Pechmann-Preis für Synagogenprojekt

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Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Mehr als Steine… Synagogen-Gedenkband Bayern“ wurde mit der Publikation des letzten Teilbands im April 2021 nach 19 Jahren abgeschlossen. Das Forschungsprojekt, das Wolfgang Kraus, Professor für Evangelische Theologie der Universität des Saarlandes geleitet hat, wird jetzt mit einem Ehrenpreis des Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preises ausgezeichnetDer Synagogen-Gedenkband dokumentiert die Geschichte der mehr als 200 jüdischen Gemeinden in Bayern. Auf anschauliche Weise dokumentiert er die blühende jüdische Kultur und auch den markanten Einschnitt des Jahres 1933. Der Preis wird am 9. November in der Münchner St. Markus-Kirche verliehen.

Azubis und duale Studierende feierten ihren Start an der Uni

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Die Universität bildet auch in zahlreichen Berufen aus. Am 24. August haben Universitätspräsident Manfred Schmitt und Vizepräsident Roland Rolles 19 neue Auszubildende und duale Studierende an der Universität des Saarlandes herzlich willkommen geheißen.

Bei einer Rallye erkundeten die neuen Uni-Mitglieder die schönsten Ecken des Campus Saarbrücken. Dabei lernten sie wichtige Ansprechpersonen kennen und erfuhren interessante Fakten über die Universität und auch über Vernetzungs- und Weiterbildungsangebote. "Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und viel Freude in Ihrer Ausbildungsphase", gab der Universitätspräsident ihnen mit auf den Weg.

Informationen zur Ausbildung an der Universität:
www.uni-saarland.de/ausbildung

Professor Heinz Quasten wird 85 Jahre alt

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Am 24. August kann der Professor für Geographie Dr. Heinz Quasten seinen 85. Geburtstag begehen. Der Jubilar ist  langjähriger Direktor des Instituts für Landeskunde im Saarland und war bis 2009 Vorsitzender des Landesdenkmalrates. In Grevenbroich geboren, studierte er nach dem Abitur Geographie, Mathematik und Physik an den Universitäten in Köln und Freiburg sowie an der Technischen Hochschule Karlsruhe und legte 1962 das Staatsexamen ab. Nach einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes wechselte er zum 1. Mai 1964 als Assistent an das Geographische Institut der Universität des Saarlandes und wurde 1968 mit einer von Prof. Dr. Josef Schmithüsen betreuten Dissertation „Die Wirtschaftsformation der Schwerindustrie im Luxemburger Minett“ promoviert. Von 1972 bis 1978 agierte der Jubilar als Assistenzprofessor und habilitierte sich 1978 im Fach Geographie mit einer Arbeit über „Räumliche Siedlungsmuster in Israel“. Nach einer Lehrstuhl-Vertretung übernahm er 1980 die Saarbrücker Professur für Kulturgeographie und trat 2001 in den Ruhestand. Außerdem wirkte Professor Quasten zwischen 1980 und 1986 als Landesbeauftragter für Naturschutz im Saarland, leitete nahezu 25 Jahre von 1981 bis 2005 das Institut für Landeskunde im Saarland und war anschließend Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats dieses Instituts bis zu dessen Auflösung 2020.
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Jörg Hoffmann ist Fellow der europäischen KI-Vereinigung

Der Informatik-Professor Jörg Hoffmann wurde zum Fellow der „European Association for Artificial Intelligence“ ernannt. Damit werden seine herausragenden und nachhaltigen Beiträge zum Forschungsfeld der Künstlichen Intelligenz in Europa honoriert. Ausschlaggebend für die Auszeichnung war seine Forschung im Bereich des Automatischen Planens. In dem Empfehlungsschreiben zur Aufnahme ins Fellows Program heißt es: „Jörg Hoffmann ist seit gut 20 Jahren einer der weltweit führenden Köpfe im Bereich des Automatischen Planens. Seine Beiträge reichen von aufschlussreichen, theoretischen Analysen der Handlungsplanung über die Entwicklung neuer Methoden und effizienter Implementierung von Planungssystemen bis hin zur kreativen Anwendung von Planungsmethoden.“ Nach den Informatik-Professoren Wolfgang Wahlster und Jörg Siekmann ist Jörg Hofmann jetzt der dritte Forscher aus Saarbrücken, der diese hohe Auszeichnung erhält. Bereits Anfang des Jahres wurde er zum Fellow der „Association for the Advancement of Artificial Intelligence“ berufen.

Prof. Wolfgang Brücher wird 80 Jahre alt

Foto: Brücher

Am 30. Mai kann der Professor für Geographie an der Universität des Saarlandes und Chevalier dans l´Ordre des Palmes Académiques Dr. Wolfgang Brücher seinen 80. Geburtstag begehen. In Mülheim an der Ruhr geboren, studierte Wolfgang Brücher seit 1960 Geographie, Romanistik und Geologie an den Universitäten Tübingen, Poitiers und Bonn. Unterstützt durch ein Forschungsstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes promovierte er 1968 in Tübingen bei Herbert Wilhelmy über „Die Erschließung des tropischen Regenwaldes am Ostrand der kolumbianischen Anden“. Viel später sollte er selbst Mitglied der DAAD-Auswahlkommission „Deutsche nach Übersee“ werden. Nach der Promotion wirkte er als Assistent am Geographischen Institut der Universität Tübingen. Neben Studien zur Industrialisierung im Limousin (französisches Zentralmassiv) widmete er sich dank der Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft sozial- und wirtschaftsgeographischen Fragen Kolumbiens und habilitierte sich 1974 mit einer Studie „Probleme der Industrialisierung in Kolumbien unter besonderer Berücksichtigung von Bogotá und Medellín“.
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Sven Rahmann ist neuer Bioinformatik-Professor

Foto: F. Preuss

Sven Rahmann wurde zum Professor für Bioinformatik der Saar-Universität ernannt. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die statistische und algorithmische Bioinformatik, wo er neue Methoden für die Analyse sehr großer Genomdaten entwickelt und praktisch anwendet, beispielsweise um die Entstehung und Ausbreitung von Tumoren zu verstehen. Dabei geht es sowohl um die mathematische Modellierung und Formalisierung molekularbiologischer Fragestellungen als auch um die algorithmische Effizienz.

Zudem beschäftigt sich Rahmann mit kombinatorischen Optimierungsverfahren und Methoden zur Unterstützung reproduzierbarer Wissenschaft. An der Saar-Universität will er Methoden aus der Informatik mit Anwendungen im NanoBioMed-Schwerpunkt verbinden und unter anderem in Kooperation mit dem Helmholtz Institut für pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) zur Entdeckung neuer Wirkstoffe beitragen. Sven Rahmann studierte Mathematik in Göttingen, Santa Cruz (Kalifornien) und Heidelberg. Danach arbeitete er am Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik und promovierte 2004 an der Freien Universität Berlin. Nach Stationen an den Unis in Bielefeld, Dortmund und Duisburg-Essen erhielt er 2014 zudem eine Universitätsallianz-Ruhr-Professor.

90. Geburtstag von Prof. Hans-Karl Leetz

Foto: Saar-Uni

Am 28. April kann der Professor für Biophysik und physikalische Grundlagen der Medizin Dr. Hans-Karl Leetz in Homburg seinen 90. Geburtstag begehen. Der ehemalige Direktor des Instituts für Radiologische Physik ist der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes seit fast sechs Jahrzehnten verbunden.
In Weimar geboren, kam Hans-Karl Leetz nach dem Studium der Experimentalphysik an der Freien Universität Berlin und einer Tätigkeit als Physiker am Strahleninstitut des Allgemeinen Krankenhauses St. Georg in Hamburg zum 1. November 1962 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das von Prof. Hermann Muth geleitete Institut für Biophysik der Universität des Saarlandes auf dem Homburger Campus. Nach der Promotion zum Dr. rer. nat. an der Saarbrücker Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät begann er mit dem Aufbau einer eigenständigen Arbeitsgruppe für Medizinische Strahlenphysik des Instituts für Biophysik an der Radiologischen Universitätsklinik und wurde im November 1967 zum wissenschaftlichen Assistenten ernannt. 
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Neue Mathematik-Professorin für Didaktik der Primarstufe

Prof. Melanie Platz Foto: privat

Melanie Platz ist neue Professorin für Didaktik der Primarstufe mit Schwerpunkt Mathematik. Zuvor lehrte sie an der Pädagogischen Hochschule Tirol. Sie studierte an der Universität Koblenz-Landau, wo sie 2014 im Fach Mathematik promovierte.

Ihre Schwerpunkte liegen in der Entwicklung „substanzieller Lernumgebungen“: Diese fördern mathematische Fähigkeiten und Fertigkeiten und geben Lehrkräften die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler individuell zu unterstützen. Hierbei stellt Platz Themen in den Fokus, die im Unterricht bislang zu wenig behandelt werden wie das Beweisen, informatische Inhalte oder die Vermittlung von „Risk Literacy“ und „Search Literacy“, also die Fähigkeiten mit Unsicherheiten adäquat umzugehen und sich durch kompetente Suche selbst weiterhelfen zu können.

Hierfür untersucht sie Lehr- und Lernprozesse von Grundschülern und entwickelt Konzepte, mit denen solche Inhalte vermittelt und in substanziellen Lernumgebungen umgesetzt werden können. Ihre Studierenden will sie in diese Forschung einbinden. Ihre Ergebnisse veröffentlicht sie als online frei zugängliche Lehrmaterialien (Open Educational Ressources). Sie arbeitet mit in der „Open Search Foundation“, die im Internet einen unabhängigen, freien und selbstbestimmten Zugang zu Informationen schaffen will. Außerdem engagiert sie sich in der United Nations Working Group Space & Global Health, die sich mit der Nutzung des Potenzials der Raumfahrttechnologie für die globale Gesundheit durch Risikominderung und optimierte Gesundheitsleistungen beschäftigt. (mehr)

Professor Herbert Schneider wird 80 Jahre alt

Foto: privat

Am 23. März kann der Professor für Musikwissenschaft an der Universität des Saarlandes Dr. Herbert Schneider in Mainz seinen 80.Geburtstag begehen. In Wiesbaden geboren, studierte der Jubilar Musikwissenschaft, Musikerziehung, Romanistik und Pädagogik an den Universitäten Mainz und Nancy. 1971 wurde er in Mainz mit einer Studie zur „Französischen Kompositionslehre in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts“ promoviert, der 1978 die Habilitationsschrift „Die Rezeption der Opern Lullys im Frankreich des Ancien Régime“ folgte. Von 1981 bis 1984 widmete er sich dem Aufbau der Fachrichtung Musikwissenschaft an der Universität Bayreuth und lehrte bis 1993 an der Universität Heidelberg, ehe er dann an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt in besonderer Weise praktische Ausbildung und wissenschaftliche Forschung verbinden konnte. Außerdem agierte er 1981 als Gastprofessor in Paris an der Sorbonne und während mehrerer Semester an der École normale Supérieure“.
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Frank Kirchhoff wird Vizepräsident der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft

Foto: Koop

Frank Kirchhoff, Professor am Centrum für Integrative Physiologie und Molekulare Medizin (CIPMM) der Universität des Saarlandes wurde von der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft zum Vizepräsidenten gewählt. In zwei Jahren wird er dann das Präsidentenamt übernehmen. Die Neurowissenschaftliche Gesellschaft hat mehr als 2.300 Mitglieder und vertritt die Interessen von Grundlagenforscherinnen und -forschern, die sich mit der Entwicklung, der Funktionsweise, den Leistungen und den Störungen von Gehirn und Nervensystem beschäftigen. Frank Kirchhoff tritt sein neues Amt Ende März an. Info: www.nwg-info.de

Studentin gewinnt Preis für Masterarbeit über Brexit-Darstellung

Kathrin Herres

Kathrin Herres ist für ihre Masterarbeit im trinationalen Studiengang "Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation" der Universitäten Lorraine und Saarbrücken mit dem "Prix Universitaire franco-allemand" 2021 im Bereich "Sciences humaines et sociales & Management" der Université de Lorraine ausgezeichnet worden. In ihrer preisgekrönten Abschlussarbeit beschäftigt sie sich mit dem Thema EU-Informationspolitik und mediale Berichterstattungsformen der EU in Deutschland und Frankreich am Beispiel des Brexits. Darin geht es unter anderem um die Frage, wie die EU einerseits und wie die Medien in Deutschland und Frankreich andererseits die Brexit-Verhandlungen dargestellt haben.
Hierfür hat Kathrin Herres zum einen die Informationspolitik der EU anhand von Newslettern der Vertretungen der Europäischen Kommission und zum anderen die Medienberichterstattung in zwei deutschen und zwei französischen Tageszeitungen analysiert. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert.

Orthopäde wird von Fachgesellschaft für Arthrose-Studie ausgezeichnet

Dr. Tamás Oláh. Foto: privat

Dr. Tamás Oláh vom Lehrstuhl für Experimentelle Orthopädie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Henning Madry) wurde für die Studie „Topographic Modeling of early human osteoarthritis in sheep” (Science Translational Medicine) mit dem Preis zur Förderung der Grundlagenforschung 2020 der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) ausgezeichnet. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wurde Dr. Oláh im Rahmen einer Feierstunde der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie in Frankfurt/Main vom Präsidenten der DGOU, Prof. Dr. med. Dieter C. Wirtz, verliehen.

In seiner Arbeit hat Tamás Oláh den räumlichen und zeitlichen Verlauf der Arthrose-Entstehung nach einer definierten teilweisen Entfernung des Innenmeniskus in einem präklinischen Großtiermodell untersucht und das entstandene Arthrosemuster mit klinischen Daten von Patienten mit Innenmeniskus-Schäden verglichen. Die Daten zeigten eine hohe Übereinstimmung. Dieses Modell kann zukünftig zur Aufklärung von Mechanismen der Arthrose-Entstehung verwendet werden. Diese Publikation ist somit wegweisend für die Entwicklung neuer regenerativer Therapien der Arthrose.

Bronzemedaille für Europa-Institut bei Moot-WM

Prof. Marc Bungenberg Foto: Mohr

Nachdem das Europa-Institut 2019 in Miami bereits den Vizeweltmeistertitel nach Saarbrücken geholt hatte, schaffte es das Team von Coach Marc Bungenberg auch im Jahr 2020 aufs Siegertreppchen: Beim virtuellen internationalen Nachwuchswettbewerb "FDI Moot" gewann es als drittbestes unter über 100 Teams im Wettbewerb die Bronze-Medaille. LLM-Studentin Bianca Böhme wurde außerdem als beste Sprecherin des ganzen Wettbewerbs mit dem Thomas-Wälde-Preis ausgezeichnet.

Eigentlich sollte der "Foreign Direct Investment International Arbitration Moot", kurz FDI Moot, 2020 in Südkorea stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie arbeitete das Team des Europa-Instituts von April bis November 2020 zwar rein virtuell, aber die ganze Zeit über erfolgreich: Sie nahmen auch an zwei Pre-Moots in Prag und St. Petersburg teil. Letzteren gewannen sie. Aus dem Gesamtwettbewerb gingen sie als "3rd highest ranked Team", also als drittbestes Team hervor. Mehr als 100 Teams aus der ganzen Welt nahmen an dem Moot teil.

Das Erfolgs-Team des Europa-Instituts: Afolabi Adekemi (2.v.r.) aus Nigeria, Bianca Böhme (2.v.l.) aus Deutschland, Rishabh Vohra (Mitte) aus Indien und Solomon Bagashvili (l.) aus Georgien. Als Coaches waren der Direktor des Europa-Instituts Professor Marc Bungenberg, Dr. Greg Lourie von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton LLP in Paris und der Wissenschaftliche Assistent von Professor Bungenberg Andrés Eduardo Alvarado Garzón (r.) mit von der Partie.

Foto: Europa-Institut

Apotheker-Jacob-Stiftung ehrt Preisträger

Foto: privat

Die Universität des Saarlandes und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben die diesjährigen Preise der Apotheker-Jacob-Stiftung (AJS) an junge Wissenschaftler mit herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten im Fach Pharmazie verliehen. Die Saarbrücker Preisträger 2020 erhalten ein Preisgeld von je 500 Euro. Es handelt sich um Dr. Jenny Vanessa Valbuena-Perez (Pharmazeutische Biologie, Prof. Dr. Alexandra K. Kiemer) für ihre Arbeit Investigations on the role of GILZ in statin therapy and the influence of glucocorticoid metabolism in age-related inflammation

Foto: privat

und um Dr. Mohamed Salah Rezk Abdelrahim (Pharmazeutische und Medizinische Chemie, Prof. Dr. Rolf W. Hartmann und Priv.-Doz. Dr. Martin Frotscher) für seine Arbeit Development of the first dual inhibitors for steroid sulfatase (STS) and 17ß-hydroxysteroid dehydrogenase type 1 (17ß-HSD1): a novel treatment approach for endometriosis.
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Professorin Julia Knopf in Didacta-Vorstand gewählt

Julia Knopf Foto: Manuel Schlueter

Die Mitgliederversammlung des Didacta-Verbandes der Bildungswirtschaft hat Ende November 2020 Professor Julia Knopf in den Vorstand gewählt. Durch die Wahl der Didaktikerin und Spezialistin für digitale Lehr- und Lernangebote schärfe der Bildungsverband - wie es in einer Pressemitteilung heißt - seinen Fokus in den Bereichen schulische Bildung und Konzepte entlang der gesamten Bildungskette, also vom Kindergarten bis zur beruflichen Weiterbildung.

Julia Knopf leitet an der Universität des Saarlandes das Forschungsinstitut Bildung Digital (FoBiD) und erforscht und entwickelt auch an ihrem Lehrstuhl neue Methoden, um Wissen geschickt zu vermitteln. Im Unternehmen Didactic Innovations in Saarbrücken, einem Spin-off ihres Lehrstuhls, entwickelt sie mit einem interdisziplinären Team aus Didaktikern und Informatikern neuartige schulische und berufliche Aus- und Weiterbildungsszenarien, indem sie Didaktik und Technologie zu neuen Lehr- und Lernformaten verbindet.

Der Didacta-Verband der Bildungswirtschaft vertritt die Interessen von rund 260 Unternehmen und Organisationen im In- und Ausland und setzt sich für qualitativ hochwertige Lehr- und Lernmittel sowie eine bedarfsgerechte Einrichtung und Ausstattung aller Lernorte ein. Als ideeller Träger steht der Bildungsverband hinter der Didacta-Bildungsmesse, der weltweit größten Fachmesse für Bildung.

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie zeichnet Wissenschaftler aus

Dr. Tamás Oláh vom Lehrstuhl für Experimentelle Orthopädie der Universität des Saarlandes (Direktor: Prof. Dr. Henning Madry) wurde für seine Studie „Topographic Modeling of early human osteoarthritis in sheep” (publiziert in Science Translational Medicine 2019) mit dem Preis zur Förderung der Grundlagenforschung 2020 der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) ausgezeichnet. In seiner Arbeit hat Dr. Oláh den räumlichen und zeitlichen Verlauf der Entstehung von Arthrose nach einer Meniskusteilresektion in einem präklinischen Großtiermodell untersucht, um das Arthrosemuster mit der klinischen Situation bei menschlichen Patienten mit Innenmeniskusläsionen zu vergleichen. Das Ergebnis dieses Modells kann zur Aufklärung von Mechanismen der Arthrose-Entstehung verwendet werden und ist somit wegweisend für die Entwicklung degenerativer Therapien.

Ausgezeichnete Nachwuchsforscherinnen und -forscher

Foto: IfeW

Die Förderer des Instituts für empirische Wirtschaftsforschung haben auch in diesem Jahr wieder sechs Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für hervorragende Arbeiten ausgezeichnet. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Preisverleihung Ende Oktober erstmals im Rahmen einer Online-Live-Veranstaltung statt.

Der Preis ist mit je 1.750 Euro dotiert und wird aus den Mitteln der Gesellschaft der Förderer des Instituts für empirische Wirtschaftsforschung an der Universität des Saarlandes e.V. finanziert. Jedes Jahr zeichnen die Förderer damit herausragende Arbeiten aus den Bereichen des Internationalen Marketings, des Handels, der Konsum- und Verhaltensforschung, der Steuerlehre, der Wirtschaftsinformatik sowie der Wirtschaftsprüfung aus.

Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger sind:
Ass.-Prof. Dr. Florian Foller (oben links) für seine Doktorarbeit „Zur Unternehmensbewertung im Spruchverfahren aus interessentheoretischer Sicht – Der aktienrechtliche Minderheitenausschluss im Lichte der Neuen Politischen Ökonomie“,
Dr. Constantin Houy (oben Mitte): „Verständlichkeit grafischer Geschäftsprozessmodelle – Ein Beitrag zur Theorieentwicklung auf der Grundlage von Stylized Facts und Gestaltungsempfehlungen für die Prozessmodellierung“,
Dr. Sarah Kobel (oben rechts): „Humorvolle Kommunikation bei Serviceversagen – Eine empirische Analyse der Wirkung von Humor auf Konsumenten infolge aufgetretener Service-Fehler ”,
Dr. Daniel Licht (unten links): „EU-Beihilferecht und Unternehmensbesteuerung”,
Prof. Dr. Jana-Rebecca Rehse (unten Mitte): „Leveraging Artificial Intelligence for Business Process Management – A Contribution to Reference Model Mining, Predictive Process Monitoring, and Process Discovery”,
Dr. Christoph Venitz (unten rechts): „Zum ,value investing' aus Sicht der Bewertungstheorie“.

85. Geburtstag von Professor Reinhard Schneider

Prof. Dr. Reinhard Schneider (Foto: Saar-Uni)

Seinen 85. Geburtstag kann am 13. März 2019 Dr. Reinhard Schneider, emeritierter Professor für Mittelalterliche Geschichte, in seiner Heimatstadt Berlin begehen. Er studierte Geschichte, Lateinische Philologie, Romanistik und Philosophie an der Freien Universität und war fünf Jahre als Gymnasial-Lehrer tätig. Nach seiner Dissertation 1963 wirkte er am Berliner Friedrich-Meinecke-Institut und habilitierte sich 1971 mit der Studie „Königswahl und Königserhebung im Frühmittelalter. […]“; zudem war er Sprecher eines Forschungsschwerpunkts „Zisterzienser“. 1974/75 übernahm er den Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Philipps-Universität Marburg und hatte dort 1978/79 das Dekanat des Fachbereichs Geschichtswissenschaften inne.

Von 1980 bis zu seiner Emeritierung 2001 lehrte und forschte Reinhard Schneider als C4-Professor an der Saar-Uni. Er agierte unter anderem als Sprecher des Landesverbandes Saar des Deutschen Hochschulverbandes, leitete zwischen 1987 und 1989 als Dekan die Philosophische Fakultät und initiierte die Gründung des Universitätsarchivs. Außerdem war er von 1984 bis 1999 Vorsitzender der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und gehört dem renommierten „Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte“ sowie weiteren wissenschaftlichen Vereinigungen an.

In seinen Publikationen widmete sich Prof. Schneider der Geschichte des Frankenreichs, der Rechts- und Verfassungsgeschichte des Mittelalters, der Geschichte des Königtums, der Zisterzienserforschung sowie dem Themenbereich Wahlen und Wählen im Mittelalter. Außerdem engagierte er sich maßgeblich im Forschungsschwerpunkt „Grenzregionen und Interferenzräume“ der Philosophischen Fakultät. Zuletzt ist im Oktober 2012 seine Monographie „Vom Dolmetschen im Mittelalter. Sprachliche Vermittlung in weltlichen und kirchlichen Zusammenhängen“ erschienen.

Border Studies: Gastprofessor aus Norwegen forscht zu Grenzen in der Literatur

Foto: Saar-Uni

Professor Johan Henrik Schimanski von der Universität Oslo verbringt in diesem Herbst einen Forschungsaufenthalt als Gastprofessor für Border Studies an der Universität des Saarlandes. Der norwegische Literaturwissenschaftler möchte seinen Aufenthalt am UniGR-Center for Border Studies auch zum Ausbau von Forschungskontakten und zum wissenschaftlichen Austausch im Bereich der literatur- und kulturwissenschaftlichen Border Studies nutzen. Schimanski ist Professor für allgemeine Literaturwissenschaft mit den Forschungsschwerpunkten Grenzliteratur, arktische Diskurse, Postkolonialismus und Genre-Theorie im Department of Literature, Area Studies and European Languages an der Universität Oslo (Norwegen). Aktuell arbeitet er zu Grenzen im Zusammenhang mit dem „Unbekannten“ in der Literatur und beforscht auch Schriftstellermuseen.
Die UniGR-CBS-Gastprofessur Border Studies unterstützt die Kurzzeitmobilität von Forscherinnen und Forschern an den sechs UniGR-Partneruniversitäten der Universität der Großregion (UniGR).
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Professor Helmut Karl Schmidt feiert seinen 80. Geburtstag

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Am 28. August kann der ehemalige wissenschaftlich-technische Leiter und geschäftsführende Direktor des Leibniz-Instituts für Neue Materialien Prof. Dr. Helmut Karl Schmidt in Saarbrücken seinen 80. Geburtstag begehen. 1941 in Augsburg geboren, studierte er – als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes – an der Technischen Universität München Chemie und Chemie-Ingenieurwesen, promovierte 1973 mit dem Thema Heterogene Katalyse mit Philipps-Katalysatoren und trat anschließend eine Postdoc-Stelle an der Freien Universität Berlin an. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Northwestern University (Evanston, Illinois, USA) wechselte er 1975 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Fraunhofer-Institut für Silicat-Forschung in Würzburg (ISC), das er durch wegweisende anwendungsorientierte Neuentwicklungen von anorganisch-organischen Sol-Gel-Werkstoffen prägte. 1986 wurde er zum Direktor des Instituts und zum Mitglied des Senats der Fraunhofer-Gesellschaft berufen. 1989 habilitierte sich Helmut Karl Schmidt an der Universität Würzburg im Fachbereich Anorganische Chemie. Ferner gründete und leitete er das Technische Komitee 16 der „International Commission on Glass“ (ICG), aus dem später die renommierte internationale „Society of Sol-Gel Science and Technology“ hervorging, sowie mit Prof. Dr. Günther Frischat das Forum Glas der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft.
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80. Geburtstag von Professor Jörg Siekmann

Foto: Siekmann

Am 5. August kann der Pionier der Künstlichen Intelligenz in Deutschland, der Saarbrücker Universitäts-Professor für Informatik und Direktor des Forschungsbereichs Deduktion und Multiagentensysteme am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Dr. (Ph.D.) Ing. grad. Jörg Siekmann, seinen 80. Geburtstag begehen. In Eberbach am Neckar geboren, absolvierte er zunächst eine Bau- und Möbelschreinerlehre und erwarb an der Ingenieurschule in Rosenheim den Ing. grad. im Fach Holztechnik. Auf dem zweiten Bildungsweg holte er am Braunschweig-Kolleg das Abitur nach und studierte an der Universität Göttingen Mathematik und Physik sowie an der britischen University of Essex Computer Science. Dort erwarb er 1972 den „Master of science in computing“, wurde 1976 in dem Fach Artificial Intelligence mit einer Dissertation zur Unifikationstheorie promoviert und kehrte dann mit seiner Frau Anne McManus nach Deutschland zurück. Seitdem arbeitete Jörg Siekmann zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter und seit 1980 als Hochschulassistent am Institut für Informatik der Universität Karlsruhe, baute dort eine Forschungsgruppe zur Künstlichen Intelligenz (KI) auf dem Gebiet der Deduktionssysteme auf und gründete mit anderen den einflussreichen KI-Sonderforschungsbereich 314.
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Sangeun Lee ist Juniorprofessorin für Pharmazeutische Materialien

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Sangeun Lee wurde zur Juniorprofessorin für Pharmazeutische Materialien und Verarbeitung an der Saar-Universität ernannt. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf polymeren Materialien, insbesondere solchen, die so programmiert sind, dass sie ihre Eigenschaften bei angewendeten Reizen wie pH-Wert, Enzym, Licht oder Oxidation verschlechtern oder ändern. Sie will vor allem Polymere entwickeln, die für On-Demand-Materialien zur Arzneimittelabgabe geeignet sind. Dafür erstreckt sich ihre Forschung von funktionellem Polymerdesign über die organische Synthese und Nanopartikelformulierungen bis hin zur Materialcharakterisierung für Anwendungen in biologischen Systemen. Darüber hinaus plant sie, das Potenzial solcher Polymere in verschiedenen Anwendungen durch grundlegende Studien zu untersuchen.

Sangeun Lee studierte Chemie am Yonsei University in Südkorea und Bioengineering am University of Tokyo in Japan. Danach promovierte sie 2018 in Nanoengineering am University of California, San Diego (USA). Anschließend arbeitete sie als Postdoktorandin am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) in Kooperationsprojekten der Abteilungen Wirkstofftransport sowie Wirkstoffdesign und Optimierung.

Hohe Auszeichnung für Professor Karl Fischer

Die Deutsche Gesellschaft für Kristallographie hat Professor Karl Fischer für sein wissenschaftliches Lebenswerk ihre höchste Auszeichnung, die Carl-Hermann-Medaille, verliehen. Der emeritierte Professor für Kristallographie an der Universität des Saarlandes hat sich insbesondere durch Arbeiten zur Anwendung der Synchrotronstrahlung und der anomalen Dispersion von Röntgenstrahlung zur Bestimmung von Kristallstrukturen verdient gemacht.

Fischer leitete von 1964 bis 1993 das Institut für Kristallographie an der Universität des Saarlandes und wirkte im Vorstand des Sonderforschungsbereichs 130 „Ferroelektrika“. Er war als Gastprofessor an der University of Minnesota und am Institut Laue-Langevin in Grenoble tätig. Auch heute noch, mittlerweile 95-jährig, arbeitet Karl Fischer wissenschaftlich an der Universität und in Kooperation mit anderen Forschungseinrichtungen.

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Die Kristallographen Professor Horst P. Beck und Dr. Robert Haberkorn von der Universität des Saarlandes überreichten die Medaille. Eine Aufzeichnung der Verleihung im kleinen Kreis wurde im Rahmen der diesjährigen virtuellen Konferenz der Gesellschaft für Kristallographie eingespielt.

Andreas Barth zum BWL-Juniorprofessor ernannt

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Andreas Barth ist neuer BWL-Juniorprofessor, insbesondere für Digitale Transformation in Unternehmensrechnung und Finanzdienstleistungen an der Universität des Saarlandes. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet der Finanzmarktökonomie. Hierbei befasst er sich unter anderem mit Fragestellungen zur Finanzstabilität sowie der Unternehmensfinanzierung. Ein weiterer wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt im Bereich Financial Accounting, insbesondere auf der Untersuchung von Marktreaktionen auf Unternehmensmitteilungen. Er ist spezialisiert auf statistische Fragestellungen und arbeitet an beiden Themenblöcken vor allem empirisch auf Basis von Daten sowie mit Methoden des Maschinellen Lernens.

Die neue Professur ist Teil des Forschungsschwerpunkts Digitale Transformation der Saarbrücker Betriebswirtschaftslehre. Zuvor studierte Andreas Barth Volkswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg Universität Mainz und promovierte 2015 bei Professorin Isabel Schnabel im Bereich Financial Economics. Anschließend war er als Postdoktorand am Lehrstuhl für Bankbetriebslehre an der Goethe Universität Frankfurt beschäftigt und verbrachte mehrere Forschungsaufenthalte in der Europäischen Zentralbank.

Prof. Florence Baillet ist neue DAAD-Gastdozentin

Florence Baillet

Die französische Literatur- und Theaterwissenschaftlerin Prof. Florence Baillet von der Pariser Sorbonne Nouvelle hat im Sommersemester 2021 die DAAD-Gastdozentur des Saarbrücker Frankreichzentrums inne. In Forschung und Lehre setzt sich die Gastdozentin mit dem Thema „Theaterarbeit transnational“ auseinander. In den Fokus stellt sie das zeitgenössische deutsch- und französischsprachige Theater, da es eine reichhaltige Tradition deutsch-französischen Theatertransfers gibt. In der universitären Lehre wird Prof. Baillet das Angebot verschiedener Studiengänge an der Saar-Uni bereichern: So bietet die Gastdozentin Seminare zu den Themenbereichen „Kultur- und Medientransfer“ und „Interkulturalität“ sowie zu aktuellen Fragestellungen über die Wechselwirkung von Globalisierung und Theater an. Die Lehrveranstaltungen finden auf Deutsch und Französisch statt.
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Christian Theobalt ist neuer Max-Planck-Direktor

MPI

Christian Theobalt, Leiter der Forschungsgruppe Graphics, Vision & Video am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken, ist von der Max-Planck-Gesellschaft zum wissenschaftlichen Mitglied ernannt worden. Als wissenschaftlicher Direktor am Max-Planck-Institut für Informatik wird er eine neue Abteilung leiten, die an grundlegenden Fragestellungen der Informatik im Grenzgebiet von Computergrafik, Bilderkennung und Künstlicher Intelligenz forscht. Christian Theobalt hat an der Universität des Saarlandes studiert und promoviert und lehrt dort seit 2010 als Informatik-Professor (mehr..)

Einblicke in eine Ost-West-Karriere

Foto: J. Pütz

Ingolf Bernhardt, bis zu seinem Ruhestand außerplanmäßiger Biophysik-Professor der Saar-Universität, wuchs in der DDR auf. In einem Büchlein blickt er auf seine Studienzeit an der Moskauer Lomonossow-Universität und die Jahre als Wissenschaftler an der Humboldt-Universität zurück. Bereits in den 1980er Jahren führten ihn zahlreiche Reisen in das östliche wie auch westliche Ausland. Besonders intensive Verbindungen entwickelten sich dabei ins britische Oxford. Im Jahr 2000 wechselte Ingolf Bernhardt an die Universität des Saarlandes, wo seine Ehefrau Rita Bernhardt bereits seit 1995 eine Biochemie-Professur innehatte. Seine mit vielen Anekdoten versehenen "Geheimnisse eines Wissenschaftlers zwischen Ost und West" sind im Leipziger Universitätsverlag erschienen.

Jörg Hoffmann für KI-Forschung ausgezeichnet

Foto: privat

Professor Jörg Hoffmann wurde von der amerikanischen „Association for the Advancement of Artificial Intelligence (AAAI)“ zum Fellow ernannt. Das „Fellows Program“ richtet sich an Forscherinnen und Forscher, die bedeutende und nachhaltige Beiträge zum Feld der Künstlichen Intelligenz geleistet haben. Hoffmann ist nun einer von nur fünf in Deutschland tätigen Wissenschaftlern, denen seit 1990 diese Ehre zuteil wurde. Insbesondere für seine Arbeiten zum automatischen Planen wurde er ausgezeichnet. [mehr]

Förderpreis für empirische Wirtschaftsforschung

Dr. Bela Berens Foto: IfeW

Die Gesellschaft der Förderer des Instituts für empirische Wirtschaftsforschung (IfeW) hat Dr. Bela Berens den Förderpreis der Ernst & Young GmbH verliehen.

Ausgezeichnet wurde Berens für seine Dissertation zum Thema: „Multilaterales Instrument im Kontext der Einkünfteerzielung hybrider Gesellschaften – Eine kritische Analyse der Eignung des Multilateralen Instruments zur Umsetzung der abkommensbezogenen Maßnahmen mit Fokus auf deutsche Doppelbesteuerungsabkommen unter besonderer Berücksichtigung von Art. 3 MLI“.
Der Saarbrücker Förderpreis der Ernst & Young GmbH wird seit 2011 vergeben und ist hervorragenden wissenschaftlichen Arbeiten aus dem Bereich der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre an der Universität des Saarlandes gewidmet.

Screenshot der Preisverleihung: IfEW

In einem gemeinsamen Online-Meeting überreichten Dr. Michael Zabel als Vertreter der Ernst & Young GmbH Saarbrücken und Leander Wappler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Förderer des IfeW, das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro sowie die Urkunde an den diesjährigen Preisträger. Das untere Foto zeigt bei der Preisverleihung  (beginnend mit der oberen Reihe v.l.): Jérôme Klauck, Prof. Dr. Heinz Kußmaul, Heike Mang, Dr. Bela Berens, Dr. Michael Zabel, Patrick Klein, Leander Wappler und Christian Burgardt.

Saar-Professoren im BWL-Ranking der Wirtschaftswoche

Das Magazin Wirtschaftswoche hat in einem Ranking die Top-Forscherinnen und -Forscher der Betriebswirtschaftslehre aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgelistet - sowohl von Universitäten als auch von Forschungsinstituten. Zugrunde liegen wissenschaftliche Veröffentlichungen, gewichtet nach dem Renommee der Fachpublikationen. Auch drei Professoren der Universität des Saarlandes erhielten gute Platzierungen, unter anderem im Ranking der "Jungen Wilden".

Prof. Sven Heidenreich, Foto: privat

Unter den Top-100-Forschern erzielte Professor Sven Heidenreich Platz 51. Noch besser schnitt er im Ranking der „Jungen Wilden“ ab, das die forschungsstärksten BWL-Forscher umfasst, die am Stichtag noch keine 40 Jahre alt waren. Dort erzielte Sven Heidenreich, Professor für Technologie- und Innovationsmanagement, den achten Platz unter den Nachwuchswissenschaftlern mit insgesamt rund 5.000 Punkten und 56 Publikationen.

Jun.-Prof. Eric Grosse, Foto: privat

Der BWL-Juniorprofessor Eric Grosse erreichte im Ranking der „Jungen Wilden“ Platz 54 mit 2.650 Punkten und 45 Publikationen. Er hat sich auf das Thema Digitale Transformation im Operations Management spezialisiert.

Prof. Günter Schmidt, Foto: privat

Im Ranking „Lebenswerk“ wurden zudem alle jemals publizierten Artikel ausgewertet und die besten 250 BWL-Forscherinnen und Forscher im deutschsprachigen Raum aufgelistet. Dort erzielte BWL-Professor Günter Schmidt mit 45 Publikationen und 5.710 Punkten Platz 183, Sven Heidenreich nahm mit 4.981 Punken Platz 240 ein.

Weitere Infos

Anna Feit ist neue Informatik-Professorin

Foto: privat

Anna Maria Feit hat in Saarbrücken Informatik studiert, in Helsinki promoviert und an der ETH Zürich als Post-Doc geforscht. Jetzt wurde sie zur Informatik-Professorin an der Saar-Universität ernannt. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Entwicklung von algorithmischen und mathematischen Methode, um Nutzerschnittstellen zu optimieren. „Intelligente“ Anwendungen sollen sich den Bedürfnissen und Fähigkeiten des Nutzers anpassen und ihm die Bedienung von Computern und anderen technischen Geräten so einfach wie möglich machen.

Dazu entwickelt Anna Maria Feit mathematische und computergestützte Modelle, die das Verhalten der Nutzer abbilden und vorhersagen können. In ihrer bisherigen Arbeit lag ihr Fokus vor allem auf den grundlegenden motorischen und kognitiven Fähigkeiten der Nutzer. Ihre Arbeit kam zum Beispiel bei der Entwicklung des neuen Standards für französische Tastaturen zum Einsatz, die nun frankreichweit verkauft werden. [mehr]

 

Prof. Horst Dinter wird 100 Jahre alt

Am 13. Dezember kann der gegenwärtig älteste Professor der Universität des Saarlandes, Dr. Horst Dinter, in Forchtenberg seinen 100. Geburtstag und damit ein besonderes Jubiläum begehen.Der im schlesischen Waldenburg geborene Jubilar studierte an der Pädagogischen Hochschule Braunschweig, bei den Werkkursen „Dreibergen“ und an der Werkkunstschule Hannover. 1970 zum Dozenten und 1972 zum Professor an der Pädagogischen Hochschule des Saarlandes ernannt, widmete er sich vor allem dem Aufbau der „Arbeitslehre“. Nach der Auflösung der Pädagogischen Hochschule vertrat er bis 1985 an der Universität des Saarlandes das Fach „Angewandte Erziehungswissenschaft / Schwerpunkt Pädagogik technischer Prozesse“. Seine Publikationen widmen sich dem „Curriculum Technik“, „Medien im Technikunterricht“, der „Didaktik des Technikunterrichts“, der „Technik in Unterrichtsmodellen“ und der „Schule der Kreativität“. Literarisch erzählen sie über die „Odyssee 45“, „Die Abenteuer der gedankenreichen Donna Quijote de la Mancha“ oder seine Erlebnisse als Transportflieger während des Zweiten Weltkrieges.
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85. Geburtstag von Prof. Dr. Klaus Uhlmann

Foto: Saar-Uni

Am 8. Dezember 2020 kann der entpflichtete Professor für Anatomie an der Universität des Saarlandes und Facharzt für Anatomie, Dr. med. Klaus Uhlmann, seinen 85. Geburtstag begehen. Im thüringischen Sonneberg geboren, studierte der Jubilar in Leipzig und Düsseldorf Medizin und wurde 1961 mit seiner Studie zur vergleichenden und funktionellen Myologie der Primaten promoviert, die von der Medizinischen Akademie Düsseldorf als jahrgangsbeste Dissertation ausgezeichnet wurde. Dem Bewegungsapparat – vom Menschen bis zum Seestern – und dessen Evolution galt sein forschendes Interesse während seines ganzen akademischen Lebens. Die wissenschaftliche Laufbahn setzte er nach dem Staatsexamen als Assistent am Topographisch-Anatomischen Institut der Medizinischen Akademie Düsseldorf fort – teilweise gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
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Christoph Becher in Akademie der Technikwissenschaften aufgenommen

Christoph Becher. Foto: Beate Wehrle

Christoph Becher ist zum Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) gewählt worden. Der Professor für Quantenoptik an der Universität des Saarlandes ist damit einer der „herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Ingenieur- und den Naturwissenschaften, der Medizin sowie aus den Geistes- und Sozialwissenschaften“, wie die Akademie auf ihrer Webseite schreibt.

Christoph Becher beschäftigt sich seit 2005 als Professor an der Universität des Saarlandes mit dem Schwerpunkten Quantenoptik und Quantentechnologien. Er ist an zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten beteiligt. Als Sprecher des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten hochkarätigen Forschungsverbundes Q.Link.X erforscht er unter anderem, wie die Reichweite von sicherer Quantenkommunikation in Glasfasernetzen erweitert werden kann. Das Konsortium aus insgesamt 39 Partnern in ganz Deutschland erforscht so genannte Quantenrepeater, die – ähnlich wie Repeater für klassische Computernetzwerke Kommunikationsnetze – die Reichweite von auf Quantentechnologie basierenden Netzwerken erhöhen können. Ein Netzwerk, das nach den Prinzipien der Quantenphysik funktioniert, wäre beweisbar abhörsicher und könnte zukünftig leistungsstarke Quantencomputer vernetzen.
Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften ist die von Bund und Ländern geförderte nationale Akademie und Stimme der Technikwissenschaften im In- und Ausland. Sie berät Politik und Gesellschaft in technikwissenschaftlichen und technologiepolitischen Zukunftsfragen und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

 

85. Geburtstag von Professor Werner Tack

Prof. Werner Tack, Initiator der "Kinderuni" im Jahr 2005. Foto: Iris Maurer

Am 4. November kann der emeritierte Professor für Psychologie und Ehrensenator der Universität des Saarlandes Dr. Werner Tack seinen 85. Geburtstag begehen.
Werner Tack wurde in Dortmund geboren. Die ersten Stationen seiner wissenschaftlichen Laufbahn waren die Universitäten Hamburg und Regensburg, ehe er 1971 als Professor für Psychologie nach Saarbrücken berufen wurde. Hier leitete er mehrere Forschungsprojekte und war unter anderem Sprecher des Sonderforschungsbereichs 378 „Ressourcenadaptive kognitive Prozesse“ sowie des Graduiertenkollegs „Kognitionswissenschaft“. Zwischen 1984 und 1986 agierte er als Erster Vizepräsident der Universität des Saarlandes. Ferner war er Vorsitzender zahlreicher nationaler Fachkommissionen sowie Gründungsvorsitzender der Wilhelm-Wundt-Gesellschaft und der „Gesellschaft für Kognitionswissenschaft“.
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Christoph Bock mit Overton Preis geehrt

Christoph Bock, Foto: MPI

Der Bioinformatiker Christoph Bock wurde mit dem Overton Prize der International Society of Computational Biology (ISCB) ausgezeichnet. Einmal pro Jahr wird dieser Preis an weltweit einen einzigen Wissenschaftler verliehen, der am Beginn oder in der Mitte seiner Karriere steht und als kommende Leitfigur in der Bioinformatik angesehen wird. Christoph Bock hat an der Universität des Saarlandes promoviert und in der Arbeitsgruppe von Professor Thomas Lengauer am Max-Planck-Institut für Informatik an epigenetischen Biomarkern geforscht. Als Postdoc im Labor von Alexander Meissner am Broad Institute  führte er groß angelegte epigenomische Analysen von Stammzellen durch und war am Projekt Roadmap Epigenomics beteiligt. Seit 2012 bekleidet er als Principal Investigator eine Forscherstelle an Research Center for Molecular Medicine der Österreichischen der Wissenschaften in Wien und ist Gastprofessor an der Medizinischen Universität Wien. Er ist ebenfalls als einer der führenden Computerbiologen im Blueprint-Epigenom-Projekt der Europäischen Union und im Internationalen Humangenomprojekt tätig. [mehr]

Neuer Professor für Mathematik und Informatik

Laurent Bartholdi ist zum Professor für Mathematik und Informatik mit dem Schwerpunkt Angewandte Algebra und Geometrie ernannt worden. Er studierte Mathematik und Informatik an der Universität Genf und war danach an der University of California in Berkeley und der École Polytechnique Fédérale in Lausanne tätig. Derzeit ist er als Professor in Göttingen tätig. Der Wissenschaftler nutzt die Mathematik (Algebra, Geometrie), um Einsichten in Informatikfragen (Komplexität, Entscheidbarkeit) zu gewinnen. Zudem verwendet er Computerwerkzeuge, um Problemen der reinen Mathematik zu lösen. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Verbindung von algebraischen (Gruppen) und computerwissenschaftlichen (endliche Automaten) Objekten mit dynamischen Systemen, womit sich neue Wege zu deren Untersuchung eröffnen. An der Saar-Universität wird Laurnt Bartholdi eine Forschungsgruppe zu diesen Themen aufbauen und Vorlesungen in der Mathematik und theoretische Informatik halten.

85. Geburtstag von Professor Heinz Engelhardt

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Am 31. August 2021 kann der Professor für Instrumentelle Analytik/Umweltanalytik an der Universität des Saarlandes und Ehrendoktor der Universität Aix-en-Provence Dr. Heinz Engelhardt seinen 85. Geburtstag begehen. In Nürnberg geboren, begann er 1954 das Studium der Chemie an der heimischen Universität Erlangen-Nürnberg, wirkte seit 1962 als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Organische Chemie und wurde 1965 mit der von Prof. Dr. Gerhard Hesse betreuten Dissertation „Der Temperatureinfluß bei der Absorptionschromatographie von Lösungen“ promoviert. Während seiner Assistentenzeit führte ihn 1969/70 ein Forschungsaufenthalt an das von Barry L. Karger geleitete Department of Chemistry der Northeastern University in Boston. Nach seiner Rückkehr habilitierte er sich 1971 in Erlangen-Nürnberg im Fach Analytische Organische Chemie mit „Untersuchungen über Trägermaterialien für die Flüssigchromatographie mit hohen Eingangsdrucken“. Unmittelbar anschließend folgte der Jubilar dem Ruf der Universität des Saarlandes auf eine Professur an das Institut für Angewandte Physikalische Chemie.
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Stanley Shaldon Award für Timotheus Speer

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Medizin-Professor Thimoteus Speer hat den renommierten Stanley Shaldon Award erhalten. Es handelt sich hierbei um die höchste und wichtigste Auszeichnung in der europäischen Nephrologie für junge Wissenschaftler. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis erhielt Speer für seinen wissenschaftlichen Beitrag und das Engagement für die europäische Nephrologie. Der Mediziner erforscht vor allem die Rolle von Entzündungen bei der Entstehung von kardiovaskulären Erkrankungen bei Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen. Er beschäftigt sich zudem mit den Prozessen, die zur Nierenfibrose führen. Dabei umfasst seine Forschung sowohl klinische Studien, große genetische Assoziationsstudien als auch grundlagenwissenschaftliche Untersuchungen. Seine Studien werden in hochrangigen Fachzeitschriften veröffentlicht, darunter Lancet, Nature Immunology, Immunity und Lancet Diabetes Endocrinology. Speer baute ein gut ausgestattetes Labor auf dem Homburger Campus auf, das modernste Techniken wie die superauflösende Laser-Scanning-Mikroskopie umfasst. Seine Arbeit ist in mehrere nationale und internationale Forschungskonsortien eingebettet, unter anderem in den Sonderforschungsbereich SFB/TRR219. Vor zwei Jahren wurde er bereits mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis geehrt, der wichtigsten Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftler in Deutschland.

Daniela Johannes forscht im UniGR-Center for Border Studies

Foto: West Chester University of Pennsylvania (USA)

Noch bis zum 31. Juli hat Professorin Daniela Johannes von der West Chester University of Pennsylvania (USA) die Gastprofessur am UniGR-Center for Border Studies an der Universität des Saarlandes inne. Die Gastwissenschaftlerin, die ursprünglich aus Chile stammt, promovierte 2015 in Border Studies an der University of Arizona und ist gegenwärtig als Associate Professor und Direktorin der American and Latinx Studies an der West Chester University of Pennsylvania (USA) tätig. Während ihrer zweimonatigen Gastprofessur in Saarbrücken forscht sie gemeinsam mit Prof. Astrid M. Fellner im Bereich der Border Studies zur US-mexikanischen Grenze. In ihrem Projekt richtet sie den Blick auf die zentrale Bedeutung der Sonora-Wüste für den Grenzschutz und die Souveränität der Vereinigten Staaten. Die Grenze steht dabei sinnbildlich für eine Politik, die Todesfälle und Vertreibung von Migranten und Migrantinnen zum Schutz der nationalen Souveränität und des Überlebens der Nation in Kauf nimmt. Für ihr Projekt untersucht Daniela Johannes die jüngere mexikanisch-amerikanische Literatur, in der die Grenze als eine Landschaft von Folter, Verschwinden und Tod dargestellt wird. 
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Neue Professorin für Innovative Implantatentwicklung

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Bergita Ganse hat die Werner Siemens-Stiftungsprofessur für Innovative Implantatentwicklung (Frakturheilung) an der Saar-Universität übernommen. In ihrer Forschung befasst sich Ganse mit der Weltraummedizin, den Veränderungen des muskuloskelettalen Systems in der Schwerelosigkeit und in Immobilisation, dem Abfall der körperlichen Leistungsfähigkeit im Alterungsprozess, sowie mit der Frakturheilung und biomechanischen Fragestellungen. Sie arbeitet dabei unter anderem mit der European Space Agency, der NASA und dem DLR zusammen. An der Saar-Uni wird Bergita Ganse Vorlesungen zur Weltraummedizin halten. Sie hat zusammen mit ihrem Bruder, dem Astrophysiker Urs Ganse, dazu ein für Laien verständliches Buch verfasst hat. Die Stiftungsprofessur ist Teil des von Professor Tim Pohlemann initiierten interdisziplinäres Forschungverbundes „Smarte Implantate“, in dem „intelligente“ Implantate für die Versorgung von Knochenbrüchen entwickelt werden.

Bergita Ganse schloss ihr Studium der Humanmedizin und die Promotion im Fach Orthopädie 2007 in Lübeck ab. Danach arbeitete sie an der Charité in Berlin, der Uniklinik in Köln und beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Sie habilitierte sich an der RWTH Aachen und erhielt die Lehrbefugnis für das Fach Experimentelle Unfallchirurgie. Zuletzt war sie in England tätig. Bergita Ganse ist Fachärztin für Orthopädie/Unfallchirurgie sowie Fachärztin für Physiologie.

Saar-Studierende erneut erfolgreich bei WM der Jura-Fakultäten

Das erfolgreiche Team der Saar-Universität bei einer Videokonferenz. Foto: Pieter Van Vaerenbergh

Sie gehören zu den besten 32 von insgesamt 387 Teams von Universitäten aus aller Welt, die teilgenommen haben. Als eines von 20 Teams erhielten sie eine der begehrten „Honourable Mentions“: Zum 18. Mal haben Studierende der Universität des Saarlandes erfolgreich an der Weltmeisterschaft der Jura-Fakultäten in Wien, dem „Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot“ teilgenommen. Wie jedes Jahr betreute Emeritus Professor Dr. Dr. h.c. mult. Helmut Rüßmann (Foto oben links) die Saarbrücker Mannschaft.

Bianca Böhme (unten rechts), Elinam De Souza (oben Mitte), Mazin Ezzeldin (Mitte), Norah Kibaka-Vibila (Mitte links), Max Köhl (unten Mitte) und Anna-Maria Klesen (unten links) wurden sowohl für ihre schriftlichen als auch für ihre mündlichen Leistungen im Mannschaftswettbewerb ausgezeichnet. In den mündlichen Verhandlungen erreichten sie die Ausscheidungsrunden, gewannen in der Runde der besten 64 und wurden in der Runde der besten 32 knapp geschlagen. Für ihren Beklagtenschriftsatz erhielten sie eine „Honourable Mention“, was nur den besten 20 Teams zuteilwird. [mehr]

85. Geburtstag von Prof. Frauke Stein

Am 9. April kann die Professorin für Vor- und Frühgeschichte an der Universität des Saarlandes Dr. Frauke Stein ihren 85. Geburtstag begehen. Im ostfriesischen Leer geboren, studierte Frauke Stein von 1955 bis 1957 Vor- und Frühgeschichte, Alte Geschichte und Klassische Archäologie an der Universität Hamburg. Anschließend wechselte sie an die Ludwig-Maximilians-Universität in München und wurde dort 1962 mit einer von Prof. Dr. Joachim Werner betreuten Dissertation über „Adelsgräber des achten Jahrhunderts in Deutschland“ promoviert. Nach kurzzeitigen Beschäftigungen beim Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, bei der Römisch-Germanischen Kommission und einem Stipendium des Deutschen Archäologischen Instituts kam sie im April 1964 als wissenschaftliche Assistentin an das von Prof. Dr. Rolf Hachmann geleitete Institut für Vor- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie an der Universität des Saarlandes. 1970 folgte ihre Habilitation mit einer Studie über „Bronzezeitliche Hortfunde in Süddeutschland. Beiträge zur Interpretation einer Quellengattung“ und 1971 die Ernennung zur Dozentin. 
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Physiker Christian Hoffmann doppelt ausgezeichnet

Christian Hoffmann. Foto: Mohr

Christian Hoffmann ist von der Staatskanzlei des Saarlandes mit dem Landespreis Hochschullehre ausgezeichnet worden. Wie der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft bekanntgegeben hat, wird der Physiker überdies mit dem national sehr angesehenen Ars-Legendi-Fakultätenpreis für Physik ausgezeichnet.

Christian Hoffmann lehrt und forscht seit 1998 an der Universität des Saarlandes. Dabei engagiert er sich mit seinen Lehrveranstaltungen, beispielsweise in den „Grundlagen der Informationstechnik“ oder im „Physik-Zirkel“ sowie zahlreichen interdisziplinären Angeboten, weit über das Normalmaß hinaus.

Hoffmann studierte Physik, Mathematik und Informatik an der Universität des Saarlandes. Nach dem Studium begann der beinahe vollständig erblindete Wissenschaftler 1998 seine Laufbahn an der Universität des Saarlandes, zuerst in den Wirtschaftswissenschaften, bald darauf in der Physik.

Der Landespreis Hochschullehre ist mit 17.500 Euro dotiert, der Ars-Legendi-Fakultätenpreis mit 5000 Euro.

Professor Hans-Leo Krämer wird 85 Jahre alt

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Am 11. März kann der Professor für Soziologie an der Universität des Saarlandes und Begründer der Kooperationsstelle „Hochschule und Arbeitswelt“ Dr. Hans Leo Krämer seinen 85. Geburtstag begehen. Im saarländischen Neunkirchen geboren, studierte der Jubilar Soziologie, Psychologie, Philosophie sowie Rechts- und Sozialphilosophie an der Universität des Saarlandes, der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt und an der Sorbonne. Im Dezember 1968 wurde Hans-Leo Krämer in Saarbrücken mit einer von seinem akademischen Lehrer Georges Goriely betreuten Studie über „Die fraternitäre Gesellschaft. Aspekte der Gesellschafts- und Staatstheorie von Claude-Henri de Saint Simon“ promoviert. Anschließend agierte er als Forschungsassistent und Forschungsgruppenleiter in dem von Prof. Otto Neuloh geleiteten Institut für empirische Soziologie sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Saarländischen Rundfunks im Rahmen des Schulfernsehprojekts „Sozialkunde“. 
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Stipendium zu Ehren von Prof. Rita Bernhardt

Prof. Rita Bernhardt, Foto: StudienStiftungSaar

Ehemalige Studierende, Kooperationspartner und universitäre Freunde haben gemeinsam mit der StudienStiftungSaar Professorin Rita Bernhardt mit einem Deutschlandstipendium geehrt, das künftig mit ihrem Namen vergeben wird. Sie würdigen so das Engagement der Biochemikerin aus Anlass ihres 70. Geburtstages.

Das "Deutschlandstipendium Rita Bernhardt“ fördert ab Oktober 2021 leistungsstarke und engagierte Studierende der Human- und Molekularbiologie sowie der Biotechnologie an der Universität des Saarlandes. Es wird durch die StudienStiftungSaar als sogenanntes „Namensstipendium“ organisiert und auch mitfinanziert.

Jungen Menschen die Wissenschaft, insbesondere ihr Fachgebiet, die Biochemie, nahe zu bringen, ist für Rita Bernhardt seit jeher eine Herzensangelegenheit. Die Professorin gründete unter anderem das „Mach-mit-Labor“, um Schülerinnen, Schülern und Interessierten Einblick in die Techniken der Molekularbiologie und Gentechnik zu geben. Auch die Stipendienvergabe an der Universität unterstützt sie seit Jahren. Sie betreute die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Studienstiftung des Deutschen Volkes, erstellt Fachgutachten und empfiehlt Studierende für Förderungen. Auch als Stipendienbeauftragte bei der Vergabe des Deutschlandstipendiums war sie tätig.

Das Deutschlandstipendium fördert Studierende, deren Werdegang herausragende Leistungen erwarten lässt. Sie erhalten 300 Euro monatlich – je die Hälfte vom Bund und privaten Stiftern. Weitere Information bei der StudienStiftungSaar.

Professorin Irene Schulz-Hofer wird 80 Jahre alt

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Am 25. Januar kann die frühere Direktorin des II. Physiologischen Instituts der Universität und Sprecherin des Sonderforschungs-bereichs „Proteinphosphorylierung und intrazelluläre Kontrolle von Membranprozessen“, Prof. Dr. Irene Schulz-Hofer, in Frankfurt ihren 80. Geburtstag begehen. In Berlin geboren, absolvierte sie das Medizinstudium in Berlin und Göttingen und wurde im Dezember 1966 mit ihrer Untersuchung „Über den Mechanismus der ekkrinen Schweißbildung des Menschen“ promoviert. 1966/67 nahm sie ein Stipendium an dem National Institute for Health Bethesda (Maryland) wahr und forschte dann am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt, wo sie die Arbeitsgruppe „Drüsenphysiologie“ leitete. An der Johann Wolfgang Goethe-Universität habilitierte sie sich 1975 im Fach Physiologie mit ihrer Studie „Die Rolle von Calciumionen und cyclischen Nukleotiden bei der Enzymsekretion im Pankreas“ und wurde 1982 zur Privatdozentin und 1982 zur Honorarprofessorin ernannt. Als Gastwissenschaftlerin agierte sie 1976 an der Vanderbilt University in Nashville (Tennessee) sowie 1979 im Laboratrium für Membranbiologie an der University of Alabama (Birmingham U.S.A.). Zum 1. Februar 1991 trat sie an der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni die Nachfolge von Prof. Wolfgang Trautwein an und leitete bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand am Ende des Wintersemesters 2006 das II. Physiologische Institut auf dem Homburger Campus.
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Sport-Lehramt: Ausgezeichnete Examensarbeiten

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Der Deutsche Sportlehrerverband Saar hat drei Studentinnen und einen Studenten für ihre hervorragenden Examensarbeiten ausgezeichnet. Sie hatten sich mit sportdidaktischen Fragestellungen beschäftigt und sich unter anderem mit den Lehrplänen an deutschen Gymnasien und der Einstellung von Sportlehrern zum Thema Inklusion auseinandergesetzt.

Bei der Preisverleihung stellten die Preisträger die Fragestellung, die Methodik und die wichtigsten Ergebnisse ihrer Arbeiten vor. Die Lehramtsstudentin Alexandra Herzig (2.v.l.) hat sich damit befasst, welche motorischen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen in den Lehrplänen für Gymnasien in Deutschland gefördert werden. Stefanie Stalter (Mitte) untersuchte in einer Befragung von Sportlehrern im Schuldienst, welche Weiterbildungsangebote diese bevorzugen würden. Anna Felzmann analysierte die Einstellungen von Sportlehrkräften zum Thema Inklusion und Tobias Jürgen Schuh (2.v.r.) untersuchte die Kompetenzorientierung des Sportunterrichts in der Primarstufe. Der Didaktik-Preis wurde bereits im vergangenen Jahr verliehen und ist mit jeweils 250 Euro prämiert.

Jan Benedyczuk (l.), Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, würdigte die Preisträgerinnen und Preisträger: "Sie haben hervorragende Abschlussarbeiten vorgelegt, um Schulsport konzeptionell und pädagogisch weiterzuentwickeln."

Professor Georg Wydra (r.), Präsident des Deutschen Sportlehrerverbands - Landesverband Saar (DSLV) und Verantwortlicher in Fragen der Sportpädagogik und Sportdidaktik am Sportwissenschaftlichen Institut der Universität des Saarlandes, unterstrich bei der Preisverleihung die Bedeutung der Didaktik im Rahmen der Sportlehrerausbildung.

80. Geburtstag von Prof. Wilfried Fiedler

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Am 22. Dezember kann der Professor für Staats-, Verwaltungs- und Völkerrecht an der Universität des Saarlandes Dr. Wilfried Fiedler seinen 80. Geburtstag begehen. In Hohenstadt (Mähren) geboren, absolvierte der Jubilar nach dem Abitur in Frankfurt am Main das Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Tübingen, Hamburg und Freiburg. Der Ersten Juristischen Staatsprüfung 1965 folgten ein Zusatzstudium im Verwaltungs-, Verfassungs- und Völkerrecht an der Universität Grenoble und eine Studie über „La continuité de la France pendant la Deuxième Guerre mondiale“. Nach einer Tätigkeit am Institut für Öffentliches Recht an der Universität Freiburg wurde Wilfried Fiedler 1970 mit seiner von Prof. Konrad Hesse angeregten Dissertation „Staatskontinuität und Verfassungsrechtsprechung“ promoviert und legte das Zweite Juristische Staatsexamen ab. Anschließend wirkte er als Assistent weiterhin an dem von Prof. Hesse geleiteten Institut und habilitierte sich 1976 in Freiburg im Fach „Öffentliches Recht“ mit seiner Untersuchung „Funktion und Bedeutung öffentlich-rechtlicher Zusagen im Verwaltungsrecht“.
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Jura-Professorin Tiziana Chiusi übernimmt Vorsitz des Deutschen Juristen-Fakultätentages

Prof. Dr. Dr .h.c. Tiziana Chiusi (Foto: Oliver Dietze)

Erstmals in der 100-jährigen Geschichte des Deutschen Juristen-Fakultätentages (DJFT) steht eine Frau an der Spitze der deutschsprachigen Jura-Fakultäten: Der Ständige Ausschuss der Vereinigung hat Prof. Dr. Dr. h.c. Tiziana Chiusi von der Universität des Saarlandes zur neuen Vorsitzenden gewählt. Damit führt Chiusi, die den Saarbrücker Lehrstuhl für Zivilrecht, Römisches Recht und Europäische Rechtsvergleichung innehat, nun den Vorsitz der 45 Juristischen Fakultäten in Deutschland und neun weiterer Fakultäten in Österreich, der Schweiz und Ungarn.

Seit 2012 ist Tiziana Chiusi Mitglied des Ständigen Ausschusses des Deutschen Juristen-Fakultätentages; im Juni 2017 war sie bereits zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden. Sie übernimmt jetzt das Amt von ihrem Amtsvorgänger Professor Dr. Joachim Lege von der Universität Greifswald.

Der Deutsche Juristen-Fakultätentag, der seit 100 Jahren besteht, vertritt die Interessen der Rechtswissenschaftlichen Fakultäten an Universitäten in der Rechts- und Hochschulpolitik und auf europäischer Ebene. Er steht hierzu in Austausch mit Parlamenten, Behörden, Wissenschaftsorganisationen und Verbänden und in regem Kontakt mit den Justiz-Ministerien des Bundes und der Länder, den Landesjustizprüfungsämtern sowie europäischen und ausländischen Einrichtungen. >>> weiterlesen

Prof. Albert Raasch wird 90 Jahre alt

Foto: Saar-Uni

Am 6. Dezember kann der emeritierte Professor für Angewandte Linguistik und Sprachlehrforschung, Dr. Albert Raasch, in seiner schleswig-holsteinischen Heimat seinen 90. Geburtstag begehen. Von 1973 bis 1999 lehrte und forschte der Jubilar am Romanistischen Institut der Universität des Saarlandes, der er auch nach seiner Emeritierung eng verbunden ist, unter anderem durch sein Engagement im Saarbrücker Rat der „Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit“. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und des Saarländischen Verdienstordens hat sich auf vielfache Weise der Förderung der Zweisprachigkeit in der Großregion Saar-Lor-Lux gewidmet und zahlreiche Veröffentlichungen zum Fremdsprachenunterricht vorgelegt.
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85. Geburtstag von Prof. Klaus-Dieter Becker

Foto: Saar-Uni

Am 15. November kann der Professor für Theoretische Elektrotechnik an der Universität des Saarlandes Dr. Klaus-Dieter Becker seinen 85. Geburtstag begehen. Seit 1963 war er als einer der Poniere der Saarbrücker Elektrotechnik an dem von Prof. Gottfried Eckart geleiteten Institut für Angewandte Physik und Elektrotechnik tätig. 1972 wurde er zum Wissenschaftlichen Rat und Professor ernannt. Im Juli 1973 lehnte er einen Ruf auf eine ordentliche Professur für „Allgemeine und theoretische Elektrotechnik“ an der Gesamthochschule Duisburg ab und blieb bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand am Ende des Wintersemesters 1998/99 an der Saar-Uni. Der Jubilar arbeitete auch eng mit dem Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren in Saarbrücken und dem Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik in St. Ingbert zusammen. Unter anderem publizierte er die Standardwerke „Theoretische Elektrotechnik – Allgemeine Grundlagen“ (1982) und „Ausbreitung elektromagnetischer Wellen – Eine Einführung in die Theorie“ (1974).
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Genetiker für Veröffentlichung ausgezeichnet

Masood Abu-Halima.

Dr. Masood Abu-Halima vom Institut für Humangenetik unter der Leitung von Prof. Dr. Eckart Meese ist von der amerikanischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (American Society for Reproductive Medicine, ASRM) mit dem 2020 Investigator Achievement Award für die beste Publikation in der Fachzeitschrift „Fertility and Sterility" ausgezeichnet worden. In seiner ausgezeichneten Studie „MicroRNAs in combined spent culture media and sperm are associated with embryo quality and pregnancy outcome” war es sein Ziel, mikroRNAs zu identifizieren, die als Marker genutzt werden können, um unfruchtbaren Paaren zu einer Schwangerschaft zu verhelfen. Masood Abu-Halima hat sich dabei 372 mikroRNAs angeschaut. Einer hat sich dabei als potenzieller Indikator herausgestellt: Je geringer seine Konzentration im Sperma und im Kulturmedium war, desto höher war die Chance auf eine Schwangerschaft.

Der 2020 Investigator Achievement Award der American Society for Reproductive Medicine würdigt die herausragendsten Beiträge zur klinischen Forschung und zur Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Reproduktionswissenschaft. Er gilt als einer der renommiertesten Preise auf diesem Gebiet. „Fertility and Sterility“  ist eine Fachzeitschrift mit  höchstem Einfluss auf die Wissenschaft im Bereich der reproduktiven Medizin.