Angewandte Kulturwissenschaften
Studierende entwickeln digitale Plattform „Orte für alle“

Wo gibt es Orte für Begegnung, Teilhabe und Gemeinschaft, die für alle zugänglich sind? – Fünf Studierende im Masterstudiengang „Angewandte Kulturwissenschaften“ haben sich in einer zweisemestrigen Projektarbeit mit diesem Thema beschäftigt. Daraus ist die interaktive Webseite www.ortefueralle.com für die Saar-Lor-Lux-Region entstanden.

Jan Bentz (links) und Leah Rajchlin stellen ihre Projektarbeit und ihre Plattform vor. Foto: Gerhild Sieber

„Wir alle schätzen es, in der Großregion mit ihrer kulturellen Vielfalt zu leben“, erzählt Leah Rajchlin, eine der Studierenden aus dem fünfköpfigen Team. „Für unsere Projektarbeit ist daraus die Idee entstanden, über die Grenzen hinweg soziokulturelle Orte des Miteinanders zusammenzutragen.“ Unter der Betreuung von Kulturwissenschaftlerin Dr. Ines Heisig entstand so die interaktive Webseite www.ortefueralle.com. „Hier wollen wir Orte des sozialen Austauschs und der Begegnung in der Saar-Lor-Lux-Region für eine breite Öffentlichkeit sichtbar und zugänglich machen“, erklärt Leah Rajchlin.

Von Bibliotheken und Cafés über soziokulturelle Zentren bis hin zu öffentlichen Bücherschränken und Trinkwasserstellen: In vier Kategorien aufgegliedert, haben die Studierenden auf einer grenzüberschreitenden Karte eine ganze Reihe von Orten der Begegnung, Teilhabe und Gemeinschaft eingetragen. Mit einem Klick auf den jeweiligen Farb-Button sind weitere Infos zum jeweiligen Ort abrufbar. 

„Im Projekt haben wir unsere gemeinsame Erfahrung gesammelt, viel recherchiert und uns mit soziokultureller Forschung befasst“, berichtet Jan Bentz, der in seinem Studium inzwischen kurz vor der Masterarbeit steht. „Zudem war uns wichtig, die einzelnen Orte zu besuchen – das fand ich sehr spannend.“

Bei der Gestaltung der Seite wurde das Team von der Kommunikationsdesignerin und Kulturvermittlerin Ajkune Hoxhaj unterstützt. Sie veranstaltete Workshops für die Studierenden. Entstanden ist ein Design, das von prägnanten Farbfeldern geprägt ist. Hinzu kommen Schwarz-Weiß-Illustrationen aus den sogenannten „Schnippelbüchern“, die der kunstpädagogischen Szene der 1980er Jahre entstammen.

„Das Projekt ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie interdisziplinär und praxisorientiert der Masterstudiengang Angewandte Kulturwissenschaften ausgerichtet ist“, erklärt Ines Heisig, die auch Studiengangskoordinatorin ist. Inwiefern die Plattform fortgeführt und erweitert werden kann, ist derweil noch offen.

Text:Gerhild Sieber
Gerhild Sieber
22.01.2026
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„Angewandte Kulturwissenschaften“

Der Masterstudiengang „Angewandte Kulturwissenschaften“ wird fakultätsübergreifend von der Philosophischen Fakultät und der Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft getragen. Infos zum Studiengang unter: https://www.uni-saarland.de/studium/angebot/master/akw.html