Neuer Professor für Forensische Psychologie und Psychiatrie

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Prof. Dr. med. Wolfgang Retz, zuletzt Professor für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie und Leiter der gleichnamigen Sektion an der Universitätsmedizin Mainz, ist als neuer Professor für Forensische Psychologie und Psychiatrie zurück an der Universität des Saarlandes.

Von 2004 bis 2010 war Retz Juniorprofessor für „Neurobiologie in der forensischen Psychiatrie“ an der Saar-Universität. 2008 habilitierte er sich hier und erhielt die Venia legendi für das Fach Psychiatrie und Psychotherapie. Von 2010 bis zu seinem Ruf nach Mainz im Jahr 2013 war er Außerplanmäßiger Professor für Psychiatrie und Psychotherapie unserer Universität.

Wolfgang Retz studierte Humanmedizin in Würzburg. Die Unterfränkische Gedenkjahrstiftung für Wissenschaft zeichnete seine Promotion zum Doktor der Medizin aus. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht die Frage, welche Bedeutung Entwicklungsstörungen für die Entwicklung sozialer Anpassungsstörungen und für die Neigung haben, rechtliche Grenzen zu überschreiten und straffällig zu werden. In diesem Zusammenhang beschäftigt er sich auch mit der Diagnostik und der Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter, insbesondere auch mit Strategien und Hilfen für die Alltagsbewältigung. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt von Wolfgang Retz betrifft das Zusammenspiel von genetischen Ursachen und Umweltfaktoren auf die Entwicklung gewalttätigen Verhaltens. An der Universität des Saarlandes wird er sich als Direktor des 1968 gegründeten Instituts für Gerichtliche Psychologie und Psychiatrie verstärkt auch der Frage der Prävention von Straftaten und geeigneter Behandlungsmethoden für Straftäter und deren Umsetzung widmen.