Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie zeichnet Wissenschaftler aus

Dr. Tamás Oláh vom Lehrstuhl für Experimentelle Orthopädie der Universität des Saarlandes (Direktor: Prof. Dr. Henning Madry) wurde für seine Studie „Topographic Modeling of early human osteoarthritis in sheep” (publiziert in Science Translational Medicine 2019) mit dem Preis zur Förderung der Grundlagenforschung 2020 der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) ausgezeichnet. In seiner Arbeit hat Dr. Oláh den räumlichen und zeitlichen Verlauf der Entstehung von Arthrose nach einer Meniskusteilresektion in einem präklinischen Großtiermodell untersucht, um das Arthrosemuster mit der klinischen Situation bei menschlichen Patienten mit Innenmeniskusläsionen zu vergleichen. Das Ergebnis dieses Modells kann zur Aufklärung von Mechanismen der Arthrose-Entstehung verwendet werden und ist somit wegweisend für die Entwicklung degenerativer Therapien.

Ausgezeichnete Nachwuchsforscherinnen und -forscher

Foto: IfeW

Die Förderer des Instituts für empirische Wirtschaftsforschung haben auch in diesem Jahr wieder sechs Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für hervorragende Arbeiten ausgezeichnet. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Preisverleihung Ende Oktober erstmals im Rahmen einer Online-Live-Veranstaltung statt.

Der Preis ist mit je 1.750 Euro dotiert und wird aus den Mitteln der Gesellschaft der Förderer des Instituts für empirische Wirtschaftsforschung an der Universität des Saarlandes e.V. finanziert. Jedes Jahr zeichnen die Förderer damit herausragende Arbeiten aus den Bereichen des Internationalen Marketings, des Handels, der Konsum- und Verhaltensforschung, der Steuerlehre, der Wirtschaftsinformatik sowie der Wirtschaftsprüfung aus.

Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger sind:
Ass.-Prof. Dr. Florian Foller (oben links) für seine Doktorarbeit „Zur Unternehmensbewertung im Spruchverfahren aus interessentheoretischer Sicht – Der aktienrechtliche Minderheitenausschluss im Lichte der Neuen Politischen Ökonomie“,
Dr. Constantin Houy (oben Mitte): „Verständlichkeit grafischer Geschäftsprozessmodelle – Ein Beitrag zur Theorieentwicklung auf der Grundlage von Stylized Facts und Gestaltungsempfehlungen für die Prozessmodellierung“,
Dr. Sarah Kobel (oben rechts): „Humorvolle Kommunikation bei Serviceversagen – Eine empirische Analyse der Wirkung von Humor auf Konsumenten infolge aufgetretener Service-Fehler ”,
Dr. Daniel Licht (unten links): „EU-Beihilferecht und Unternehmensbesteuerung”,
Prof. Dr. Jana-Rebecca Rehse (unten Mitte): „Leveraging Artificial Intelligence for Business Process Management – A Contribution to Reference Model Mining, Predictive Process Monitoring, and Process Discovery”,
Dr. Christoph Venitz (unten rechts): „Zum ,value investing' aus Sicht der Bewertungstheorie“.

Literaturwissenschaftler Niklas Bender weiter FONTE-Stiftungsprofessor

Dr. Niklas Bender. Foto: Universität des Saarlandes

Der Literaturwissenschaftler Dr. Niklas Bender, apl. Professor an der Universität Tübingen, wird auch im Wintersemester 2020/21 an der Universität des Saarlandes forschen und lehren. Die Stiftungsprofessur der FONTE-Stiftung, die am Europa-Kolleg CEUS angesiedelt ist, war bereits im Sommersemester 2020 durch Niklas Bender besetzt und wurde nun verlängert.

Niklas Bender hat Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Neuere deutsche Literatur in Berlin und Paris studiert. Er promovierte über das Thema „Kampf der Paradigmen: Die Literatur zwischen Geschichte, Biologie und Medizin, 1850-1900 (Flaubert, Zola, Fontane)“. 2013 folgte mit der Schrift „Die lachende Kunst. Funktionen des Komischen in der klassischen Moderne“ die Habilitation.
Die Lehrveranstaltungen von Niklas Bender sind für verschiedene Fachrichtungen offen, unter anderem für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Historisch orientierte Kulturwissenschaften (HoK) sowie Musikmanagement; darüber hinaus können sie ins Zertifikat Europaicum eingebracht werden, das vom CEUS koordiniert wird und sich an Studentinnen und Studenten aller Fakultäten richtet.
 

Weitere Infos auf der Webseite des CEUS.

Professor Jürgen Maxeiner wird 80 Jahre alt

Foto: privat

Am 13. Oktober kann der Professor für Sportpsychologie an der Saar-Universität und langjährige stellvertretende Leiter des Sportwissenschaftlichen Instituts, Dr. Jürgen Maxeiner, in Berganger bei München seinen 80. Geburtstag begehen. In Koblenz geboren, studierte er Psychologie, Physiologie und Philosophie in Köln, Berlin und London und wirkte als Assistent an der Pädagogischen Hochschule Berlin, als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bundesanstalt für Arbeit Nürnberg sowie als Assistent an der Pädagogischen Hochschule Nürnberg im Fach Mathematik. 1970 wurde der Jubilar an der Universität Erlangen mit seiner am Sonderforschungsbereich für Sozialisations- und Kommunikationsforschung entstandenen „Untersuchung zu Einstellungsänderung und Einstellungsdifferenzierung durch Kommunikation“ promoviert. Den Assistentenjahren an der Universität Kiel folgten 1975 die Berufung auf die Professur für Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Saarbrücken und 1979 die Integration in die Saar-Uni mit dem Schwerpunkt „Pädagogik im Bereich psychologisch-pädagogischer Fragen der Sportwissenschaft“. Er agierte von 1979-1981 und von 1987-1997 als stellvertretender Leiter des Sportwissenschaftlichen Instituts und widmete sich bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2006 schwerpunktmäßig der Informationsverarbeitung im Sport (Wahrnehmung, Gedächtnis und Aufmerksamkeit). [mehr]

Auszeichnung für Mathematiker der Saar-Uni

Michael Hartz. Foto: Fern-Universität Hagen/Hardy Welsch

Der Jaroslav-und-Barbara-Zemanek-Preis in Funktionalanalysis mit Schwerpunkt Operatortheorie wird im Jahr 2020 an Juniorprofessor Dr. Michael Hartz von der Universität des Saarlandes für seine Arbeiten über operatororientierte Funktionentheorie in mehreren Variablen verliehen.

Funktionalanalysis und Operatortheorie sind wichtige mathematische Felder, die unter anderem in der Kontrolltheorie (z.B. Entwicklung von Autopiloten, Reaktorkontrolle usw.), beim maschinellen Lernen und in der mathematischen Beschreibung der Quantenmechanik Anwendung finden. Michael Hartz‘ Forschung ist jedoch reine Grundlagenforschung.

Ermöglicht durch eine Spende der Familie Zemanek wurde der jährlich verliehene Zemanek-Preis im März 2018 vom Institut für Mathematik der Polnischen Akademie der Wissenschaften (IM PAN) gestiftet, um Forschung in Funktionalanalysis, Operatortheorie und verwandten Gebieten zu fördern. Er wurde gestiftet, um junge Mathematikerinnen und Mathematiker unter 35 Jahren zu fördern, die wichtige Beiträge zum Forschungsgebiet geleistet haben.

Das IMPAN in Warschau ist die renommierteste Forschungsstätte für Mathematik in Polen. Zudem ist Polen als Mutterland der Funktionalanalysis prädestiniert dafür bedeutende Arbeiten in der Funktionalanalysis auszuzeichnen.

Weitere Infos im aktuellen Newsletter der European Mathematical Society.

Neuer Professor für Organische und Pharmazeutische Chemie

Foto: HIPS

Alexander Titz wurde zum Professor für Organische und Pharmazeutische Chemie der Saar-Uni ernannt. Er leitet zudem eine Forschungsgruppe am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung (HIPS). Seine Schwerpunkte liegen in der synthetischen Entwicklung von neuartigen Wirkstoffkandidaten und der Diagnostik von bakteriellen Infektionen. Zudem beschäftigt er sich damit, bisher unbekannte bakterielle Lektinen biochemisch zu charakterisieren und kohlenhydrat-bindende Proteinen mikrobiologisch zu untersuchen, um ihre Rolle bei Infektionen besser zu verstehen. Seit 2013 leitet er die Arbeitsgruppe Chemische Biologie der Kohlenhydrate am HIPS und ist seit 2018 Juniorprofessor an der Saar-Universität.

80. Geburtstag von Professor Horst Chmiel

Prof. Dr. Ing. habil. Horst Chmiel. Foto: privat

Am 20. April konnte Horst Chmiel, Professor für Prozesstechnik und Gründungsdirektor der „Gesellschaft für umweltkompatible Prozesstechnik mbH (upt)“ an der Universität des Saarlandes, in München seinen 80. Geburtstag begehen.
In Königshütte in Oberschlesien geboren, studierte er an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen „Verfahrenstechnik“. Nach seiner Promotion 1971 wirkte er in Aachen bei der Gründung des Helmholtz-Instituts für Biomedizinische Technik mit, agierte dort bis 1975 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und stieg nach seiner Habilitation für „Medizinische Verfahrenstechnik“ 1973 und der Habilitationsschrift „Zur Rheologie des Blutes in Medizin und Technik“ zum stellvertretenden Institutsleiter auf. Seine Forschungsfelder waren seinerzeit vor allem die Fließeigenschaft von Blut, die Tiefkühlkonservierung von Erythrozyten, die Verbesserung der Hämodialyse und die Entwicklung biokompatibler Oberflächen wie Titan.
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90. Geburtstag von Professor Klaus Schimrigk

Foto: privat

Am 21. Juni begeht der frühere Direktor der Klinik für Neurologie an der Homburger Universitäts-Nervenklinik und ehemalige Vorsitzende des Landesverbandes Saar der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Prof. Dr. Klaus Schimrigk, inzwischen wohnhaft in Bochum, seinen 90. Geburtstag.

In Überlingen am Bodensee geboren, führte ihn sein Medizinstudium an die Universitäten Münster, Freiburg, München, Innsbruck und Kiel. Nach der Promotion und dem Staatsexamen in Kiel wirkte Klaus Schimrigk unter anderem an der Neurologischen Universitätsklinik in Hamburg, wo er sich intensiv den Muskelkrankheiten widmete und das neurohistologische Labor leitete. Mit Prof. Dr. Mertens baute er die erste neurologische Intensivstation auf. Nach zwei Jahren als wissenschaftlicher Assistent der Neuroanatomie (Prof. Dr. Kurt Fleischhauer) habilitierte er sich 1968 mit der Studie „Regionale Gewebsreaktionen der Hirnventrikelwände des Menschen“. Nach der Habilitation wechselte Prof. Dr. Schimrigk an die Universitätsklinik in Würzburg, wo Prof. Dr. Mertens kurz zuvor den Lehrstuhl für Neurologie übernommen hatte.
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80. Geburtstag von Professor Klaus Wilhelm Ruprecht

Foto: privat

Am 18. Mai kann der langjährige Direktor der Homburger Universitäts-Augenklinik Prof. Dr. Klaus Wilhelm Ruprecht in Seeg im Allgäu seinen 80. Geburtstag begehen.
In Breslau geboren, folgte dem Abitur in Celle das mit Staatsexamen und Promotion 1966 abgeschlossene Medizinstudium an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen und an den Universitäten Wien und Hamburg. Nach dem Wehrdienst als Stabsarzt der Reserve und theoretischen vorbereitenden Studien in Pathologie und Anatomie begann Klaus Wilhelm Ruprecht 1971 in Hamburg bei Prof. Hans Sautter seine Weiterbildung in der Augenheilkunde und erwarb 1974 die Anerkennung als Facharzt. 1976 wechselte er zum damals jüngsten Ordinarius für Augenheilkunde, Prof. Gottfried Otto Hermann Naumann, nach Tübingen, habilitierte sich dort 1979 und erhielt als Privatdozent die Venia legendi für das Fach Augenheilkunde. Bereits 1980 wurde er auf eine Professur für Augenheilkunde nach Erlangen berufen.
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90. Geburtstag von Professor Konrad Schön

Saar-Uni

Am 7. Mai 2020 kann der Professor für Politikwissenschaft, insbesondere Europapolitik und Didaktik der politischen Bildung, und ehemalige Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Professor Konrad Schön, seinen 90. Geburtstag begehen.
Der Jubilar studierte Philosophie, Jura und Politikwissenschaft und absolvierte eine Spezial-Ausbildung im Banken- und Börsenwesen. An der Universität des Saarlandes widmete er sich vor allem der politischen Theorie, der politischen Philosophie und der Geschichte der politischen Ideen, den Grundlagen der politischen Bildung in der Demokratie und den Fundamenten der europäischen Integration. Bis heute ist er mit Kursen zur europäischen Geistes- und Integrationsgeschichte im „Zentrum für lebenslanges Lernen“ (Zell) auf dem Saarbrücker Universitätscampus präsent.
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80. Geburtstag von Prof. Dieter Schmidtchen

Foto: privat

Seinen 80. Geburtstag feiert am 11. April der ehemalige Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes, Dr. Dieter Schmidtchen. Der Jubilar ist Professor für Nationalökonomie, insbesondere Wirtschaftspolitik und Managerial Economics, und Leiter des 1993 gegründeten Center for the Study of Law and Economics (Forschungsstelle zur Ökonomischen Analyse des Rechts).
Nach einer Professur an der Universität zu Köln folgte Dieter Schmidtchen 1979 dem Ruf nach Saarbrücken. Zu den Forschungsschwerpunkten des Wirtschaftswissenschaftlers gehören die Wettbewerbspolitik, die ökonomische Analyse des Rechts, die Neue Institutionenökonomik, Entscheidungsverfahren in der Europäischen Union und strategische Macht sowie die Ökonomik der Religion.
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Hohe Auszeichnungen für Materialforscher Eduard Arzt

Eduard Arzt. Foto: Iris Maurer

Der Wissenschaftliche Geschäftsführer des INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien und Professor für Neue Materialien an der Universität des Saarlandes, Eduard Arzt, wurde von der United States National Academy of Engineering zum Internationalen Mitglied gewählt. Damit erhält Arzt eine der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen der USA.

Er wird insbesondere für seine „Forschung über die mechanischen Eigenschaften und die Entwicklung von bioinspirierten funktionellen Oberflächen für medizinische Adhäsive und neuartige Greifsysteme“ geehrt. Die US National Academy of Engineering (NAE) ist ein Zusammenschluss führender Forscherinnen und Forscher, der sich das Ziel gesetzt hat, den technischen Fortschritt der Menschheit zu unterstützen. Von den insgesamt ca. 2580 Mitgliedern aus Akademie und Industrie stammen 281 nicht aus den USA, davon nur 22 aus Deutschland. Für Eduard Arzt ist es die dritte Mitgliedschaft in einer angesehenen Gelehrtengesellschaft: Seit 2002 ist er Mitglied der Leopoldina Nationale Akademie der Wissenschaften in Halle und seit 1997 korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.

Auch die TMS – The Minerals, Metals & Materials Society aus Pittsburgh, PA, USA, lässt Eduard Arzt eine ihrer höchsten Auszeichnungen zukommen. Am 26. Februar erhält er in San Diego den Morris Cohen Award, der für „herausragende Beiträge zur Wissenschaft oder Technologie von Materialeigenschaften“ verliehen wird.

Seit vielen Jahren unterhält Eduard Arzt enge wissenschaftliche Beziehungen und Forschungskooperationen mit den USA. Er hatte Gastprofessuren und -aufenthalte an der Stanford Universität, dem Massachusetts Institute of Technology und der University of California in Santa Barbara und San Diego inne.

Ausgezeichnete Lehre im Praktischen Jahr des Medizinstudiums

Foto: privat

Dr. Torben Rixecker (l.) von der Klinik für Innere Medizin I ist Träger des Lehrpreises 2019 für das Praktische Jahr angehender Mediziner, kurz PJ. Professor Berthold Seitz (r.), Direktor der Universitätsaugenklinik und Fakultätsbeauftragter für das Praktische Jahr, überreichte die Auszeichnung Mitte Dezember im Rahmen der Examens- und Promotionsfeier der Medizinischen Fakultät.

Der Lehrpreis wird seit 2017 jährlich vergeben und ist Teil eines Zehn-Punkte-Programms zur Verbesserung des Praktischen Jahres, mit dem ein Motivationsschub für gute Lehre gelungen ist: Für dieses Konzept, auch „Task Force PJ-Lehre“ genannt, waren Professor Seitz, Studiendekan Professor Norbert Graf und Dr. Dominik Monz ihrerseits im März 2019 vom saarländischen Ministerpräsidenten mit dem ersten Preis des Landespreises Hochschullehre ausgezeichnet worden.

Foto: privat

Nominiert für den PJ-Lehrpreis 2019 waren insgesamt drei Ärzte: neben Dr. Torben Rixecker (2.v.r.) Dr. Dominik Schmitz (2.v.l.) aus der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie sowie Dr. Christian Giebels aus der Klinik für Thorax- und Herz-Gefäßchirurgie (Mitte, rechts: Prof. Carola Meier, Geschäftsführende Professorin der Fachrichtung Anatomie und Zellbiologie). Mitglieder einer Jury bestehend aus der „PJ-Task Force“, der „PJ Faculty“ und Studierenden hatten die drei Mediziner aus allen eingegangen Bewerbungen nach den Kriterien Innovation, Praxisrelevanz, Durchführbarkeit und Nachhaltigkeit ausgewählt. Dr. Torben Rixecker überzeugte mit seinem Lehrkonzept und sammelte die meisten Punkte.

Dotiert ist der Lehrpreis mit 4.000 Euro. Den Betrag stiftet die Willy Robert Pitzer Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Willy Pitzer war Architekt und begann in den 1970er Jahren mit dem Aufbau eines Rehaklinik-Konsortiums, das er auch leitete. Die Stiftung pflegt unter anderem einen wissenschaftlichen, insbesondere medizinischen Förderungsschwerpunkt.

Dr. Chantal Naumann erhält Ernst & Young-Förderpreis 2019

Die Gesellschaft der Förderer des Instituts für empirische Wirtschaftsforschung (IfeW) hat Mitte November wieder den mit 2000 Euro dotierten Förderpreis der Ernst & Young GmbH verliehen. Preisträgerin in diesem Jahr ist Dr. Chantal Naumann (2.v.l., Foto: privat), die für ihre Dissertation „Harmonisiertes Mehrwertsteuersystem für zwischenunternehmerische Lieferungen innerhalb der Union – Eine Untersuchung des Mehrwertsteuersystems unter Berücksichtigung der gegebenen unionsrechtlichen Vorgaben und aktuellen Reformüberlegungen“ ausgezeichnet wird. Dr. Michael Zabel (2.v.r, Ernst & Young) überreichte die Auszeichnung im November im Audimax gemeinsam mit Leander Wappler (r., geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Förderer des IfeW) und Heinz Kußmaul (l.), Professor für Betriebswirtschaftslehre insbesondere Betriebswirtschaftliche Steuerlehre. Der Förderpreis wird seit 2011 an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für herausragende Arbeiten in der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre vergeben.

80. Geburtstag von Universitätsprofessor Walter Hoffmann

Foto: Rafflenbeul

Am 4. Dezember kann der Professor für Kinderkardiologie, ehemalige Vizepräsident für Lehre und Studium der Universität des Saarlandes und Ehrenprofessor der Medizinischen Akademie Twer Dr. Walter Hoffmann seinen 80. Geburtstag begehen.

Walter Hoffmann war von 1967 bis 1971 Assistenzarzt an der Medizinischen Universitäts- und Poliklinik in Homburg, wo er 1971 die Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin einschließlich der Teilgebietsbezeichnung Kardiologie abschloss. 1972 übernahm er die Leitung der „Pädiatrisch-kardiologischen Untersuchungs- und Behandlungsstelle“ an der Universitäts-Kinderklinik und erwarb 1975 die Anerkennung als Facharzt für Pädiatrie und 1978 für Kinderkardiologie. In diesem Jahr erfolgte auch seine Habilitation. In seinen Forschungen widmete sich der Jubilar vor allem der Physiologie und Pathophysiologie des kindlichen Kreislaufs einschließlich seiner medikamentösen Behandlung sowie der Rhythmologie und Ultraschalldiagnostik des kindlichen wie auch des fötalen Herzens. 1988 übernahm er die neue Professur für Kinderkardiologie an der Saar-Uni und wurde im Juli 1988 zum Direktor der Abteilung für Kinderkardiologie in Homburg ernannt. In der akademischen Selbstverwaltung fungierte er von November 1994 bis September 1996 als Prodekan des Fachbereichs Klinische Medizin, gehörte der Zentralen Studienkommission und dem Beirat für das Studienzentrum an und übernahm von März 1999 bis Februar 2001 das Amt des Vizepräsidenten für Lehre und Studium der Universität des Saarlandes.

Anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens verlieh ihm die Medizinische Akademie Twer 2005 als drittem nicht-russischem Wissenschaftler die Würde eines Ehrenprofessors und zeichnete damit sein langjähriges Engagement und seine besonderen Verdienste als Koordinator der Kooperation zwischen der Medizinischen Fakultät in Homburg und der Akademie Twer seit 1995 aus. Auch nach seiner Verabschiedung  als Direktor der Kinderkardiologie im Januar 2005 blieb der Jubilar aktiv und vertrat seine vakante Professur bis zum Ende des Sommersemesters 2006. Seit 2010 engagiert er sich in der Ethikkommission der Ärztekammer des Saarlandes, zumal für ihn „ethische Maßstäbe und die Patientensicherheit unter humanistisch orientierten Wertvorstellungen und gesetzlichen Vorgaben von grundlegender Bedeutung“ bleiben. Nach dem Tod von Prof. Dr. Gerd Rettig-Stürmer 2017 leitete er bis zum Jahresende 2018 die Ethikkommission, der er weiterhin verbunden bleibt. Die Ärztekammer des Saarlandes ehrte ihn im Dezember 2018 für sein langjähriges wissenschaftliches und ärztliches Wirken mit der Ehrenplakette der saarländischen Ärzteschaft.

 

Christoph Bock mit Overton Preis geehrt

Christoph Bock, Foto: MPI

Der Bioinformatiker Christoph Bock wurde mit dem Overton Prize der International Society of Computational Biology (ISCB) ausgezeichnet. Einmal pro Jahr wird dieser Preis an weltweit einen einzigen Wissenschaftler verliehen, der am Beginn oder in der Mitte seiner Karriere steht und als kommende Leitfigur in der Bioinformatik angesehen wird. Christoph Bock hat an der Universität des Saarlandes promoviert und in der Arbeitsgruppe von Professor Thomas Lengauer am Max-Planck-Institut für Informatik an epigenetischen Biomarkern geforscht. Als Postdoc im Labor von Alexander Meissner am Broad Institute  führte er groß angelegte epigenomische Analysen von Stammzellen durch und war am Projekt Roadmap Epigenomics beteiligt. Seit 2012 bekleidet er als Principal Investigator eine Forscherstelle an Research Center for Molecular Medicine der Österreichischen der Wissenschaften in Wien und ist Gastprofessor an der Medizinischen Universität Wien. Er ist ebenfalls als einer der führenden Computerbiologen im Blueprint-Epigenom-Projekt der Europäischen Union und im Internationalen Humangenomprojekt tätig. [mehr]

Christoph Becher in Akademie der Technikwissenschaften aufgenommen

Christoph Becher. Foto: Beate Wehrle

Christoph Becher ist zum Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) gewählt worden. Der Professor für Quantenoptik an der Universität des Saarlandes ist damit einer der „herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Ingenieur- und den Naturwissenschaften, der Medizin sowie aus den Geistes- und Sozialwissenschaften“, wie die Akademie auf ihrer Webseite schreibt.

Christoph Becher beschäftigt sich seit 2005 als Professor an der Universität des Saarlandes mit dem Schwerpunkten Quantenoptik und Quantentechnologien. Er ist an zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten beteiligt. Als Sprecher des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten hochkarätigen Forschungsverbundes Q.Link.X erforscht er unter anderem, wie die Reichweite von sicherer Quantenkommunikation in Glasfasernetzen erweitert werden kann. Das Konsortium aus insgesamt 39 Partnern in ganz Deutschland erforscht so genannte Quantenrepeater, die – ähnlich wie Repeater für klassische Computernetzwerke Kommunikationsnetze – die Reichweite von auf Quantentechnologie basierenden Netzwerken erhöhen können. Ein Netzwerk, das nach den Prinzipien der Quantenphysik funktioniert, wäre beweisbar abhörsicher und könnte zukünftig leistungsstarke Quantencomputer vernetzen.
Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften ist die von Bund und Ländern geförderte nationale Akademie und Stimme der Technikwissenschaften im In- und Ausland. Sie berät Politik und Gesellschaft in technikwissenschaftlichen und technologiepolitischen Zukunftsfragen und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

 

85. Geburtstag von Professor Werner Tack

Prof. Werner Tack, Initiator der "Kinderuni" im Jahr 2005. Foto: Iris Maurer

Am 4. November kann der emeritierte Professor für Psychologie und Ehrensenator der Universität des Saarlandes Dr. Werner Tack seinen 85. Geburtstag begehen.
Werner Tack wurde in Dortmund geboren. Die ersten Stationen seiner wissenschaftlichen Laufbahn waren die Universitäten Hamburg und Regensburg, ehe er 1971 als Professor für Psychologie nach Saarbrücken berufen wurde. Hier leitete er mehrere Forschungsprojekte und war unter anderem Sprecher des Sonderforschungsbereichs 378 „Ressourcenadaptive kognitive Prozesse“ sowie des Graduiertenkollegs „Kognitionswissenschaft“. Zwischen 1984 und 1986 agierte er als Erster Vizepräsident der Universität des Saarlandes. Ferner war er Vorsitzender zahlreicher nationaler Fachkommissionen sowie Gründungsvorsitzender der Wilhelm-Wundt-Gesellschaft und der „Gesellschaft für Kognitionswissenschaft“.
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Thimoteus Speer erhält Franz-Volhard-Preis

Foto: privat

Thimoteus Speer erhielt bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie den Franz-Volhard-Preis, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Mit dem Preis werden herausragende Wissenschaftler auf dem Gebiet der Nierenforschung ausgezeichnet, es handelt sich um die höchste Auszeichnung der deutschsprachigen Nephrologie. Der Homburger Medizin-Professor untersucht vor allem die Mechanismen kardiovaskulärer Komplikationen bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung. Er wurde bereits mit dem Heinz Maier-Leibnitz Preis ausgezeichnet und hat unter anderem in "Nature Immunology" zum Thema Blutfette publiziert (mehr dazu). 

80. Geburtstag von Professor Klaus Martin Girardet

Foto: privat

Am 18. Oktober kann der Professor für Alte Geschichte und ehemalige Dekan der Philosophischen Fakultät I der Universität des Saarlandes Dr. Klaus Martin Girardet seinen 80. Geburtstag begehen.
In Koblenz geboren, absolvierte er zunächst eine kaufmännische Ausbildung und auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur. An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn studierte er Alte, Mittelalterliche und Neuere Geschichte sowie Evangelische Theologie, legte zuerst das Magister-Examen ab und wurde 1972 mit der herausragend bewerteten Untersuchung „Kaisergericht und Bischofsgericht“ promoviert. Von 1972 bis 1980 wirkte er – unterbrochen durch ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft – als Assistent für Alte Geschichte an der Universität Trier. 1979 habilitierte er sich dort mit seiner Studie „Die Ordnung der Welt – ein Beitrag zur philosophischen und politischen Interpretation von Ciceros Schrift ‚De legibus‘“.
In der Nachfolge von Prof. Werner Eck 1980 zum Professor für Alte Geschichte an der Universität des Saarlandes ernannt, lehrte und forschte Klaus Martin Girardet über seinen Eintritt in den Ruhestand (2006) hinaus bis zum Sommersemester 2013 auf dem Saarbrücker Campus. [mehr]

Professor Hans-Jörg Schneider wird 85 Jahre alt

Foto: privat

Am 19. September kann der Professor für Organische Chemie an der Universität des Saarlandes Dr. Hans-Jörg Schneider seinen 85. Geburtstag begehen. In Stuttgart geboren, absolvierte er sein Studium der Chemie, Physik und Biologie an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen, der Ludwig-Maximilians-Universität in München und an der Technischen Universität Berlin. Nach seiner Tübinger Promotion ging Hans-Jörg Schneider von 1967 bis 1969 als Postgraduate Research Fellow an die University of California (San Diego) und kehrte anschließend als Forschungsassistent nach Tübingen zurück. Im April 1971 wechselte der Jubilar als wissenschaftlicher Assistent an die Universität des Saarlandes und wirkte nach der Habilitation im Juni 1972 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2000 als Professor für Organische Chemie. [mehr]

Experte für Herz- und Nierenerkrankungen

Foto: UKS

Thimoteus Speer ist neuer Professor für Translationale Kardio-Renale Medizin. Sein Forschungsschwerpunkt sind die Mechanismen kardiovaskulärer Erkrankungen bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz. Dazu leitet er zwei Teilprojekte im DFG-Sonderforschungsbereich TRR-219 der Universität des Saarlandes und RWTH Aachen. Zudem beschäftigt er sich mit den Effekten von Blutfetten auf die Funktion des angeborenen Immunsystems an der Schnittstelle zwischen Niere und Herz (siehe Pressetext). 2019 wurde Speer mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Nachwuchsforscher ausgezeichnet. An der Klinik für Innere Medizin IV am Universitätsklinikum des Saarlandes ist er leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor. 

Professor Karl Fischer wird 95 Jahre alt

Foto: privat

Am 4. Juli kann der emeritierte Professor für Kristallographie an der Universität des Saarlandes, Dr. Karl Fischer, seinen 95. Geburtstag begehen.
In Zwickau geboren, kam er nach der Promotion in Erlangen, Forschungen in Frankfurt und am Institute for Advanced Studies der Technischen Universität in Cambridge, Massachusetts (MIT), sowie der Habilitation in Frankfurt nach Saarbrücken. An der Universität des Saarlandes leitete Fischer von 1964 bis 1993 das Institut für Kristallographie, das 1984 in den Fachbereich Physik integriert wurde. Der Jubilar wirkte im Vorstand des Sonderforschungsbereichs 130 „Ferroelektrika“ und nahm Gastprofessuren an der University of Minnesota und am Institut Laue-Langevin in Grenoble wahr. Zudem engagierte er sich in zahlreichen Fachgesellschaften und Beiräten [mehr]

FONTE-Stiftungsprofessor am CEUS zu Gast

Foto: privat

Der Literaturwissenschaftler Dr. Niklas Bender ist im Rahmen einer Stiftungsprofessur der FONTE-Stiftung im Sommersemester 2020 am Europa-Kolleg CEUS zu Gast. Er bietet zwei virtuelle Lehrveranstaltungen zu Motiven in der Literatur an – dabei geht es um Frauenfiguren sowie Kleriker-Darstellungen in der Literatur des europäischen Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Niklas Bender studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Neuere deutsche Literatur in Berlin und Paris und promovierte über das Thema „Kampf der Paradigmen: Die Literatur zwischen Geschichte, Biologie und Medizin, 1850–1900 (Flaubert, Zola, Fontane)“. 2013 folgte mit der Schrift „Die lachende Kunst. Funktionen des Komischen in der klassischen Moderne“ die Habilitation. 2018 erhielt er dafür den Hugo Friedrich und Erich Köhler-Preis der Universität Freiburg, mit dem alle drei Jahre eine herausragende Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Romanistischen Literaturwissenschaft gewürdigt wird. Derzeit forscht und lehrt Niklas Bender zum Thema Literatur und Religion, darüber hinaus ist er als Literaturkritiker für die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätig.
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Professor Diether Breitenbach wird 85 Jahre alt

Foto: privat

Am 13. Mai 2020 begeht der Professor für Psychologie und langjährige sozialdemokratische Minister Diether Breitenbach seinen 85. Geburtstag.
In Dortmund geboren, studierte Diether Breitenbach an den Universitäten Münster, Freiburg und Hamburg Psychologie, Philosophie, Geographie und Germanistik. Nach der Diplom-Prüfung in Psychologie leitete er ab 1960 die Studienstelle der Deutschen Stiftung für Entwicklungsländer in Berlin. Ab 1962 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Entwicklungshilfe der Universität des Saarlandes tätig. Hier arbeitete er an der Planung und Evaluierung von Entwicklungshilfeprojekten und der Erforschung des internationalen Personenaustauschs. 1974 wurde er an der Philosophischen Fakultät der Saar-Universität mit seiner Studie „Auslandsausbildung als Gegenstand sozialwissenschaftlicher Forschung“ promoviert und als Professor für Psychologie an die Pädagogische Hochschule des Saarlandes berufen.
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Professor Bernd Kramann feiert 80. Geburtstag

Foto: privat

Am 25. April 2020 kann der ehemalige Direktor der Homburger Universitätsklinik für diagnostische und interventionelle Radiologie, Prof. Dr. Bernd Kramann, in Freiburg seinen 80. Geburtstag begehen.
Bernd Kramann wurde in Siegen geboren. Nach seiner Zeit als Medizinalassistent und dem Militärdienst am Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck begann er 1970 seine Ausbildung zum Facharzt für Radiologie in München. Nach der Habilitation 1978 und der Ernennung zum Oberarzt wechselte er 1983 auf den Homburger Campus als Direktor der Abteilung für Radiodiagnostik – die spätere „Universitätsklinik für diagnostische und interventionelle Radiologie“. 2006 trat der Jubilar in den Ruhestand.
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Tim Meyer und Barbara Gärtner in DFL-Task Force Sportmedizin berufen

Prof. Tim Meyer, Foto: Oliver Dietze

Gleich zwei Mitglieder der Universität des Saarlandes sind in der neuen "Task Force Sportmedizin / Sonderspielbetrieb" der Deutschen Fußball Liga vertreten:  Den Vorsitz der DFL-Task Force hat Professor Tim Meyer inne, ärztlicher Direktor des Instituts für Sport- und Präventivmedizin an der Universität des Saarlandes und zugleich Arzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Prof. Barbara Gärtner, Foto: privat

Unter den Mitgliedern der Task Force ist Professor Barbara Gärtner: Die Fachärztin für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie ist Leiterin des Bereichs Krankenhaushygiene im Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität und des Universitätsklinikums des Saarlandes.

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Krise und "im Wissen, dass externe Faktoren wie die Verbreitung des Virus und die Bewertung durch die Politik für die Entwicklung in den kommenden Wochen maßgeblich sind," hatten die Clubs der Bundesliga und Zweiten Bundesliga die Task Force am 31. März in der DFL-Mitgliederversammlung ins Leben gerufen. Diese soll ein Konzept „mit dem Ziel der medizinisch vertretbaren Fortführung des Spiel- und Trainingsbetriebes“ erstellen. Der Spielbetrieb in den Bundesligen ist bis mindestens 30. April ausgesetzt.

Die DFL-Taskforce soll alle Covid-19 Fälle bei den Clubs der Bundesliga und Zweiten Bundesliga zentral dokumentieren. Außerdem soll sie ein Vorgehen erarbeiten, mit dem eine engmaschige, unabhängige Testung von Spielern und weiterem Personal unter anderem unmittelbar vor den Spieltagen durchgeführt werden kann. Sowohl organisatorische Maßnahmen im Stadion zur Vermeidung von Übertragungen - wie Hygiene, Desinfektion oder Distanz - als auch spezielle Abläufe bei der Spiel- und Trainings-Organisation sollen definiert und in einem Leitfaden einheitlich festgeschrieben werden.

Professor Hermann Albeck wird 85 Jahre alt

Foto: privat

Am 7. Februar 2020 begeht Herbert Albeck, emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre, seinen 85. Geburtstag. Der Jubilar ist Ehrendoktor der Kliment Ohridski-Universität in Sofia sowie der Ivane-Iavachischvili-Universität in Tbilissi.
1976 wurde Prof. Hermann Albeck als Nachfolger der ersten Inhaberin eines Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre in Deutschland, Prof. Elisabeth Liefmann-Keil, auf den Saarbrücker Lehrstuhl für „Nationalökonomie, insbesondere Wirtschafts- und Sozialpolitik“, berufen, den er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 innehatte. Viele Jahre agierte er im Saarland als Schlichter bei Tarifverhandlungen der Metallindustrie und engagierte sich als Mitglied zahlreicher Fachgremien und Beiräte. Unter anderem wirkte er über zwei Jahrzehnte an den Jahresgutachten des „Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“ (sogenannte „fünf Weise“) mit. Er ist Mitglied des Vereins für Socialpolitik und wurde 1987 in den Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesminister für Wirtschaft berufen, zudem war er mit der Entwicklung des sozioökonomischen Panels befasst. Als Vertrauensdozent der Studienstiftung des deutschen Volkes betreute er lange hochbegabte Studenten der verschiedensten Fachrichtungen.
Im akademischen Jahr 1993/1994 leitete Prof. Albeck als Dekan die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät. Seit 1985 widmete er sich intensiv den Partneruniversitäten in Sofia (Bulgarien) und Tbilissi (Georgien) auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften, insbesondere beim Neuaufbau von Studiengängen und der Betreuung begabter Studenten im Rahmen internationaler Austauschprogramme. Von 2000 bis 2012 war er als Gastprofessor und Dozent an der St. Kliment Ohridski-Universität in Sofia tätig.
Sein wissenschaftliches Werk umfasst zahlreiche Publikationen zu allgemeinen und speziellen Fragen der Wirtschafts- und Stabilisierungspolitik, der Lohn- und Arbeitsmarktpolitik, Sozialpolitik, Einkommensverteilung und der Europäischen Integration.

Neue Professorin für Modellierung und Simulation technischer Systeme

Foto: privat

Dr. Kathrin Flaßkamp ist neue Professorin in der Fachrichtung Systems Engineering. Zuvor war sie Postdoktorandin an der Universität Bremen in der Arbeitsgruppe „Optimierung und Optimale Steuerung“ am Zentrum für Technomathematik, wo sie das Team „Optimal Control“ leitete.

Kathrin Flaßkamp studierte in Paderborn Technomathematik, wo sie 2013 über die „Optimale Steuerung mechanischer Systeme, hybride Steuerungsstrategien und hybride Dynamik“ promovierte. Während ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie Mitglied des Sonderforschungsbereichs „Selbstoptimierende Systeme des Maschinenbaus“. 2014 wechselte sie an die Northwestern University in Chicago und Evanston und arbeitete dort als Postdoctoral Fellow im Labor für Neurowissenschaften und Robotik. Seit 2016 war sie an der Universität Bremen tätig, wo sie Promovierende im DFG-Graduiertenkolleg „Parameteridentifikation“ betreute und das Forschungsprojekt „Graphenbasierte, optimale und kooperative Trajektorienplanung für Interagierende Automobile“ im DFG-Schwerpunkt „Kooperativ interagierende Automobile" leitete.

Verfahren zur Optimierung technischer Systeme stehen im Fokus ihrer wissenschaftlichen Arbeit. „Schon im Design technischer Systeme gibt es viel Optimierungspotenzial, das nur mit Hilfe modellbasierter Vorhersage, also mittels computergestützter Simulationen, ausgeschöpft werden kann. Eine Modellierung des Systems ist daher der erste wesentliche Schritt“, erläutert Kathrin Flaßkamp. Darüber hinaus will sie auch das Verhalten des Systems während des Betriebs optimal beeinflussen. Hierzu entwickelt sie Verfahren der Optimalen Steuerung. „Die mathematische Optimierung ist der Schlüssel zur Entwicklung autonomer Systeme, die beispielsweise mittels künstlicher Intelligenz in die Lage versetzt werden, selbstständig zu navigieren“, sagt sie. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen dabei strukturerhaltende und strukturausnutzende Verfahren und deren Anwendung in der Robotik, der Raumfahrt, der Biomechanik, der Medizin- und Antriebstechnik sowie im autonomen Fahren.

Zur Attraktivität des Bachelor- und Masterstudiengangs Systems Engineering wird sie durch neue Vorlesungen zu modernen Modellierungs- und computergestützten Simulationsverfahren beitragen.

Anja Feldmann ist neues acatech-Mitglied

Anja Feldmann, Direktorin am Max-Planck-Institut für Informatik und Honorarprofessorin der Universität des Saarlandes, ist von acatech, der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften, zum neuen Mitglied gewählt worden. Die Akademie steht Politik und Öffentlichkeit in technikwissenschaftlichen Fragen beratend zur Seite. Anja Feldmann will ihr Beratungsmandat dazu nutzen, um das Thema der weltweiten digitalen Vernetzung und deren Einfluss auf Wirtschaft und Privatleben transparent zu halten.

Professor Rolf Müller wird Ehrendoktor der Shandong-Universität

Foto: HIPS

Rolf Müller, geschäftsführender Direktor des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), ist mit der Ehrendoktorwürde der Shandong University in China ausgezeichnet worden. Die Verleihung der Ehrendoktorwürde erfolgte auf Beschluss des nationalen Wissenschaftsrates in China. Müller ist der 18. Wissenschaftler, der in diesem Jahr mit der Ehrendoktorwürde einer chinesischen Universität ausgezeichnet wurde.
Die chinesische Partneruniversität würdigte damit seine Leistungen in der wissenschaftlichen Forschung, der internationalen Zusammenarbeit und der Talentförderung. Die Verleihung erfolgte anlässlich der langjährigen Kooperation zwischen seiner Arbeitsgruppe und der Shandong Universität, zuletzt gefördert im Rahmen des Programmes „Helmholtz International Lab“. Dieses mehrjährige Forschungsprojekt wurde kürzlich als deutsch-chinesische Kooperation zwischen dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig (HZI), dem Saarbrücker HIPS und der Shandong-Universität initiiert.
Im Helmholtz International Lab arbeitet ein interdisziplinäres Forscherteam an neuen antibakteriellen und antiviralen Strategien, um Medikamente gegen resistente bakterielle Erreger und virale Krankheiten zu entwickeln. Im Rahmen des Helmholtz International Lab wurde im Juni dieses Jahres eine Nachwuchsgruppe am HIPS eingerichtet. Diese wird nach drei Jahren – also der Hälfte der Laufzeit – zusammen mit ihrem Leiter Dr. Chengzhang Fu an die Shandong University übersiedeln.
Darüber hinaus ist Rolf Müller auf eine „Honorary Professorship“ der Universität Kapstadt berufen worden. Damit würdigt die südafrikanische Universität die bisherige Zusammenarbeit mit dem HIPS, zudem sollen gemeinsame Forschungsprojekte weiter vertieft werden. Dabei liegt der Fokus auf der Wirkstoffentwicklung aus mikrobiellen Naturstoffen mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Behandlung von Tuberkulose und multi-resistenten Erregern. Ergänzt werden soll die Kooperation durch ein Austauschprogramm.

85. Geburtstag von Prof. Klaus-Dieter Becker

Foto: Saar-Uni

Am 15. November kann der Professor für Theoretische Elektrotechnik an der Universität des Saarlandes Dr. Klaus-Dieter Becker seinen 85. Geburtstag begehen. Seit 1963 war er als einer der Poniere der Saarbrücker Elektrotechnik an dem von Prof. Gottfried Eckart geleiteten Institut für Angewandte Physik und Elektrotechnik tätig. 1972 wurde er zum Wissenschaftlichen Rat und Professor ernannt. Im Juli 1973 lehnte er einen Ruf auf eine ordentliche Professur für „Allgemeine und theoretische Elektrotechnik“ an der Gesamthochschule Duisburg ab und blieb bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand am Ende des Wintersemesters 1998/99 an der Saar-Uni. Der Jubilar arbeitete auch eng mit dem Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren in Saarbrücken und dem Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik in St. Ingbert zusammen. Unter anderem publizierte er die Standardwerke „Theoretische Elektrotechnik – Allgemeine Grundlagen“ (1982) und „Ausbreitung elektromagnetischer Wellen – Eine Einführung in die Theorie“ (1974).
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Genetiker für Veröffentlichung ausgezeichnet

Masood Abu-Halima.

Dr. Masood Abu-Halima vom Institut für Humangenetik unter der Leitung von Prof. Dr. Eckart Meese ist von der amerikanischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (American Society for Reproductive Medicine, ASRM) mit dem 2020 Investigator Achievement Award für die beste Publikation in der Fachzeitschrift „Fertility and Sterility" ausgezeichnet worden. In seiner ausgezeichneten Studie „MicroRNAs in combined spent culture media and sperm are associated with embryo quality and pregnancy outcome” war es sein Ziel, mikroRNAs zu identifizieren, die als Marker genutzt werden können, um unfruchtbaren Paaren zu einer Schwangerschaft zu verhelfen. Masood Abu-Halima hat sich dabei 372 mikroRNAs angeschaut. Einer hat sich dabei als potenzieller Indikator herausgestellt: Je geringer seine Konzentration im Sperma und im Kulturmedium war, desto höher war die Chance auf eine Schwangerschaft.

Der 2020 Investigator Achievement Award der American Society for Reproductive Medicine würdigt die herausragendsten Beiträge zur klinischen Forschung und zur Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Reproduktionswissenschaft. Er gilt als einer der renommiertesten Preise auf diesem Gebiet. „Fertility and Sterility“  ist eine Fachzeitschrift mit  höchstem Einfluss auf die Wissenschaft im Bereich der reproduktiven Medizin.

 

Jörn Walter in Academia Europaea gewählt

Jörn Walter, Epigenetik-Professor der Saar-Universität ist als Mitglied in die Academia Europea aufgenommen worden. Die Akademie hat ihren Sitz in London und umfasst derzeit mehr als 4.000 Mitglieder, darunter 72 Nobelpreisträger. Ziel der Akademie ist es, Bildung und Forschung in Europa zu fördern sowie den interdisziplinären und internationalen Austausch in der Wissenschaft zu stärken. Darüber hinaus berät die Akademie als unabhängiger Partner Regierungen und internationale Organisationen in wissenschaftlichen Fragestellungen. Die Mitglieder sind führende Experten aus den Bereichen Chemie, Physik, Biologie, Medizin, Mathematik, Informatik und Technik, den Sozial- und Geisteswissenschaften sowie den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften

Germaine de Stael-Preis für Annika Haß

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Annika Haß hat für ihre Doktorarbeit an der Saar-Universität den Germaine de Stael-Preis erhalten. Mit diesem Preis des Frankoromanisten-Verbandes werden exzellente Dissertationen der französischen Literatur- und Kulturwissenschaft ausgezeichnet. Sie hatte sich mit der transnationalen Verlagsbuchhandlung Treuttel & Würtz von 1750 bis 1850 beschäftigt und dafür 2019 bereits den Eduard-Martin-Preis erhalten. Die Dissertation wurde in einem Co-Tutelle-Verfahren von den Professoren Frédéric Barbier (École Pratique des Hautes Études, Paris) und Hans-Jürgen Lüsebrink an der Saar-Uni betreut. Seit einem Jahr ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Institut der Universität Frankfurt/Main. Derzeit forscht Annika Haß mit Unterstützung eines Feodor-Lynen-Stipendiums der Alexander-von-Humboldt-Stiftung an der École Normale Supérieure in Paris.

Der "Kaiser der Sportmedizin" wird 80 Jahre alt

privat

Dr. Wilfried Kindermann, langjähriger Professor für Sportmedizin und Leiter des Instituts für Sport- und Präventivmedizin an der Universität des Saarlandes, feiert am 4. September seinen 80. Geburtstag.
In Halle an der Saale geboren, legte Wilfried Kindermann in Meerane (Sachsen) 1958 die Reifeprüfung ab. Bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 1962 in Belgrad gehörte er mit Manfred Kinder, Hans-Joachim Reske und Johannes Schmitt zur siegreichen deutschen 4 × 400-m-Staffel. Von 1961 bis 1967 studierte er Medizin an den Universitäten Heidelberg und Hamburg, legte 1967 das Staatsexamen ab und wurde in Hamburg mit seiner Studie „Verhalten von Herzfrequenz, Sauerstoffverbrauch und Sauerstoffpuls während des modernen Dauerlauftrainings“ zum Dr. med. promoviert. [mehr]

 

Professor Klaus Dieter Zang wird 85 Jahre alt

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Am 23. Juli kann der emeritierte Professor für Humangenetik und frühere Vizepräsident für Forschung an der Universität des Saarlandes, Dr. Klaus Dieter Zang, seinen 85. Geburtstag begehen.
Nach dem Abitur in seiner Heimatstadt Ludwigshafen und einem zweijährigen Jurastudium in Heidelberg begann Klaus Dieter Zang 1955 das Studium der Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und arbeitete später als Doktorand am Max-Planck-Institut für Biochemie, das von dem Nobelpreisträger Prof. Adolf Butenandt geleitet wurde. 1961 absolvierte er das Medizinische Staatsexamen und wurde mit einer von Butenandt betreuten Dissertation zum Dr. med. promoviert. Es folgten die Approbation und eine Postdoktorandenzeit als Stipendiat des Max-Planck-Instituts für Biochemie. Zudem war Klaus Zang als freier Mitarbeiter in der Entwicklungsabteilung der Firma Beckman Instruments Europe in München tätig. 1963 wechselte Klaus Zang an das Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter befasste er sich dort mit der Genetik von Hirntumoren und dem Down-Syndrom. [mehr]

Professor Rolf Siems wird 90 Jahre alt

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Am 24. Juni kann der emeritierte Professor für Theoretische Physik an der Universität des Saarlandes Dr. Rolf Siems seinen 90. Geburtstag begehen.
Der in Bremen geborene Jubilar studierte in Göttingen und am Michigan State College. Danach war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kernforschungsanlage Jülich und arbeitete am belgischen Atomforschungszentrum in Mol. 1963 folgte an der Technischen Hochschule Aachen die mit der Borchers-Plakette ausgezeichnete Dissertation und 1968 die Habilitation mit einer Studie über „Wechselwirkungen zwischen Defekten in Kristallen“. 1969 erhielt Rolf Siems die Ernennung zum Dozenten. 1968/69 übernahm er eine Lehrstuhlvertretung an der Universität Gießen. 1970 erhielt der Jubilar einen Ruf an die Universität des Saarlandes und hatte fast drei Jahrzehnte lang – vom Wintersemester 1970/71 bis zu seiner Emeritierung am Ende des Sommersemesters 1998 – den Saarbrücker Lehrstuhl für Theoretische Physik inne. Rolf Siems gehörte von 1974 bis 1988 dem Sonderforschungsbereich „Ferroelektrika“ an, zuletzt als stellvertretender Sprecher, und von 1994 bis 1997 dem Sonderforschungsbereich 277 „Grenzflächenbestimmte Materialien“.
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Neue Professorin für Informatik

Martina Maggio ist neue Informatik-Professorin am Saarland Informatics Campus, Foto: privat

Martina Maggio wechselt von der schwedischen Universität Lund, einer der profiliertesten Universitäten für die Anwendung von Methoden der Regelungstechnik im Softwarebereich, an die Universität des Saarlandes.

Maggio studierte Technische Informatik am Politecnico di Milano in Italien, wo sie 2012 zum Thema „Control Based Design of Computing Systems“ promovierte. Seit März 2012 war sie als Associate Professor in Lund tätig.

Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen an der Schnittstelle von Regelungstechnik und dem Entwurf von Computersystemen. Martina Maggio setzt einerseits regelungstechnische Verfahren ein, um beispielsweise die Auslastung von Rechnersystemen zu optimieren, andererseits nutzt sie Informatikverfahren, um regelungstechnische Systeme zu analysieren.

In ihrer Forschung befasst sie sich auch mit der Analyse des Verhaltens regelungstechnischer Systeme beim Eintreten unerwarteter Ereignisse, zum Beispiel Verpassen einer Deadline bei der Berechnung. Eine solche verzögerte Berechnung eines Ausgangssignals kann gerade in sicherheitskritischen Anwendungen wie automatisiertes Fahren kritische Folgen haben.

An der Universität des Saarlandes wird Martina Maggio ihre Arbeiten an der Anwendung regelungstechnischer Verfahren in softwaregetrieben Systemen fortsetzen. Einen Schwerpunkt legt sie dabei auf die Analyse und Verifikation realer Implementierungen von Regelungssystemen – ein Forschungsgebiet, das im Zuge der fortschreitenden Integration künstlicher Intelligenz in regelungstechnischen System zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Wolfram Henn erneut in Deutschen Ethikrat berufen

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Der Humangenetiker und Medizinethiker Professor Wolfram Henn gehört für eine weitere Amtsperiode von vier Jahren dem Deutschen Ethikrat an. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat den Leiter der Humangenetischen Beratungsstelle der Universität des Saarlandes zum 30. April zusammen mit weiteren 20 Mitgliedern in den Rat berufen. Der neu besetzte Ethikrat hat insgesamt 24 statt bislang 26 Mitglieder. Das Gremium wird je zur Hälfte auf Vorschlag des Bundestages und der Bundesregierung benannt.

Bereits seit 2016 ist Wolfram Henn Mitglied des Deutschen Ethikrates, eine Wiederberufung ist nur einmal möglich. Der Deutsche Ethikrat bearbeitet als unabhängiger Sachverständigenrat „ethische, gesellschaftliche, naturwissenschaftliche, medizinische und rechtliche Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben“. Henn vertritt hier insbesondere die Schwerpunkte Humangenetik, informationelle Selbstbestimmung und Forschungsethik.

Wolfram Henn befasst sich in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit an der Universität des Saarlandes mit ethischen und psychosozialen Problemen der humangenetischen Forschung und Diagnostik. Der Professor für Humangenetik und Ethik gehört zahlreichen Gremien, Kommissionen und Beiräten an. So ist er bereits seit vielen Jahren Sachverständiger beim Bundestag zu Themen wie Gentests beim Embryo und Gendiagnostik. Seit 2013 ist er Stellvertretender Vorsitzender der 15-köpfigen Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer; diesem Gremium gehört er bereits seit 2007 an.

Professor Rolf Elling Berg wird 85 Jahre alt

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Am 19. April 2020 begeht der frühere Direktor der Abteilung Kieferorthopädie der Homburger Kliniken für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und Professor für Kieferorthopädie an der Universität des Saarlandes, Dr. odont. Rolf Elling Berg, in Sandefjord in seiner norwegischen Heimat seinen 85. Geburtstag.
Auf einer Insel nördlich des Polarkreises in Hadsel geboren, absolvierte er nach dem Abitur das Studium der Zahnmedizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, das er 1958 mit dem Staatsexamen abschloss. Anschließend kehrte Rolf Elling Berg nach Norwegen zurück, wo er als Zahnarzt bei der Marine tätig war und Assistentenstellen in verschiedenen Praxen und Schulzahnkliniken wahrnahm.
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80. Geburtstag von Professor Hans Becker

Foto: privat

Am 14. März 2020 kann der Professor für Pharmakognosie und Analytische Phytochemie und ehemalige Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes, Hans Becker, seinen 80. Geburtstag begehen.
Nach dem Studium der Pharmazie, Promotion und Habilitation für Pharmazeutische Biologie leitete Hans Becker das Institut für Pharmazeutische Biologie an der neu gegründeten Fakultät für Pharmazie der Universität Heidelberg. 1981 wurde er mit dem Ernst-Scheurich-Preis ausgezeichnet und agierte bis 1983 als Dekan seiner Fakultät. Gastprofessuren führten den Apotheker in die USA, ins peruanische Lima sowie nach Montpellier und Straßburg. Als Nachfolger von Prof. Egon Stahl übernahm er 1987 den Lehrstuhl für Pharmakognosie und Phytochemie in Saarbrücken. Gemeinsam mit Prof. Theophil Eicher (Organische Chemie), Prof. Hans Dietmar Zinsmeister und Prof. Rüdiger Mues (beide Botanik) gründete er den interdisziplinären Arbeitskreis „Chemie und Biologie der Moose“ mit dem gemeinsamen Motto: „Ohne Moos nix los!“. Gegenstand der Forschung waren die resistenten kleinen Pflanzen, die Schädlingen und saurem Regen widerstehen. Im Laufe der Jahre wurde bei den Lebermoosen eine immense Zahl neuartiger Naturstoffe entdeckt und ihre Struktur aufgeklärt.
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90. Geburtstag von Professor Günter Lensch

Foto: Saar-Uni

Der emeritierte Professor für Angewandte Geochemie und Mineralogie Dr. Günter Lensch wird am 25. Januar 90 Jahre alt. Der Jubilar studierte in Heidelberg, Innsbruck, Toulouse und München. 1960 wurde er mit seiner Studie „Geologische Untersuchungen in der kohleführenden Faltenmolasse Oberbayerns“ promoviert. Anschließend widmete er sich am Geologischen Landesamt für Nordrhein-Westfalen den Arbeitsfeldern Kohlenpetrographie und Kohlenmikroskopie.
1963 kam Günter Lensch ans Mineralogische Institut der Universität des Saarlandes und wurde nach seiner Habilitation 1970 zum Professor ernannt. In seinen Forschungen beschäftigter er sich insbesondere mit den Gesteinen und Mineralen der tiefen Erdkruste und der Ozeanböden. Von 1970 bis 1981 war er Hauptkoordinator eines Deutsch-Iranischen Schwerpunktprogramms der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur „Tektonik, Gebirgsbildung und Lagerstättengenese am Beispiel der Iraniden“. Zudem widmete er sich materialwissenschaftlichen Forschungen zur Denkmalpflege. Professor Lensch pflegte enge Kontakte zu französischen Universitäten und zur Universität Warschau und leitete mehrmals als Prodekan den Fachbereich Geologie - Mineralogie.

Paul H. Repplinger-Ehrenpreis für Dr. Jennifer Helfgen

Bei der Preisverleihung: Michael Olbrich, Dr. Jennifer Helfgen und Dr. Dieter Scheid (v.l.) Foto: privat

Im Rahmen des saarländischen Handelskongresses Mitte November 2019 im VHS-Zentrum am Saarbrücker Schloss wurde Dr. Jennifer Helfgen (Mitte) mit dem Paul H. Repplinger-Ehrenpreis ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird für herausragende Arbeiten mit Bezug zu Mittelstand oder Handel vergeben. Bewerbungen aus ganz Deutschland zeigen das inzwischen große überregionale Interesse junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Die Gesellschaft der Förderer des Instituts für empirische Wirtschaftsforschung an der Universität des Saarlandes vergibt den Preis seit 2009 im zweijährigen Turnus. Der Preis trägt den Namen ihres langjährigen Vorsitzenden und Vizepräsidenten der IHK Saarland. Mit dem „Preis der Förderer“ sowie dem „Saarbrücker Förderpreis“ der Ernst & Young GmbH verleiht die Gesellschaft außerdem zwei weitere Preise, die sich insbesondere an Absolventinnen und Absolventen der Universität des Saarlandes richten.

Neue Professorin für Zell- und Entwicklungsbiologie

Portrait: privat

Dr. Sandra Iden ist ab 1. Januar Professorin für Zell- und Entwicklungsbiologie der Universität des Saarlandes. Zuvor leitete sie an der Universität zu Köln die Arbeitsgruppe „Zellpolarität, Homöostase und Krebs“.

Sandra Iden studierte in Hannover Biochemie. Mit Auszeichnung promovierte sie 2007 in Münster zur Funktion von Adhäsions-Molekülen in der Regulation von epithelialen und endothelialen Zell-Zell-Kontakten. Als Postdoktorandin am Niederländischen Krebsinstitut in Amsterdam erforschte sie molekulare und zelluläre Mechanismen, die der Tumorentstehung und -progression zugrunde liegen. 2011 übernahm Iden die Leitung einer eigenständigen, internationalen Forschergruppe am Kölner Exzellenzcluster.

Wissenschaftlich befasst sich Iden mit der Kontrolle von Zellpolarität sowie der Bedeutung zellulärer Architektur in Gewebeerhalt und Krankheit. Gemeinsam mit ihrem Team konnte sie Mechanismen aufdecken, durch welche gestörte Polaritätssignale die biomechanischen Eigenschaften von Hautzellen verändern und so zu Stammzellverlust und vorzeitiger Alterung führen. Weitere Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen in der Kommunikation verschiedener Zelltypen der Haut wie im Kontext von Pigmentierung, Wundheilung und Allergie sowie der Konsequenz veränderter Zellinteraktionen in Krebsentstehung und Metastasierung.

An der Universität des Saarlandes wird Sandra Iden ihre Forschung fortführen, um Mechanismen zum Erhalt von Gewebeintegrität in Entwicklung und Krankheit zu entschlüsseln. Mit ihren Forschungsansätzen wird sie den „NanoBioMed“-Schwerpunkt der Universität ergänzen und stärken.

85. Geburtstag von Professor Reinhard Schneider

Prof. Dr. Reinhard Schneider (Foto: Saar-Uni)

Seinen 85. Geburtstag kann am 13. März 2019 Dr. Reinhard Schneider, emeritierter Professor für Mittelalterliche Geschichte, in seiner Heimatstadt Berlin begehen. Er studierte Geschichte, Lateinische Philologie, Romanistik und Philosophie an der Freien Universität und war fünf Jahre als Gymnasial-Lehrer tätig. Nach seiner Dissertation 1963 wirkte er am Berliner Friedrich-Meinecke-Institut und habilitierte sich 1971 mit der Studie „Königswahl und Königserhebung im Frühmittelalter. […]“; zudem war er Sprecher eines Forschungsschwerpunkts „Zisterzienser“. 1974/75 übernahm er den Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Philipps-Universität Marburg und hatte dort 1978/79 das Dekanat des Fachbereichs Geschichtswissenschaften inne.

Von 1980 bis zu seiner Emeritierung 2001 lehrte und forschte Reinhard Schneider als C4-Professor an der Saar-Uni. Er agierte unter anderem als Sprecher des Landesverbandes Saar des Deutschen Hochschulverbandes, leitete zwischen 1987 und 1989 als Dekan die Philosophische Fakultät und initiierte die Gründung des Universitätsarchivs. Außerdem war er von 1984 bis 1999 Vorsitzender der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und gehört dem renommierten „Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte“ sowie weiteren wissenschaftlichen Vereinigungen an.

In seinen Publikationen widmete sich Prof. Schneider der Geschichte des Frankenreichs, der Rechts- und Verfassungsgeschichte des Mittelalters, der Geschichte des Königtums, der Zisterzienserforschung sowie dem Themenbereich Wahlen und Wählen im Mittelalter. Außerdem engagierte er sich maßgeblich im Forschungsschwerpunkt „Grenzregionen und Interferenzräume“ der Philosophischen Fakultät. Zuletzt ist im Oktober 2012 seine Monographie „Vom Dolmetschen im Mittelalter. Sprachliche Vermittlung in weltlichen und kirchlichen Zusammenhängen“ erschienen.