Professor Horst Hischer wird 80 Jahre alt

Am 3. Januar konnte der Professor für Mathematik und Didaktik an der Universität des Saarlandes Dr. Horst Hischer in seiner Heimatstadt Braunschweig seinen 80. Geburtstag begehen. 

Voncampus | Das Web-Magazin der Universität des Saarlandes

Nach dem Abitur studierte er dort an der Technischen Hochschule (seit 1968 „Technische Universität“) Mathematik, Physik, Pädagogik und Philosophie, absolvierte das erste und zweite Staatsexamen und die Diplomphysiker-Hauptprüfung und wurde1976 mit der von Prof. Dr. Hans-Joachim Kowalsky und Ernst Henze betreuten Dissertation „Zur Konstruktion von Normalmatrizen“ promoviert. Von 1971 bis 1979 übernahm er als Studienrat beziehungsweise Oberstudienrat im Hochschuldienst an der TU Braunschweig Lehrveranstaltungen in Mathematik und Didaktik und unterrichtete parallel dazu nebenamtlich Mathematik und Informatik am Gymnasium. Anschließend wirkte er als Oberstufenkoordinator am Gymnasium Ricarda-Huch-Schule (1979-1984), als Leitender Regierungsschuldirektor und Gymnasialdezernent bei der Bezirksregierung Hannover (1984-1985), als Referent und Ministerialrat im Niedersächsischen Kultusministerium im Projekt „Neue Technologien und Schule“ (1985-1990) und als Oberstudiendirektor und Leiter eines Studienseminars für das Lehramt an Gymnasien in Braunschweig (1990-2000). Außerdem erfolgten 1995 seine Habilitation und 1997 die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor sowie Lehrveranstaltungen zur „Didaktik der Mathematik“.

Zum Sommersemester 2000 folgte er dem Ruf der Universität des Saarlandes und übernahm in der Nachfolge des Kollegen Prof. Dr. Hans Schupp den Lehrstuhl für Mathematik und ihre Didaktik, den er dann bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand zum 1. April 2007 innehatte. 

Der auch musisch interessierte und mit der bekannten Mezzosopranistin Ingeborg Hischer verheiratete Jubilar ist Gründungsmitglied der „Gesellschaft für Didaktik der Mathematik“ und leitete von 1991 bis 1998 deren Arbeitskreis „Mathematikunterricht und Informatik“. Außerdem gehört er der „Deutschen Mathematiker-Vereinigung“ an. Sein wissenschaftliches Œuvre umfasst neben der Herausgabe von Sammelbänden rund 60 Aufsätze sowie mehrere Monographien. Zuletzt erschienen „Grundlegende Begriffe der Mathematik: Entstehung und Entwicklung. Struktur – Funktion – Zahl“ (2. Auflage 2021), „Studien zum Gleichungsbegriff“ (2020), „Die drei klassischen Probleme der Mathematik. Historische Befunde und didaktische Aspekte“ (2. Auflage 2018), „Mathematik – Medien – Bildung. Medialitätsbewusstsein als Bildungsziel: Theorie und Beispiele“ (2016).

Dr. Wolfgang Müller – Archiv der Universität des Saarlandes
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