochschulrat für weitere sechs Jahre in das Amt gewählt. Universitätpräsident Manfred Schmitt hatte ihn für die erneute Amtszeit vorgeschlagen und dazu die Zustimmung vom Senat der Universität erhalten. Roland Rolles brachte vielfältige Erfahrungen aus der saarländischen Staatskanzlei sowie dem Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium in das Amt des Vizepräsidenten ein. Von 2010 bis 2013 war der heute 47-Jährige kaufmännischer Geschäftsführer des Leibniz-Instituts für Neue Materialien (INM). Rolles hat an der Saar-Uni Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik studiert und anschließend bei Professor August-Wilhelm Scheer promoviert.

Humboldt-Stipendiat am Lehrstuhl für Leichtbausysteme

Henrique Coelho Fernandes

Henrique Coelho Fernandes ist seit März 2019 Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung. Er forscht für ein Jahr als Gastprofessor am Lehrstuhl für Leichtbausysteme der Saar-Uni (Prof. Dr. Hans-Georg Herrmann). Während seines Forschungsaufenthaltes, den er in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Zustandsüberwachung und Lebensdauermanagement des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken absolviert, beschäftigt er sich mit Methoden zur Inspektion von Defekten in komplexen 3-D-Bauteilen aus Kohlefaserverstärkten Kunststoffen. Fernandes absolvierte ein Informatik-Studium an der Staatlichen Universität von Uberlandia (Brasilien) und promovierte anschließend an der Laval Universität (Kanada) im Bereich Elektrotechnik. Derzeit ist er Junior-Professor an der Staatlichen Universität von Uberlandia. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der digitalen Bildverarbeitung, zerstörungsfreien Prüfmethoden, insbesondere der Thermografie, und Faserverstärkten Kunststoffen.