Wolfram Henn erneut in Deutschen Ethikrat berufen

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Der Humangenetiker und Medizinethiker Professor Wolfram Henn gehört für eine weitere Amtsperiode von vier Jahren dem Deutschen Ethikrat an. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat den Leiter der Humangenetischen Beratungsstelle der Universität des Saarlandes zum 30. April zusammen mit weiteren 20 Mitgliedern in den Rat berufen. Der neu besetzte Ethikrat hat insgesamt 24 statt bislang 26 Mitglieder. Das Gremium wird je zur Hälfte auf Vorschlag des Bundestages und der Bundesregierung benannt.

Bereits seit 2016 ist Wolfram Henn Mitglied des Deutschen Ethikrates, eine Wiederberufung ist nur einmal möglich. Der Deutsche Ethikrat bearbeitet als unabhängiger Sachverständigenrat „ethische, gesellschaftliche, naturwissenschaftliche, medizinische und rechtliche Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben“. Henn vertritt hier insbesondere die Schwerpunkte Humangenetik, informationelle Selbstbestimmung und Forschungsethik.

Wolfram Henn befasst sich in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit an der Universität des Saarlandes mit ethischen und psychosozialen Problemen der humangenetischen Forschung und Diagnostik. Der Professor für Humangenetik und Ethik gehört zahlreichen Gremien, Kommissionen und Beiräten an. So ist er bereits seit vielen Jahren Sachverständiger beim Bundestag zu Themen wie Gentests beim Embryo und Gendiagnostik. Seit 2013 ist er Stellvertretender Vorsitzender der 15-köpfigen Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer; diesem Gremium gehört er bereits seit 2007 an.