Materialwissenschaft

Wie Atlantis den Horizont erweitert

Er baute mit Studienkollegen an der Oregon State University einen Rennwagen und erforschte in seiner Masterarbeit die Schwachstellen von Klebstoffen auf Metall: Stephan Bechtel, Absolvent des internationalen Bachelor-Studiengangs „Atlantis“, ist Jahrgangsbester der Saarbrücker Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. Die Fachrichtung zeichnete ihn mit ihrem neuen Ulrich-Gonser-Preis aus.

Nobelpreisträger-Treffen

Forscher mit Biss

Nobelpreisträger sind hartnäckige Zeitgenossen. Vor dem Preis werden viele von ihnen stark kritisiert oder nicht anerkannt. Oft erst Jahrzehnte danach kommt der Nobelpreis, der alle Kritiker verstummen lässt. Wer es schafft, sich dem Gegenwind zu stellen, kann vielleicht jungen Wissenschaftlern beim Lindauer Nobelpreisträger-Treffen davon erzählen. Einer, der dieses Jahr den herausragendsten Köpfen unserer Zeit zuhören und mit ihnen diskutieren durfte, war Nicolas Jäckel. Der Saarländer promoviert an der Saar-Uni und am Leibniz-Institut für Neue Materialien über effizientere Energiespeicher.

Materialforschung

Humboldt-Preisträger folgte Roosevelts Spuren am Amazonas

Es ist die Neugierde. Sie treibt den Humboldt-Preisträger Marc Meyers an, der vor kurzem am Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) auf dem Campus der Saar-Uni forschte. Der Materialwissenschaftler von der University of California will wissen, warum Materialien aus der Natur so sind, wie sie sind und was sich davon möglicherweise technisch nutzen lässt. Diese Neugierde war es auch, die ihn auf die Spuren des amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt in das Amazonas-Gebiet führte.

Materialwissenschaft

Wie Marienkäfer Pflaster verbessern

Die Materialforscherin Sarah Fischer tüftelt an Pflastern, die sich an die Haut anschmiegen und beim Abziehen nicht wehtun. Bei der Struktur dieser Pflaster hat sie sich von Marienkäfern inspirieren lassen.

Materialchemie

"Gold-Tinte" macht biegsame Touchscreens möglich

Die Elektronik in Touchscreens, Bildschirmen und Solarzellen muss gleichzeitig transparent und leitfähig sein. Zukünftig sind aber auch biegsame Elektroden gefragt: Sie sollen beispielsweise direkt in Kleidung oder Verpackungen eingebaut werden. Hierfür haben Forscher im Arbeitskreis von Professor Tobias Kraus am INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien - eine neuartige "Gold-Tinte" entwickelt. Master-Absolventin Indra Backes hat damit geforscht und ist für ihre Masterarbeit ausgezeichnet worden.

Energiespeicher

Ionen wollen kuscheln: Bessere Grundlagen für Simulation von Energiespeichern

Kamerablitze, Flugzeugtüren, Systeme zur Bremsenergie-Rückgewinnung – Sie funktionieren heute auf Grundlage ultraschneller Speichertechnologie, die auf der Ionenspeicherung in einer porösen Kohlenstoff-Elektrode basiert – so genannte Superkondensatoren. Erheblich verbessern könnte man die Effizienz solcher Energiespeicher, wenn man das Speichermedium, den Kohlenstoff, so gestalten könnte, dass möglichst viele Ionen auf engem Raum Platz finden. Saarbrücker Wissenschaftler um den Professor für Energie-Materialien, Volker Presser, haben nun gemeinsam mit Kollegen aus Österreich ein Verfahren entwickelt, das die Beschaffenheit einer solchen Kohlenstoff-Elektrode und die Abläufe in ihrem Inneren viel präziser am Computer nachbilden kann als bisherige – idealisierte – Computersimulationen.

Materialwissenschaft

Für ein Forschungspraktikum nach Kalifornien

Ronja Anton und Kai Rochlus haben über zwei Monate an der Universität in Santa Barbara geforscht. Die Studenten der Materialwissenschaft wurden dabei durch ein Saarbrücker Austauschprogramm unterstützt: Das Leibniz-Institut für Neue Materialien vergibt jedes Jahr zwei Stipendien.