Materialwissenschaft

Wie Atlantis den Horizont erweitert

Er baute mit Studienkollegen an der Oregon State University einen Rennwagen und erforschte in seiner Masterarbeit die Schwachstellen von Klebstoffen auf Metall: Stephan Bechtel, Absolvent des internationalen Bachelor-Studiengangs „Atlantis“, ist Jahrgangsbester der Saarbrücker Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. Die Fachrichtung zeichnete ihn mit ihrem neuen Ulrich-Gonser-Preis aus.

Kooperation Uni und Schule

Schüler lernen, Schadstoffe in der Luft zu messen

Selbst forschen, das eigene Interesse an Wissenschaft und Technik entdecken und zugleich Umweltbewusstsein entwickeln: Mit Gassensoren im Smartphone und mobiler Messtechnik sollen Schülerinnen und Schüler schon bald lernen, die Luftqualität zu bewerten, indem sie Schadstoffe in Innenräumen und im Freien messen. Derzeit entwickeln Forscher, Didaktiker und Lehrer Experimente und Methoden für das neue Schüler-Angebot.

Im Interview: Philipp Gross

"Mir ist wichtig, dass viele gut ausgebildete Absolventen hier bleiben“

Sein Bauunternehmen ist unter den Testsiegern in „Deutschlands Karriere-Atlas für Hochschulabsolventen". Als IHK-Vize will er Uni und Wirtschaft noch stärker vernetzen. Und: Er fördert die Saar-Uni als Stifter der Uni-Gesellschaft. Warum ihm die Uni wichtig ist, und was seine Baufirma für Studenten attraktiv macht, erklärt Unternehmer Philipp Gross im Interview.

Ausgezeichnet

Studenten wollen Geisterfahrer mit Sensoren in Leitpfosten stoppen

Ihre Idee könnte Leben retten: Drei Studenten der Saar-Uni haben ein solarbetriebenes Sensorsystem entwickelt, das Falschfahrer früh erkennt und Warnungen sowohl an Fahrer als auch Polizei oder Verkehrsfunk veranlassen kann. Mit ihrem Prototyp, den die angehenden Ingenieure bezeichnenderweise „Ghostbuster“ – „Geisterjäger“ – getauft haben, gewannen die Studenten im November den ersten Preis beim Cosima-Wettbewerb auf der „electronica 2016“ in München.

Messe-Highlight

Studenten tunen Bollerwagen

In dieser Idee steckt Spaß-Potenzial für die Mai-Tour: Studenten haben einen Bollerwagen entwickelt, der sich ganz leicht ziehen lässt – auch bei schwerer Ladung und auch, wenn´s berghoch geht. Am Lehrstuhl von Matthias Nienhaus hat das vierköpfige Studenten-Team mit Hilfe der Wissenschaftler einen herkömmlichen Bollerwagen so getunt, dass Räder und Griff sich gegenseitig austauschen. Auf der Hannover Messe war der Prototyp ein Highlight bei Medien und Besuchern.

Innovation

Ingenieure entwickeln den Kühlschrank der Zukunft

Wie kann in Zukunft klimafreundlich und ressourcenschonend gekühlt werden? Die Professoren Stefan Seelecke und Andreas Schütze von der Saar-Uni setzen auf Kühltransport mit künstlichen Muskeln: Gemeinsam mit Bochumer Forschern entwickeln sie eine neue Art zu kühlen, bei der Wärme und Kälte mit „Muskeln“ aus Nickel-Titan transportiert werden.

Ingenieurwissenschaft

Künstliche Hand zeigt Feingefühl

Nach dem Vorbild der Natur haben Ingenieure der Saar-Uni eine künstliche Hand mit Muskeln aus Formgedächtnis-Draht ausgestattet, die anspannen und entspannen können. Die neue Technik macht wendige Roboterhände für die Industrie und neuartige Prothesen möglich. Ingenieurin Filomena Simone arbeitet mit am Prototyp.

Systems Engineering

Mit Spaß und Erfolg schon im Studium forschen

Leise, leicht und energieeffizient ist der Sauggreifer, den der Student Julian Kunze in der Forschergruppe von Stefan Seelecke entwickelt hat. Der 24-Jährige, der seinen Master in Systems Engineering macht, forscht hier schon seit drei Jahren. Über seine Ergebnisse berichteten schon Fachmagazine und er erhielt bereits einen Innovationspreis.

Sensorforschung

Richtiger Riecher und gutes Timing

Studiert hat er schon vor dem Abi, vom ersten Tag des Studiums an arbeitete er am Lehrstuhl, er forschte an der Saar-Uni und in Schweden an Sensoren, die Gase erschnuppern. Jetzt bekam Christian Bur den Messtechnik-Preis 2015. Seine Forschung kann dazu beitragen, Abgase von Autos und Industrie besser zu reinigen und die Luftqualität zu verbessern.