CISPA
IT-Sicherheit

Neubau für Forschungsinstitut CISPA an der Saar-Uni

Wer am Eingang Ost der Universität in den Stuhlsatzenhausweg einbiegt, wird jetzt von einem weißen Bürogebäude mit zackigen Fensterflächen empfangen. In dem Neubau hat das Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit der Universität des Saarlandes, kurz CISPA, seinen Sitz gefunden. Mehr als 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen in Saarbrücken rund um die IT-Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre.
Von Friederike Meyer zu Tittingdorf • 20.04.2016

„Die Investitionen der EU, der Universität und der Landesregierung tragen dazu bei, die IT-Sicherheitsforschung im Saarland weiter zu stärken und diesem Forschungsbereich eine nachhaltige Perspektive am Standort zu bieten“, sagte Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer bei der feierlichen Eröffnung. „Das neue Institutsgebäude schließt sich im östlichen Teil des Uni-Campus an eine ganze Reihe von Neubauten hochkarätiger Forschungseinrichtungen der Universität und außeruniversitärer Institute an. Man hat fast das Gefühl, einen ‚Walk of Fame‘ abzuschreiten, wenn man jetzt den Stuhlsatzenhausweg am Eingang Ost der Universität betritt. Viele Wissenschaftler aus dem In- und Ausland erhalten hier in den auch optisch gelungenen Gebäuden ein exzellentes Forschungsumfeld“, so Universitätspräsident Volker Linneweber.

Professor Michael Backes, Direktor des CISPA, ergänzte: „Aufgrund unserer Beteiligung an den Planungen bereits ab der ersten Stunde, konnten wir mit Unterstützung der Universität, des Landes sowie des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung ein Gebäude errichten, das sich vollständig an den Anforderungen unserer Wissenschaftler orientiert. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt erweist sich die helle und offene Gestaltung unserer Räumlichkeiten als ideale Umgebung, die den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit in unseren Teams noch verstärkt.“

Mehr als 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 33 Gruppen forschen am CISPA rund um die IT-Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre, beispielsweise zu neuen Verschlüsselungsverfahren für das Bezahlen oder für das Verschicken von Nachrichten im Internet. Am CISPA beteiligt sind neben der Universität des Saarlandes, die Max-Planck-Institute für Informatik sowie für Softwaresysteme als auch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz.

Das CISPA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als eines von drei Kompetenzzentren für IT-Sicherheit in Deutschland, neben der TU Darmstadt und der Uni Karlsruhe, seit 2011 gefördert. Nach einer ersten Förderphase mit insgesamt rund 5,6 Millionen Euro erhält das CISPA an der Universität in den nächsten vier Jahren vom BMBF weitere rund 16 Millionen Euro.

Weitere Informationen:
https://cispa.saarland/

 

Quellennachweis
  • Bilder
    CISPA