Sprachtechnologie

Dialog-Box überwindet Sprachgrenzen bei Computerspielen

Sprachtechnologen der Saar-Uni machen eine neue Art von Kommunikation in Computerspielen möglich: Die Spieler können dem Computer wie einem Menschen Fragen stellen, Befehle erteilen – und das in ihrer jeweiligen Landessprache. Der Rechner versteht, verknüpft und managt ihre Missionen. Anhand eines Weltraum-Abenteuers entwickelten Dietrich Klakow und sein Forscherteam das Dialog-System gemeinsam mit Projektpartnern.

Innovation

Ingenieure entwickeln den Kühlschrank der Zukunft

Wie kann in Zukunft klimafreundlich und ressourcenschonend gekühlt werden? Die Professoren Stefan Seelecke und Andreas Schütze von der Saar-Uni setzen auf Kühltransport mit künstlichen Muskeln: Gemeinsam mit Bochumer Forschern entwickeln sie eine neue Art zu kühlen, bei der Wärme und Kälte mit „Muskeln“ aus Nickel-Titan transportiert werden.

Materialwissenschaft

Neue Werkstoffe für Smartphones, Flugzeuge und die Raumfahrt

Der Materialwissenschaftler Frank Mücklich lehrt und forscht an der Universität des Saarlandes. Er leitet auch das Steinbeis-Forschungszentrum für Werkstofftechnik (MECS) auf dem Campus. Frank Mücklich hat schon mehrere renommierte Forschungspreise erhalten und verschiedene internationale Tagungen geleitet, zuletzt die größte europäische Konferenz für Materialforschung, die Euromat in Sevilla. Im Interview erzählt er, was ihn an der Materialwissenschaft besonders fasziniert.

Sprachwissenschaft

Krimis auf dem Seziertisch der Sprach-Profiler

Stefan Diemer seziert mit seinem Team die Sprache von Fernsehserien. Insbesondere Krimis kommen auf den Tisch der Sprachwissenschaftler. Wortwahl, Sätze, Gesprächsstruktur, ja selbst die Zahl der Worte verraten ihnen Ungeahntes. Nichts Geringerem als der Erfolgsformel des „Quality TV“ sind die Anglisten auf der Spur.

Physik

Forscher zeigen, wie man Quantensysteme stabilisiert

Die Quantenphysik birgt technologische Möglichkeiten, die mit heutigen, herkömmlichen Technologien nicht im Geringsten zu vergleichen sind: Kommunikation beispielsweise, die mit quantenphysikalischen Methoden verschlüsselt ist, wäre zu 100 Prozent abhörsicher, Computer sehr viel leistungsfähiger. Die Crux ist aber, dass Quanten-Systeme höchst instabil sind. Ihren Zustand so zu halten, dass sie nutzbar sind, ist derzeit eine der größten Herausforderungen der Physik. Die Saarbrücker Physiker Giovanna Morigi und Jürgen Eschner (Foto) haben nun gemeinsam mit dem Physik-Nobelpreisträger von 2012, David Wineland, und seinen Mitarbeitern eine Methode beschrieben, die ein solches System stabilisiert.

Gewaltforschung

Amokläufe können verhindert werden

Christoph Paulus erforscht Amokläufe. Der Aggressionsforscher von der Saar-Universität analysiert die Taten, die Täter und ihr Umfeld, sucht nach Übereinstimmungen, typischen Abläufen und Mustern. Sein Ziel ist, die Gefährdung etwa bei Drohungen schon im Vorfeld einschätzen zu können und dadurch Amokläufe zu verhindern.

Geschichte

Wie ein Vulkanausbruch die Welt veränderte

1816 steht das Klima Kopf. Weltweit kommt es zu Missernten, Hungersnöten, Seuchen, Massenauswanderungen, zu politischen und sozialen Krisen. Der Historiker und Experte für die Kulturgeschichte des Klimas Wolfgang Behringer hat erforscht, wie der Vulkanausbruch des Tambora 1815 im heutigen Indonesien den Lauf der Geschichte beeinflusst hat.

Ingenieurwissenschaft

Künstliche Hand zeigt Feingefühl

Nach dem Vorbild der Natur haben Ingenieure der Saar-Uni eine künstliche Hand mit Muskeln aus Formgedächtnis-Draht ausgestattet, die anspannen und entspannen können. Die neue Technik macht wendige Roboterhände für die Industrie und neuartige Prothesen möglich. Ingenieurin Filomena Simone arbeitet mit am Prototyp.

Sprachtechnologie

Der Computer soll auch zwischen den Zeilen lesen

Spitzfindiger Spott lässt den Rechner kalt: Der Computer versteht keine Ironie. Michael Wiegand und sein Team bringen ihm bei, Meinungen, Stimmungen und Gefühle aus dem, was wir sagen, herauszulesen. Mit Forschern aus Hildesheim wollen die Sprachtechnologen dazu beitragen, dass der Rechner nicht von vornherein an Wortwitz scheitert.

Homburg

Neuroforscher diskutieren Funktionen von Hirnzellen

Wie arbeitet unser Gehirn? Welche der rund 160 Milliarden Zellen im Gehirn übernehmen bestimmte Funktionen? Und was bedeutet dies mit Blick auf Krankheiten wie Demenz und Schlaganfall? Diese Fragen beschäftigen Neurowissenschaftler am Homburger Centrum für Integrative Physiologie und Molekulare Medizin (CIPMM).