DIE ZEIT_Lara Huck

Das ZEIT-Verlagshaus in Hamburg.

Kulturwissenschaft

Uni-Absolventin arbeitet in renommiertem Verlagshaus

Über ein Praktikum und PR-Volontariat konnte die Geisteswissenschaftlerin Miriam Grether direkt bei ihrem Traumverlag einsteigen. Dort hat sie heute viel mit Hochschulen zu tun.
Von Friederike Meyer zu Tittingdorf • 27.07.2017

Zu ihrem Studium der Historisch orientierten Kulturwissenschaften an der Saar-Uni fallen Miriam Grether viele Stichworte ein, die auch zu ihrer heutigen Tätigkeit passen: „Es war sehr vielfältig, man konnte ständig  Neues ausprobieren und lernte auch praktische Dinge. Zum Beispiel, wie man eine Pressemitteilung schreibt und einen Hörfunkbeitrag erstellt.“ Die 33-Jährige aus Offenburg arbeitet heute in der Unternehmenskommunikation der Verlagsgruppe „Die Zeit“ in Hamburg und organisiert dort Veranstaltungen an Hochschulen.

Im Wintersemester hatte sie ein „Heimspiel“ an der Saar-Uni und traf  Professor Wolfgang Behringer, bei dem sie im Studium als wissenschaftliche Hilfskraft gearbeitet hatte. „Ich war besonders an seinen Forschungen zur Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit interessiert. In meiner Diplomarbeit habe ich mich dann mit dem Kunstraub im Saarland während der Französischen Revolution beschäftigt“, erläutert Grether. Zwar seien viele Kunstschätze zerstört worden und waren nicht mehr aufzufinden, aber sie konnte bei ihren Recherchen die unterschiedlichen Gebiete ihres Studiengangs zusammenführen. „Ich fand es besonders spannend, meine historischen und kunsthistorischen Interessen verbinden zu können. Dabei musste ich alte Handschriften entziffern und tief in die Regionalgeschichte des Saarlandes eintauchen“, erinnert sich die Absolventin. Die Mühe hatte sich für sie gelohnt: Ihre Arbeit wurde als die beste ihres Jahrgangs mit dem Richard van Dülmen-Preis ausgezeichnet.

Porträtfoto: ZEIT

Wir stehen täglich vor der Herausforderung, wie wir vor allem mit jungen Zielgruppen kommunizieren.

Miriam Grether über ihre Arbeit bei der ZEIT

Der Einstieg in die Zeit-Verlagsgruppe gelang ihr dann direkt nach dem Studium „Ich hatte mich dort für ein sechsmonatiges Praktikum beworben und konnte anschließend ein PR-Volontariat in meiner heutigen Abteilung absolvieren“, sagt Miriam Grether. Rund drei Berufsjahre arbeitete sie dann als Assistentin der Geschäftsführung. „Dort habe ich viele Reden geschrieben, was mir anfangs durch den komplizierten wissenschaftlichen Jargon, den ich von der Uni gewohnt war, nicht leicht fiel“, so Grether. 2015 ist sie wieder in die Unternehmenskommunikation gewechselt. „Durch die Digitalisierung hat sich auch in den traditionellen Verlagshäusern viel verändert. Wir stehen täglich vor der Herausforderung, wie wir vor allem mit jungen Zielgruppen kommunizieren und unsere „Zeit Campus“ - Veranstaltungen an Hochschulen attraktiv und bekannt machen“, erklärt Grether. Die Neugier und Flexibilität dafür hat sie von ihrem „HOK-Studium“ an der Saar-Uni mitgebracht.

Informationen zum Studiengang "Historisch orientierte Kulturwissenschaften":

Bachelor-Studium und Master-Studium

 

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