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Der Neubau soll das Pharmazie-Praktikumsgebäude (grünes Dach) ersetzen, das daneben neu erstellt wird.

Biophysik

Biophysik-Neubau wurde vom Wissenschaftsrat empfohlen

Auf dem Campus Saarbrücken der Universität soll bis zum Jahr 2023 ein neuer Forschungsbau errichtet werden, in dem die wissenschaftlichen Aktivitäten des Zentrums für Biophysik zusammengeführt werden. Der Wissenschaftsrat hat jetzt eine Förderung ohne Einschränkung empfohlen. Mit der Entscheidung des Wissenschaftsrates ist der wichtigste Schritt getan, damit die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz im Juni die Förderung beraten und beschließen kann. Mit dem Vorhaben bündelt die Universität die biophysikalischen Forschergruppen, die bisher über den Campus verteilt sind, in einem Gebäude.
Von Thorsten Mohr • 07.05.2018

Das Zentrum für Biophysik verstetigt und erweitert die Aktivitäten des Sonderforschungsbereichs zum Thema „Physikalische Modellierung von Nicht-Gleichgewichtsprozessen in biologischen Systemen“, in dessen Rahmen Physiker, Mediziner, Bioinformatiker, Biologen und Chemiker die physikalischen Grundlagen von kollektiven Prozessen in Zellen und multizellulären Systemen untersuchen. Die gewonnenen Erkenntnisse tragen beispielsweise dazu bei, ein besseres Verständnis der Funktionsweise des Immunsystems zu entwickeln. Der Neubau, der dann jeweils hälftig von Land und Bund finanziert werden soll, hat ein Gesamtvolumen von rund 37 Millionen Euro.

Universitätspräsident Manfred Schmitt unterstreicht die große Bedeutung des Forschungsbaus für die zukünftige Entwicklung des lebenswissenschaftlichen Schwerpunktes der Universität des Saarlandes: „Es ist ein großartiger Erfolg für den Campus Saarbrücken sowie für die Universität insgesamt, dass nunmehr ein weiterer hochkarätiger Forschungsneubau in dieser Form im Saarland in greifbare Nähe gerückt ist. Im universitären Schwerpunkt der Nano-Bio-Med-Forschung wird ein neues, hochmodernes Gebäude entstehen, das die Forschungsstärke im Bereich der Biophysik dokumentiert und gleichzeitig auch die standortübergreifende, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Medizin signifikant stärken wird.“  

Das neue Gebäude führt nicht nur die biophysikalisch arbeitenden Arbeitsgruppen am Campus Saarbrücken zusammen, sondern stellt den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Zentrums für Biophysik mit insgesamt sechs Schlüssellaboren, die in dem Gebäude beherbergt sein werden, eine hochkarätige Ausstattung zur Verfügung. Auf diese Weise sollen die Kompetenzen der bisher über den Campus Saarbrücken verstreuten Arbeitsgruppen gebündelt und gleichzeitig die Kooperation mit den Mitwirkenden der Medizinischen Fakultät erleichtert werden. Dadurch werden Forschungsprojekte ermöglicht, die bislang nur mit erheblichem logistischem Aufwand durchführbar waren, beispielsweise wenn sie den Transport von lebenden Zellen von einem Labor in ein anderes erfordern. Der Zugriff aller Arbeitsgruppen auf verschiedene Labore mit Zellkulturen, Konfokal- und Kraftmikroskopie, Reinraum, Oberflächenanalyse und Rechner-Cluster soll durch den Forschungsbau erheblich erleichtert und die Zusammenarbeit von Theorie und Experiment über „den Flur hinweg“ substantiell gefördert werden.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung

Fernsehbeitrag in der SR-Mediathek

Im SR Fernsehen wurde die Physik-Professorin Karin Jacobs zum geplanten Neubau interviewt. Der Beitrag kann hier im Nachrichtenteil des Aktuellen Berichts ab Min 14:29 angesehen werden.

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