Neue Professorin für Innovative Implantatentwicklung

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Bergita Ganse hat die Werner Siemens-Stiftungsprofessur für Innovative Implantatentwicklung (Frakturheilung) an der Saar-Universität übernommen. In ihrer Forschung befasst sich Ganse mit der Weltraummedizin, den Veränderungen des muskuloskelettalen Systems in der Schwerelosigkeit und in Immobilisation, dem Abfall der körperlichen Leistungsfähigkeit im Alterungsprozess, sowie mit der Frakturheilung und biomechanischen Fragestellungen. Sie arbeitet dabei unter anderem mit der European Space Agency, der NASA und dem DLR zusammen. An der Saar-Uni wird Bergita Ganse Vorlesungen zur Weltraummedizin halten. Sie hat zusammen mit ihrem Bruder, dem Astrophysiker Urs Ganse, dazu ein für Laien verständliches Buch verfasst hat. Die Stiftungsprofessur ist Teil des von Professor Tim Pohlemann initiierten interdisziplinäres Forschungverbundes „Smarte Implantate“, in dem „intelligente“ Implantate für die Versorgung von Knochenbrüchen entwickelt werden.

Bergita Ganse schloss ihr Studium der Humanmedizin und die Promotion im Fach Orthopädie 2007 in Lübeck ab. Danach arbeitete sie an der Charité in Berlin, der Uniklinik in Köln und beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Sie habilitierte sich an der RWTH Aachen und erhielt die Lehrbefugnis für das Fach Experimentelle Unfallchirurgie. Zuletzt war sie in England tätig. Bergita Ganse ist Fachärztin für Orthopädie/Unfallchirurgie sowie Fachärztin für Physiologie.