Prof. Karl-Otto Jung wird 80 Jahre alt

Selbstporträt. Foto: Jung

Am 13. Oktober kann der auch als Maler und Grafiker bekannte Professor für Bildende Kunst und Kunsterziehung an der Universität des Saarlandes Karl-Otto Jung seinen 80. Geburtstag begehen. Er studierte Kunstgeschichte in München. Weitere Stationen waren die Akademie der Bildenden Künste München und die Staatliche Kunstakademie Düsseldorf. Zwischen 1959 und 1963 beteiligte er sich am Kokoschka-Seminar in Salzburg und wurde 1961 mit dem Oskar-Kokoschka-Fonds Preis ausgezeichnet. Nach einem Studienaufenthalt in London an der „Central School of Arts and Crafts” setzte er an der Universität Köln sein Studium fort und belegte die Fächer Anglistik, Erziehungswissenschaft und Klassische Archäologie. Nach dem Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien und einigen Jahren im Schuldienst wechselte er als Studienrat an die Technische Hochschule Darmstadt, wo er im Fach Zeichnen, Malen und Graphik lehrte. 1975 wurde Karl-Otto Jung zum Professor für Bildende Kunst und Kunsterziehung an der Pädagogischen Hochschule des Saarlandes ernannt und wechselte nach deren Auflösung 1978 an die Universität des Saarlandes, wo er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2004 lehrte und forschte.

Mit seinem Namen eng verbunden ist die Ausstellungs-Reihe „Kunst im Präsidialamt“, die er dank seiner vielfältigen Vernetzungen mit Künstlern von 1985 bis 2012 gestaltete. Prof. Karl-Otto Jung ist bis heute auch selbst mit einem vom modernen expressiven Realismus geprägten Oeuvre als Maler und Grafiker tätig und hat seine Arbeiten in vielen Ausstellungen präsentiert. Zu seinen Publikationen gehören unter anderem der Band „Farben-Sehen. Zum künstlerischen Gebrauch der Farben“ (1988) sowie „Künstlerisches Handeln – Bausteine zur Lehre in den bildenden Künsten“ (2000), „Bildkunst und Sinnstiftung. Zur Grundlegung des Werkes der Bildenden Kunst“ (2004) oder „Im Zwischenreich der Bilder. Aus dem Leben eines unzeitgemäßen Künstlers – Erster Teil“ (2015), „Zweiter Teil“ (2018).