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Maria Stepanova möchte später in der pharmazeutischen Forschung arbeiten. Nun steht erst einmal das Erste Staatsexamen an.

DAAD-Preis

Studentin aus Russland wird für gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet

Die Pharmazie-Studentin Maria Stepanova aus Russland hat den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender 2016 gewonnen. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird jährlich an internationale Studenten deutscher Universitäten für besonders gute akademische Leistungen und außerordentliches gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement vergeben.
Von Gerhild Sieber • 12.01.2017

Maria Stepanova fühlt sich wohl an der Saar-Uni: „In der Pharmazie unterstützen sich die Studenten gegenseitig, und man kann immer jemanden fragen, wenn man Unterstützung braucht.“ Anderen zu helfen, ist für die 23-Jährige mehr als pure Selbstverständlichkeit: Als Mentorin berät sie Juniorstipendiaten, also saarländische Schülerinnen und Schüler, die ein Stipendium der StudienStiftungSaar erhalten haben und sich über das Studium an der Uni informieren wollen. „Ich mache das gerne, weil ich den Schülern den Weg zur Uni erleichtern kann und sie dadurch Umwege vermeiden“, sagt Maria Stepanova, die selber Stipendiatin der StudienStiftungSaar war. Die Sprache ist übrigens kein Problem, denn sie spricht fließend Deutsch.

Darüber hinaus ist die junge Russin, die in Saarbrücken im vierten Semester studiert,  Botschafterin von „Apotheker ohne Grenzen Deutschland“ an der Saar-Uni. Unter dem Motto „Kompetenz rettet Leben“ kümmert sich diese Organisation um die Medikamentenversorgung in armen Ländern oder nach Katastrophen. „Hierüber informiere ich an der Universität und vor allem innerhalb meines Fachs“, erklärt die angehende Pharmazeutin. Sie sieht sich nicht nur als Mittlerin, sondern möchte, sobald sie ihr Studium erfolgreich abgeschlossen hat, während ihres Praktischen Jahres gerne in einem der betroffenen Länder arbeiten.

Klare Ziele hat sich die Pharmazie-Studentin schon immer gesteckt: „Biologie und Chemie haben mich immer interessiert, und ich habe im Internet herausgefunden, dass man mit einem Pharmaziestudium in Deutschland auch in die Forschung gehen kann – das würde ich später gerne machen.“ Bereits im Gymnasium ihrer Heimatstadt Tscheboksary lernte sie Deutsch, später nahm sie an zwei Sprachkursen in Deutschland teil. Dass sie zum Studium in Saarbrücken gelandet ist, lässt sich ebenfalls auf ihre Eigeninitiative zurückführen: „Ich habe recherchiert, dass die Pharmazie in Saarbrücken immer die besten Ergebnisse beim Ersten Staatsexamen hat.“ Außerdem konnte sie hier im Studienkolleg zwei Semester lang die pharmazeutische Fachsprache lernen. „Das war eine schöne Zeit: Im Studienkolleg treffen sich Studenten aus der ganzen Welt. Ich habe hier gute Freunde aus den USA und dem Iran gewonnen – Politik spielt da keine Rolle“, erzählt sie. Auch das Zentrum für internationale Studierende trägt dazu bei, dass sich die junge Frau an der Uni in Saarbrücken wie zu Hause fühlt: „Bei ZiS-Länderabenden haben wir russische Tänze gezeigt und gekocht, und auch die organisierten Tagesausflüge finde ich prima.“  

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