Ehrendoktorwürde für Lars Bäckman

Lars Bäckman. Foto: privat

Die Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft verleiht am 11. Juni 2018 die Ehrendoktorwürde an den Professor für Kognitive Neurowissenschaften Dr. Lars Bäckman. Der Psychologe forscht im Zentrum für Alternsforschung am Karolinska Institutet in Stockholm. Er ist Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften und der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste.
Im Mittelpunkt seiner Forschungsarbeiten steht die Alterung des menschlichen Gehirns. Unter anderem geht Lars Bäckman der Frage nach, wo die Grenze verläuft zwischen „normalen“ kognitiven Alterungsprozessen und pathologischen Veränderungen, wie sie bei Demenz auftreten. Zudem untersucht er den Einfluss individueller Faktoren auf das kognitive Altern: Wie wirken sich beispielsweise Gesundheit, Bildung sowie physische, mentale und soziale Aktivitäten auf die Gehirnalterung aus, und bis zu welchem Ausmaß können ältere Menschen die kognitiven Verluste ausgleichen? Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Rolle des Neurotransmitters Dopamin. Dopamin ist wichtig für die Regelung kognitiver Prozesse und insbesondere auch für die Gedächtnisbildung. Da die Anzahl der Dopamin-Rezeptoren im Gehirn mit zunehmendem Alter abnimmt, gilt dies als eine Ursache für altersbezogene Einbußen in der kognitiven Leistungsfähigkeit, wie Lars Bäckman zeigen konnte. Seine Forschung zeichnet sich sowohl durch breit angelegte epidemiologische Langzeitstudien aus als auch durch experimentelle Arbeiten mittels bildgebender Verfahren wie funktioneller Magnetresonanztomographie.
Mit der Universität des Saarlandes verbinden Lars Bäckman langjährige Kontakte zu Forscherkollegen, insbesondere zu den Professoren Johannes Engelkamp, Jutta Kray, Axel Mecklinger und Hubert Zimmer sowie Ulman Lindenberger, jetzt Direktor am Max Planck Institute for Human Development in Berlin.