Deutsch-französisch studieren

Die Magie der Grenzregionen

Grenzregionen haben für Marc Schöneich seit jeher magische Anziehungskraft. Obwohl er nach der Schule noch nicht gut Französisch sprach, hat der Werkstoffforscher deutsch-französisch studiert. Seinen Doktorhut setzten ihm die Saar-Uni und die Université de Lorraine gemeinsam auf – für seine Forschung an Grenzflächen. Dafür bekam er jetzt einen Preis.

Materialwissenschaft

Argentinien prämiert Forscher für internationales Netzwerk

Die Regierung von Argentinien hat erkannt, dass es nicht immer ein Verlust sein muss, wenn Akademiker ihr Heimatland verlassen. Voraussetzung ist allerdings, dass sich diese auch im Ausland an ihre Wurzeln erinnern und aus der Ferne der Heimat helfen. Nach „Raices“, dem spanischem Wort für Wurzeln, wurde daher auch der Preis benannt, mit dem jetzt der Materialwissenschaftler Flavio Soldera von der Saar-Uni ausgezeichnet wurde. Der gebürtige Argentinier hat die Europäische Schule für Materialforschung aufgebaut und seither vielen Studenten und Wissenschaftlern aus Argentinien und anderen fernen Ländern einen Aufenthalt in Saarbrücken ermöglicht.

Materialwissenschaft

Wie Atlantis den Horizont erweitert

Er baute mit Studienkollegen an der Oregon State University einen Rennwagen und erforschte in seiner Masterarbeit die Schwachstellen von Klebstoffen auf Metall: Stephan Bechtel, Absolvent des internationalen Bachelor-Studiengangs „Atlantis“, ist Jahrgangsbester der Saarbrücker Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. Die Fachrichtung zeichnete ihn mit ihrem neuen Ulrich-Gonser-Preis aus.

Nobelpreisträger-Treffen

Forscher mit Biss

Nobelpreisträger sind hartnäckige Zeitgenossen. Vor dem Preis werden viele von ihnen stark kritisiert oder nicht anerkannt. Oft erst Jahrzehnte danach kommt der Nobelpreis, der alle Kritiker verstummen lässt. Wer es schafft, sich dem Gegenwind zu stellen, kann vielleicht jungen Wissenschaftlern beim Lindauer Nobelpreisträger-Treffen davon erzählen. Einer, der dieses Jahr den herausragendsten Köpfen unserer Zeit zuhören und mit ihnen diskutieren durfte, war Nicolas Jäckel. Der Saarländer promoviert an der Saar-Uni und am Leibniz-Institut für Neue Materialien über effizientere Energiespeicher.

Materialforschung

Humboldt-Preisträger folgte Roosevelts Spuren am Amazonas

Es ist die Neugierde. Sie treibt den Humboldt-Preisträger Marc Meyers an, der vor kurzem am Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) auf dem Campus der Saar-Uni forschte. Der Materialwissenschaftler von der University of California will wissen, warum Materialien aus der Natur so sind, wie sie sind und was sich davon möglicherweise technisch nutzen lässt. Diese Neugierde war es auch, die ihn auf die Spuren des amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt in das Amazonas-Gebiet führte.

Materialwissenschaft

Wie Marienkäfer Pflaster verbessern

Die Materialforscherin Sarah Fischer tüftelt an Pflastern, die sich an die Haut anschmiegen und beim Abziehen nicht wehtun. Bei der Struktur dieser Pflaster hat sie sich von Marienkäfern inspirieren lassen.

Materialchemie

"Gold-Tinte" macht biegsame Touchscreens möglich

Die Elektronik in Touchscreens, Bildschirmen und Solarzellen muss gleichzeitig transparent und leitfähig sein. Zukünftig sind aber auch biegsame Elektroden gefragt: Sie sollen beispielsweise direkt in Kleidung oder Verpackungen eingebaut werden. Hierfür haben Forscher im Arbeitskreis von Professor Tobias Kraus am INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien - eine neuartige "Gold-Tinte" entwickelt. Master-Absolventin Indra Backes hat damit geforscht und ist für ihre Masterarbeit ausgezeichnet worden.