Lukas Redemann/Goethe-Institut Dakar
Kulturwissenschaft

Studium bereitet auf internationale Karriere vor

Für „Ärzte ohne Grenzen“ die Auslandseinsätze zu koordinieren, das ist der Traumjob von Lukas Redemann. Um diesem Ziel näher zu kommen, studiert er Französische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation.
Von Friederike Meyer zu Tittingdorf • 19.10.2016

Lukas Redemann ist in der Nähe von Paderborn aufgewachsen. Saarbrücken als Studienort hat er bewusst ausgesucht. „Mit meiner Familie war ich oft in Frankreich im Urlaub. Die 11. Klasse habe ich dann im französischsprachigen Teil von Kanada verbracht“,  erzählt der 23-Jährige. Bei einem Freiwilligendienst in Indien lernte er Studenten kennen, die das Fach „Interkulturelle Kommunikation“ studierten. Dies gefiel ihm sofort und so recherchierte er im Internet, wo man das Fach mit Kürzel „IK“ mit Französisch kombinieren kann. Das bot neben Regensburg nur die Saar-Uni an, die bei ihm durch die Nähe zu Frankreich punktete.

„In den ersten Semestern lernt man die Politik, Wirtschaft und Geschichte Frankreichs kennen. Man beschäftigt sich zudem mit Literatur oder Chansons und bekommt einen guten Einblick in die französische Medienlandschaft“, erläutert Redemann. Außerdem gibt es viele sprachpraktische Übungen, so dass man seine Französischkenntnisse perfektionieren kann. „Ich würde später gerne in einer Nichtregierungsorganisation arbeiten, etwa bei ‚Ärzte ohne Grenzen‘. Dafür muss ich mich schnell in die Besonderheiten eines fremden Landes hineindenken können, benötige also landeskundliches Wissen, aber auch sehr gute Sprachkenntnisse“, sagt Lukas Redemann.

Derzeit verbringt er einige Monate im Senegal, wo er dank der guten Kontakte von Saarbrücker Professoren einen Praktikumsplatz am Goethe-Institut in Dakar erhielt. „In unserem Studienfach ist ein fünfmonatiger Aufenthalt im frankophonen Ausland Pflicht, für mich war Afrika dafür die erste Wahl“, sagt der IK-Student. Anschließend möchte er auch sein Masterstudium an der Saar-Uni absolvieren. Er weiß die breite Auswahl des Lehrangebots zu schätzen. „Man kann sich hier nicht nur mit Frankreich, sondern auch den ehemaligen Kolonien beschäftigen. Außerdem gibt es Kurse zur kanadischen Literatur und Gesellschaft“, erläutert Redemann, der auch an einer Uni-Exkursion nach Quebec teilgenommen hat.

Weitere Sprachpraxis bekommt er in Saarbrücken quasi vor der Haustür. „Beim deutsch-französischen Festival Perspectives habe ich schon zweimal mitgeholfen. Auch sonst gibt es mit den Afrikanischen Filmtagen oder im ‚Le Carreau‘ in Forbach schöne Kulturangebote“, schwärmt Lukas Redemann, der seinen Umzug ins Saarland noch nie bereut hat.

Infos zum Bachelor-Studiengang "Französische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation": www.uni-saarland.de/campus/studium/studienangebot/az/f/frik.html

Lukas Redemann vor dem Sankt-Lorenz-Strom in Québec

Der IK-Student Lukas Redemann hat im letzten Wintersemester auch an einer Exkursion der Saar-Uni nach Kanada teilgenommen.

Das Goethe-Institut im Senegal

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Es fördert die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland und pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit. Die Mitarbeiter des Instituts vermitteln ein umfassendes Deutschlandbild durch Information über das kulturelle, gesellschaftliche und politische Leben. Das Goethe-Institut Dakar engagiert sich besonders für den Kulturaustausch zwischen Senegal und Deutschland. Es betreut die Region Senegal, Gambia und Mauretanien. Webseite des Goethe-Instituts

 

Goethe-Institut in Dakar
Quellennachweis
  • Bilder
    Lukas Redemann/Goethe-Institut Dakar