Foto: Jacek Ruta /DFH

Helena Keller (Mitte) mit Klaus-Peter Beck von der ASKO Europa Stiftung und DFH-Präsidentin Prof. Patricia Oster-Stierle.

Deutsch-Französische Hochschule

„Ein umfassendes Bild von Frankreich“

Für ihren hervorragenden Bachelor-Abschluss im Studiengang „Deutsch-Französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation“ hat Helena Keller den Exzellenzpreis der Deutsch-Französischen Hochschule erhalten.
Von Gerhild Sieber • 16.02.2017

„Französisch hat mich immer interessiert, daher wollte ich irgendetwas in dieser Richtung studieren“, erzählt Helena Keller. Die Saarländerin entschied sich für den binationalen Studiengang „Deutsch-Französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation“ an der Saar-Uni. „Da wird nicht nur die Sprache vermittelt, sondern es geht auch um Frankreich und seine Politik und Kultur“, sagt die 24-jährige Bachelor-Absolventin. Für ihren Abschluss ist sie nun mit dem Exzellenzpreis der Deutsch-Französischen  Hochschule (DFH) ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und wurde von der ASKO Europa Stiftung gefördert.

Insbesondere landeskundliche Aspekte Frankreichs und die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und seinem westlichen Nachbarn haben Helena Keller im Studium interessiert. „Man bekommt ein umfassendes Bild von Frankreich und versteht vieles besser“, resümiert sie. Generell sei der Studiengang durchaus anspruchsvoll und anstrengend. Ein Jahr lang hat die junge Studentin in Metz gelebt, denn dort verbringen Franzosen und Deutsche ihr zweites Studienjahr gemeinsam. „Metz ist eine wunderschöne Stadt, aber doch ein wenig verschlafen“, urteilt sie. Und: „Das Studieren dort ist ganz anders: Man hat viel Unterricht und verbringt eine Menge Zeit an der Uni. In Saarbrücken muss man dagegen vieles selber erarbeiten.“

„Ganz toll“ sei die Zeit in Brüssel gewesen. Dort hat Helena Keller ein zweimonatiges Praktikum im EU-Verbindungsbüro des deutschen Bundestages gemacht. Wie die institutionelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich während der Ukraine-Krise aussah, hat sie in ihrer Bachelor-Arbeit untersucht. Wichtiger seien im untersuchten Zeitraum aber neue Kooperations-Formate wie das „Normandie-Format“ unter Einbeziehung der Konfliktparteien gewesen, hat sie herausgefunden. Betreut wurde die Arbeit von dem im Fachbereich Romanistik tätigen Saarbrücker Politikwissenschaftler Dr. Gregor Halmes und Professor Reiner Marcowitz von der Universität Lothringen.

Der Studiengang

Der binationale Studiengang „Deutsch-Französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation“ wird von der Universität des Saarlandes und der Universität Lothringen gemeinsam angeboten. Deutsche und französische Studenten studieren dabei gemeinsam in einer gemischten Gruppe. Sie erhalten von beiden Hochschulen ein Abschlusszeugnis.

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