80. Geburtstag von Professor Hans Becker

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Am 14. März 2020 kann der Professor für Pharmakognosie und Analytische Phytochemie und ehemalige Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes, Hans Becker, seinen 80. Geburtstag begehen.
Nach dem Studium der Pharmazie, Promotion und Habilitation für Pharmazeutische Biologie leitete Hans Becker das Institut für Pharmazeutische Biologie an der neu gegründeten Fakultät für Pharmazie der Universität Heidelberg. 1981 wurde er mit dem Ernst-Scheurich-Preis ausgezeichnet und agierte bis 1983 als Dekan seiner Fakultät. Gastprofessuren führten den Apotheker in die USA, ins peruanische Lima sowie nach Montpellier und Straßburg. Als Nachfolger von Prof. Egon Stahl übernahm er 1987 den Lehrstuhl für Pharmakognosie und Phytochemie in Saarbrücken. Gemeinsam mit Prof. Theophil Eicher (Organische Chemie), Prof. Hans Dietmar Zinsmeister und Prof. Rüdiger Mues (beide Botanik) gründete er den interdisziplinären Arbeitskreis „Chemie und Biologie der Moose“ mit dem gemeinsamen Motto: „Ohne Moos nix los!“. Gegenstand der Forschung waren die resistenten kleinen Pflanzen, die Schädlingen und saurem Regen widerstehen. Im Laufe der Jahre wurde bei den Lebermoosen eine immense Zahl neuartiger Naturstoffe entdeckt und ihre Struktur aufgeklärt.
Von 1994 bis 1996 wirkte Prof. Becker als Dekan seiner Fakultät, gehörte acht Jahre dem Senat an und war von 1995 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2005 Beauftragter für den Hochschulsport. Wiederholt stand er als Vorsitzender an der Spitze der Landesgruppe der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft in Nordbaden und im Saarland, engagierte sich seit 1993 im Vorstand der Apothekerkammer des Saarlandes und führte zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen der Apothekerkammern und der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft durch.
2003 wurden Prof. Becker und sein Mitarbeiter Dr. Axel Alt gemeinsam mit Dr. Clarissa Gerhäuser und ihrem Arbeitskreis vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg mit dem Phoenix Pharmazie-Wissenschaftspreis ausgezeichnet: Sie hatten im Hopfen die krebspräventive Substanz Xanthohumol nachgewiesen. Sein wissenschaftliches Œvre umfasst sechs Monographien und über 250 Aufsätze, als akademischer Lehrer hat er 56 Doktoranden zur Promotion geführt und Gastwissenschaftler aus 16 Ländern in seinen Instituten betreut.