Oliver Dietze

Beratungssituationen wie diese sind an der Saar-Uni derzeit nicht möglich, intensive Beratung gibt es aber in virtueller Form.

Studienwahl

„Wir sind auch in Corona-Zeiten für Studieninteressierte da“

Auch wenn die Hörsäle der Saar-Uni in diesem Wintersemester die meiste Zeit leer bleiben - die Zentrale Studienberatung der Universität ist weiterhin für alle Fragen rund ums Studium ansprechbar. Mit Studienberater Peter Hell sprach „Campus extra“.
Von Gerhild Sieber • 17.12.2020

Campus extra: Was derzeit wohl alle interessiert: Kann man sich auch jetzt an die Studienberatung wenden?

Peter Hell: Ein klares „Ja“, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralen Studienberatung sind auch in Corona-Zeiten da. Alle, die Fragen rund ums Studium haben, können sich bei uns telefonisch oder per E-Mail melden. Bei der Festsetzung des Gesprächstermins wird auch vereinbart, in welcher Form die Beratung stattfinden soll.

Wie läuft die Beratung denn im Moment ab?

Wir haben die Distanzberatung ausgebaut. Das heißt: Wer unsere Unterstützung braucht, kommt nicht in unsere Büros auf dem Campus, sondern wir unterhalten uns per Video-Chat, Telefon oder E-Mail. Wir bieten also weiterhin ausführliche Einzelberatungen an – sei es, um Hilfe bei der Studienwahl zu bieten oder um Fragen und Probleme zu klären, die während des Studiums auftauchen.

Welche weiteren Angebote gibt es derzeit?

Wo immer möglich, haben wir unsere Angebote zur Studienorientierung ins Digitale verlagert. Beispielsweise lief der Tag der offenen Tür im Sommer virtuell ab. Darüber hinaus haben wir als Zentrale Studienberatung Live-Chats zur Studien-Bewerbung angeboten und Videos gedreht. Der Vorteil: Viele Inhalte sind weiterhin auf der Youtube-Seite der Saar-Uni zu finden. Darüber hinaus nehmen wir an Online-Messen teil, die Schülerinnen und Schüler virtuell besuchen können. Weitere Angebote soll es im kommenden Jahr geben.

Können Sie einfache Tipps geben, die helfen, das richtige Studienfach zu finden?

Zunächst sollte man die eigenen Interessen herausfinden. Dazu ist es sinnvoll, die riesige Auswahl an Studienangeboten auf eine Handvoll Studiengänge zu reduzieren. Dabei gilt es, Augen und Ohren offenzuhalten und sich zu fragen: Welche Schulinhalte motivieren mich zum Lernen? Über welche Inhalte informiere ich mich freiwillig in meiner Freizeit? Welche Berufe hören sich interessant an, und was muss ich tun, um dorthin zu kommen? Oder: Will ich vielleicht mein Hobby zum Beruf machen? Wir empfehlen auch den „Study Finder“ auf unseren Webseiten. Dieser Selbsttest hilft dabei, sich der eigenen Stärken und Interessen bewusst zu werden. Daneben findet man „Erwartungschecks“, die vermitteln, ob man eine realistische Vorstellung von einem bestimmten Fach hat.

Ab wann sollte man sich mit dem Thema Berufs- und Studienwahl befassen?

Mit dem Eintritt in die Oberstufe sollten sich Schülerinnen und Schüler regelmäßig damit beschäftigen. Beispielsweise kann man sich Videos, Beschreibungen von Studiengängen oder auch Schnupper-Vorlesungen im Internet anschauen und sich über die Anforderungen informieren. Es kann auch hilfreich sein, das Fächerangebot mehrerer Hochschulen zu vergleichen. Auch die Saar-Uni stellt ihre Studienfächer im Internet vor. Hier lassen sich auch persönliche Erfahrungen von Studierenden und Absolventen einzelner Fächer abrufen.

Welche Fächer kann man an der Saar-Uni studieren?

Als einzige Landesuniversität mit den beiden Standorten in Saarbrücken und Homburg decken wir ein breites Fächerangebot ab. Wir bilden beispielsweise Ingenieure, Betriebswirte und Lehrer aus – ebenso wie Historiker, Literaturwissenschaftler oder Psychologen. Etliche neue Studiengänge in den drei Forschungsschwerpunkten der Uni sind dazugekommen. Dazu zählen die Informatik, der NanoBioMed-Schwerpunkt an der Schnittstelle von Materialforschung, Biowissenschaften und Medizin sowie die Europastudien. Nicht zu vergessen unsere internationalen und grenzüberschreitenden Studiengänge, die zu Doppelabschlüssen führen.

Was zeichnet die Universität als Studienstandort aus?

Als Campus-Universität bieten wir ein überschaubares Umfeld mit kurzen Wegen, intensiver Betreuung, zahlreichen Service-Einrichtungen und einer Nähe zu Wissenschaftlern, wie man es an einer Großstadt-Uni kaum finden wird.

Was sagen Sie Schülern, die überlegen, ob man während der Pandemie ein Studium beginnen sollte?

Die Universität hat schnell auf die veränderten Anforderungen durch die Pandemie reagiert. Natürlich sieht das Studieren derzeit anders aus als in der Zeit vor Corona. Doch alle hier bemühen sich, die Situation anzunehmen und für die Studierenden da zu sein. Das reicht vom Anpassen der rechtlichen Rahmenbedingungen über Online-Veranstaltungen, ein virtuelles Mentorenprogramm bis hin zur Distanzberatung. Auch wenn viele Studierende mehr Zeit zuhause vor dem Rechner statt auf dem Campus verbringen – wir versuchen, niemanden alleine zu lassen.

Quellenverzeichnis
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Zentrale Studienberatung

Erreichbarkeit: Mo, Di, Mi und Fr: 10-12 Uhr und 13-15 Uhr; Do: 11-12 Uhr und 13-15 Uhr
Tel. (06 81) 302-3513
E-Mail: studienberatung@uni-saarland.de
www.uni-saarland.de/studienberatung

StudyFinder:
www.study-finder.de

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Es gilt, Augen und Ohren offenzuhalten und sich beispielsweise zu fragen: Welche Schulinhalte motivieren mich zum Lernen?

Peter Hell