Materialchemie
Foto: h.ollmann

Biegsamer Touchscreen: Indra Backes experimentiert mit einer Folie, auf die sich zarte, leitfähige Golddrähte aufdrucken lassen.

"Gold-Tinte" macht biegsame Touchscreens möglich

Die Elektronik in Touchscreens, Bildschirmen und Solarzellen muss gleichzeitig transparent und leitfähig sein. Zukünftig sind aber auch biegsame Elektroden gefragt: Sie sollen beispielsweise direkt in Kleidung oder Verpackungen eingebaut werden. Hierfür haben Forscher im Arbeitskreis von Professor Tobias Kraus am INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien - eine neuartige "Gold-Tinte" entwickelt. Master-Absolventin Indra Backes hat damit geforscht und ist für ihre Masterarbeit ausgezeichnet worden.

Energiespeicher
Foto: INM/Bellhäuser

Kohlenstoffwürfel mit unregelmäßigen Poren und Ionen (blau und rot). Die Berechnung der Struktur hat mehrere Monate gedauert.

Ionen wollen kuscheln: Bessere Grundlagen für Simulation von Energiespeichern

Kamerablitze, Flugzeugtüren, Systeme zur Bremsenergie-Rückgewinnung – Sie funktionieren heute auf Grundlage ultraschneller Speichertechnologie, die auf der Ionenspeicherung in einer porösen Kohlenstoff-Elektrode basiert – so genannte Superkondensatoren. Erheblich verbessern könnte man die Effizienz solcher Energiespeicher, wenn man das Speichermedium, den Kohlenstoff, so gestalten könnte, dass möglichst viele Ionen auf engem Raum Platz finden. Saarbrücker Wissenschaftler um den Professor für Energie-Materialien, Volker Presser, haben nun gemeinsam mit Kollegen aus Österreich ein Verfahren entwickelt, das die Beschaffenheit einer solchen Kohlenstoff-Elektrode und die Abläufe in ihrem Inneren viel präziser am Computer nachbilden kann als bisherige – idealisierte – Computersimulationen.

Materialwissenschaft
privat

Für ein Forschungspraktikum nach Kalifornien

Ronja Anton und Kai Rochlus haben über zwei Monate an der Universität in Santa Barbara geforscht. Die Studenten der Materialwissenschaft wurden dabei durch ein Saarbrücker Austauschprogramm unterstützt: Das Leibniz-Institut für Neue Materialien vergibt jedes Jahr zwei Stipendien.

Professorenlaufbahnen
were/photocase.de

Früher war alles später

An der Universität des Saarlandes leben und arbeiten hunderte Forscherinnen und Forscher. Sie alle haben eine eigene Sicht auf die Welt der Wissenschaft. Das ist natürlich zwischen den unterschiedlichen Disziplinen so: ein Historiker betrachtet die Welt anders als ein Physiker. Aber das ist auch zwischen den Generationen so. Ein junger Forscher blickt mit anderen Augen auf seine Arbeit als ein Seniorprofessor. Der jüngste Professor, Volker Presser (34) und der älteste, Jörg Siekmann (75), erklären ihre Karrieren aus ihrer Sicht.

Materialwissenschaft
fotolia

Forschung unter der kalifornischen Sonne

Nur 100 Nachwuchsforscher in Deutschland erhalten pro Jahr ein Stipendium der Humboldt-Stiftung, um bis zu zwei Jahre im Ausland zu forschen. Der Materialwissenschaftler Andreas Rosenkranz von der Saar-Uni wurde jetzt für San Diego ausgewählt.

Materialwissenschaft
Nicolas Jäckel

Der Strand von Tel Aviv ist natürlich nicht der normale Arbeitsplatz von Nicolas Jäckel.

Batterien auftanken bei der Batterieforschung

Der Akku im Smartphone ist in Windeseile leer, viele Nutzer laden sogar mehrmals täglich nach. Und irgendwann ist die Batterie ganz dahin. Woran das liegt, erforscht Nicolas Jäckel in Saarbrücken. Nun ist er für zwei Monate in Tel Aviv, um seine Forschung bei einem der renommiertesten Wissenschaftler auf dem Gebiet zu vertiefen.

Materialwissenschaft
Christine Funk

Internationale Studenten im interkulturellen Training

Die Saar-Uni bietet in der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik gleich mehrere internationale Studiengänge an. Das Masterprogramm Amase vernetzt Universitäten in vier europäischen Ländern und lockt Studenten aus der ganzen Welt an. Jeden Sommer kommen die neuen Studenten für eine Integrationswoche nach Saarbrücken. Diesmal absolvieren 27 Studentinnen und Studenten etwa aus Marokko, Argentinien, Iran und China ein interkulturelles Training.

Nobelpreisträger-Treffen
Christian Flemming/Lindau Nobel Laureate Meetings

Das Ambiente beim Nobelpreisträger-Treffen in Lindau ist sehr festlich. Das durfte auch Doktorand Marco Zeiger erleben.

Sightseeing auf dem Wissenschafts-Olymp

Jedes Jahr kommen in Lindau am Bodensee Dutzende Nobelpreisträger zusammen, um mit handverlesenen jungen Wissenschaftlern über ihre Arbeit und ihren Werdegang zu sprechen. In diesem Jahr war ein junger Wissenschaftler aus dem Saarland dabei und konnte die Größen der Wissenschaft kennenlernen. Marco Zeiger erstarrte nicht etwa in Ehrfurcht. Viel mehr kommt er mit einer gesunden Portion Respekt vor den Preisträgern nach Hause, die er keineswegs als unnahbare Übermenschen kennengelernt hat.

Materialforschung
Volker Presser

Einblicke in Lieschen Müllers Energie-Zukunft

Volker Presser ist seit Dezember 2015 Professor für Energie-Materialien an der Universität des Saarlandes. Gemeinsam mit seiner Forschergruppe, die er am INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien aufgebaut hat, erforscht er dort und an der Uni unter anderem die Batteriesysteme der Zukunft, neue Methoden zur Energierückgewinnung und bessere Wasseraufbereitungsmethoden. Obwohl viele Ideen im Labor bereits hervorragend funktionieren, ist es noch oft ein langer Weg zur Alltagstauglichkeit.

Innovation
Foto: Oliver Dietze

Ingenieure entwickeln den Kühlschrank der Zukunft

Wie kann in Zukunft klimafreundlich und ressourcenschonend gekühlt werden? Die Professoren Stefan Seelecke und Andreas Schütze von der Saar-Uni setzen auf Kühltransport mit künstlichen Muskeln: Gemeinsam mit Bochumer Forschern entwickeln sie eine neue Art zu kühlen, bei der Wärme und Kälte mit „Muskeln“ aus Nickel-Titan transportiert werden.